Hallo allle zusammen! Ich suche einen Microcontroller der meine
überarbeite Motorradelektronik steuern soll bzw. einen Teil(steuerung
der Beleuchtung, Startvorgang, Lüftersteuerung usw.). Diese Kriterien
müsste das System erfüllen: Digitale Ein- und Ausgänge, PWM
Ausgänge,eine möglichkeit zur temperaturüberwachung. Ich hoffe jemand
kann mir da eine Produktempfelung geben. Ich habe noch keine relevante
Erfahrung mit Microcontrollern, daher frage ich hier auch nach. :) Vllt.
kann mir jemand zur obrigen Frage auch ein geeignetes Startpaket nennen,
muss das von arduino sein oder sind die alle ähnlich? Danke schon mal im
voraus!
Da müssen noch einige Infos für zusammenkommen. Anzahl der I/O (wieviele
PWM). Würde auf dem Steckbrett mit einem Atmega328P o.ö. anfangen als
DIP Variante. Aber was ist mit der Betriebserlaubnis deines Motorrades?
Die sollte dann wohl erstmal futsch sein.
Arne schrieb:> Ich habe noch keine relevante> Erfahrung mit Microcontrollern
Bedenklich. Da würde ich mit so einem Projekt nicht gerade anfangen.
Arduino aber ist zum Einstieg in die Mikrocontroller Welt keine
schlechte Idee.
Ich würde eine PIC18F45k22 + PICkit3 empfehlen. Für Neulinge gibt es
beim PIC nur wenige und unkritische Fallen (im Vergleich zum „verfusen“
eines AVRs). Falls du danach auch noch weiterhin Projekte mit µCs
realisieren willst, hast du mit PIC den Vorteil, dass sie oft mehr oder
bessere Peripherie als 8bit AVR haben und du mit dem gleiche Programmer
auch leistungsfähigere 16- und 32bit PIC programmieren kannst.
Compiler und IDE gibt’s Kostenlos von Microchip. Hier das Tutorial, das
mit bei Einstieg sehr gut geholfen hat:
http://pic-projekte.de/wordpress/?p=133
Warum wird das verfusen eigentlich immer als Argument genannt?
Ich mein man klickt doch nicht blöd´in der IDE rum ohne das man weiß was
man macht...
Selbst wenn man mal nen AVR verfused, dann kauft man sich halt einen
neuen für 2-3€ und hebt den alten auf bis man in der Lage ist den wieder
gerade zu biegen...
Led Fritz schrieb:> Ich mein man klickt doch nicht blöd´in der IDE rum ohne das man weiß was> man macht...
Du meinst DU machst das nicht?
> Selbst wenn man mal nen AVR verfused, dann kauft man sich halt einen> neuen für 2-3€
Am Samstagabend? Dann war's das mit dem Bastel-Wochenende…
Nachtrag zum PICkit 3: Mit dem PICkit 3 hast du für ca. 35€ ein Gerät
mit dem du alle PICs die momentan auf dem Markt sind In Circuit (HV-)
Programmieren und Debuggen kannst.
Die Clones sollen auch gut sein:
Beitrag "Pickit 3 - Clone - kompatibel?"
Max H. schrieb:> Am Samstagabend? Dann war's das mit dem Bastel-Wochenende…
Ein vernünftiger Bastler hat schon ein paar auf Vorrat (und verfust
nicht so schnell)
> Nachtrag zum PICkit 3: Mit dem PICkit 3 hast du für ca. 35€ ein Gerät> mit dem du alle PICs die momentan auf dem Markt sind In Circuit (HV-)> Programmieren und Debuggen kannst.
Ein aktueller Atmel-ICE kostet nur wenig mehr, ist aber noch
vielseitiger!
Hi
Eigentlich sollte es dem TO auffallen, er ist nicht der Einzige, der die
Frage nach dem "richtigen" Controller stellt. Dabei ist es relativ
einfach: worüber wird viel geschrieben, wie komm ich an Datenblätter,
was kostet so ein Chip und wie ist der Beschaffungsweg. Wenn ich von
einem Atmega rede ist an einer anderen Stelle in der Welt ein PIC
favorisiert. Es gibt kein "bestes Stück", obwohl der ausgelöste
Glaubenskrieg der Experten scheinbar es anders aussehen läßt. Was
bitteschön hat ein Anfänger von Aussagen, die so tief detailiert sind,
das er schon fast wieder mit einfachen NAND und NOR Gattern arbeiten
möchte.
Die Aussage "Bin Anfänger und möchte eine Motorradelektronik bauen" holt
wohl jeden aus dem Keller, damit sein Senf auch noch im Thread steht.
Nichts gegen das Projekt, aber macht dem TO besser klar, das es eben
nicht die eierlegende Wollmilchsau gibt, sondern die Controller für
Anfänger schon eine kleine Herausforderung bedeuten. Da geht ne Menge
Zeit drauf, bis so das erste LED -Ding blinkt...
