Ab wann ist ein Kurzschluss ein Kurzschluss?

OP #3726792
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Ab wann ist ein Kurzschluss ein Kurzschluss?
Technisch gesehen wenn der widerstand 0 ist, sonst sprich mann von einer 
Überlast ABER realistisch gesehen jede Leitung hat ein Widerstand also 
wo zieht man die also Grenze? Realistisch gesehen haben wir immer eine 
Überlast und nie einen Kurzschluss.

Was ist eure Definition von Kurzschluss und ab wann seht ihr es als 
Kurzschluss an?
#3726865
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Hallo,
üblicherweise wird man von einem Kurzschluss reden, wenn gilt
I >> I_Nennstrom  oder
R_last << R_Nennlast

Wenn durch eine Schaltung also z.B. normal 1mA fließt, kann man evtl. 
50mA als Kurzschlußstrom bezeichnen.

Bei einer Schatung, die normal 10A zieht, sind eher über 100A ein 
Kurzschluss.
Gruß Öletronika
#3726873
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> Yalu X. schrieb:
> Lastwiderstand << Quellenwiderstand
Hallo,
das ist auch eine mögliche Bedingung, aber in Praxis wird das oft gar 
nicht erreicht.

Da wird man oft auch schon von einem Kurzschluss sprechen, wenn der 
Lastwiderstand in der gleichen Größenordnung wie der Quellwiderstand 
liegt oder sogar noch ein gutes Stück höher als der Quellwiderstand ist.

z.B. in Energieversorgungsanlagen ist Anpassung (Last-R = Quell-R) ein 
Zustand, wo es raucht und stinkt und schon alle Schutzelemente in 
kürzester Zeit ansprechen.

Bei Signalübertagung, wo oft auf Anpassung gefahren wird, sieht es 
natürlich ganz anders aus.
Gruß Öletronika
Gast #3726877
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> Ab wann ist ein Kurzschluss ein Kurzschluss?
bisschen blöd formuliert, ab welchen Umständen ist es ein Kurzschluß >
wenn keine Energie in einer geplanten Anwendung umgestzt wird sondern im 
Zuleitungs- oder Verteilnetz an sich, also weit davor
> Technisch gesehen wenn der widerstand 0 ist,
wieder so unglücklich ausgedrückt, es gibt keinen Lastwiderstand mit 
genau 0 Ohm
> ABER realistisch gesehen jede Leitung hat ein Widerstand also wo zieht man > die 
also Grenze?
in einer Leitung > Übertragungsmedium werden ja auch keine so großen 
Leistungen im Verhältnis zur Energieumsetzung am Endverbraucher 
verbraten
Persönliche Seite #3726903
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Es gibt hier wohl keine klar definierte Antwort, sonst würdest du 
bestimmt auch nicht fragen.

Einfach ausgedrückt liegt für mich ein Kurzschluss vor, wenn zwischen + 
und - (bei Wechselspannung zwischen Null und Phase) nur ein normaler 
Draht, ein Schraubenzieher oder anderes Werkzeug, also kein richtiger 
"Verbraucher", UNGEWOLLT eine Verbindung herstellen :-)
Moderator #3726937
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U. M. schrieb:
>> Yalu X. schrieb:
>> Lastwiderstand << Quellenwiderstand
> Hallo,
> das ist auch eine mögliche Bedingung, aber in Praxis wird das oft gar
> nicht erreicht.
>
> Da wird man oft auch schon von einem Kurzschluss sprechen, wenn der
> Lastwiderstand in der gleichen Größenordnung wie der Quellwiderstand
> liegt oder sogar noch ein gutes Stück höher als der Quellwiderstand ist.

Stimmt, so weit hatte ich nicht gedacht. Das obige Kriterium gilt wohl
eher für beabsichtigte Kurzschlüsse, bspw. um ein Signal auf Masse zu
ziehen.

