Ich möchte in meinem WE-Haus eine elektrische Fußbodenheizung selber
bauen.
Dazu habe ich passenden Chrom-Nickel-Heizdraht mit 0,5 mm Dicke und 6
Ohm pro Meter gekauft. In der entsprechenden Länge, im Zickzak verlegt
und fixiert auf ca. 4 qm direkt unter den Fliesen, ergibt sich bei 230V
(nach galv. Trennung per Ringkern-Trenntrafo!) eine Heizleistung von ca.
400W ...
Soweit so gut, aber: Wie schliesse ich die Enden des Drahtes dauerhaft
und zuverlässig an? Ich dachte z.B., die Enden des Heizdrahtes auf
10..15 cm Länge um einen 1mm-Kupferdraht zu wickeln und so oft wie
möglich mit aufgeschobenen Einsätzen aus Lüsterklemmen festzuklemmen.
Oder genügt eine einfache Klemmschraube? Schliesslich wird der Draht nur
30..40 Grad warm. Wago-Klemme wohl besser nicht, oder?
Andere Ideen?
Siebzehn Zu Fuenfzehn schrieb:> Sicher nicht loeten.
Der 0,5mm dünne Draht ist sogar ziemlich easy zu löten...
Wenn er den um den Kupferdraht wickelt, Zinkchlorid verwendet, schießt
das Lot nur so zwischen die Drähte.
Basti schrieb:>> Wieder ein Anwärter auf den Darwin Award>> Wieso`?
Isolation?
Auf einer Seite (unbemerkt) Erdschluss und schon ist der Trenntrafo für
die Katz!
Entweder er grillt sich selbst, oder die abfackelnde Hütte grillt ihn...
Prinzipiell hatte ich nat. auch an Löten gedacht, aber bei einem
Heizdraht? Der Denkfehler war, dass der Draht ja nicht heiss, sondern
nur warm wird, also kein Problem. Klemmen geht sicher auch ... mal
sehen.
Was die Sicherheit betrifft: Wo ist bei einem Ringkern-Trenntrafo das
Problem? Das ist doch potentialfrei ... bitte erklären.
http://www.giga-handel.com/product_info.php?products_id=2535&refID=99
Das würde ich mir gerne ansehen, der Link (auch nur die Domäne) führt
leider zu einem Verbindungsfehler. Bitte noch mal checken.
Frank schrieb:> Ich möchte in meinem WE-Haus eine elektrische Fußbodenheizung selber> bauen.
Habe ich vor Jahren im Baumarkt als Bausatz mit Glasfasermatte und
Temperaturfühler usw. bekommen. Würde ich wieder so verlegen.
Allerdings Dein blanker Draht scheint mir weniger ideal, da Fliesen auch
reißen. Dann ist die ganze Heizung futsch! Heute würde ich neben dem
Thermostat und dem Heizungsnotschalter auch noch zusätzlich eine
Zeitschaltuhr mit einplanen, da es durch die thermische Trägheit einige
Stunden dauert, bevor die FBH ausreichend Wärme abgibt.
Frank schrieb:> Was die Sicherheit betrifft: Wo ist bei einem Ringkern-Trenntrafo das> Problem? Das ist doch potentialfrei ... bitte erklären.
Ja, solange Du keinen Isolationsfehler hast, ist er Potentialfrei.
Hast Du aber an einem Ende des Heizdrahtes einen Erdschluss, ist es
nicht mehr Potentialfrei. Diesen einen Erdschluss bemerkst Du zunächst
nicht, bis ein zweiter Isolationsfehler auftritt....
Also Kauf Dir Heizkabel, welche dafür ausgelegt und entwickelt wurden.
--> Mechanisch Stabil, Isoliert gegen Feuchtigkeit (Du glaubst ja wohl
nicht, dass eine Fliesenfuge wasserdicht ist), Selbstregulierend, PE
Schirm, etc pp.
Im Falle eines Falles hat mit einem zugelassenen Kabel die Versicherung
weniger Argumente nicht zu zahlen.
Bitte stelle klar, ob der Heizd-Draht isoliert ist, oder nicht.
Du wirst im Haushaltsbereich keine unisolierten Heizdrähte zur
Verlegung finden (es sei denn für sehr spezielle Fälle). Das hat einen
prinzipiellen Grund und ist keine Geldschneiderei.
Du kannst nämlich z.B. bei Fliesen nie sicher sein, daß nicht doch
Feuchtigkeit etc. zum einen einen Erdschluß und zum anderen einen
Kontakt zu einer Person auf den Fliesen herstellt. (Übliche Fliesen und
Fugenmörtel vorausgesetzt).
Ein anderer Punkt - der zwar bei keramischen Fliesen nicht relevant ist,
aber vielleicht bei dem Untergrund - ist, dass die Isolierung auch die
Wärme von potentiell zu Schwelbränden neigenden Untergründen trennt.
D.h. wer auf Deinem Fußboden spazierengeht, wem ein Glas Wasser
runterfällt, wer mit nackten Füssen in Deinem Häuschen herumgeht,
schwebt akut in Lebensgefahr .
Ein Trenntrafo hilft dabei nicht weiter. Das ist schon erwähnt worden.
