Guten Morgen, ich habe eine Frage zu einer kapazitiven Sensorfolie. Der Sensor arbeitet nach dem Prinzip, dass sich die Dielektrizitätskonstante aufgrund eines in die Umgebung gebrachtes elektrisch leitendes Material ändert, ich habe allerdings noch keinen speziellen ausgesucht. Ich möchte den Sensor hinter einem Lederumschlag platzieren und durch Berühren auslösen. Nun die Frage: Ist es möglich mit diesem Sensor auch verschiedene Krafteinleitungen ermittelbar? Sobald man das Leder berührt, liefert der Sensor doch eigentlich lediglich das Signal "Objekt vorhanden" oder halt nicht, trivial ausgedrückt. Da kann man drücken wie man will und erhält kein abweichends Ergebnis oder sehe ich das falsch? Besten Dank im voraus Alex
Warum sollte Druck bzw. Kraft eine Änderung bewirken? Und nein, es gibt nicht nur "digitale" an/aus Sensoren. (Wahrscheinlich sogar eher seltener) Die Kapazität andert sich natürlich mit dem Abstand (z.B. deines Fingers) Um verschiedene Steuerbefehle zu realisieren, könnte man die Zeit oder Anzahl des Draufhaltens erfassen.
Alex schrieb: > Da kann man drücken wie man will und erhält kein > abweichends Ergebnis oder sehe ich das falsch? Jein :-) Wenn du leicht drückst ist die Auflagefläche auch nur sehr klein. Wenn du stärker drückst ist die Auflagefläche größer. Das Leder lässt sich sicherlich auch etwas zusammendrücken, somit näherst du dich unter starkem Druck näher dem Sensor an, was bei leichtem Druck nicht möglich wäre. Somit kannst du indirekt etwas über den Druck aussagen. Viel und genau wird es nicht sein.
Alex schrieb: > Ist es möglich mit diesem Sensor auch verschiedene Krafteinleitungen > ermittelbar? Wenn sich die Kraft irgendwie proportional zur Kapazität auswirkt ... ja. Sonst nein. Mit einer Fingerkuppe auf Acrylglas geht das z.B. sehr gut. Je stärker du deinen Finger andrückst desto größer ist die Fläche mit der der Finger aufliegt und desto größer ist die Kapazität. Wie das bei dir ist, das musst du selbst herausfinden. Du bekommst im Übrigen natürlich nicht nur einen Wert (gedrückt oder nicht gedrückt) sondern viele Werte dazwischen (2^16 = 65535 Werte) von den üblichen Touch-Sensoren. Anbei ein Video für mTouch (von Microchip). http://youtu.be/DM5jPe1Qql4?t=1m13s
Wow, vielen Dank für die schnellen Antworten! Okay, das mit der Auflagefläche hatte ich nicht bedacht, wird aber vermutlich wirklich keine tollen Ergebnisse liefern. Ich werde mal ausprobieren ob das für meinen Fall genügt. Ihr habt mir schon sehr geholfen!
Alex schrieb: > Wow, vielen Dank für die schnellen Antworten! Okay, das mit der > Auflagefläche hatte ich nicht bedacht, wird aber vermutlich wirklich > keine tollen Ergebnisse liefern. Ich werde mal ausprobieren ob das für > meinen Fall genügt. > Ihr habt mir schon sehr geholfen! "Kraft" ist da nicht ganz der richtige Denkansatz, aber Du müsstest einen Finger von zwei/drei Fingern von ganzer Hand unterscheiden können.
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