Hallo zusammen,
nachdem ich bei GMX immer mehr Spam bekomme habe ich mir überlegt eine
eigene Domain zu registrieren und bei einem Hoster die Mailkonten selbst
zu verwalten. Eine Website an sich wollte ich mir nicht erstellen,
vorerst jedenfalls mal nicht. Einen geeigneten Anbieter habe ich auch
schon gefunden.
Bei meiner Recherche nach einer freien .de Domain habe ich bemerkt, dass
mit der whois-Funktion jeder Hinz und Kunz an die ganz privaten
Kontaktdaten des Domainbesitzers kommt.
Mir ist schon klar, dass jemand der Inhalte ins Netz stellt auch dafür
geradesteht und irgendwie greifbar sein muss. Damit hab ich auch kein
Problem. Aber dass jeder auf diese Daten Zugriff hat stört mich doch ein
wenig.
Daher die Frage: gibt es, natürlich legale, Möglichkeiten nicht selbst
mit den eigenen Daten in der whois-Abfrage aufzutauchen?
Euch allen noch einen schönen Abend.
Geheimniskrämer schrieb:> gibt es, natürlich legale, Möglichkeiten nicht selbst> mit den eigenen Daten in der whois-Abfrage aufzutauchen?
Klar. Laß die Domain von jemand anderem registrieren, der seinen Namen
dafür hergibt.
Geheimniskrämer schrieb:> nachdem ich bei GMX immer mehr Spam bekomme habe ich mir überlegt eine> eigene Domain zu registrieren und bei einem Hoster die Mailkonten selbst> zu verwalten.
warum glaubst du das du dann weniger Spam bekommst?
eine neue Mailadresse löst doch das Problem nicht.
da sehe ich
Peter II schrieb:> warum glaubst du das du dann weniger Spam bekommst?>> eine neue Mailadresse löst doch das Problem nicht.
Da sehe ich zwei Gründe:
1. ich könnte mir vorstellen, dass die Spammer einfach alle Adressen zB.
@gmx.de durchprobieren. Bei einer eigenen Domain wäre das sicher nicht
der fall.
2. Das habe ich von einem ehemaligen Kollegen: Eigene Domain mit vielen
möglichen Adressen. Für jede Nutzung eine eigene. zB. uCnet@domain.de,
ebay@domain.de....
Wenn jetzt viel Spam kommt sieht man wenigstens an welche Adresse und wo
das Leck sein muss. Man kann die Adresse sperren oder ändern ohne gleich
überall eine neue Adresse mitteilen zu müssen (zB. Freunde). Das hat mir
irgendwie eingeleuchtet und ich finde die Idee gut.
Servus!
Es gibt Domain-Hoster bei denen die Registrierungs-Daten verborgen sind.
Vorzüglich verwenden Website-Betreiber mit illegalen Inhalten solche
Hoster(zB rechtsradikale Seite wie ehem. kreuz.net). Den Wunsch diese
Daten zu verbergen kann ich nachvollziehen, doch leider ist es bei uns
gesetzlich Pflicht diese Daten verfügbar zu machen.
Über die Whois-Daten würd ich mir dabei weniger Sorgen machen. Die sind
für den Standard-User weitestgehend unerreichbar, da er darüber gar
nicht bescheid weiß. Das hat unser Gesetzgeber auch erkannt, weshalb nun
auf Webseiten diese Daten direkt als "Impressum" noch einfacher
zugänglich gemacht werden müssen (auch auf dieser Seite im Fuß zu
finden).
Das betrifft dich mit einem reinen Mail-Account nicht. Ich hab meine
Daten nun auch schon viele Jahre im Whois und eigentlich bisher keine
daraus resultierenden Probleme. Vielleicht beruhigt dich das ja etwas.
:)
Grüße!
Remo
PS: Im Falle von zB kreuz.net ist das Verlangen nach Zugriff auf diese
Daten echt nachvollziehbar. Die wären bei einer legalen Registrierung
sofort gerichtlich belangt worden.
