Andreas Häusler schrieb:
> Danke für die Antwort.
>
> Ich finde leider im Datenblatt keine Angaben zu diesem Wert.
>
> Die Vorwärtspannung Vebo ist mit 6V spezifiziert, der Wert -Vebo ist
> allerdings nirgends vermerkt.
Vebo meint genau das, was du brauchst. Ob plus oder minus ist nur eine
Frage dessen, was man als GND betrachtet und diese Angabe steckt in der
Reihenfolge der Elektroden im Suffix der Spannungsgröße, es ist immer
die hier an zweiter Stelle aufgeführte Elektrode=GND zu setzen.
Im konkreten Fall wird also die Basis als GND betrachtet und das
zulässige Potential am Emitter gegen dieses GND ist 6V. Wenn du nun
unbedingt den Emitter als GND betrachten willst, nur weil der in deiner
konkreten Schaltung vielleicht tatsächlich an GND hängt, dann mußt du
logischerweise den Wert negieren.
Es sind also an der Basis gegen den Emitter maximal -6V zulässig. Das
ist für RS232 zu wenig, denn dort geht's schon im Normalfall viel tiefer
runter, und der zulässige Grenzwert für RS232-Hardware liegt nochmal
erheblich tiefer.
> Reicht es einfach über den Basisvorwiderstand den Strom zu begrenzen?
Nein, du brauchst eine Diode als Schutz. Die schaltest du direkt
zwischen Basis und Emitter des Transistors und zwar so, daß sie bei
positiver Spannung an der Basis sperrt.
Das sorgt dafür, daß der Strom in diesem Fall durch den Transistor
fließt (und der seine Arbeit machen kann) und nicht durch die
Schutzdiode.
Bei negativer Spannung hingegen ist die Diode in Durchlassrichtung und
hat dort ihrerseits ebenfalls eine Flußspannung von ca. 0.7V, was
sicherstellt, daß diese negative Spannung an der Basis des Transistors
niemals auch nur in die Nähe der kritischen Grenze von -6V kommen kann.
Der Vorwiderstand ist für beide Polaritäten wirksam, im Falle der (gegen
E) positiven Spannung begrenzt er den Strom durch die Basisdiode des
Transistors, im Falle der negativen Spannung den Strom durch die
Schutzdiode.
Und alles ist chic.