Hallo Forum Nachdem ich in einigen anderen Foren gefragt habe, wurde ich vermehrt auf dieses Forum hier hingewiesen. Das ganze bezieht sich auf kein direktes Projekt, ist alles nur Theorie und aus eigenem Interesse. Folgende Situation: Bei Modellfliegern oder sonstigen RC-Modellen wird die Sollwertvorgabe oft mithilfe von PPM realisiert. Das verfahren ist mehr oder weniger Standard. Mein Gedanke: Wäre es auch möglich die Sollwertvorgabe von den Steuerknüppeln nach der Analog-Digital Wandlung als digitalen Wert zuversenden? Bei einer Auflösung von 8 Bit hätte man also 1 Byte pro Sollwert. Um Beispielsweise 4 Motoren anzusteuern müsste man also 4 Bytes versenden. Das ganze würde sich theoretisch per Funkmodul realisieren lassen, welches sich bspw. mit UART ansteuern lässt, oder nicht? Sprich, wäre es möglich einem Modellflieger/Boot/was auch immer seine Sollwerte so vorzugeben, wie von mir gedacht? Oder gäbe es da Einschränkungen von der Elektornik her, welche das ganze verunmöglichen? Was ist der Vorteil von PPM gegenüber einer solchen digitalen Übertragung? PPM ist soweit ich gelesen habe ja doch relativ störanfällig und nicht ganz so einfach auszuwerten. Gruss
Sender schrieb: > Wäre es auch möglich die Sollwertvorgabe von den Steuerknüppeln nach der > Analog-Digital Wandlung als digitalen Wert zuversenden? Natürlich. Die neueren 2-4Ghz Anlagen machen das. Die basieren ja auch auf WLan Technologie und nicht auf der alten PPM Technologie, die mitte des letzten Jahrhunderts entstanden ist. > Sprich, wäre es möglich einem Modellflieger/Boot/was auch immer seine > Sollwerte so vorzugeben, wie von mir gedacht? Oder gäbe es da > Einschränkungen von der Elektornik her, welche das ganze verunmöglichen? Prinzipiell nicht. Das Problem ist eher, dass du dann alleine auf weiter Flur bist, während du beim Einsatz von Standard-Techologie billige Standard-Komponenten aus jedem Modellbauladen benutzen kannst. Daran sind auch schon andere Technologien gescheitert, die sich einfach nicht durchsetzen konnten, obwohl sie technisch dem PPM überlegen waren. Webras FMSI Verfahren fällt mir da zb ein. > Was ist der Vorteil von PPM gegenüber einer solchen digitalen > Übertragung? PPM ist vor allen Dingen eines: alt zu Zeiten, als PPM entstanden ist, waren Computer noch raumfüllend und brauchten Klimaanlagen. > PPM ist soweit ich gelesen habe ja doch relativ > störanfällig und nicht ganz so einfach auszuwerten. Na ja. So wild ist das auch wieder nicht. Das ganze läuft letzten Endes auf das messen von Zeiten hinaus. Das sollte aber eigentlich eine Grundfertigkeit jedes µC Programmierers sein, die ihm keine Kopfzerbrechen bereitet.
Das direkte (binär kodierte) Übertragen der Daten ist inzwschen eigtl. schon standart. Eigtl. alle 2,4 GHzler machen das so. Wird als "PCM" auf der Packung beworben.
Karl Heinz schrieb: > Die neueren 2-4Ghz Anlagen machen das. > Die basieren ja auch auf WLan Technologie und nicht auf der alten PPM > Technologie, die mitte des letzten Jahrhunderts entstanden ist. Nun ja, willst du weiterhin übliche Servos, Regler etc. verwenden, muß aus dem Empfänger trotzdem wieder ein PPM-Signal rauskommen, egal wie digital die Übertragung gelöst ist.
Icke ®. schrieb: > Karl Heinz schrieb: >> Die neueren 2-4Ghz Anlagen machen das. >> Die basieren ja auch auf WLan Technologie und nicht auf der alten PPM >> Technologie, die mitte des letzten Jahrhunderts entstanden ist. > > Nun ja, willst du weiterhin übliche Servos, Regler etc. verwenden, muß > aus dem Empfänger trotzdem wieder ein PPM-Signal rauskommen, egal wie > digital die Übertragung gelöst ist. Nur, dass die Übertragung zwischen Empfängern und Servos durch die rel. kurzen Kabel viel weniger unter der Schrottigkeit von PPM leiden muss als wenn man die ganze Funkstrecke so realisiert.