Geheimniskrämer schrieb:> Da sehe ich zwei Gründe:>> 1. ich könnte mir vorstellen, dass die Spammer einfach alle Adressen zB.> @gmx.de durchprobieren. Bei einer eigenen Domain wäre das sicher nicht> der fall.
Glaub mir, die probieren nicht nur vor dem "@", sondern auch nach dem
"@" alles durch :-)
Aber der zweite Punkt, den du genannt hast, ist schon sinnvoll.
Roland Praml schrieb:> Du kannst evtl eine DynDns-Adresse dafür verwenden.>> Gruß> Roland
Was ändert das?
Du hast dann nur eine täglich wechselnde IP, aber der Domain-Name bleibt
doch immer gleich. Und der Domain-Name ist wiederum bei der DENIC
registriert.
@Remo
Danke für Deine Antwort. Ja, bei Kreuz.net kann ich das auch
nachvollziehen :)
Dass ich bei ner Website eine Impressumspflicht habe weiß ich. Das wär
dann auch kein Problem. Dann wäre eh eine Verbergung der whois-Daten
sinnlos.
OK, dass sich jemand gezielt die Daten sucht und weiterverwendet ist
vielleicht relativ unwahrscheinlich. Aber vielleicht gibts ja auch
Dienste die gezielt suchen und dann die Domain mit privater Adresse und
Nummer weiterverkaufen. Machen ja immerhin viele mit Kundendaten.
@Roland
Mit Dynsys müsste ich mich mal beschäftigen. Aber danke für das
Stichwort. Ich bin eher Laie in dem ganzen Internetkram :) Muss mich da
noch ein wenig reinwuseln.
@Stefan
So wie ich das sehe, wäre dann aber der "Verberger" auch Eigentümer der
Domain. Gerade wenn man sich dann sowas für die ganze Familie einrichtet
wäre das sicher nicht das beste. Aber Danke nochmal für den Hinweis.
Ihr habt mir bisher sehr geholfen und ich hab jetzt ein paar Punkte, bei
denen ich mich noch schlau machen kann.
npn schrieb:> Glaub mir, die probieren nicht nur vor dem "@", sondern auch nach dem> "@" alles durch :-)
Ja, stimmt. Der Teil hinter dem @ wird die Spammer auch nicht grade die
Schweißperlen auf die Stirn treiben :)
Servus nochmal!
Whois-Daten können nicht einfach in Massen angefragt werden. Versuchs
ein paar mal und du wirst relativ schnell für den aktuellen Tag
gesperrt. Genau solcher Misbrauch wird durch die Limitierung der
Anfragen pro Tag sehr eingeschränkt. Außerdem gibt es schon etablierte
Märkte für Adressen, da sind die Whois-Daten relativ uninteressant.
Grüße!
Remo
npn schrieb:> Roland Praml schrieb:>> Du kannst evtl eine DynDns-Adresse dafür verwenden.>>>> Gruß>> Roland>> Was ändert das?> Du hast dann nur eine täglich wechselnde IP, aber der Domain-Name bleibt> doch immer gleich. Und der Domain-Name ist wiederum bei der DENIC> registriert.
Nein, du kannst bei dyndns eine DNS config anlegen und für
geheim.dyndns.org den mx von GMail/GApps (oder anderen Mailprovidern,
die so ein Setup unterstützen) eintragen.
https://productforums.google.com/forum/#!topic/apps/owd90PhELyQ
Remo schrieb:> Whois-Daten können nicht einfach in Massen angefragt werden. Versuchs> ein paar mal und du wirst relativ schnell für den aktuellen Tag> gesperrt. Genau solcher Misbrauch wird durch die Limitierung der> Anfragen pro Tag sehr eingeschränkt. Außerdem gibt es schon etablierte> Märkte für Adressen, da sind die Whois-Daten relativ uninteressant.