Robert N. schrieb:
> Wenn wesentlich mehr Strom als geplant/gewollt/berechnet... fließt.

Michael Köhler schrieb:
> Für mich ist ein Kurzschluss ein Kurzschluss wenn durch den Stromfluss
> der Spannungseinbruch unzulässig groß wird.

Damit sind die unbeabsichtigten Kurzschlüsse beschrieben. Vielleicht
muss man tatsächlich  (wie bereits von einigen getan) mehrere Kriterien
ODER-verknüpfen, um eine einigermaßen allgemeingültige Definition zu
erhalten.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #3727132
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Martin L. schrieb:
> Demnach ist einen ungewollte 100kOhm Verbindung bei einer 5V Versorgung
> ein Kurzschluss???
Wenn deine Schaltung nicht mehr tut: eigentlich schon...

Oder andersrum: du verwendest doch auch PI für irgendwelche 
Kreisberechnungen. Stört es dich da auch, dass du nicht alle Stellen von 
PI kennst? Man kann an allem rumdeuteln, aber letztlich ist ein 
Kurzschluss nichts, was ein Messgerät als Wert ausgibt, sondern was sich 
irgendwie störend bemerkbar macht. Dass ich bei 100kOhm dann auch eher 
von einer "Kriechstrecke" oder "Verbindung" sprechen würde, das dürfte 
da auch klar sein. Allerdings kann es sein dass ich das ein wenig zu 
locker sehe, mir reichen auch 6 Stellen von PI im alltäglichen 
Gebrauch... ;-)
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #3727238
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Heribert schrieb:
> Somit ist alles ein Kurzschluss da alles mit allem verbunden ist, sei es
> auch hochohmig.
Nun ja.
Wenn wir ein paar der gefallenen Schlagworte einfach ignorieren:
- ungewollt
- unerwünscht
- Fehlfunktion
- Defekt
- Ausfall
- Kriechstrom
- Leckstrom
- beeinträchtigt
- mehr als geplant/gewollt/berechnet
- qualmt
- stinkt
Ja, Heribert, dann hast du auch Recht...
Gast #3727287
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Interessanter Neben aspekt:

kurzgeschlossene Sicherung

 ... ist eine gewollte elektrische Verbindung, führt nicht zur 
Fehlfunktion des kurzgeschlossenen Bauteils, verhindert aber dennoch den 
Zweck der Schaltung.

MfG,
Gast #3727296
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Michael_ schrieb:
> Einen Kurzschluß gibt es ja gar nicht.
> In keiner Formelsammlung ist er erwähnt.

Aus Friedrich, Tabellenbuch Elektrotechnik, Kap. 9.1.3:

"Kurzschluß ist eine durch einen Fehler enstandene leitende Verbindung 
zwischen betriebsmäßig gegeneinander unter Spannung stehenden Leitern 
(aktiven Teilen), wenn kein Nutzwiderstand im Fehlerstromkreis liegt.

Es ist eine Kinderfrage, der KZ muß im Kontext bezogen gesehen werden. 
Die obige Formulierung bezieht sich auf Schutzmaßnahmen nach DIN VDE 
0100.
Gast #3727316
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Punkt Setzer schrieb:

> kurzgeschlossene Sicherung
>
>  ... ist eine gewollte elektrische Verbindung, führt nicht zur
> Fehlfunktion des kurzgeschlossenen Bauteils, verhindert aber dennoch den
> Zweck der Schaltung.

Die Funktion einer Sicherung ist Unterbrechung des Stromflusses beim 
Überschreiten eines spezifizierten Stromes.

Fehlfunktion ist keine Unterbrechung des Stromflusses trotz 
Überschreitung des spezifizierten Stromes. Also ist bei Kurzschluß eine 
Fehlfunktion gegeben.
#3727379
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"Kurzschluss" würde ich definierten als eine Verbindung zweier 
Schaltungspunkte, die sehr viel niederohmiger sind als im normalen 
Betrieb.

