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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Beteiligung von Professoren an Startups


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Autor: Starter (Gast)
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Hallo zusammen,

Ich hoffe, dass Ihr mir bei meinem "kleinen" Problem helfen könnt. Ich 
versuche gerade mit zwei Kommilitonen und einem Professor eine Firma zu 
starten. Nun sind wir soweit gekommen, dass wir in den nächsten Tagen 
eine Förderung für unser Startup bekommen sollten und wir jetzt konkret 
eine Firma gründen wollen. Dabei bleibe ich jedoch immer bei den Punkt 
Firmenanteile hängen. Der beteiligte Professor würde gerne ein doppeltes 
Stimmrecht in der Firma erhalten (somit 40%) und ich habe bisher sehr 
große Bedenken damit (ich würde eher 10% sagen). Daher würde ich gerne 
Eure Meinungen und Erfahrungen dazu hören (und wäre dafür auch sehr 
Dankbar - vielleicht sehe ich ja die Situation auch falsch). Einmal 
natürlich generell und vielleicht auf dem Fall bezogen (wenn Ihr die 
Lust habt die folgende Geschichte bis zum Ende zu lesen - im "Anhang").

Schon einmal vielen Dank für die Mühen!
Starter

Zur Geschichte:
Ich habe das Team über meine Bachelorarbeit kennengelernt, die ich in 
Zusammenarbeit mit einem anderen Fachbereich meiner Uni geschrieben 
habe. Das Team hatte bisher mit einer anderen Firma zusammen versucht 
ein Produkt zu entwickeln. Die externe Firma hat sich bisher als ein 
Flop herausgestellt (soll Fertigung und die Entwicklung der 
Software/Elektrotechnik übernehmen). Infolge dessen hat man versucht 
mich für ein Startup zu motivieren, in dem wir das Produkt rein in 
unserem Haus entwickeln (also ich übernehme die Teile der externen 
Firma). Nun hatte schon lange zuvor einer der Studenten eine geniale 
Idee für ein mechanisches Teil in dem Produkt. Die Idee reicht auch für 
ein Patent, welches mittlerweile eingereicht ist!
Jedoch nicht auf seinen Namen, sondern auf den Namen des Professors... 
Ich ging zuerst davon aus, dass es wirtschaftliche und strategische 
Gründe dafür gibt, jedoch sollen die Patentkosten aus der kommenden 
Förderung finanziert werden. Daher frage ich mich schon, warum das 
Patent nicht direkt auf dem Namen des Entwicklers laufen soll (es kann 
natürlich sein, dass meine Bedenken nicht angebracht sind).
Der Professor hat immerhin alle Parteien (auch die endgültigen Kunden) 
zusammen gebracht und hat bisher alle Verhandlungen geleitet. Wir 
Studenten haben bisher weniger Erfahrungen als er (er war schon Manager 
- Bereichsleiter > 7000 Mitarbeiter) und meine Kommilitonen trauen sich 
auch nicht wirklich was zu sagen oder sogar zu denken, dass er zu weit 
geht. Nun bin ich aber auch in der schlechtesten Position etwas zu 
sagen, da ich als letzter dem Team beigetreten bin (beim aktuellen 
Produkt ein Jahr nach dem Beginn).
Der Professor stellt uns immerhin Räumlichkeiten (an der Uni) und 
Ressourcen (Software, Computer), die wir vorerst nutzen können (für das 
Produkt müssen wir natürlich auf kommerzielle Lizenzen umsteigen - aus 
der Förderung bezahlt, die wir drei hauptsächlich organisiert haben).
Wie zuvor erwähnt würde ich gerne eure Meinung dazu hören, bzw. eine 
Einschätzung wie viele Anteile dem Professor zustehen.

Autor: Sapperlott (Gast)
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Ueber dxen Tisch zieh ... Ihr scheint ueber den Tisch gezogen zu werden. 
Aber mit dieser kleinen Ahnung ist das auch egal. Also wissen, 
zuschauen, lernen.
Nur nicht zuviel traeumen und zuviel Gratisarbeit reinstecken. Auch 
keine eigenen Mittel oder Verbindlichkeiten.