Gut, mein Beitrag ist dem TO nicht besonders hilfreich, oder doch?
Vielleicht spart er sich Zeit und Geld und nutzt das schöne Wetter nach
meinem kleinen Beitrag und hat mehr Spaß statt Frust, weil er trotz
Expertenrat doch nicht den richtigen Chip erwischt hat. Es ist halt so,
das ich bei einem Anfänger, der schon bei der Auswahl von Bauklötzen um
Hilfe ruft, nicht unbedingt jemanden sehe, der mit Elan und
Eigeninitiative an solche Stubenhockerprojekte geht. Und das wird es,
darauf mein Wort....
oldmax schrieb:> , wie komm ich an Datenblätterhttp://www.microchip.com> was kostet so ein Chip
Abhängig von den gewünschten Fähigkeiten gibt es PICs ab 0.50€
> und wie ist der Beschaffungsweg.
TMR, Microchipdirect, Reichelt, Conrad, Mouser, Farnell,...
Ich verstehe auch ehrlich gesagt nicht wieso die puren Anfänger immer an
Ihren Autos Motorrädern oder sonst was für Sachen (die auch
sicherheisrelevante Aspekte mit sich bringen) rumbasteln wollen, ohne
auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben.
Ich gebe dem oldmax Gastposter Recht, ein fähiger Entwickler sollte
nicht nur clevere Tipps geben können, sondern auch mal die soziale Ader
bewahren und dem Autor sagen, dass es so wohl eher nicht geht.
Mein Tipp: fang klein an! Von mir auch die von mir gehassten Arduinos,
um überhaupt mal an die Thematik zu kommen und damit zu spielen. Die
meisten wissen gar nicht worauf sie sich einlassen. Deswegen werde ich
dir in der Hinsicht keine Informationen zu richtig oder nicht richtig
geben, zumal deine Informationen ziemlich klein gehalten sind ;-)
asterix schrieb:> Ich verstehe auch ehrlich gesagt nicht wieso die puren Anfänger immer an> Ihren Autos Motorrädern oder sonst was für Sachen (die auch> sicherheisrelevante Aspekte mit sich bringen) rumbasteln wollen, ohne> auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben.
Das ist auf jeden Fall ein sehr gewichtiges Argument!
(erst wenn jemand weiss was er tut sollte er an solch hochgradig
gefährliche Dinge rangehen, allein die falsche Beschaltung des Resetpins
oder der fehlende Stützkondensator bei der Versorgung oder der
nichtabgewürgte Störimpuls usw. kann da schon
gewaltig in die Hose gehen)
Für meinen Teil: ich bin vor Jahren vom PIC auf den AVR umgestiegen,
machte vorher ein wenig Z80 Assembler und mit dem PIC wars mit der
Speicherbankerei so eine Sache.
BASCOM gab den Ausschlag für die AVRs, denn da war eine sehr leicht
erlernbare Sprache und ein riesen Wissenspool zum AVR (hier) vorhanden.
Damit lässt sichs gut leben wenn man mal das Naheliegendste nicht sieht.
Frage zu -welcher- AVR:
Er soll einen internen 32 kHz Oszillator (für Uhrenquarz) haben um ihn
im Batt-Betrieb als Uhr zu benutzen.
Die -Grossen- haben das, gibt's bei den -Kleinen- auch welche die das
machen (Tiny, Mega)?
Kurt
Können die Fanboys aller Lager bitte das das Sabbern einstellen, danke.
@Arne: Wenn du noch keine Erfahrung mit µCs hast, dann kauf dir
eigendein Starterkit und fange erst mal an.
Solange man noch nie einen Hammer, Kelle und eine Schaufel in der Hand
hatte kann man nicht selbst ein Haus bauen!
Und auch wenn du es nicht hören willst: Es ist NICHT cool mit einem
verbastelten Gefährt auf den Straßen rumzugurken, das keine Zulassung
und damit keinen Versicherungsschutz mehr hat.
Hi
@Udo
So ganz verstehe ich deine Einleitung nicht. Liegt es am schlechten
Frühstück? Mal im Ernst, hättest du den ersten Post gelesen, wär dir
aufgefallen, das da beereits eine Frage nach einem geeigneten
Starterkitt gestellt wurde und die Antwort "kauf dir irgendeins" ist
nicht hilfreich. Auch aht der TO bereits seine Motoradelektrik
überarbeitet. Also wird er nicht unbedingt ein absoluter Laie sein.
Neuland ist nach seinen Angaben auch nur die Welt der µC.
Gruß oldmax
oldmax schrieb:> So ganz verstehe ich deine Einleitung nicht.
