Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ist das ein Fall für RFID?


von Ulrich W. (ruestmeister)


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Hallo

In Sachen Funk bin ich nicht sehr bewandert daher diese Frage. Ich plane 
folgendes: Ich möchte gerne mein Motorrad ohne Schlüssel starten können. 
Nur so aus Jux und Dollerei. Ich stelle mir vor irgendwo einen proximity 
Sensor zu installieren. Wenn man da mit der Hand hingeht wird ein 
Transponder abgefragt. Z.B. im Helm. Wenn der das richtige Signal 
zurücksendet geht die Elektronik an. Das ganze darf natürlich nicht viel 
Strom verbrauchen. Vor allem der Transponder im Helm nicht da dort ja 
nur Platz für eine kleine Batterie ist.
Passive RFID hat denke ich eine zu kurze Reichweite. Aktive RFID ist 
viel zu aufwendig und Teuer(oder?). Wie kann mann so etwas am 
einfachsten und kostengünstigsten realisieren.

Gruß Uli

von Ahha (Gast)


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Vorab: Vorsicht. Je nachdem was du an deinem Helm umbaust sehen das 
Versicherungen bei einem Unfall gerne mal als Grund an, keinen Cent mehr 
bezahlen zu müssen.

Ein Freund von mir hat was ähnliches gebaut, allerdings war das damals 
ein Starter für ein RC-Auto. Realisiert hatte er das ganze per NFC. Ob 
das hier die richtige wahl wäre, weiss ich leider nicht.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Ulrich Wallis schrieb:
> Passive RFID hat denke ich eine zu kurze Reichweite.

Das sehen die Betreiber RFID-basierter Klauschutzsysteme anders.

Warum soll der Transponder ausgerechnet im Helm sein? Als Karte im 
Portemonnaie oder als Schlüsselanhänger geht doch auch, und ist näher 
dran.

von Olaf B. (omb)


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Man könnte sich aber auch einen passiven RFID Tag in den Helm kleben. 
Die Lesereichweite hängt hauptsächlich von der genutzten Frequenz ab (je 
höher, desto weiter) und der größe der Antenne. Achte aber darauf, das 
der RFID-Reader im Motorrad nicht die Batterie leer saugt, wenn die 
Kiste mal ne Woche in der Garage steht.

von Ulrich W. (ruestmeister)


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Ich dacht im Helm weil man den garantiert beim Fahren dabei hat. 
Geldbeutel, Schlüssel und ähnliches ist nicht ganz so sicher dabei ;-)
Die Reichweite müsste schon bei ca. einem Meter liegen. Mindestens.

von A. B. (funky)


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Warum gehst du nicht mit deinem Transponder zum Leser?

von asterix (Gast)


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einfach im handschuh? und dann handfläche worauf legen und bum? :-)

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Ulrich Wallis schrieb:
> Geldbeutel, Schlüssel und ähnliches ist nicht ganz so sicher dabei

So lernt man, Führer- und Fahrzeugschein nicht zu vergessen, wenn der 
"Karre-An"-Transponder dazwischensteckt.

von San L. (zwillingsfreunde)


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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> So lernt man, Führer- und Fahrzeugschein nicht zu vergessen, wenn der
> "Karre-An"-Transponder dazwischensteckt.

Wäre bei Diebstahl aber etwas ärgerlich :-P
Kennt der Dieb das Motorrad, dann erst recht.

von npn (Gast)


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San Lue schrieb:
> Wäre bei Diebstahl aber etwas ärgerlich :-P
> Kennt der Dieb das Motorrad, dann erst recht.

Das wäre aber bei einem Schlüssel nichts anderes...

von c-hater (Gast)


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Ulrich Wallis schrieb:

> In Sachen Funk bin ich nicht sehr bewandert daher diese Frage. Ich plane
> folgendes: Ich möchte gerne mein Motorrad ohne Schlüssel starten können.
> Nur so aus Jux und Dollerei. Ich stelle mir vor irgendwo einen proximity
> Sensor zu installieren. Wenn man da mit der Hand hingeht wird ein
> Transponder abgefragt. Z.B. im Helm. Wenn der das richtige Signal
> zurücksendet geht die Elektronik an. Das ganze darf natürlich nicht viel
> Strom verbrauchen. Vor allem der Transponder im Helm nicht da dort ja
> nur Platz für eine kleine Batterie ist.

Du solltest dir als erstes mal die Frage stellen, ob du wenigstens die 
Sicherheit erreichen möchtest, die ein mechanischer Schlüssel bietet. 
Die ist schon nicht wirklich berauschend, aber einfache Funklösungen 
sind noch wesentlich schlechter.

Das ist dann nämlich sinngemäß so, als wenn du deinen Schlüssel vor dem 
Starten erstmal allen Umstehenden (einschließlich derer, die du nicht 
sehen kannst, weil sie zu klein sind oder hinter einem Plakat stehen) 
zur genauen Begutachtung und Fertigung eines Abdrucks in die Hand 
gibst...