Icke ®. schrieb: > Nun ja, willst du weiterhin übliche Servos, Regler etc. verwenden, muß > aus dem Empfänger trotzdem wieder ein PPM-Signal rauskommen, egal wie > digital die Übertragung gelöst ist. Wobei das Servo-Signal im eigentlichen Sinne kein PPM ist. PPM diente der zeitlichen Schachtelung der Informationen auf der Funkstrecke. Die Information steckt in der Pausenlänge, die durch 2 Pulse begrenzt ist. Man kann es auch so ausdrücken: mit der fallenden Flanke eines Pulses beginnt die Zeitinformation eines Kanals, mit der steigenden Flanke ist die zeitliche Definition dieses Kanals komplett und gleichzeitig wird zum nächsten Kanal weitergeschaltet (bzw. auf 0, wenn die Pause 'Überlänge' hat). Das ganze war so gelöst, weil die Erzeugung der Servosignale dadurch mit trivialer Technik realisierbar ist. Das PPM Signal geht einfach nur auf einen Dekadenzähler bzw. eine Logik, die den Dekadenzähler wieder auf 0 zurück setzt. Aus den Ausgängen des Dekadenzählers kommen dann die Servosignale schon fix&fertig raus.
Max D. schrieb: > Nur, dass die Übertragung zwischen Empfängern und Servos durch die rel. > kurzen Kabel viel weniger unter der Schrottigkeit von PPM leiden muss > als wenn man die ganze Funkstrecke so realisiert. Das mag zweifellos ein Vorteil sein. Aber soooo unzuverlässig ist PPM nun auch wieder nicht. Die größere Störfestigkeit von 2,4GHz-Anlagen gegenüber herkömmlichen 35 oder 40MHz ist weniger der digitalen Übertragung geschuldet als mehr des nicht mehr auftretenden Problems von mehrfach benutzten Kanälen oder Einstreuungen modellbaufremder Sender.
und wo ist jetzt das Problem? alle 2.4GHz Funksysteme funktionieren ja, wie schon gesagt, Digital. Es gibt auch schon ESC's und Servos mit I2C oder anderen Schnittstellen. Wenn man z.b. einen Spektrum Satelliten als Empfänger einsetzt, kann man gleich schon aus dem UART Stream seine Channels herausnehmen und weiterverarbeiten. Gibt es also alles schon... Bestimmt auch in ganz teuer mit Markenname und in volldigital. Im Moment ist halt das PPM oder PWM-System zu sehr verbreitet und damit der Standard im Modellbau. Und es funktioniert.
st schrieb: > Im Moment ist halt das PPM oder PWM-System zu sehr verbreitet und damit > der Standard im Modellbau. Und wird es mit Sicherheit noch lange bleiben. Außer die Hersteller einigen sich auf einen Standard volldigitaler Übertragung bis hin zum Stellglied. Aber das schaffen die ja noch nicht mal bei der Funkübertragung.