Wobei die Definition

"Kurzschluß ist eine durch einen Fehler enstandene leitende Verbindung
zwischen betriebsmäßig gegeneinander unter Spannung stehenden Leitern
(aktiven Teilen), wenn kein Nutzwiderstand im Fehlerstromkreis liegt."

auch sehr interessant ist, wobei man hier noch über "Nutzwiderstand" 
diskutieren kann. Allerdings finde ich das mit dem "durch einen Fehler" 
problematisch.

Kurzschlüsse können auch gewollt sein:
* als Schutz im Fehlerfall (Stichwort "crowbar", Funkenüberschlag),
* als vorübergehender Sonderfall bei Zustandänderungen (Beispiel: 
Eingänge könnten kurzgeschlossen werden, um die Auswirkungen von 
Störungen etwa bei einem Quellenwechsel zu verhindern)
* wenn der Kurzschluss bei z.B. anderen Frequenzen auftritt als der 
normale Betrieb.

Manchmal ist es für eine Schaltung auch besser, wenn im Stromkreis statt 
einer Öffnung eine Verbindung eingebracht wird.

Man kann darüber streiten, ob ein ungewollt niederiger Widerstand von 
100kOhm bei 5V als Kurzschluss bezeichnet werden soll oder nicht. Wenn 
der gewollte Widerstand einige Gigaohm sind, warum nicht.
Gast #3727484
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Gut geigneter Begriff zum philosophieren, von daher:


Der Begriff Kurzschluss ist im Internationalen Elektrotechnischen 
Wörterbuch IEV in Abschnitt 826-14-10 definiert und seine 
Begriffserklärung ist in dessen deutscher Online-Ausgabe kostenfrei 
nachlesbar.

http://www.dke.de/de/Online-Service/DKE-IEV/Seiten/IEV-Woerterbuch.aspx?search=826-14



Zufaellig oder absichtlich entstandener Strompfad zwischen zwei oder 
mehr leitfaehigen Teilen, durch den die elektrischen 
Potentialdifferenzen zwischen diesen leitfaehigen Teilen auf einen Wert 
gleich Null oder nahezu Null abfallen.



------
Und von da aus wird dann eben differenziert.
Gast #3727544
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Warum hat hier eigentlich keiner mal Google/Wikipedia bemüht?

"Ein elektrischer Kurzschluss ist eine nahezu widerstandslose Verbindung 
der beiden Pole einer elektrischen Spannungsquelle (oder allgemeiner 
zweier Schaltungspunkte mit normalerweise verschiedenem Potential), 
durch die eine Spannung zwischen diesen Teilen auf einen Wert nahe null 
fällt.

Der Begriff bezeichnet sowohl die physische Verbindung (ohne Stromfluss) 
als auch das Ereignis des (extremen) Stromflusses durch diese 
Verbindung, sobald sie oder die Spannungsquelle aktiviert werden."

Das deckt sich auch mit dem was ich selbst in Erinnerung hatte: Eine 
leitende Verbindung zweier Punkte, durch welche die Spannungsdifferenz 
dieser beiden Punkte nahezu 0 ist.
Gast #3727546
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>  ... durch den die elektrischen
>  Potentialdifferenzen zwischen diesen leitfaehigen Teilen auf einen Wert
>  gleich Null oder nahezu Null abfallen.
>>>                 ******

Eine perfekte Definition, von (und ggf. arbeitsbeschaffend für ?) 
Juristen ...
Gast #3727594
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So, ich habs gefunden.

In einem alten Telefonhandbuch fand ich:

"Ein Kurzschluss ist eine unbeabsichtigte kürzere Verbindung zwischen 
zwei elektrischen Punkten, die einen unerwartet hohen Strom zur Folge 
hat. Dabei kann eine gefährliche Erwärmung der elektrischen Zuleitungen 
einen Brand auslösen, Akkumulatoren oder Fernsprechgeräte zerstören."
Gast #3727607
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> Ab wann ist ein Kurzschluss ein Kurzschluss?