Wenn der Prof alles organisiert, und die Kohle heranschafft ist ja gut. 
Ihr muesst einfach abspringen koennen wenn ihr denkt, ihr habt's 
gesehen, ohne dann noch Verbindlichkeiten am Hals zu haben.

Autor: Dumpfbacke (Gast)
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- Versuch rauszufinden was der Prof so früher alles getrieben hat, und 
zieh deine Schlüsse.

- Was springt für dich dabei raus?

Autor: Starter (Gast)
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Dumpfbacke schrieb:
> - Was springt für dich dabei raus?

Nur 20% Firmenanteile (was zwar nicht wenig ist, jedoch auch nicht 
viel). Es geht mir ja tatsächlich darum meine Bedenken (die Sapperlott's 
entsprechen) zu bestätigen, damit ich nun vor der tatsächlichen 
Festlegung der Anteile eingreifen kann.

Autor: Starter (Gast)
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Die Frage ist nur, was eine faire Beteiligung für den Prof ist, da er 
auch Zeit darein gesteckt hat (z.B. für die Verhandlungen).

Autor: Karl O. (knorke)
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Starter schrieb:
> Jedoch nicht auf seinen Namen, sondern auf den Namen des Professors...
> Ich ging zuerst davon aus, dass es wirtschaftliche und strategische
> Gründe dafür gibt, jedoch sollen die Patentkosten aus der kommenden
> Förderung finanziert werden.

Tara, was für ein lächerlicher Käse. Auf dem Patent müssen die Erfinder 
genannt werden, nicht der, der es bezahlt. Das ist wissenschaftliches 
Fehlverhalten! Man hätte stattdessen den Prof einfach mit draufschreiben 
können. Das reicht, um es zu bezahlen! Was denkst Du wie das bei uns 
läuft? Der Prof kriegt alle Patente fürs bezahlen auf seinen Namen? LoL! 
Da wurdet Ihr das erste Mal verarscht.
Man kann durchaus mehr als eine Person aufs Patent schreiben und die 
werden dann in irgendeiner Reihenfolge genannt.

> Der Professor hat immerhin alle Parteien (auch die endgültigen Kunden)
> zusammen gebracht und hat bisher alle Verhandlungen geleitet.

Wenn die Firma verkaufen soll, was an seinem Lehrstuhl entwickelt wurd, 
dann macht es Sinn, dass er bevorzugt beteiligt wird. Insbesondere wenn 
er die nötige Erfahrung hat. Selbst wenn einem das nicht gefällt- lieber 
10% an einer erfolgreichen Firma als 40% an einem Konkurs.

> Der Professor stellt uns immerhin Räumlichkeiten (an der Uni) und
> Ressourcen (Software, Computer), die wir vorerst nutzen können (für das
> Produkt müssen wir natürlich auf kommerzielle Lizenzen umsteigen - aus
> der Förderung bezahlt, die wir drei hauptsächlich organisiert haben).

Hehe, Denkfehler! Der Prof stellt gar nix zur Verfügung. Das tut die 
DFG, das BMBF oder ERC. Die haben ihn nur als verantwortungsvollen und 
verantwortlichen Manager der Gelder eingesetzt. Das sind keine 
Privatgeschenke an ihn! Auch wenn das mancher Prof anders sieht!

> Wie zuvor erwähnt würde ich gerne eure Meinung dazu hören, bzw. eine
> Einschätzung wie viele Anteile dem Professor zustehen.

