Hallo und guten Morgen, ich habe physikalische Technik studiert, und bin auf der Suche nach einem Beruf aus einer Mischung aus Elektrotechnik und Programmieren. Ein bisschen Physik wäre auch gut, muss aber nicht sein. Habt ihr eine Idee? Danke für eure Hilfe, Gruß Steffen
Steffen S. schrieb: > Elektrotechnik und Programmieren Elektronik ohne programmieren, gibt es nicht mehr.
Gut. Aber in welchem Job programmiere ich dann ca. 20-50% der Zeit. Nur Programmieren will ich auch nicht.
Ein klares "Kommt-Drauf-An", nämlich auf die Firma und das Produkt. Bei uns treffen Teile der Hardware-Entwickler auf deine Wunschvorstellungen. Gruß Dennis
Ich hätte angenommen, dass Hardware-Entwickler garnicht programmieren.
Ausbildungsberuf: Elektroniker für Geräte und Systeme viele Grüße, Frank
Hallo Frank, da ich studiert habe (Master), bin ich nicht auf der Suche nach einem Ausbildungsberuf. Ich möchte die Ausbildungsberufe natürlich nicht schlecht machen. :) Und dann stellt sich noch die Frage, ob ich als Quereinsteiger überhaupt darein komme. Automatisierungstechnik hört sich ganz interessant an. Gruß Steffen
Steffen S. schrieb: > Ich hätte angenommen, dass Hardware-Entwickler garnicht programmieren. Das ist meistens auch besser so ;-) SCNR Matthias
Steffen S. schrieb: > Ich hätte angenommen, dass Hardware-Entwickler garnicht programmieren. Dem ist bei sehr vielen Firmen schon längst nichtmehr so. Bei uns zum Beispiel programmieren sämtliche elektroingenieur welche in der Hardware Entwicklung arbeiten rund 20-30 % ihrer Arbeitszeit. Steffen S. schrieb: > Automatisierungstechnik hört sich ganz interessant an. In genau einer solchen Firma arbeite ich, wie oben erwähnt, auch unsere Hardware Entwickler programmieren Regelmässig. Ich denke schlussendlich hängt es aber doch stark von der Firma ab, von welcher du dich anstellen lässt. Eine globale Jobbeschreibung ist natürlich möglich, ist allerdings dann nur eine Referenz. Wie die Arbeit an sich aussieht ist stark vom Arbeitgeber abhängig.
Steffen S. schrieb: > Ich hätte angenommen, dass Hardware-Entwickler garnicht programmieren. Das war vor 20 Jahren ziemlich sicher auch noch so. Heute aber geht praktisch nichts mehr ohne programmierbare Komponenten. Und wer sollte die programmieren, wenn nicht der Hardwaremensch, der als einziger versteht, was die Dinger eigentlich tun?
Steffen S. schrieb: > ich habe physikalische Technik studiert, und bin auf der Suche nach > einem Beruf aus einer Mischung aus Elektrotechnik und Programmieren. Ein > bisschen Physik wäre auch gut, muss aber nicht sein. > Habt ihr eine Idee? Bewirb dich beim CERN oder einem Konkurrenzprojekt. Für den Aufbau und Betrieb der Detektoren braucht man genau die angesprochene Mischung aus Physik, Hardware und Software. Allerdings mußt du schon echt gut sein, wenn die dich nehmen sollen. Vielleicht fängst du ja erstmal bei einer kleineren Firma für z.B. Meßtechnik an. Das ist ein recht ähnlicher Mix. Als kanonischer Arbeitgeber für Physiker bleibt immer noch SAP (Sammelstelle arbeitsloser Physiker) :D XL
Ich habe Jobanforderungsmäßig jetzt nicht viel Ahnung, doch ich hätte gedacht, dass Firmen, die Hardwareentwickler suchen, eher zu Elektronikern oder Elektrotechnik Ing.'s, Bachelor oder Master greifen und nicht zu nem Physiker!? Der Bereich von Physik ist ja schon sehr groß, da ist die Elektrotechnik doch eher klein (somit dürfte ein Absolvent eines Elektrotechnik-Studiums doch spezialisierter sein). Und ich dachte immer, ein Physiker kann zwar was mit Strom, Spannung, Felder, Elektromagnetismus was anfangen, aber wenns an Schaltpläne oder Platinen geht... Ich wüsste jetzt nicht, warum ein Physiker was mit BGA, DIP, SPI oder sonstewas anfangen sollte. Oder sieht es in der Realität doch anders aus? Ich kenne weder den Inhalt eines solchen Studiums, noch die Gedanken der Personalleute. Soll auf keinen Fall beleidigend sein, aber bei Physikern fallen mir immer sofort gewisse Witze ein^^