Das ist einfach: Genau dann, wenn langsam zu schnell wird.

Wann wird langsam zu schnell? Ganz einfach: Wenn dunkel zu hell wird.

Wann wird dunkel zu hell? Ganz einfach: Wenn leicht zu schwer wird.

Wann wird leicht zu schwer? Ganz einfach: Wenn leise zu laut wird.

Wann wird leise zu laut? Ganz einfach: Wenn klein zu groß wird.

Wann wird klein zu groß? Ganz einfach: Wenn jung zu alt wird.

Wann wird jung zu alt? Super einfach: 42!
Gast #3728011
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Daniel J. schrieb:
> Was ist eure Definition von Kurzschluss und ab wann seht ihr es als
> Kurzschluss an?

Die Welt ist nicht schwarz-weiss.

Selbst beim gleichen Gerät kann ein identischer Lastfall mal als 
normaler Betriebszustand und mal als Kurzschluss bezeichnet werden. Nimm 
z.B. einen Trafo, dessen Enden der Sekundärwicklung mit zwei dicken 
Drähten über eine Blechplatte verbunden sind. Die einen nennen es 
Kurzschluss, die anderen nennen es Punktschweißen.
Gast #3728286
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Der Andere schrieb:
> Warum hat hier eigentlich keiner mal Google/Wikipedia bemüht?
>
> "Ein elektrischer Kurzschluss ist eine nahezu widerstandslose Verbindung
> der beiden Pole einer elektrischen Spannungsquelle (oder allgemeiner
> zweier Schaltungspunkte mit normalerweise verschiedenem Potential),
> durch die eine Spannung zwischen diesen Teilen auf einen Wert nahe null
> fällt.

Seit wann hat Wikipedia etwas mit Wissenschaft zu tun?
Und man sollte nicht immer die Strippenzieher-Branche zitieren, die 
davon ausgeht, das die Spannung immer da ist und unendlich viel Strom 
aus den Kraftwerken bereitstellt.
Ein Kurzschluß ist ein Kurzschluß, und sonst nichts weiter als ein 
Kurzschluß.
Er gehört in die Kategorie der nicht greifbaren Begriffe wie Universum, 
Gott, Liebe, Gefühl, Glück ....
In Einzelfällen zeigt er sich als Feuer, Rauch, Teufel, Gestank ...
Ist ein Blitz eigentlich auch ein Kurzschluß?
#3728332
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Michael_ schrieb:
> Ein Kurzschluß ist ein Kurzschluß, und sonst nichts weiter als ein
> Kurzschluß.

Ist wahrscheinlich die am wenigsten angreifbare Definition.

Ansonsten würde ich der Kurzfassung von Wikipedea zustimmen:

> "Ein elektrischer Kurzschluss ist eine nahezu widerstandslose Verbindung
> zweier Schaltungspunkte mit normalerweise verschiedenem Potential,
> durch die eine Spannung zwischen diesen Teilen auf einen Wert nahe null
> fällt.

Ist natürlich leicht angreifbar, weil die emotionale Komponente fehlt:
- Blitz
- Knall
- Rauch
- Lichtbogen
- flüssiges umherspritzendes Metall

Jaja, ich weiss, ist alles schon zuvor gesagt worden.
Wie wäre es mal mit der Definition von einem 'Langschluss'
Gast #3728516
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Ich würde den Begriff nicht an überhöhten Strom knüpfne.