Wie gesagt, im Prinzip würde ich sagen: Bevorzugung ist ok, aber nicht 
in einem Maße, in dem es die anderen marginalisiert. Er 40% und alle 
anderen 10%? Eher nicht. Er 20 und Ihr je 10-15, schon eher.
Auf keinen Fall eine Mehrheit! Im Idealfall sollte auch die Situation 
vermieden werden, wo er zusammen mit einem beliebigen anderen 
Beteiligten ein Mehrheit hat. Leute sind bestechlich und erpressbar. 
Gerade im akademischen Umfeld. Es sollte keine Situation entstehen, in 
der es nicht mindestens 1/3 der Mitglieder für eine einfache (50%) 
Mehrheit braucht!
Sonst seit Ihr einer nach dem anderen ganz schnell draußen, wenn die 
Arbeit getan ist und der Laden brummt! Ich nehme mal an er leistet nicht 
40% der Mannstunden für das Projekt, richtig?
Insbesondere habe ich Bedenken, da die Patentgeschichte sehr nach 
Übervorteilung klingt! Der Junge weiss wie er Leute verarscht! Er war 
nicht umsonst in so einer hohen Position! Dafür reicht es nicht, gut zu 
sein, dafür muss man auch die nötige Chuzpe haben!

Aber ganz am Ende glaub ich, Eure Meinung wird ihn einen Scheiss 
interessieren, Ihr werdet den Anteil bekommen den er für gut hält und 
damit war es das. Wär nett, wenn Du uns hinterher mal sagst, ob ich mit 
der Einschätzung Recht hatte.

>- Versuch rauszufinden was der Prof so früher alles getrieben hat, und
>zieh deine Schlüsse.

Aber 100% Zustimmung!

: Bearbeitet durch User
Autor: huehuehue (Gast)
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Der prof investiert doch vor allem eins: seinen namen (connections) und 
sein ggf vorhandenes fachwissen. Am wichtigsten ist jedoch punkt 1!

Und spätestens wenn es ums verkaufen geht werdet ihr merken was das 
wirklich wert ist. Das es irrational ist - keine frage - aber so sind 
menschen eben...

Von wegen beteiligung:
Es gibt verschiedene arten von anteilen - man kann stimmrechte von 
dividendenanteilen entkoppeln!

Und wenn ihr zu viert seid reichen für jeden 25% als sperrminorität.

Letztendlich habt ihr vor allem das problem mit dem patent (wenn es 
wirklich so toll ist wie du darstellst).

Je nachdem wie professionell ihr das angehen wollt solltet ihr euch mal 
professionelle hilfe besorgen. Aber bloß nicht bei irgendwelchen 
bankstern!

Mich würde mal interessieren welche art von produkt das ist/wird?

Autor: Braucht man Professoren? (Gast)
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Hat der Professor, außer seinen Namen genannt, überhaupt tatsächlich
etwas getan?

Wenn ja dann ist er das Doppelte eines Normalen wert.
Wenn nein, was bitte wollt Ihr den mit diesen Deppen?

Autor: Schiller72 (Gast)
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Ein wichtiger Punkt wurde hier bislang noch nicht angesprochen. Ein 
Professor ist Beamter mit C2/C3-Besoldung, diese hat er sicher bis zur 
Pension. Also wenn seine "Hobby-Spielplätze" nicht (mehr) laufen oder er 
keine Lust mehr darauf hat, so what .. wird ihn weniger bzw. gar nicht 
tangieren als Leute, die mit so Etwas beabsichtigen ihren Haupterwerb 
sichern wollen ... Die finanzielle Sicherheit des Prof. ist staatlich 
garantiert, egal was er tut (außer er klaut goldene Löffel).

Autor: Karl O. (knorke)
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>außer er klaut goldene Löffel

Interessiert auch keine Sau, es sei denn er fällt politisch in Ungnade. 
Oft genug gesehen.

Autor: Schiller72 (Gast)
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Starter schrieb:
> Nun hatte schon lange zuvor einer der Studenten eine geniale
> Idee für ein mechanisches Teil in dem Produkt. Die Idee reicht auch für
> ein Patent, welches mittlerweile eingereicht ist!
> Jedoch nicht auf seinen Namen, sondern auf den Namen des Professors...
> Ich ging zuerst davon aus, dass es wirtschaftliche und strategische
> Gründe dafür gibt, jedoch sollen die Patentkosten aus der kommenden
> Förderung finanziert werden. Daher frage ich mich schon, warum das
> Patent nicht direkt auf dem Namen des Entwicklers laufen soll (es kann
> natürlich sein, dass meine Bedenken nicht angebracht sind).