Sender schrieb: > Sprich, wäre es möglich einem Modellflieger/Boot/was auch immer seine > Sollwerte so vorzugeben, wie von mir gedacht? Oder gäbe es da > Einschränkungen von der Elektornik her, welche das ganze verunmöglichen? Ja, es ist möglich. Dank fix-fertigen Funkmodulen sogar relativ einfach. Mal wieder etwas Werbung in eigener Sache: Beitrag "[Projektvorstellung] - Selbstgebauter Oktokopter (Open Source)" Genau dein vorhaben haben wir realisiert, funktioniert mit dem XBee-Modulen sehr gut. Konnten zwar noch keine richtig ausführlichen Tests machen, da alles noch im Aufbau ist, allerdings ist es rein vom Prinzip her sehr gut möglich (Versuchsaufbau mit Poti, 2 XBee Modulen und einem Motor gemacht). Wie du bereits erkannt hast, ist das ganze nicht sonderlich verbreitet. Wir haben uns in erster Linie für diese Variante entschieden, weil es von der Software her für mich etwas einfacher ist (UART verwende ich sehr oft, mit Timern usw arbeite ich eher seltener). Gruss
Oft war die Störquelle aber schon mit an Bord. Motor und Regler sorgten unter ungünstigen Bedienungen dafür das die Servos anfingen zu zittern. Seit der 2,4GHz Übertragung ist davon nicht mehr viel geblieben. Selbst billige Komponenten stören die Systeme anscheinend nur wenig oder gar nicht. Aber es stimmt, die veraltete PWM Übertragung bei Servos könnte technisch leicht von einem digitalen System abgelöst werden. Ich denke dabei nicht in erster Linie an eine verbesserte Störsicherheit der Datenübertragung sondern an viele andere Vorteile die eine Digitale Übertragung bietet. Hier mal die Vor- und Nachteile die mir sofort einfallen: - Kein zusätzlicher Hardwareaufwand bei digitalen Servos und Reglern. - der Datenbus könnte parallel geschaltet werden, sodass alle Servos am gleichen Bus hängen. Das reduziert den Kabelaufwand. Gerade bei größeren Modellen hat man ein großes Kabel- und Steckerwirrwar. (Ist natürlich riskanter wenn ein Stellglied den Bus lahmlegt.) - Möglichkeit der Datenrückübertragung für Error-Flags (z.B. Position konnte nicht angefahren werden) - Telemetriesysteme könnten am gleichen Bus hängen. - Bei der Gelegenheit kann man gleich die Spannung der Servos erhöhen. 5V ist nicht sehr viel wenn man viele Servos und viel Kraft braucht. Da heute nahezu jedes Modell mit mindestens 3s fliegt brächte eine solche Nennspannung Vorteile. "Kleine" Modelle brauchen keinen Spannungsregler mehr. Große Modelle haben weiterhin einen Spannungsregler auf 11V, dafür halbiert sich aber der Strom der Servos. Es gibt schon sehr viele Vorteile, das Problem ist nur dass man erstmal einen seit Jahrzehnten etablierten und weltweit verbreiteten Standard ablösen muss. Meine Befüchtung ist, dass jeder Hersteller sein eigenen digitales System entwickeln wird und die Komponenten dann nicht mehr Kompatibel sind. Das sehen wir ja jetzt schon bei der Funktechnbik und Telemetrie.
Erst einmal vielen dank für die tollen Antworten! Matthias xxx schrieb: > - Bei der Gelegenheit kann man gleich die Spannung der Servos erhöhen. > 5V ist nicht sehr viel wenn man viele Servos und viel Kraft braucht. Da > heute nahezu jedes Modell mit mindestens 3s fliegt brächte eine solche > Nennspannung Vorteile. "Kleine" Modelle brauchen keinen Spannungsregler > mehr. Große Modelle haben weiterhin einen Spannungsregler auf 11V, dafür > halbiert sich aber der Strom der Servos. Kannst du mir noch einmal erklären, was du damit meinst? Ich sehe den zusammenhang zwischen UART bzw. der Datenübertragungsart und der Spannung mit welcher die Motoren betrieben werden leider nicht... Das ganze wäre doch ohnehin: Sender ---> Empfänger ---> Regler ---> Motor In meinen Augen kann da der Motor mit einer "beliebigen" Spannung betrieben werden (limitiert durch den Regler). Oder ich verstehe deine Aussage nicht...
Sender schrieb: > Das ganze wäre doch ohnehin: > Sender ---> Empfänger ---> Regler ---> Motor Du denkst nur an 'Motor'. Eine Fernsteuerungsanlage besteht aber nicht nur aus Sender-Empfänger-Motor. Da sind auch noch andere Systeme im Spiel, am augenscheinlichsten ordinäre Servos. > In meinen Augen kann da der Motor mit einer "beliebigen" Spannung > betrieben werden (limitiert durch den Regler). Wird er auch. Aber der Motorregler hängt zb. direkt an der Spannungsversorgung des Empfängers. Genauso wie Servos oder Gyros oder ...