Wenn bei einem bipolaren Transistor die C-E Strecke permanent leitet, 
sagt man auch, dass der Transistor kurzgeschlossen ist oder dass er 
einen Kurzschluss hat. Je nach Schaltung fließt dabei jedoch keineswegs 
mehr Strom, als im Normalfall. Beispiel:
1
      Led
2
Vcc --|>|--+
3
           |
4
          |~|
5
          | |
6
          |_|
7
           |
8
         |/
9
     ----|
10
         |\>
11
           |
12
           |
13
          GND

Auch der Zusammenhang mit Qualm scheint mir fragwürdig. Wenn ich z.B. 
das Saugrohr des Staubsaugers lange genug blockiere, fängt der Motor 
hauptsächlich wegen mangelnder Kühlung an zu qualmen (nicht wegen der 
Stromaufnahme).

Ich finde, ein Kurzschluss ist eine ungewollte leitfähige Verbindung, 
die meist (aber icht zwingend) zu einer Fehlfunktion führt.
(Firma: Arge f. t. abgeh. Technologie) #3731164
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Beeindruckend, dass fast alle Posts hier auf "für mich ist" und "ich 
glaube" aufbauen. Der Wissensgewinn dabei ist doch null!

Den Vogel abgeschossen hat die Behauptung, es gäbe den Kurzschluss 
nicht, weil er in keiner Formelsammlung vorkäme. Erstens sind Formeln 
grundsätzlich keine Definitionen, zweitens hat der Schreiber ganz sicher 
nicht alle Formelsammlungen dahingehend überprüft.

Kinder, ist es so schwer, in einem Buch oder meinetwegen der Wikipedia 
nachzulesen und die Quelle anzugeben (oder die Klappe zu halten, wenn 
man nichts weiss, sondern eben nur glaubt)?
Gast #3731174
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Alexander T.-Z. schrieb:
> Beeindruckend, dass fast alle Posts hier auf "für mich ist" und "ich
> glaube" aufbauen. Der Wissensgewinn dabei ist doch null!

> Kinder, ist es so schwer, in einem Buch oder meinetwegen der Wikipedia
> nachzulesen und die Quelle anzugeben (oder die Klappe zu halten, wenn
> man nichts weiss, sondern eben nur glaubt)?

Kurzschluß ist ein Praxisbegriff, da hilft die WP nur bedingt weiter. 
Ferner hat der TO explizit nach persönlichen Definition von "Kurzschluß" 
gefragt (Oberster Posting, letzter Satz).

MfG
Gast #3731176
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Alexander T.-Z. schrieb:
> Kinder, ist es so schwer, in einem Buch oder meinetwegen der Wikipedia
> nachzulesen und die Quelle anzugeben (oder die Klappe zu halten, wenn
> man nichts weiss, sondern eben nur glaubt)?

Meinst du, weil da irgendwer, irgendwo seinen Glauben manifestiert hat, 
wird daraus eine saubere, allgemein anerkannte Begriffsdefinition.
Und nur weil das von irgendeiner Quelle abgeschrieben wurde, muss das 
nicht besser sein (nur wissenschaftlich "sauber")

Es ist ein umgangssprachlicher Begriff und je nach Kontext wird man mit 
unterschiedlicher Auffassung darüber leben müssen.
#3731204
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Alexander T.-Z. schrieb:
> Beeindruckend, dass fast alle Posts hier auf "für mich ist" und
> "ich
> glaube" aufbauen. Der Wissensgewinn dabei ist doch null!

Es wurde aber explizit nach der eigenen Ansicht gefragt:

Daniel J. schrieb:
> Was ist eure Definition von Kurzschluss und ab wann seht ihr es als
> Kurzschluss an?

Da nehme ich mir die Freiheit heraus, anders zu antworten, als wenn nach 
der "offiziellen oder normgemäßen Definition" gefragt wird.

Und ein Meinungsbild kann auch ein Wissensgewinn sein. Vor allem wenn 
man die trockene Definition nicht so recht nachvollziehen kann, helfen 
zum Verständnis manchmal abweichende Alternativen, auch wenn diese nicht 
volständig richtig sein.

