Hallo, ich möchte eig was ganz simples bauen. Und zwar möchte ich an eine LED einen Akku bzw eine kleine Batterie anschließen. Die LED soll über einen Taster einschaltbar sein. Alternativ soll dies aber auch über eine Bluetooth LE Verbindung durchgeführt werden. Im Fall einer Batterie würde ich dann für das Bluetoot Modul eine Extra Batterie verwenden. Im Fall eines Akkus wäre es hilfreich hier einen USB Anschluss - oder ähnliches - zum aufladen zu haben. Im Idealfall gibt es noch einen Helligkeitssensor der die LED und das Bluetoot LE Modul abschaltet, wenn es zu hell ist. (optional) Habe spaßeshalber mal nach Bluetooth LE Chips gesucht und für nicht einmal 10$ welche bei Texas Instruments gesehen. Bei Arduino z.B. kostet das Bluetooth LE Shield aber gleich ~20€ (BLUEFRUIT LE). Nun meine Fragen: - Welche Hardwarekomponenten braucht man, um das umzusetzten? - Hier wäre es halt nützlich zu wissen ob es günstigeres gibt als ein Arduino + das Bluefruit LE Shield - Wie schwer ist die Umsetzung für einen Anfänger? - Welche Programmiersprache braucht man für die Hardware? Hardwarenennungen + Stichworte würden mir sehr helfen. Programmieren wäre nicht das Problem. Vielen Dank schon einmal.
Zum Experimentieren mit BLE wäre das Devkit von Nordic eigentlich nicht schlecht, also das hier: http://www.mouser.de/ProductDetail/Nordic-Semiconductor/nRF51822-mKIT/?qs=/ha2pyFadugosrb8JdTxlGBQvbsvJYmPEIOvYMDM0lnc5H80GW2y6w== Das ist zwar mit 50 Euro eher teuer, aber das würde man ja nicht im Endprodukt einbauen, sondern nur damit lernen, wie das alles funktioniert. Den auf dem Ding verbauten Chip kriegt man als einzelnen Chip, BLE-Modul oder Experimentierplatine auch deutlich günstiger, wenn man mal so weit ist, dass man wirklich etwas damit bauen will. Als Programmiersprache verwendet man da dann C/C++, die Keil-IDE gibt es in einer abgespeckten Version für genau den Einsatz umsonst.
Wenn ich das richtig sehe ist das aber nun schon ein komplettes Board, mit allem dran, richtig? Warum empfiehlt sich eher das zum lernen und nicht gleich die "richtigen" komponenten?
Lars A. schrieb: > Wenn ich das richtig sehe ist das aber nun schon ein komplettes Board, > mit allem dran, richtig? > Warum empfiehlt sich eher das zum lernen und nicht gleich die > "richtigen" komponenten? Letztendlich hängt das vom persönlichen Stil ab - ich kann da natürlich nur für mich sprechen. Ich finde es bei solchen komplett neuen Themen (ARM-Programmierung, BLE-Zeugs, stromsparende Schaltungen ...) immer recht angenehm, zum Einstieg ein fertiges Board zu haben, mit dem ich etwas "Elektronik-Lego" spielen kann. Es geht halt einfach schneller, mal eben einen Taster auf dem Board und eine LED auf selbigem zu benutzen und ein paar Teile in ein danebenliegendes Breadboard zu stecken, als sich immer ganze Schaltungen bauen zu müssen. Besonders, dass man Stromversorgung, Quarz und Programmer schon fertig hat, finde ich da sehr günstig. Sobald man die Basics gemeistert hat, ist man auch meiner Meinung nach mit denh "richtigen" Teilen besser bedient - das Experimentalboard kann man dann aber immer noch benutzen, wenn man mal eben was ausprobieren will. So ist das bei mir auch mit den AVR-Controllern und dem Arduino: Mit dem habe ich am Anfang gelernt und jetzt hole ich ihn immer dann raus, wenn ich nur mal eben eine Idee dreckig testen will, bevor ich mich um den korrekten Aufbau kümmere. Aber wie gesagt: Das ist jetzt nur meine Ansicht. Wenn Du lieber von 0 auf 100 springst (ich kenne einige Leute, die das bevorzugen), kauf Dir ein paar von den Nordic-Chips auf Breakoutboards und leg damit los. :)