Matthias xxx schrieb: > Aber es stimmt, die veraltete PWM Übertragung bei Servos könnte > technisch leicht von einem digitalen System abgelöst werden. Ich denke > dabei nicht in erster Linie an eine verbesserte Störsicherheit der > Datenübertragung sondern an viele andere Vorteile die eine Digitale > Übertragung bietet. Gibts doch aber alles längst. S-Bus von Robbe/Futaba. HV-Empfangsanlagen mit HV-Servos sind zumindest bis 10V kein Problem. D.h. bei 2s Lipo Antriebsakkus benötigt man keinerlei Spannungsregelung mehr. Und auch Projekte für bessere Servoelektroniken gibts schon ne Weile, inkl. digitaler Ansteuerung -> OpenServo.
Karl Heinz schrieb: > Wird er auch. Aber der Motorregler hängt zb. direkt an der > Spannungsversorgung des Empfängers. Genauso wie Servos oder Gyros oder > ... Was in meinen Augen immer noch nicht erklärt, wieso denn nun dank dieser Übertragungsart die Spannung der Servos erhöht werden kann. Nehmen wir das Beispiel von Oktopiilot mit den XBee Modulen. Diese werden mit 5V betrieben. Wenn er nun seine Daten über diese Module austauscht, hat das doch 0,0 Einfluss auf die Spannung mit welcher die Servos betrieben werden können?
OK ich werde mich mal in S-Bus einlesen. Bisher war ich der Meinung das es nur eine Paketlänge von 1 Byte hat. Also Quasi die PWM des Servos als 8Bit UART versendet. Scheint aber doch mehr zu sein. Ich werde mich mal einlesen.
cyblord ---- schrieb: > Gibts doch aber alles längst. S-Bus von Robbe/Futaba. Klar gibts alles schon, aber nichts, was herstellerübergreifend funktioniert. Wenn ich mich für ein System entscheide, muß ich zwangsläufig alle Komponenten vom gleichen Hersteller nehmen. Oder alles wieder rausreißen und von vorn anfangen. Das ist schon schlimm genug bei der Sender/Empfänger Kombi, ohne Standard müßte man sich in Zukunft auch bei Servos, Reglern usw. festlegen (und die Preise diktieren lassen). Der blanke Horror...
Sender schrieb: > Karl Heinz schrieb: >> Wird er auch. Aber der Motorregler hängt zb. direkt an der >> Spannungsversorgung des Empfängers. Genauso wie Servos oder Gyros oder >> ... > > Was in meinen Augen immer noch nicht erklärt, wieso denn nun dank dieser > Übertragungsart die Spannung der Servos erhöht werden kann. Weil die alte PPM Technik im Grunde mit 74-er IC aufgebaut wurde. Die lief mit 5V. Also lag es nahe, auch den Rest des Systems auf 5V aufzubauen. Das sich das im Laufe der Jahre der Aufbau der Empfänger geändert hat ändert daran nur recht wenig. Du unterschätzt die Macht des Marktes, wonach jemand, der seit 20 Jahren Modellbau betreibt und 40 Servos zu Hause rumliegen hat, die nicht alle wegwirft, nur weil die an seiner neuen hochmodernen Fernsteuerungsanlage nicht mehr funktionieren. Und auch umgekehrt: Hast du 10 Empfänger in 15 Modelle verbaut, dann wirfst du das alles nicht einfach weg, nur weil neue Servos plötzlich 10 anstelle von 5V haben wollen. > austauscht, hat das doch 0,0 Einfluss auf die Spannung mit welcher die > Servos betrieben werden können? Die Servos werden direkt an den Empfänger angesteckt. Man will ja nicht 25 verschiedene Spannunsversorgungen in einem Modell haben. Jede Komponente mehr, ist eine zusätzliche Fehlerquelle, die ausfallen kann. Ich hab schon Flugzeuge abstürzen sehen, weil der Ein/Aus/Schiebeschalter einen Wackelkontakt hatte. Der Akku versorgt den Empfänger, der Empfänger versorgt die Servos.