Vergleiche hinken, können aber zu einem ersten grundlegendem Begreifen 
führen.
Gast #3731229
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> Der Wissensgewinn dabei ist doch null!

Ich habe durch den Post etwas gewonnen. Nämlich kenne ich jetzt einige 
andere Meinungen zu dem Begriff, über die ich bislang noch nicht so 
nachgedacht habe.

Die Diskussion ergibt für mich durchaus Sinn.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #3731585
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stefanus schrieb:
> sagt man auch, dass der Transistor kurzgeschlossen ist oder dass er
> einen Kurzschluss hat.
Ich wiederhole nur noch mal "ungewollt" und "Fehlfunktion". Denn 
spätestens beim Abschalten wird die Transe nicht mehr tun wie gewünscht.

Alexander T.-Z. schrieb:
> Kinder, ist es so schwer, in einem Buch oder meinetwegen der Wikipedia
> nachzulesen
Junge, soll man seine Meinung auf Wikipedia posten oder in ein Buch 
schreiben? Glaubst du der Meinung dann mehr? Wie war das noch mal mit 
dem ach so eisenhaltigen Spinat?

Und dann gilt noch:
Man findet eher in eines Anderen Definition einen Makel, als eine eigene 
Definition ohne jeglichen Makel...
Gast #3731802
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Alexander T.-Z. schrieb:
> Den Vogel abgeschossen hat die Behauptung, es gäbe den Kurzschluss
> nicht, weil er in keiner Formelsammlung vorkäme. Erstens sind Formeln
> grundsätzlich keine Definitionen, zweitens hat der Schreiber ganz sicher
> nicht alle Formelsammlungen dahingehend überprüft.

Du disqualifizierst dich erst einmal, wenn du dich auf Wikipedia 
beziehst.
Kein Professor wird einen Link darauf als wissenschaftlichen Nachweis 
akzeptieren.
Natürlich sind Formeln definiert und nachvollziehbar.
Ein Kurzschluß ist für einen Anwender ein subjektives undefinierbares 
Verhalten eines sonst intakten Zustandes.
Hier ein sehr geringer Widerstand im Verhältnis zum Sollwiderstand.
Dabei interessiert es den Anwender nicht, wie genau die Größe ist.
Und da beginnt das Problem. Es ist für den Anwender nur eine Störung 
seiner Anwendung.
Also undefiniert, wie die rechnerischen Begebenheiten sind.
Also eine Art Isotherik.
Nochmal, es gibt nicht "den Kurzschluß", wie es auch keinen Widerstand 
von 0 Ohm gibt.
Gast #3731809
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Wieso heisst es "kurzschluss"?
Das wort kurz steht da nicht zum spass doer weil es ansonsten im Duden 
zu "kurz", haha, kommt.

Kurzschluss der Strom nimm eine (idR ungewollte) "abkürzung" an den 
verbrauchern vorbei.
Gast #3731880
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Moin schrieb:
> Kurzschluss der Strom nimm eine (idR ungewollte) "abkürzung" an den
> verbrauchern vorbei.

Das hat mit dem Verbraucher überhaupt nichts zu tun. Ein Kurzschluss 
kann genauso zu einem Steuersignal bestehen. Dann wird ein 
zusätzliches Signal in die Steuerleitung eingespeist.
(Firma: Arge f. t. abgeh. Technologie) #3732023
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Michael_ schrieb:

> Du disqualifizierst dich erst einmal, wenn du dich auf Wikipedia
> beziehst.
> Kein Professor wird einen Link darauf als wissenschaftlichen Nachweis
> akzeptieren.

1. Es geht hier nicht um eine wissenschaftliche Arbeit, sondern um 
Anwendung von Wissen.

2. Wenn ich "in einem Buch oder meinetwegen der Wikipedia" schreibe, 
dann normiere ich die Wikipedia nicht als bestmögliche Wissensquelle, 
sondern beklage, daß nicht einmal dieses Niveau erreicht wurde.