Michael Skropski schrieb: > Soll auf keinen Fall beleidigend sein, aber bei Physikern fallen mir > immer sofort gewisse Witze ein^^ Die werden schon zutreffen :p Physiker haben oft wenig Ahnung von den Feinheiten der Elektronik und behandeln Elektrotechniker, die Platinen entwickeln oder Hardware entwickeln, gerne als Menschen zweiter Klasse. Weil sie theoretisch zwar vielleicht sogar noch wissen, was ein Flip-Flop ist, aber beim Aufbau desselben in Nand-Technik schon scheitern :) Sie haben andererseits das Problem, sehr spezielle Eigenschaften von Körpern zu messen. Mal geht es um femtoAmpere, mal um kritische Eindringtiefen von Magnetfeldern, mal um nV-Rauschen an Keramiken, bei hohen und tiefen Temperaturen, wieviel µW Wärme prägt die Temperaturmessung selbst oder das Spektrometer, der Laser oder die Mikrowelle am Supraleiter ein etc.. Also Zeug, wo man sich Gedanken machen muß: Wie messe ich's, was brauche ich dafür, wo fange ich mir z.B. Erdschleifen (innerhalb der Elektronik, aber auch außerhalb) ein. Da entscheidet nicht der Stückpreis für den Mikrocontroller, sondern ob die Sache überhaupt machbar ist. Das rattert beim Physiker normalerweise schneller durch als beim E-Freak.
avus schrieb: > Physiker haben oft wenig Ahnung von den Feinheiten der Elektronik und > behandeln Elektrotechniker, die Platinen entwickeln oder Hardware > entwickeln, gerne als Menschen zweiter Klasse. Vorurteile. Etliche meine Kommilitonen haben Physikalische Technik studiert, andere Elektrotechnik. In beiden Gruppen gibt es welche, die heute Berufen nachgehen, die in etwa der Idee des TE entsprechen. Die Branchen sind Prozeß- bzw. Umweltmeßtechnik. Und die Aufgabe besteht darin, kundenspezifische Meßtechnik zu entwickeln und zu bauen (Einzelstücke bis Kleinserien). Je kleiner die Firma ist, desto breiter muß der einzelne Angestellte aufgestellt sein. In großen Buden gibt es dann natürlich getrennte Abteilungen für Sensorik, Hardware und Software. XL
Thread Ersteller. Das gleiche wie TO -> Thread Opener
avus schrieb: > Physiker haben oft wenig Ahnung von den Feinheiten der Elektronik und > behandeln Elektrotechniker, die Platinen entwickeln oder Hardware > entwickeln, gerne als Menschen zweiter Klasse. Das liegt nicht daran, dass es Elektrotechnik ist, sondern dass es Ingenieure sind :D Da gibt und gab es schon immer eine Hassfreundschaft. Hier müssen Sprüche ausgeteilt werden und eingesteckt werden können. Doch bis jetzt habe ich nur einen Ingenieur getroffen der wirklich einen prinzipiellen Groll gegen Physiker hatte ("eben weil die sich immer für etwas besseres halten"). Bei allen anderen war der Studienabschluss relativ egal und es gab Flachpfeifen und Genies in jedem Fach. Ich selber bin Physiker und habe mich im Studium und jetzt während der Promotion in Richtung Elektrotechnik (entwickle komplette Messsysteme, also Hard und Software) spezialisiert. Bei einer Bewerbung bei einer Firma habe ich auch vor im "Anhang" ein paar Projekte vorzustellen. Als ich letztens nach Jobangeboten geschaut habe, war auffällig dass oft nach "Physiker/Ingenieur" gesucht wurde. Wahrscheinlich hat sich mittlerweile auch herumgesprochen dass es bei einer Firma relativ wurst ist welch ein MINT-Fach man studiert hat, man sowieso erst eingelernt werden muss. Der Abschluss bedeutet nur ein "Der kann das lernen", nicht ein "Der kann das".
Such dir einen Job, indem Labern wichtig ist. Der ehemalige Ingeneur ist obsolet. Mit gutem Labern verdient man heute mehr, als der Trottel, der sinnvolle Technik entwickelt... und das schon seit 2004 - siehe EZB.
Christian_H schrieb: > eben weil die sich immer für etwas besseres > halten Hä? Wir sind doch auch was besseres!? ;)
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