Gregor Ottmann schrieb: > Lars A. schrieb: >> Wenn ich das richtig sehe ist das aber nun schon ein komplettes Board, >> mit allem dran, richtig? >> Warum empfiehlt sich eher das zum lernen und nicht gleich die >> "richtigen" komponenten? > > Aber wie gesagt: Das ist jetzt nur meine Ansicht. Wenn Du lieber von 0 > auf 100 springst (ich kenne einige Leute, die das bevorzugen), kauf Dir > ein paar von den Nordic-Chips auf Breakoutboards und leg damit los. :) Ich weiß aktuell halt noch nicht was das für ein Aufwand ist ;) Schau ich mir mal an. Ich meine, wir leben in einer Zeit wo man sich die Hardware für viele sachen einfach zusammenstecken kann, da dachte ich eher das meine Idee total trivial ist :D
Lars A. schrieb: > Ich meine, wir leben in einer Zeit wo man sich die Hardware für viele > sachen einfach zusammenstecken kann, da dachte ich eher das meine Idee > total trivial ist :D "Trivialität" ist eine Funktion der eigenen Qualifikation, und nachdem Du Dich als "Anfänger" bezeichnest, denke ich, dass Du die Detailprobleme, die sich bei sowas ergeben, ganz erstaunlich finden wirst. ;) Im Ernst: Ich beschäftige mich überhaupt erst seit einem Dreivierteljahr mit Elektronik und kann einen Anfänger deshalb besser verstehen als einen Profi. Ich habe aber einen soliden Softwareentwicklungshintergrund (ca. 20 Jahre Berufserfahrung) - und in dem Bereich habe ich gelernt, die gleichzeitig offenen Baustellen zu minimieren. Wenn Du weder von Embedded-Programmierung noch von Elektronik richtig Ahnung hast, ist es viel einfacher, Dich erst mal mit so einem Fertigboard die Softwareseite und die wirklich grundlegenden Schaltungskonzepte zu konzentrieren. Wenn Du gleich alles selber baust und dann bei einem Fehler nie sicher bist, ob Du jetzt den Code oder die Hardware vergeigt hast, wird die Sache meiner Meinung nach unnötig schnell unnötig frustig.
Gregor Ottmann schrieb: > Lars A. schrieb: >> Ich meine, wir leben in einer Zeit wo man sich die Hardware für viele >> sachen einfach zusammenstecken kann, da dachte ich eher das meine Idee >> total trivial ist :D > > "Trivialität" ist eine Funktion der eigenen Qualifikation, und nachdem > Du Dich als "Anfänger" bezeichnest, denke ich, dass Du die > Detailprobleme, die sich bei sowas ergeben, ganz erstaunlich finden > wirst. ;) > > Im Ernst: Ich beschäftige mich überhaupt erst seit einem Dreivierteljahr > mit Elektronik und kann einen Anfänger deshalb besser verstehen als > einen Profi. Ich habe aber einen soliden Softwareentwicklungshintergrund > (ca. 20 Jahre Berufserfahrung) - und in dem Bereich habe ich gelernt, > die gleichzeitig offenen Baustellen zu minimieren. Wenn Du weder von > Embedded-Programmierung noch von Elektronik richtig Ahnung hast, ist es > viel einfacher, Dich erst mal mit so einem Fertigboard die Softwareseite > und die wirklich grundlegenden Schaltungskonzepte zu konzentrieren. Wenn > Du gleich alles selber baust und dann bei einem Fehler nie sicher bist, > ob Du jetzt den Code oder die Hardware vergeigt hast, wird die Sache > meiner Meinung nach unnötig schnell unnötig frustig. Mist, leider kann ich dir da nicht widersprechen und muss dir zustimmen :D Was ich meinte mit Trivial: Ich dachte man kauft sich die hardware, "steckt" die "mal eben" zusammen. So wie es ja bei den Arduinos und den Shields ist (wenn ich mich nicht irre). An sich wollte ich eig nur eine kleine Bluetooth LED Lampe basteln^^ aber dann muss ich wohl doch weiter unten und kleiner anfangen als ich dachte. Ich werde deinen rat auf jeden fall beherzigen. Vielen Dank :)
