NinaBeloo schrieb:
> Ich will nur eine Erdungsnetzwerk modellieren. Das heißt, ich
> berücksichtige keine aktiven Leiter (im Betrieb stromführend), sondern
> nur die Leiter, die im Potentialausgleich sind.
Ist der Schirm, bei einer Koaxleitung, dann für Dich nicht Bestandteil
Deiner Betrachtungen? Wenn Strom über dem Schirm fliesst wird auch der
Innenleiter beeinflusst.
> Wenn jetzt in einem
> Gebäude ein Impuls auf das Erdungsnetz kommt (mit Schaltüberspannung
> meinte ich Stößströme, die wegen Schalthandlungen entstehn, SEMP). Nun
> fließt dieser über die Schirmung von einem Gebäude ins andere.
Warum? Gewöhnlich hat jedes Gebäude einen eigenen Potentialausgleich.
Aber wie kommt dann eine Schaltüberspannung ins Erdungsnetz? Betrachtet
man ein Hausnetz haben wir dort den Erdungs-Leiter. Eine
Schaltüberspannung würde dann bestenfalls über den Erdungs-Leiter
abgeleitet. Wie kommt denn da ein Kabelschirm ins Spiel?
> Wenn
> dieses Kabel erdverlegt ist, dann stellt sich mir nun die Frage, wie ich
> die Beläge berechne. Wäre der Schirm zum Beispiel ein Schirmrohr (also
> erdfühlig), dann wäre mein fiktiver Rückleiter der Erdboden, und zwar im
> Abstand in dem die Erde wieder als ferne Erde gilt (hat mit der
> Eindringtiefe des Ableitstromes zu tuen).
>
> Ich frage mich jetzt, welchen Außenradius zum fiktiven Rückleiter der
> Richtige ist.
> Der Strom nimmt ja definitiv nicht den Rückweg über die
> aktive Ader (Innenleiter),
Ich denke schon, zumindest theoretisch, vergleichbar mit einem
Wirbelstrom.
> sondern durch die Erdungsanlage und dann
> durch den Erdboden.
Wenn Du die Erdströme und deren elektrische Felder noch in die
Betrachtung aufnimmst, dann solltest Du auch die Zuleitung mit
einbeziehen. Wie gesagt, es ist ja ein Stromkreis, mit Betonung auf
"Kreis".
mfg klaus