Denn wenn der Draht selbst an einer Stelle Erdkontakt bekommt, dann ist
jeder weitere Kontaktpunkt (z.B. durch Flüssigkeit) eine Todesfalle.
Ich weiß nicht ob Du Kinder oder Frau hast. Ein paar Freunde hast Du
vielleicht auch. Willst Du denen hinterher erklären, dass Dir das Geld
für die Isolation zu schade war und Du lieber das Risiko einer
(mindestens) fahrlässigen Tötung eingegangen bist? Wenn ich Dein Richter
wäre, würde ich Dir unterstellen, dass Du hättest wissen müssen, das
Haushaltsstrom lebensgefährlich ist.
Also, bitte, ich bitte Dich herzlich, das nicht so zu machen.
Unabhängig von der Isolation gibt es noch einen Grund, der gegen einen
Widerstandsdraht als Fußbodenheizung spricht: der Temperaturkoeffizient.
Das Problem ist, der ist beim Widerstandsdraht positiv. Weil der Strom
konstant ist wird dann dort, wo es eh schon wärmer ist mehr geheizt.
Ich weiß, der Effekt ist nicht gerade riesig, insbesonders da normale
Widerstandsdrähte ja einen möglichst kleinen Temperaturkoeffizient
haben.
Auf der anderen Seite sind die (fertig käuflichen) Heizdrähte da
deutlich besser: da wird ein Kaltleiter zwischen zwei Leitungen
verwendet.
Wo es schon wärmer ist wird weniger geheizt.
Frank schrieb:> dass der Draht ja nicht heiss, sondern> nur warm wird
Wenn der Heizdraht 0,5mm Durchmesser hat, und die Kupfer-Zuleitung z.B.
1,5mm², so erwärmt sich die Lötstelle vielleicht um 1-2°. Einerseits
durch den Querschnittssunterschied, und andererseits durch den sehr
hohen Unterschied bei der Wärmeleitung.
> der 0,5mm dünne Draht
...war leider ein Fehlkauf.
Nimm gleich eine handelsübliche Heizmatte und Du sparst mindestens 1x
Fliesen aufhacken. Achte auf die beiliegende Anleitung. Außerdem sollte
der Untergrund gegen verschwindende Wärme etwas isoliert sein und eine
im Estrich verlegte Stahlmatte das schnelle reißen des Estrichs
möglichst ewig verhindern.
Wenn man eh schon die Verluste von einem Trafo in Kauf nimmt warum nimmt
man dahinter wieder 230 V ?
Wenn der Trafo stattdessen 12/24/48? V liefert kannst du das Kabel sogar
ablecken ohne dich zu fürchten (das bisschen Kribbeln stört keinen
großen Geist ^^).
Wenn du extra sparsam sein willst nimmst du ein GUTES Schaltnetzteil und
halbierst mit etwas Glück nochmal die el. Verluste (bei dem DC müsste
man aber wegen Korrosion sehr aufpassen).
Was die Versicherung zu Bränden und dgl. sagt ist was anderes, aber da
kann man aus elektrischer Sicht auch nicht wirklich was beitragen.
Guest schrieb:> Auf einer Seite (unbemerkt) Erdschluss und schon ist der Trenntrafo für> die Katz!
Vielleicht könnte man ja zusätzlich eine Erdschlussüberwachungsschaltung
einbauen.
Max D. schrieb:> Wenn man eh schon die Verluste von einem Trafo in Kauf nimmt warum nimmt> man dahinter wieder 230 V ?> Wenn du extra sparsam sein willst nimmst du ein GUTES Schaltnetzteil und> halbierst mit etwas Glück nochmal die el. Verluste (bei dem DC müsste> man aber wegen Korrosion sehr aufpassen).
ein 400VA Ringkerntrafo kommt auf 94% Wirkungsgrad, welchen GUTES
Schaltnetzteil ist denn da besser?
https://www.distrelec.de/ringkern-transformator-400-va-18-v/block/rkd-400-2x18/354724
> ... 94% Wirkungsgrad ...
bei Nennleistung. Ist aber eigentlich egal, denn solange der Trafo in
der Huette steht, traegt er zur Heizung bei.
Aber 400W sind eher ein Witz. Wieviele Quadratmeter sollen denn da
geheizt werden ? Lieber zuviel Heizung installieren. Muss ja nicht
gebraucht werden. zB die isolierten Heizdraehte doppelt oder dreifach
legen. Wenn mal einer kaputt geht.
Siebzehn Zu Fuenfzehn schrieb:> Aber 400W sind eher ein Witz. Wieviele Quadratmeter sollen denn da> geheizt werden ?
Steht doch oben. 4m². Bei normaler Raumhöhe in etwa 10m³
Da kommt er bei moderner Isolierung gut auf 28°C.
Da das Wärmeempfinden bei Fußbodenheizung noch besser ist, wird er
selbst bei schlechterer Isolierung auf ein angenehmes Raumklima kommen.
Siebzehn Zu Fuenfzehn schrieb:>> ... 94% Wirkungsgrad ...>> bei Nennleistung. Ist aber eigentlich egal, denn solange der Trafo in> der Huette steht, traegt er zur Heizung bei.
ja, aber bei einer Heizung kann man den Trafo so auslegen, das er immer
bei Nennleistung arbeitet. Leistungsregelung kann man über Ein/Aus im
Minuten Takt lösen.