Hallo, ich wollte mir ein kleines AVR Prototyping Board mit einem gesuckelten ATMega und integriertem FT232 (USB auf UART) und kleinen Drucktastern erstellen. Da ich im Schaltungsentwurf noch nicht so bewandert bin wollte ich euch fragen, ob ihr einmal drüberschauen könnt, ob ich vielleicht etwas falsch gemacht habe. Danke :)
nimm statt dem FT232 lieber soetwas hier: http://de.farnell.com/ftdi/ttl-232r-3v3/kabel-usb-ttl-pegel-seriell-umsetzung/dp/1329311 spart dir den FT232 und du kannst es überall verwenden.
Hallo Dennis, Dennis schrieb: > nimm statt dem FT232 lieber soetwas hier: > > http://de.farnell.com/ftdi/ttl-232r-3v3/kabel-usb-ttl-pegel-seriell-umsetzung/dp/1329311 > > spart dir den FT232 und du kannst es überall verwenden. hmm, ja das klingt sinnvoll. Allerdings habe ich mir 10 FT232 ganz günstig bei einem großen Auktionshaus geschossen, darum möchte ich die wenigstens jetzt auch verwenden ;) Aber für die Zukunft hast Du natürlich recht, da habe ich gar nicht dran gedacht... Übrigens noch als Anmerkung zum Schaltplan: JP1 ist die Verbindung mit den ungenutzten Lins (PC0-PC5,PD2-PD7), und F1 das (der?) Ferrit, den der FT232 laut Datenblatt gerne zum Entstören hätte.
AREF sieht etwas einsam aus. Ich würde den entweder nach aussen führen oder mit einem C gegen GND beschalten. Grüsse, René
Exzellentes Beispiel dafür, wie man Busse nicht benutzen sollte. :-) - die 22pF am nicht spezifiziertem Quarz sind falsch - jeder VCC Pin sollte seinen eigenen 100nF haben - der LDO wird mit 10nF am Ausgang nicht funktionieren, der braucht einen ulta-low ESR zwischen 0,1R...0,8R und 47µF. - dem Reset verpasse ich zur Sicherheit gerne noch einen 10k Pullup
Rudolph schrieb: > Exzellentes Beispiel dafür, wie man Busse nicht benutzen sollte. :-) inwiefern? (ich lasse mich gerne eines besseren belehren, darum schreibe ich ja hier ;)) Rudolph schrieb: > - die 22pF am nicht spezifiziertem Quarz sind falsch Ja, ich hatte vor ein paar Wochen ein Baudratenquarz bestellt, aber da ich es momentan nicht finde, steht der Wert noch aus.. Aber wieso sind die falsch? Die Werte habe ich aus dem Datenblatt, Seite 28 ("Recommended Range for Capacitors C1 and C2 (pF): 12-22") Rudolph schrieb: > - dem Reset verpasse ich zur Sicherheit gerne noch einen 10k Plump > - jeder VCC Pin sollte seinen eigenen 100nF haben Danke für die Tipps, werde ich berücksichtigen! Rudolph schrieb: > - der LDO wird mit 10nF am Ausgang nicht funktionieren, der braucht > einen ulta-low ESR zwischen 0,1R...0,8R und 47µF. Hast Du dazu einen Beispiellink? Wie finde ich "Ultra-low ESRs" bei z.B. Reichelt?
Warum nimmst Du nicht einfach eines der (gefühlt) 1000 Boards, die man mit Google (!) findet? Grundlegend solltest Du wenigstens http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR-Tutorial:_Equipment beachten. Ich nutze immer noch das Board http://www.kreatives-chaos.com/artikel/atmega1632-testboard-v2 hat zwar kein USB ist aber für Versuche mit dem ATMEGA16/32 wirklich prima.
Gerade erst gesehen, der LDO hängt ja mit seinem Eingang am USB, damit haben sich die maximal 1A die der LDO liefern könnte sowieso erledigt, weil der die garnicht bekommen kann. Mehr als 100mA sollte eine einfache Schaltung aus dem USB nicht entnehmen. Irgendwie USB-konform ist wahrscheinlich sowieso nicht so richtig geplant, aber wenn man zuviel Strom zieht läuft man schonmal Gefahr, dass der angeschlossene Rechner den USB-Port mal eben abschaltet.