Icke ®. schrieb: > cyblord ---- schrieb: >> Gibts doch aber alles längst. S-Bus von Robbe/Futaba. > > Klar gibts alles schon, aber nichts, was herstellerübergreifend > funktioniert. Sicher, aber dieses Ziel kannst du vergessen. Mit 2,4GHz und Telemetrie driftet die Technik ja noch mehr auseinander. Sender und Empfänger müssen inzwischen passen und Sensoren auch. Bleiben ja nur noch Servos und Regler. Außerdem bietet S-Bus auch die Möglichkeit wieder auf PPM zu konvertieren. D.h. man kann also in langen Rümpfen oder Flügeln, EINEN S-Bus durch legen, und nur an den Punkten wo Servos sind, wieder auf PPM gehen. So muss das PPM nicht durch den Flieger und man spart Adern. > Wenn ich mich für ein System entscheide, muß ich > zwangsläufig alle Komponenten vom gleichen Hersteller nehmen. Oder alles > wieder rausreißen und von vorn anfangen. Das ist schon schlimm genug bei > der Sender/Empfänger Kombi, ohne Standard müßte man sich in Zukunft auch > bei Servos, Reglern usw. festlegen (und die Preise diktieren lassen). Richtig, aber eine Herstellerübergreifendes digitales Servosystem ist doch Utopie.
Karl Heinz schrieb: > Die Servos werden direkt an den Empfänger angesteckt. Man will ja nicht > 25 verschiedene Spannunsversorgungen in einem Modell haben. Jede > Komponente mehr ist eine zusätzliche Fehlerquelle, die ausfallen kann. > Der Akku versorgt den Empfänger, der Empfänger versorgt die Servos. Wäre aber bei einem Qudro oder gar Oktokopter aber nicht der fall, oder? Zumindest nicht bei den neueren Modellen mit Brushless Motoren: Sender --> Empfänger --> uC --> Regler --> Motor (Brushless) In diesem Fall hätte das ganze ja wirklich keinen Einfluss mehr, oder übersehe ich da immernoch etwas?
Sender schrieb: > Wäre aber bei einem Qudro oder gar Oktokopter aber nicht der fall, oder? > Zumindest nicht bei den neueren Modellen mit Brushless Motoren: > > Sender --> Empfänger --> uC --> Regler --> Motor (Brushless) > > In diesem Fall hätte das ganze ja wirklich keinen Einfluss mehr, oder > übersehe ich da immernoch etwas? Was du übersiehst? Das kein Hersteller irgendwelche Komponenten speziell und nur für Quadrocopter baut. Ein Hersteller wie HiTec oder Futaba oder .... baut Fernsteuerungen für den großen Markt und nicht für eine Randnische. Auch wenn das die Nische ist, die dich speziell interessiert. Wenn er seine Elektronik in einen Pistolengriff-Handsender, der wie eine zu groß geratene Version eines Slot-Car Reglers aussieht, einbaut, dann ist das schon das höchste der Gefühle, was du erwarten kannst. Aber kein Hersteller wird sich eine 2-te Elektronik-Linie ins Boot holen, die zum Rest seiner Produktpalette grundsätzlich inkompatibel ist.
Karl Heinz schrieb: > Was du übersiehst? > Das kein Hersteller irgendwelche Komponenten speziell und nur für > Quadrocopter baut. Ein Hersteller wie HiTec oder Futaba oder .... baut > Fernsteuerungen für den großen Markt und nicht für eine Randnische. > Auch wenn das die Nische ist, die dich speziell interessiert. Mir geht es bei der Frage weniger um den Markt bzw. was die Hersteller so treiben. Mir geht es lediglich darum, ob es funkionieren würde. Glaube, die Aussage von Matthias werde ich nicht verstehen, zumindest leuchtet mir der Zusammenhang leider immernoch nicht ein... aber ist nicht weiter schlimm, meine Hauptfrage hat sich beantwortet. :) Vielen dank für eure Hilfe!
cyblord ---- schrieb: > eine Herstellerübergreifendes digitales Servosystem ist > doch Utopie. Ja leider, weil Betriebswirtschaftler es nicht wollen, obwohl es technisch machbar wäre. Für die eine oder andere Firma kann sich das allerdings zum Bumerang entwickeln, denn langfristig wird sich die RC-Gemeinde auf höchstens 2-3 Systeme einschießen und der Rest kann einpacken.