Kryptographisch nennt sich das "replay attack". Um das zuverlässig zu 
vermeiden, muß man schon richtig softwaretechnischen Aufwand treiben und 
die Software braucht dann auch die Hardware, auf der sie laufen kann. 
Und mit beidem dürftest du hoffnungslos überfordert sein...

von Stefan (Gast)


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mal ganz simpel davon abgesehen das du den schlüssel sowieso brauchst um 
das lenkradschloss zu öffnen oder stellst du dein Motorrad immer ohne 
ab? Das wäre aber sehr dumm.

von Christian H. (netzwanze) Benutzerseite


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c-hater schrieb:
> Kryptographisch nennt sich das "replay attack".

Für eine replay attack muss aber erst jemand wissen, was zu tun ist und 
da stehen und das richtige Equipment dabei haben.

von Oliver R. (orb)


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Christian H. schrieb:
> muss aber erst jemand wissen, was zu tun ist

Security through Obscurity?

von c-hater (Gast)


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Christian H. schrieb:

> Für eine replay attack muss aber erst jemand wissen, was zu tun ist und
> da stehen und das richtige Equipment dabei haben.

Ja. Für einen Einbruch muß auch jemand wissen, was zu tun ist und er muß 
das richtige Equipment dabei haben.

Mir wäre allerdings neu, daß diese Sachverhalte dazu geführt hätten, daß 
es keine Einbrüche gibt...

Bist du wirklich so strunzdoof, oder tust du nur so?

von Lukas P. (lks)


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http://motogadget.com/de/elektrik/rfid-zundschloss-m-lock/m-lock/m-lock-rfid-zundschloss.html

Gibt es explizit für Motorräder. Hier anscheinend mit RFID. Kannst dir 
da ja mal die entsprechenden Daten anschaun.

Gruß

von Uli (Gast)


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So. Jetzt haben wir genug über Sinn und Unsinn der Aktion gehört. Hat 
jemand einen konstruktiven Vorschlag?

von Olaf B. (omb)


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Ich habe schon einige Vorschläge in diesem Thread gelesen. Jetzt bist du 
wieder dran das zu konkretisieren.

von Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite


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Wie es ausschaut, will der TO damit lediglich eine große Show abziehen. 
"Guckt mal, ich krieg die Karre ohne Schlüssel an"!

Warum soll das Ding sonst bereits schon bei 1 Meter Abstand anspringen? 
Reicht doch, wenn ich erst draufsitze. Achnee, dann genügt ja wieder ein 
Schlüssel :-(

So eine Show hat mein Vater vor 40 Jahren auch schon mal abgezogen, als 
Opel die Stellung "G" (wie "Garage", also Werkstatt) am Zündschloss 
einführte. Dann konnte man den Zündchlosskranz mit den Fingern drehen, 
um den Motor zu starten. Er hielt den Schlüssel in der linken Hand und 
startete vor den verblüfften Augen des Nachbarn mit der rechten Hand den 
Motor.

Tja, wers braucht.

Zur Sache: 1m Abstand ist mit passiven RFIDs nicht zu machen, denn dann 
bräuchtest Du eine Antenne mit ca. 1m Durchmesser. Die wirkt etwas 
unpraktisch am Mopped. Aktive RFIDs wären eine Möglichkeit. Problem bei 
RFIDs ist jedoch, dass sie eigentlich keine wechselnden Codes (wie zum 
Beispiel Autoschlüssel mit Fernbedienung) haben.

Bau lieber was mit Spracherkennung. Das kommt bestimmt besser an bei 
Deinen Kumpels.

von Ulrich W. (ruestmeister)


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Ich habe Vorschläge gelesen wie man das anders machen könnte oder ob das 
sicher genug ist oder ob ich mein Moppet ohne Lenkradschloss abstelle 
oder das das Funkprotokoll kopiert werden könnte usw. Ich wollte aber 
wissen wie es gehen könnte dass ich irgendeine Aktion mache und dann 
wird eine ID mit dem Transponder wo auch immer der sich befindet 
abgeglichen.

von Thorsten (Gast)


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Der TüV wird sich über so ein Gebastel auch sehr freuen...

von Testfall (Gast)


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Na, das wurde doch mit "ja" beantwortet.

von Knut B. (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite


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Beim Toyota Prius funktioniert das seit Jahren. Im Schlüssel ist ein 
UHF-Transponder mit integiertem Sicherheitsprotokoll. Die Tür geht mit 
einem Handgriff auf, wenn man den Schlüssel in der Tasche hat und 
starten kann man damit auch. Also UHF und Secure-Tag sollte die 
Technologie für Dich sein.

http://www.rfid-handbook.de/downloads/SensorNets2013-Paper_V20121120.pdf

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