Dieter Frohnapfel schrieb: > Warum nimmst Du nicht einfach eines der (gefühlt) 1000 Boards, die man > mit Google (!) findet? Weil ich mir etwas eigenes basteln möchte, und dabei an Erfahrung gewinnen. Rudolph schrieb: > Gerade erst gesehen, der LDO hängt ja mit seinem Eingang am USB, > damit haben sich die maximal 1A die der LDO liefern könnte sowieso > erledigt, weil der die garnicht bekommen kann. > > Mehr als 100mA sollte eine einfache Schaltung aus dem USB nicht > entnehmen. Wenn ich den FT232 richtig konfiguriere, kann ich laut Datenblatt die vollen 500mA entnehmen, die die USB Spezifikation hergibt, danach habe ich den LDO ausgesucht. Ich möchte bspw. auch ein Display ansteuern und versorgen können. Rudolph schrieb: > Irgendwie USB-konform ist wahrscheinlich sowieso nicht so richtig > geplant, aber wenn man zuviel Strom zieht läuft man schonmal Gefahr, > dass der angeschlossene Rechner den USB-Port mal eben abschaltet. Ich habe einen USB Hub mit eigener Spannungsversorgung und ein ausgedientes altes Notebook, was im Zweifelsfall auch kaputt gehen darf...
Peter schrieb: >> Exzellentes Beispiel dafür, wie man Busse nicht benutzen sollte. :-) > > inwiefern? (ich lasse mich gerne eines besseren belehren, darum schreibe > ich ja hier ;)) Nicht ganz Ernst nehmen, aber so streng genommen verbindet Dein "Bus" zuviel was nicht zusammen gehört und macht den Schaltplan nicht lesbarer. Da fehlen auch Labels. >> - die 22pF am nicht spezifiziertem Quarz sind falsch > > Ja, ich hatte vor ein paar Wochen ein Baudratenquarz bestellt, Hält nur auf, der Controller lässt sich ohnehin fein einstellen. > Aber wieso sind die falsch? Standard-Annahme aufgrund dessen, dass jeder Bob einfach 22pF dran schreibt, weil alle andere das ja auch so machen. > Die Werte habe ich aus dem Datenblatt, Seite 28 > ("Recommended Range for Capacitors C1 and C2 (pF): 12-22") Das ist zwar toll, dass Atmel sich das so wünscht, das muss aber vor allem auch noch zum verwendeten Quarz passen. Wenn Du zum Beispiel einen Feld-Wald-Wiesen HC49-US 8MHz Quarz einsetzt, dann hat der CL=30pF. Die dazu passenden Kondensatoren wären jeweils 56pF. >> - der LDO wird mit 10nF am Ausgang nicht funktionieren, der braucht >> einen ulta-low ESR zwischen 0,1R...0,8R und 47µF. > > Hast Du dazu einen Beispiellink? Wie finde ich "Ultra-low ESRs" bei z.B. > Reichelt? Nein, sowas finde ich bei Reichelt auch gerade nicht. Da der sowieso hemmungslos überdimensioniert ist, nimm lieber einen anderen, vorzugsweise was aus dem aktuellen Jahrhundert. Die Suche nach irgendwelchen Halbleiter ist bei Reichelt aber eher für die Füße, mal eben durch die angebotenen LDOs zu blättern geht garnicht.
Rudolph schrieb: > Wenn Du zum Beispiel einen Feld-Wald-Wiesen HC49-US 8MHz Quarz einsetzt, > dann hat der CL=30pF. > Die dazu passenden Kondensatoren wären jeweils 56pF. Das habe ich jetzt nicht ganz verstanden. Wie genau berechnet man die Werte? Ich habe übrigens nachgesehen, es ist ein 9,216MHz Quarz, mehr als 10MHz kann ich wegen der 3.3V Eingangsspannung nicht verwenden. Rudolph schrieb: > nimm lieber einen > anderen, vorzugsweise was aus dem aktuellen Jahrhundert. Was kannst Du denn empfehlen? Ich weiß leider nicht woran ich achten muss, und kann sie nur nach Preis, Ausgangsspannung und Gehäusefarbe aussuchen. Was meinst Du eigentlich zu dem Ferrit, den der FT232 in der 5V USB Leitung empfiehlt, ist das notwendig und sinnvoll (für meinen Einsatzzweck)?