Sender schrieb: > Mir geht es bei der Frage weniger um den Markt bzw. was die Hersteller > so treiben. Mir geht es lediglich darum, ob es funkionieren würde. Funktionieren würde vieles. Funktionieren würde auch Funkenüberschlag und Morsecode. Aber die eigentliche Frage lautet: Baue ich mir grundsätzlich alles selber, auch auf die Gefahr hin, dass ich dann auch wirklich alles selber bauen muss, oder kaufe ich nicht einzelne Komopnenten? Wenn letzteres, dann muss ich mich nach dem richten, was der Markt hergibt. Und der Markt ist nun mal auf ca. 5V auf der Empfangsseite. Empfänger, Servos, Gyros Klar hätte man das mit den Ghz Anlagen auch ändern können. Aber da hätten die Verbraucher wieder nicht mitgespielt. Neue Fernsteuerung ist schon teuer genug. Keiner will gleichzeitig auch alle Servos austauschen müssen, nur weil die jetzt ihre eigene Stromversorgung mit 10V haben (die nicht mehr vom Empfänger kommt, sondern getrennt bereit gestellt werden muss) Nichts ist schwieriger, als einen etablierten Standard durch einen anderen zu ersetzen.
Sender schrieb: > Mir geht es bei der Frage weniger um den Markt bzw. was die Hersteller > so treiben. Mir geht es lediglich darum, ob es funkionieren würde. Habe auch noch nicht verstanden WAS funktionieren soll. Eine höhere Spannung der Empfangsanlage gibts ja bis 10V bereits inkl. passender Servos. Der Regler geht sowieso bis min 3s, also auch kein Problem. Ebenfalls sind natürlich in größere Modellen getrennte Versorgungen fast schon Standard. Dafür bieten gewisse Hersteller extrem überteuerte "Servovweichen" an, welche die unglaubliche Leistung erbringen, mehrere Servos evt. getrennt mit Strom zu versorgen und die Signalleitung manchmal auch galvanisch vom Rest zu trennen. Oftmals bieten diese Weichen sogar eine "Spannungsreduzierung" in Form einer Diode (High-Tech) um 5V Servos an 6V BECs zu betreiben. gruß cyblord
Hallo Gast, Ich arbeite momentan an der Realisierung ähnlicher Ideen, wie deine Fragestellung. http://rmc-rutesheim.de/index.php/modellbauelektronik/fernsteuerung-fuer-fahrmodelle-i-arduino-nano-und-xbee http://rmc-rutesheim.de/index.php/modellbauelektronik/fernsteuerung-fuer-fahrmodelle-ii-smartphone http://rmc-rutesheim.de/index.php/modellbauelektronik/drehzahlmesser-mit-hall-sensor-und-arduino > Mein Gedanke: > Wäre es auch möglich die Sollwertvorgabe von den Steuerknüppeln nach der > Analog-Digital Wandlung als digitalen Wert zuversenden? Bei einer > Auflösung von 8 Bit hätte man also 1 Byte pro Sollwert. Um > Beispielsweise 4 Motoren anzusteuern müsste man also 4 Bytes versenden. > Das ganze würde sich theoretisch per Funkmodul realisieren lassen, > welches sich bspw. mit UART ansteuern lässt, oder nicht? Ja. > Sprich, wäre es möglich einem Modellflieger/Boot/was auch immer seine > Sollwerte so vorzugeben, wie von mir gedacht? Oder gäbe es da > Einschränkungen von der Elektornik her, welche das ganze verunmöglichen? Ja. Nein. Bei meinen Tests habe ich ein wenig das Nachsehen im Bereich der Reichweite der Funkmodule im Vergleich zu guten käuflichen Fernsteueranlagen. > > Was ist der Vorteil von PPM gegenüber einer solchen digitalen > Übertragung? PPM ist soweit ich gelesen habe ja doch relativ > störanfällig und nicht ganz so einfach auszuwerten. PPM ist technisch sehr einfach auf HF modullierbar. Gruss
Alexander Kunkel schrieb: > Ja. Nein. > Bei meinen Tests habe ich ein wenig das Nachsehen im Bereich der > Reichweite der Funkmodule im Vergleich zu guten käuflichen > Fernsteueranlagen. Kannst du dazu bereits nähere Angaben machen? Habe mich etwas durch deine Links gelesen, unter anderem zu finden beim ersten: "Gemäß Datenblatt ist für ein XBee PRO S2 (10mW) eine Reichweite im Freien von 1500m angegeben. das wird in den ersten Versuchen nicht annähernd erreicht." Was heisst nicht annährend? Hast du dazu irgendwelche Informationen / Protokolle? Bin derzeit selbst an der Realisierung eines Kopters beteiligt, haben uns auch für die XBee Module entschieden, haben diese allerdings noch nicht auf Distanz getestet...