Es freut mich, wenn ich jemandem mit meinem begrenzten Wissen helfen konnte. :) Was die Arduinos und die Shields angeht: Ja, das ist trivial, aber so ein Arduino mit so einem Shield ist ja auch "ein ganzes Board". Gegen so einen Ansatz gibt es auch nix zu sagen, aber ich bin der Ansicht, dass das Nordic-Devkit für Deinen speziellen Anwendungsfall eigentlich optimaler ist, weil es spezifisch um den Bluetooth-Kram herum aufgebaut ist. Die ARM-CPU auf dem Teil ist zwar etwas hakeliger zu programmieren als der AVR auf dem Arduino, hat aber auch viel mehr Power.
Gregor Ottmann schrieb: > Es freut mich, wenn ich jemandem mit meinem begrenzten Wissen helfen > konnte. :) > > Was die Arduinos und die Shields angeht: Ja, das ist trivial, aber so > ein Arduino mit so einem Shield ist ja auch "ein ganzes Board". Gegen so > einen Ansatz gibt es auch nix zu sagen, aber ich bin der Ansicht, dass > das Nordic-Devkit für Deinen speziellen Anwendungsfall eigentlich > optimaler ist, weil es spezifisch um den Bluetooth-Kram herum aufgebaut > ist. Das klingt schon einmal gut > Die ARM-CPU auf dem Teil ist zwar etwas hakeliger zu programmieren > als der AVR auf dem Arduino, hat aber auch viel mehr Power. Groß power braucht meine Anwendung ja nicht, oder übersehe ich da wieder etwas? Ist bei dem Nordic-Devkit irgendeine Android App oder ein SDK dabei, mit dem man dann werte über BT LE setzten /auslesen kann? Weißt Du das?
Lars A. schrieb: >> Die ARM-CPU auf dem Teil ist zwar etwas hakeliger zu programmieren >> als der AVR auf dem Arduino, hat aber auch viel mehr Power. > Groß power braucht meine Anwendung ja nicht, oder übersehe ich da wieder > etwas? > Ist bei dem Nordic-Devkit irgendeine Android App oder ein SDK dabei, mit > dem man dann werte über BT LE setzten /auslesen kann? Weißt Du das? Naja, vielleicht brauchst Du jetzt noch nicht viel Druck - aber auf Dauer ist es sicherlich keine schlechte Idee, sich mit der ARM-Plattform auszukennen. Für das Nordic-Teil gibt es eine spezielle Android-App, mit der man eine ganze Menge Dinge tun kann. Da das Devkit bei mir leider bisher nur auf dem Wunschzettel und noch nicht auf dem Schreibtisch gelandet ist, kann ich aber nicht aus erster Hand berichten, wie gut das klappt. Such im Playstore mal nach "Nordic Semiconductor", da findest Du das "nRF Master Control Panel" und noch ein paar andere Apps aus dem Bereich. Ansonsten kann ich Dir auch noch dieses Buch hier empfehlen: http://www.amazon.de/dp/1491949511 - aus dem habe ich mir die ganzen Details beigebracht, die man so über BLE wissen sollte, wenn man mal mehr machen will, als nur eine LED blinken zu lassen. :)
Vielen Dank, ich werde mal sehen wann ich dazu komme mir das alles anzuschauen und mir das zu bestellen. Dann werde ich damit ein wenig basteln und dann meld ich mich sicher nochmal :)
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