CAN Bus Kabel Schirmung

OP #3757860
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Hallo,

ich bin auf der Suche nach der "richtigen" Lösung um die Kabelschirmung 
vom CAN-Bus zu erden. Im Internet liest man von mehreren Möglichkeiten:

1. Nur ein Ende erden
2. Beide seiten fest auf Masse legen (Ground loop)
3. Ein Punkt fest auf Masse legen, die anderen mit Kondensatoren gegen 
Masse anschließen.

Bei der ersten Lösung frage ich mich, wie man geerdete Gehäuse von den 
anderen Platinen dann mit dem Kabelschirm verbindet. Bei der zweiten 
Lösung ist der Nachteil eine entstehende Masseschleife, ich habe was von 
100 A Spitze gelesen. Zu der letzten Lösung finde ich keine weiteren 
Informationen, z. B. zur Größe der Kondensatoren.

Mich würde es nun interessieren, wie man den Kabelschirm (vornehmlich im 
Automotive-Bereich) am besten anschließt. Habt ihr dazu Tipps?

Danke!
Gast #3758062
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Hallo inspire !!,

auch der Profi schirmt CAN nicht, ist vom Prinzip der Übertragung nicht 
nötig. Wenn es Probleme mit der Übertragung gibt, sind meist D+ und D- 
vertauscht, oder es stimmt etwas mit den Abschlußwiderständen nicht.

Genaueres findest du bei Beschreibungen von CAN, RS485 und RS422, die 
arbeiten alle nach dem gleichen Grundprinzip.

Gruß. Tom
Gast #3758081
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> auch der Profi schirmt CAN nicht,
Und wofür gibt es im Dsub9 extra den (optionalen) Can-Shield-Pin 5?

Wenn man Eistreuungen ins Kabel verhindern will, schirmt man einseitig.
Wenn man verhindern will, dass Störungen aus dem Kabel herauskommen 
(z.B. Kabel zwischen Frequenzumrichter und Motor), wird der Schirm 
beidseitig geerdet.

Den C verwendet man, wenn zu hohe Ausgleichströme fließen würden.
Gast #3758181
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Hallo inspire !!,

was eProfi schreibt ist völlig richtig, beschreibt aber einen 
Sonderfall. Der Motorraum eines Fahrzeugs ist ein ein Ort mit extremen 
EMV-Bedingungen. Möglicherweise hast du das gemeint, da du ja gezielt 
nach Schirmung fragst.

Im Normalfall stören die Differenzschnittstellen niemand und werden auch 
nicht gestört. Die Differenzsignale mit den verdrillten Leitungen sorgen 
dafür, daß sich die abgestrahlten Felder gegenseitig neutralisieren. 
Empfangene Störsignale wirken auf beide Leitungen in gleicher Weise, 
damit erzeugen sie ein Gleichtaktsignal, welches im Empfänger unterdrükt 
wird. Werden die Störsignale allerdings so groß, daß sie die beteiligten 
Bausteine gefährden, muß zwingend geschirmt werden.

Aber wie gesagt, näheres dazu steht in vielen Beschreibungen.

Gruß. Tom
Gast #3769269
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MT schrieb:
> TomA schrieb:
>> auch der Profi schirmt CAN nicht
>
> ... dann sind die geschirmten CAN Leitungen der Kabelhersteller (Lapp,
> Helu, Nexans, SAB, Desca usw.) nur für Laien?

Nein, natürlich dürfen die nicht nur Laien, sondern auch Profis 
einsetzen, wenn eine stark gestörte Umgebung vorliegt. ;-)

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