Ich habe ein paar Jahre im Elektromaschinenbau gearbeitet, da kam so ein
Problem gelegentlich vor. Beispielsweise waren nach einer Neuwicklung
die Lehrlinge dafür zuständig den Lack mit einem Geradschleifer von den
Blechpaketen abzuschleifen. Und da kam es schonmal vor dass dieser
abgerutscht ist - meistens wenn am Abend vorher gefeiert wurde ;-)
Je nach Schadensbild wurde das unterschiedlich gehandhabt.
Wenn es nur ein Leiter war, wurde je nach Zeitdruck entweder mit
2-Komponenten Lack nur die Stelle behandelt, oder die Wicklung nochmal
komplett getränkt.
Bei größeren Stellen und der Gefahr eines Überschlags, wurden die
entsprechenden Leiter angehoben, Isoliermaterial eingeschoben, ggf. neu
bandagiert und getränkt.
Das alles bei Niederspannungsmotoren, also hauptsächlich 400 V
Drehstrom.