Das klingt mir, so wir hier geschrieben, sehr bedenklich. Es gibt dazu 
in Deutschland eine ziemlich klare gesetzliche Regelung, die sich 
Arbeitnehmererfindergesetz nennt.
"Eine Arbeitnehmererfindung (Diensterfindung) ist eine patent- oder 
gebrauchsmusterfähige Erfindung, die ein Arbeitnehmer im Rahmen seiner 
Dienstpflicht geschaffen hat. Nach dem Arbeitnehmererfindungsgesetz hat 
der Arbeitgeber grundsätzlich Anspruch auf die Diensterfindung, der 
Arbeitnehmer nur einen ausgleichenden Vergütungsanspruch."
http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitnehmererfindung

Studenten / Bacheloranden sind zwar in einer Sonderstellung, dennoch 
gilt:
"Bedienstete der Hochschule, die zur Auffassung gelangen, dass durch sie 
eine Erfindung entstanden ist, sollten als Erstes prüfen, ob die 
Erfindung im Rahmen einer vertraglich gebundenen Auftragsforschung, 
innerhalb der Bearbeitung eines öffentlich geförderten Projektes oder 
bei ungebundenen Forschungsarbeiten bzw. als sogenannte Hobbyerfindung 
entstanden ist. In jedem Fall ist eine Anzeige der Erfindung 
erforderlich. Außerdem ist zu prüfen, ob freie Erfinder 
(Gastwissenschaftler, Studenten und Stipendiaten, die nicht zusätzlich 
bei der Hochschule angestellt sind) am Entstehen der Erfindung beteiligt 
waren. Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Änderung des Gesetzes 
über Arbeitnehmererfindungen am 07.02.2002 besteht für alle Bedienstete 
der Hochschule die Verpflichtung zur Anzeige von Erfindungen. 
Einzelheiten zur Erfindungsmeldung bzw. -anzeige entnehmen Sie bitte dem 
Rundschreiben D2/32/2002 vom 15.07.2002"
http://tu-freiberg.de/forschung/service/schutzrechtsangelegenheiten/haeufig-gestellte-fragen

Das Prof's - auch wenn sie wenig bis nichts zum Patent beitrugen (es 
gibt aber selbstverständlich auch andere Fälle) - in der Patentschrift 
gern namentlich genannt werden (oft auch an erster Stelle) ist an 
Hochschulen und Instituten üblich. Das ist in soweit auch nicht 
"schlimm", da eventuelle Verwertungsrecht und Anteile unabhängig von der 
Patentschrift zusätzlich schriftlich ausgehandelt werden sollen/müssen.

Aber das der eigentliche Erfinder gar nicht genannt wird (lt. 
Ausgangsfrage des TE) wäre mir neu und dies wäre auch gesetzeswidrig!

Patentkosten gibt es bzw. entstehen diese, einerseits für die Anmeldung 
des Patentes bei der DPMA (Deutsches Patent- und Markenamt), aber dieser 
Geldbetrag ist in den ersten Jahren eher zu vernachlässigen.
http://dpma.de/patent/gebuehren/index.html
Die Kosten für die reine Anmeldung einschließlich Prüfgebühr liegen bei 
ca. 400 Euro.
Mehr ins Gewicht fallen ggf. Kosten für Patentanwälte, die die Idee der 
Erfindung ins "Juristische" "übersetzen". Diese kann man nutzen muss es 
aber keinesfalls. Das DMPA hilft da auch weiter im Rahmen der 
Patentanmeldung.

Und soweit es meiner Erfahrungen sagen, haben die meisten Hochschulen / 
Institute sowieso Rahmenverträge für Patentverfahren, die aus anderen 
allgemeinen Hochschulfonds bezahlt werden. (Hochschulen sehen Patente 
sehr gern, weil es ihre sog. Reputation erhöht.)