Okto P. schrieb: > Was heisst nicht annährend? Daß in der Praxis unter schlechten Bedingungen vielleicht gerade mal 100m drin sind. Hier steht einiges zu den Besonderheiten der 2,4GHz Systeme: https://www.acteurope.de/html/alles_zu_2_4ghz.html
Icke ®. schrieb: > Daß in der Praxis unter schlechten Bedingungen vielleicht gerade mal > 100m drin sind. Hier steht einiges zu den Besonderheiten der 2,4GHz > Systeme: > > https://www.acteurope.de/html/alles_zu_2_4ghz.html Danke für den Link, soeben mal durchgelesen. Da werden wir wohl den Reichweitentest mal selbst machen müssen und hoffen natürlich darauf, dass da trotz allem einige 100 Meter drin liegen. Wenn ich schon einmal die Möglichkeit zum fragen habe: Gäbe es auch noch andere Übertragungsmöglichkeiten, bei denen solche Probleme nicht auftreten? Optimal wäre natürlich, wenn Sender und Empfänger nach wie vor per UART angesteuert werden können. Was dazwischen passiert, kann uns ja mehr oder weniger egal sein.
Icke ®. schrieb: > Okto P. schrieb: >> Was heisst nicht annährend? > > Daß in der Praxis unter schlechten Bedingungen vielleicht gerade mal > 100m drin sind. Hier steht einiges zu den Besonderheiten der 2,4GHz > Systeme: > > https://www.acteurope.de/html/alles_zu_2_4ghz.html Aber moderne RC Fernsteuersysteme machen 1-2km locker auf Sicht. Es liegt also eben nicht an der Physik, sondern rein an der Technik. Hier war ACT einfach recht Vorschnell in ihrer Ablehnung und dafür ernten sie jetzt seit Jahren Hohn und Spott für diesen Artikel. Die haben natürlich selbst inzwischen 2,4GHz im Angebot. Man hätte die Probleme mit 2G4 neutraler darstellen können.
cyblord ---- schrieb: > Hier war ACT einfach recht Vorschnell in ihrer Ablehnung Der Satz klingt jetzt nicht direkt nach Ablehnung: "Wir sind sicher , dass sich die moderne 2,4GHz Technik im Flugmodellbau durchsetzen wird" Der Artikel ist außerdem durchaus physikalisch fundiert, vor allem was die Ausbreitungscharakteristik betrifft.
Xbee mit 10mW ist einer Funkfernsteuerung deswegen unterlegen, weil diese mit bis zu 100mW und 5 oder 9dB Antennen senden.
> Kannst du dazu bereits nähere Angaben machen? Habe mich etwas durch > deine Links gelesen, unter anderem zu finden beim ersten: > > "Gemäß Datenblatt ist für ein XBee PRO S2 (10mW) eine Reichweite im > Freien von 1500m angegeben. das wird in den ersten Versuchen nicht > annähernd erreicht." > > Was heisst nicht annährend? Hast du dazu irgendwelche Informationen / > Protokolle? Modellboot auf dem Boden. Mit dem Sender in 250m totaler Informationsabriss mit XBee PRO (10mW, Stummel-Draht-Antenne). Jeti 2,4GHz mit "richtiger" Antenne ging mindestens doppelt so weit, wenn nicht gar 3-fach so weit. Die maximale Reichweite habe ich nicht genauer ermittelt. Szenario Fahrbetrieb: Aussetzer im Nahbereich wegen Gegenständen in der Sichtverbindung genauso wie bei Spektrum. Wahrscheinlich wegen gleichem HF-Verfahren. Eine genauere Untersuchung mit besseren Antennen steht noch aus. 63mW XBee PRO ist in Deutschland leider nicht erlaubt.