3. Ob bzw. unter welchen Umständen Wikipedia als Quelle zitierfähig ist, 
wird in der Wissenschaft kontrovers diskutiert.[1]


> Natürlich sind Formeln definiert und nachvollziehbar.

Klar sind Formeln definiert. Steht in jedem Lexikon[2]. Formeln sind 
idealerweise auch nachvollziehbar.

Sie selbst sind aber niemals Definitionen.


> Ein Kurzschluß ist für einen Anwender ein subjektives undefinierbares
> Verhalten eines sonst intakten Zustandes.

Netter Versuch - aus welcher hochwissenschaftichen Quelle stammt diese 
"Definition?"


> Also eine Art Isotherik.

--> Esoterik. Mit E und ohne h.


[1] Vgl. beispielsweise 
http://www.wissenswerkstatt.net/2008/11/01/ist-die-wikipedia-zitierfaehig-der-umgang-mit-wissenschaftlichen-quellen-werkstattnotiz-126/

[2] Um - hihi! - Wikipedia zu ziterein: "Die Formel ist im 
wissenschaftlichen Sinne eine Folge von Buchstaben, Zahlen, 
Formelzeichen, Symbolen oder Worten zur verkürzten Bezeichnung eines 
mathematischen, physikalischen oder chemischen Sachverhalts, 
Zusammenhangs oder Regel."
Gast #3732176
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Also mit der "Meinungsfreiheit" kann man es bei technischen Themen auch 
uebertreiben.

Es gibt auch noch den technischen Begriff des 'satten' Kurzschlusses.
Und den hatte der Fragesteller und einige Andere wohl (ausschliesslich) 
im Sinn.

Der mag zwar evtl. als umgangssprachlich erscheinen ist es aber 
mitnichten, der taucht auch als solcher, also bei dem die Impendanz als 
nahezu null angenommen werden kann und Leistung umgesetzt wird, in den 
Normen auf.

In technischner Literatur etablierte Begriffe wie zb. der 
Kurzschlussregler, oder bei Motoren die Bauart bezeichnend Reihen- oder 
Neben-schluss-maschine kommen ja auch nicht von ungefaehr.

Was da daraus wird oder wie sich ein kurzschlussgeschehen dann aeussert, 
ob bleibende Defekte entstehen oder es nur kurzeitige Betriebsstoerung 
gibt oder ein Kreis geschlossen wird ist ja erstmal egal.
Ein mech. Schalter schliesst "kurz", dass dann aber andere Bezeichner im 
Kontext einer Schaltanordnung gewaehlt werden ist etwas anderes.
Gast #3732759
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Alexander T.-Z. schrieb:
>> Ein Kurzschluß ist für einen Anwender ein subjektives undefinierbares
>> Verhalten eines sonst intakten Zustandes.
>
> Netter Versuch - aus welcher hochwissenschaftichen Quelle stammt diese
> "Definition?"

Aus meinen Grauen Zellen!

Alexander T.-Z. schrieb:
>> Natürlich sind Formeln definiert und nachvollziehbar.
>
> Klar sind Formeln definiert. Steht in jedem Lexikon[2]. Formeln sind
> idealerweise auch nachvollziehbar.
>
> Sie selbst sind aber niemals Definitionen.
Hörst du was? Wie es rattert?
Herr Ohm dreht sich im Grabe rum, wenn er deine Erleuchtungen hört.

Alexander T.-Z. schrieb:
> [2] Um - hihi! - Wikipedia zu ziterein: "Die Formel ist im
> wissenschaftlichen Sinne eine Folge von Buchstaben, Zahlen,
> Formelzeichen, Symbolen oder Worten zur verkürzten Bezeichnung eines
> mathematischen, physikalischen oder chemischen Sachverhalts,
> Zusammenhangs oder Regel."

Dann glaub mal den Mist.

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