Traditionelle Steckernetzteile beim Trennen.

Gast #3756162
Hi,

habe mal ein Traditionelles Steckernetzteil mit trafo für mit 12V 1A 
zerlegt. Da drinnen ist nichts außer dem Trafo 4 Dioden und ein 
Kondensator (1000uF)


Ich frage mich, ob beim Herausziehen des Netzteiles aus der Steckdose 
der Steckdose ein Spannunhspeak entstehen kann (Fals man nicht gerade im 
Stromnulldurchgang zieht....)
Wenn ja wie hoch dieser ist..

Danke Schonmal MFG
Der 1000 uF Elko dürfte ausgangsseitige Peaks sehr effektiv 
unterdrücken. Und wenn es in der Steckdose etwas funkt juckt das keinen; 
bis du das Teil raushast und (theoretisch) an die Kontakte fassen 
könntest sind die schon lange stromlos.
Gast
Bei einem normalen Netzteil passiert nicht viel mehr, wie beim 
Ausschalten jedes anderen Verbrauchers.
Natürlich kommt es zu einer, plötzlichen Laständerung mit all ihren 
Problemen. Aber auch dies ist dasselbe wie bei anderen Verbrauchern.
Gast
Wenn ich die Schaltung in LT-Spice berechne, entsteht natürlich erstmal 
nur Rotz.

Das Spicedirective "startup" müsste doch alle Energiespeicher und 
Sonstige Anfangsbedingungen auf Null setzen.

Hier ist aber bereits bei einer LR Reihenschaltung der Einschwingvorgang 
falsch berechnet, da der Strom in der Spule mit einem Wert ungleich 0 
beginnt, was ja aber nicht möglich ist, wenn die Spule vor dem 
einschalten kein Magnetfeld hat. Meiner Meinung nach sind die 
Anfangsbedingungen Falsch.

Da ich hier nur eine Induktivität habe, ist das eine Innhomogene DGL 1. 
Ordnung. Die braucht sowieso nur eine eine Anfangsbedingung. In diesem 
falle f(0) = 0. Wie unschwer zu erkennen ist, benutzt LT Spice als 
Anfangsbedingungen allerdings f(0) = U/R und f´(0) = 0 (Strom beginnt 
zum Zeitpunkt 0 mit wagerechter Tangente.)

Kann man diese AB´s irgendwie Manuell einstellen?
Welches verfahren zum lösen der Differentialgleichungen nutzt LTSpice 
eigentlich irgendein Runge-Kutta verfahren?
Angehängte Dateien:
Gast
Jan R. schrieb:
> Meiner Meinung nach sind die Anfangsbedingungen Falsch.

Meiner Meinung nach macht Spice vor der Transientenanalse eine DC bias 
Analyse. Liefert V1 also dauernd Spannung und nicht erst als Puls nach 
dem Einschalten, wäre Strom durch L normal.

Natürlich kann man mit .ic auch Anfangsbedingunegn vorgeben.
Jan R. schrieb:
> Hi,
>
> habe mal ein Traditionelles Steckernetzteil mit trafo für mit 12V 1A
> zerlegt. Da drinnen ist nichts außer dem Trafo 4 Dioden und ein
> Kondensator (1000uF)
>
>
> Ich frage mich, ob beim Herausziehen des Netzteiles aus der Steckdose
> der Steckdose ein Spannunhspeak entstehen kann (Fals man nicht gerade im
> Stromnulldurchgang zieht....)
> Wenn ja wie hoch dieser ist..
>
> Danke Schonmal MFG

Warum sollte denn ein Spannungspeak entstehen? Wegen der Primärspule? 
Würde mal behaupten, sobald du abziehst, wird auf der Sekundärseite eine 
Spannung induziert, die vielleicht noch ein kleines bisschen den ElKo 
lädt und das wars dann.

Gruß Christian
Gast
Jan R. schrieb:
> Wenn ich die Schaltung in LT-Spice berechne, entsteht natürlich erstmal
> nur Rotz.

Was mag das DC in "Start external DC Supply voltages at 0V" an der 
Checkbox für den "startup" modifier wohl bedeuten?

Um, so wie von MaWin vermutet, den DC-OP auch bei vorhandenen AC-Quellen 
nicht zu berücksichtigen muß die komplette OP-Berechnung mittels "uic" 
abgedreht werden. ic=x ist dabei nur denn in den Komponenten oder als 
eigene .ic Anweisung anzugeben, wenn x<>0 ist.

Ist also wie bei den meisten Programmen, Rotz in - Rotz out.
Gast
Jan R. schrieb:
> Ja aber auch wenn ich gleichstrom an eine lR Glied anlege, steigt der
> Strom nach einer e-Funktion und ist nicht gleich auf x Ampere.

Du hast dir noch nie Gedanken darüber gemacht, was alle Spice-Derivate 
unter dem DC-Operation point verstehen. Unter anderem gilt "inductors 
are normally treated as short circuits in the DC solution".

Und genau dass ist der Strom, mit dem die Simulation beginnt, zumindest 
solange nichts Gegenteiliges eingestellt wurde.
Jan R. schrieb:
> Ja aber auch wenn ich gleichstrom an eine lR Glied anlege, steigt der
> Strom nach einer e-Funktion und ist nicht gleich auf x Ampere.

Leider hast du es versäumt, bei deinem Bildausschnitt auch den rechten 
Graphen zu zeigen, an dem höchstwahrscheinlich Ampere steht. Außerdem 
wären deine Spice-Direktiven interessant. Bei mir scheint LTSpice noch 
zu funktionieren.

Gruß Christian
Angehängte Dateien:
Gast
> Es entsteht wirklich eine hohe Spannungsüberhöhung beim Ausschalten.

Ja, auf der Primär Seite. Die Frage des TO bezog sich allerdings auf die 
sekundäre Seite, nehme ich an.
Stefan us schrieb:
>> Es entsteht wirklich eine hohe Spannungsüberhöhung beim Ausschalten.
>
> Ja, auf der Primär Seite. Die Frage des TO bezog sich allerdings auf die
> sekundäre Seite, nehme ich an.

Hallo Stefan,
danke für den Hinweis. Das hatte ich übersehen. Die Ausgangsspannung 
geht ja tatsächlich hoch.
Gruß
Helmut
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Gast
> Kann man gegen diese Erhöhung auf der Sekundärseite noch was machen?

Klar:
Akkus der Solarleuchten im Garten laden.
Im Winter dann das gleissende Licht geniessen ...  ;-)

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