OK. Wär mir noch nicht aufgefallen. Ich habe die letzten Abende mal
gesucht und natürlich dann auch mal die Inhaber angeguckt ;) Waren jetzt
keine hunderte, aber ich schätze ein gutes Dutzend schon.
Aber alles in allem verstehe ich Euch so, dass man sich darum wohl nicht
groß den Kopf zerbrechen muss. Ich dachte halt nur, im Internet ist man
ja eh über seine IP und den ISP ermittelbar, wenn man Dummheiten macht.
Aber dass das so offensichtlich sein muss hatte mich etwas gestört.
Geheimniskrämer schrieb:> 1. ich könnte mir vorstellen, dass die Spammer einfach alle Adressen zB.> @gmx.de durchprobieren. Bei einer eigenen Domain wäre das sicher nicht> der fall.
hast du mal gerechnet, wie viele es davon gibt?
Nur die Buchstaben von a-z und Ziffern sind 36 Zeichen.
die meisten mailadressen sind mindestens 8 zeichen lang.
36*36*36*36*36*36*36*36 = 2^12
wenn sie 10.000 in der Sekunden schaffen (was schon sehr viel ist) dann
brauchen sie dafür 9Jahre.
Ich glaube nicht das das jemand macht, so mal in gewissen Foren man ein
paar Millionen Adressen für ein paar € kaufen kann.
(ich hoffe, das ich mich nicht verrechnet haben)
DingsDa schrieb:> Registriere deine Domain hier:> https://www.namecheap.com/security/whoisguard.aspx>> Und Dein Name wird bei keiner whois Abfrage mehr auftauchen!
WhoisGuard cannot be used with .asia, .bz, .ca, .cn, .uk, .co.uk, .de,
.eu, .in, .io, .me.uk, .nu, .li, .ch, .fr, .sg, .com.sg, .org.uk, .us,
.es, .com.es, .nom.es, .org.es, .com.au, .net.au or .org.au domains.
Geheimniskrämer schrieb:> 2. Das habe ich von einem ehemaligen Kollegen: Eigene Domain mit vielen> möglichen Adressen. Für jede Nutzung eine eigene. zB. uCnet@domain.de,> ebay@domain.de....> Wenn jetzt viel Spam kommt sieht man wenigstens an welche Adresse und wo> das Leck sein muss. Man kann die Adresse sperren oder ändern ohne gleich> überall eine neue Adresse mitteilen zu müssen (zB. Freunde). Das hat mir> irgendwie eingeleuchtet und ich finde die Idee gut.
Dazu brauchst du keine eigene Domain, z.B. bei Yahoo ist das bereits im
Freemail-Account mit dabei.
Peter II schrieb:> Geheimniskrämer schrieb:>> nachdem ich bei GMX immer mehr Spam bekomme habe ich mir überlegt eine>> eigene Domain zu registrieren und bei einem Hoster die Mailkonten selbst>> zu verwalten.>> warum glaubst du das du dann weniger Spam bekommst?
Bei GMX kommt halt auch Spam von GMX selber oder dessen "Partnern".
Geheimniskrämer schrieb:> 2. Das habe ich von einem ehemaligen Kollegen: Eigene Domain mit vielen> möglichen Adressen. Für jede Nutzung eine eigene. zB. uCnet@domain.de,> ebay@domain.de....
Außerdem kann man einmal-Adressen generieren für irgendwelche Webseiten,
bei denen man sich registrieren und dazu eine Mail-Adresse angeben muss,
obwohl man das eigentlich gar nicht will.
Mein gmx-Spamfilter entsorgt den gmx-spam direkt in den Mülleimer. Die
Filteroptionen, die gmx seinen Kunden bietet sind echt praktisch und
können sogar den gmx-Spam,automatisch entsorgen.
Einfach mal in der Webmail-Oberfläche reinschauen und für die lästigen
Absender eine Weiterleiting in den Papierkorb einrichten...