Alexander Kunkel schrieb: > Modellboot auf dem Boden. Mit dem Sender in 250m totaler > Informationsabriss mit XBee PRO (10mW, Stummel-Draht-Antenne). Jeti > 2,4GHz mit "richtiger" Antenne ging mindestens doppelt so weit, wenn > nicht gar 3-fach so weit. Die maximale Reichweite habe ich nicht genauer > ermittelt. Okay, etwas enttäuschend. Da werden wir wohl die beiden Module nochmal richtig durchtesten, bevor wir das Projekt mit den Dingern realisieren... Auf jedenfall vielen Dank für die Information! Alexander Kunkel schrieb: > 63mW > XBee PRO ist in Deutschland leider nicht erlaubt. Muss ja niemand wissen dass solche Dinger da eingebaut sind hust :P Es weiss keiner von euch per Zufall, was das Gesetz in der Schweiz so vorschreibt? Was ich bisher finden kann: http://www.bakom.admin.ch/themen/geraete/00568/01232/index.html?lang=de Somit wären hier 100mW erlaubt... würde mich überraschen, wenn hier ein Faktor von 10 Autritt..
Icke ®. schrieb: > cyblord ---- schrieb: >> Hier war ACT einfach recht Vorschnell in ihrer Ablehnung > > Der Satz klingt jetzt nicht direkt nach Ablehnung: > > "Wir sind sicher , dass sich die moderne 2,4GHz Technik im Flugmodellbau > durchsetzen wird" Der taucht im 1. Artikel von 2007 auch nicht auf. Sondern im angefügten 2. Teil, der weitaus optimistischer gehalten ist. > Der Artikel ist außerdem durchaus physikalisch fundiert, vor allem was > die Ausbreitungscharakteristik betrifft. Auf jeden Fall.
Nur zur Info zur PPM: @Karl Heinz (kbuchegg) schrieb: >> ... Man kann es auch so ausdrücken: mit der fallenden >> Flanke eines Pulses beginnt die Zeitinformation eines Kanals, mit der >> steigenden Flanke ist die zeitliche Definition dieses Kanals komplett >> und gleichzeitig wird zum nächsten Kanal weitergeschaltet ... Mit der fallenden Flanke (im Summensignal) beginnt ein Kanalimpuls, mit der nächsten fallenden Flanke endet genau dieser Kanalimpuls und gleichzeitig beginnt der nächste Kanalimpuls. Alle Kanalimpulse und der Synchronimpuls sind ohne Pause nahtlos aneinandergereiht. Die kleinen Pausen, die man sieht sind nur zum Impulsstart notwendig ("austastlücke" genannt), sie könnten auch den halben Impuls lang sein ohne seine Länge zu beeinflussen. Sind aber meisten nur 0,4ms lang. Wenn man das bei der Impulsdekodierung beachtet, kommen die richtigen Impulslängen raus. Sonst sind sie immer um 0,4ms zu kurz. Blackbird
st schrieb: > diese mit bis zu 100mW und 5 oder 9dB Antennen senden. Die 100mW (20dB) sind der Grenzwert incl. Antennengewinn. Oliver
Okto P. schrieb: > Okay, etwas enttäuschend. Da werden wir wohl die beiden Module nochmal > richtig durchtesten, bevor wir das Projekt mit den Dingern > realisieren... Auf jedenfall vielen Dank für die Information! Alternativ habe ich mir das Datenblatt zu den 868MHz-XBee-Modulen mit 40km (lt. Datenblatt) Reichweite angesehen. Allerdings darf die höhere Sendeleistung von 315mW in Deutschland legal maximal 6 Minuten pro Stunde bei 2400Baud netto abgegeben werden. Was mir persönlich auf die Stunde verteilt zuwenig Bandbreite ist. Wer die Gesprächigkeit der Endpunkte minimalisiert, dem reicht die Bandbreite möglicherweise. Wenn meine Ausführungen falsch sind, dann mögem man mich auch in meinem Interesse bitte korrigieren! Gruß Alexander
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