Rudolph schrieb: >> Hast Du dazu einen Beispiellink? Wie finde ich "Ultra-low ESRs" bei z.B. >> Reichelt? Zu finden unter RAD FC oder RAD FR SMD Elko unter PXA
Peter schrieb: >> Die dazu passenden Kondensatoren wären jeweils 56pF. > > Das habe ich jetzt nicht ganz verstanden. Wie genau berechnet man die > Werte? Im Detail dazu hilft eine Application-Note von einem Quarz-Hersteller. Aber einfach ausgedrückt gilt C1=C2=2*Cl-x Dabei ist "x" die Kapazität welche die Platine und die Anschlüsse so mitbringen im Bereich weniger pF. Das "x" bedeutet eigentlich nur, dass man eher auf den nächst-kleineren verfügbaren Wert abrundet. 2*Cl=30pF wären 60pF und statt 64pF ist es besser 56pF zu nehmen. > Ich habe übrigens nachgesehen, es ist ein 9,216MHz Quarz, mehr als 10MHz > kann ich wegen der 3.3V Eingangsspannung nicht verwenden. Die Frequenz ist für die Kondensatoren nicht der entscheidende Parameter, im Datenblatt steht noch die Last-Kapazität CL. >> anderen, vorzugsweise was aus dem aktuellen Jahrhundert. > > Was kannst Du denn empfehlen? Spontan nichts weil ich schon ewig nicht bei Reichelt bestellt habe und auch seltener 3,3V brauchte bisher. Der Elko hier sollte gehen, allerdings nur bei Raumtemperatur, bei -10°C ist der ESR wieder zu hoch. http://www.reichelt.de/Elkos-radial-105-5000-10000h/RAD-FR-47-25/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=140114&GROUPID=5513&artnr=RAD+FR+47%2F25 > Was meinst Du eigentlich zu dem Ferrit, den der FT232 in der 5V USB > Leitung empfiehlt, ist das notwendig und sinnvoll (für meinen > Einsatzzweck)? Der ist sicherlich sinnvoll, ob der da ist oder nicht wirst Du bei einem Spielbrett meiner Meinung nach aber eher nicht bemerken.
Die Beschaltung des Reset-Pins entsprechend http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_Checkliste#Reset-Pin_korrekt_beschaltet.3F wäre m. E. auch sinnvoll. Heinz
Rudolph schrieb: > Im Detail dazu hilft eine Application-Note von einem Quarz-Hersteller. > Aber einfach ausgedrückt gilt C1=C2=2*Cl-x > Dabei ist "x" die Kapazität welche die Platine und die Anschlüsse so > mitbringen im Bereich weniger pF. > Das "x" bedeutet eigentlich nur, dass man eher auf den nächst-kleineren > verfügbaren Wert abrundet. > 2*Cl=30pF wären 60pF und statt 64pF ist es besser 56pF zu nehmen. Vielen Dank für die ausführliche Antwort, ich habe immer gedacht "Quarz sei Quarz"... Rudolph schrieb: > Der Elko hier sollte gehen, allerdings nur bei Raumtemperatur, bei -10°C > ist der ESR wieder zu hoch. > > http://www.reichelt.de/Elkos-radial-105-5000-10000h/RAD-FR-47-25/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=140114&GROUPID=5513&artnr=RAD+FR+47%2F25 danke! Heinz K. schrieb: > Die Beschaltung des Reset-Pins entsprechend > http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_Checkliste#Reset-Pin_korrekt_beschaltet.3F > wäre m. E. auch sinnvoll. Danke für den Hinweis!
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.