Mit Fanboys waren die gemeint, die jeden Thread in ein "der ist besser,
nein die sind besser" Gegeifere zerreden. Und ja dieses Gekeife geht mir
dann auf den Magen.
Ansonsten bin ich eigentlich auf deiner Linie, es ist egal welche
Familie er nimmt, es geht mit allen, aber bevor er einen Marathon rennen
will, muss er erst mal joggen lernen.
oldmax schrieb:> Auch aht der TO bereits seine Motoradelektrik> überarbeitet.
Ich habe schon so einiges gesehen, das "überarbeitet" wurde und bei
vielem hats mir auch auf den Magen geschlagen. Und wenn es zu einem
Unfall kommt, dann sind nicht selten Unbeteiligte die Dummen.
Hi
na ja. manchmal ist es aber auch ein Gefährt, welches aus der
Vorkriegszeit stammt.... Ich hab auch mal ein Motorrad besessen Bj.78...
da ist man manchmal gezwungen etwas Kreativität zu zeigen. Den
Versicherungsschutz, und das möchte ich ausdrücklich betonen, darf man
natürlich nicht mit solchen Kreativitäten aushebeln. Einwände
diesbezüglich sind ja auch soweit ok.
Gruß oldmax
holger schrieb:> Kurt Bindl schrieb:>> BASCOM> Willst du nicht lieber eine richtige Programmiersprache lernen?
Vorurteile? Was ist denn an dem BASIC nicht richtig?
holger schrieb:> Kurt Bindl schrieb:>> BASCOM> Willst du nicht lieber eine richtige Programmiersprache lernen?
-Richtig- ist immer relativ.
Für das was ich da ab und zu zusammenstopsle ist es geradezu ideal.
Leicht zu erlernen, logisch aufgebaut und mächtig auch, zusätzlich
lassen sich Assemblerbefehle direkt und ohne grossen Aufwand
integrieren.
Kurt
Ich danke denen die mir geantwortet haben! Das hat mir schonmal
geholfen. Alle anderen die wieder nur am rumflamen waren ... ach
vergesst es ... Ich wollte nur Antworten, nicht eure Meinung, ob ihr das
gut findet was ich vor habe. Und was meine umbauten am Motorrad angeht,
weiß ich was ich tue!!! Ich fahre damit ja auch! täglich! und meine
Bremsen sind nicht elektrisch! thx for your help
holger schrieb:> Kurt Bindl schrieb:>> BASCOM> Willst du nicht lieber eine richtige Programmiersprache lernen?
Och nee, nicht schon wieder Fanboys :-(
Die Programmiersprache ist bei der Aufgabe genauso egal wie die µC
Familie, man muss sich damit beschäftigen und sein Werkzeug bedienen
können!
Und das geht nur mit Übung.
Arne schrieb:> weiß ich was ich tue!!!
Das dachte schon so manch einer, bis es mal kurz gekitzelt hat und die
Haare zu Berge standen. ;)
Solltest das ganze nicht als Angriff werten, die meisten meinen es nur
gut. Man unterschäzt schnell die unsichtbare Gefahr.
Ich bastlet mit AVR Mikrocontrollern, weil:
- Es gibt sie in DIL Gehäuse (passt auf Steckbrett und
Lochraster-Platine)
- Es gibt sie von klein bis groß (Anzahl der Pins)
- Man kann sie gut mit Batterie betreiben
- Man braucht keine sündhaft teuren programmieradapter
- Es gibt (mindestens) einen kostenlose C Compiler
- Wenn es sein muss, kann ich mir einen Debugger kaufen und der kostet
auch keine hunderte Euro.
Unter diesen Gesichtspunkten wären PIC Controller genau so gut geeignet.
Wenn es mal etwas mehr RAM oder Rechenleistung sein muss, werde ich mir
STM32 Controller (und Adapterplatinen) anschauen. Bislang reich mir die
kleinen 8 bitter aber noch.
Mein Tip: Schau mal, was deine bevorzugten Händler anbieten. Für den
Einsteig würde ich Controller wählen, die maximal 5 Euro pro Stück
kosten - je billiger um so besser. Dann schau, ob Du Compiler, Doku und
Diskussionsforum im Netz findest. Denn ohne das brauchst Du wohl ganz
sicher.
Für den Einstieg sind Dinge wie RAM Größe, Taktfrequenz und I/O Features
erstmal uninteressant. Es sei denn, Du hast schon ein ganz konkretes
Projekt vor Augen.
Es stimmt noch ganz was du schreibst. Im Vergleich h zu anderen sind die
Programmieradapter und Debugger für dir avr teuer !
Für die kleinen Dinge im Elektronikleben nehme ich den MSP430. Hat alle
positiven Eigenschaften des avr. Hat nicht die negativen Eigenschaften
der avr. Und die Tools sind spotbillig.