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
Datum:

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Karl Otto schrieb:
> Interessiert auch keine Sau,
> es sei denn er fällt politisch in Ungnade.
Ja
> Oft genug gesehen.
Aber die Leute (Prof) sind ned an die Uni um zu arbeiten, sondern den 
Honig aus ihren Positionen und der Arbeit anderer zu ziehen.
Typus:
Prof. FH, zu 80% wurden die über einen Out-Placement an der FH 
abgeladen.
Lauern dort auf dem Sprung auf Uni-Prof. oder engagiern sich verstärkt 
politisch um einen lukrativen Posten in Kommunalen und staatlichen 
Betrieben zu ergattern!
Prof. Uni/TU 50% wurden durch geeignete politische Papiere "berufen".
Sehen so einen Lehrstuhl als Basisversorgung an.
WIMA und Lehrbeauftragte lassen die am Lehrstuhl den Laden schmeißen.

Autor: Jens (Gast)
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weiss  nicht. Sowas diskutiert man doch nicht in einem öffentlichem 
Forum. Als zukünftiger Geschäftsmann sollte man doch mehr auf Diskretion 
achten.
Ich vermute mal es gibt in Deutschland zur Zeit nur einen Professor, auf 
den die Situation in dieser Form gerade zutrifft.

Autor: huehuehue (Gast)
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Jens schrieb:
> Ich vermute mal es gibt in Deutschland zur Zeit nur einen Professor, auf
> den die Situation in dieser Form gerade zutrifft.

Alleine an meiner uni sind es min. 2 hände voll bei denen das so sein 
könnte...

Was wäre denn dein tipp?

Autor: abc (Gast)
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So ähnlich wurde damals als ich studierte auch ein paar Studenten 
abgezockt: Die machten die Erfindung, der Prof hat das Patent auf seinen 
Namen angemeldet, die Entwicklung zum fertigen Produkt machten wieder 
die Studenten und waren auf 400€-Basis beschäftigt, z.T. sogar 
freiwillig mitgearbeitet und er hat die ganze Kohle alleine eingesackt 
weil er alleiniger Inhaber der Firma war, für die Gründung erhielt auch 
irgendwelche Fördermittel über die Uni wenn ich mich recht erinnere.

Paar Jahre später hat er dann den Laden dicht gemacht, weil die Software 
ihren Zenit überschritten hatte, aber bis dahin hat er immer wieder ein- 
zwei Studentenidioten gefunden die dort sein Produkt weiterentwickeln 
und pflegen alles für ein Taschengeld bzw. umsont.

Genau so muss man es machen: Ein paar Idioten finden die für einen 
umsonst arbeiten, die Kohle kassiert man dann alleine ein. Es steht halt 
jeden Tag ein anderer Depp auf, das wird wohl immer funktionieren.

Autor: Bürovorsteher (Gast)
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Da das Patent beim Professor ist, seid ihr schon jetzt angeschissen.
Er hat euch bereits über den Tisch gezogen.
Wenn ihr in Zukunft weiterhin die dummen Bubis sein wollt, nehmt ihn ins 
Boot.
Lasst die Sache fahren, so wird das nichts; es sei denn, dass es auch 
ohne besagtes Patent funktioniert.

Autor: Bernd TA (Gast)
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Abgesehen von der Beteiligung am Unternehmen.
Erhältst Du ein regelmäßiges Gehalt? Wovon lebst Du bis sich die Firma 
zu 2. Google entwickelt. Was ist wenn es nicht erfolgreich ist?

Autor: Geplagter (Gast)
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die Nummer erinnert mich sehr, an das, was bei uns vor 15 Jahren 
gelaufen ist. Damals hat auch der Prof ne Firma hochgezogen und die 
Mitarbeiter z.T. mit Firmenanteilen bezahlt. Die gingen dann insolvent, 
nachdem sie monatelang hochnäsig rumgelaufen sind und sich aufgespielt 
haben. Ich habe mir auf die Schenkel geschlagen, als ich davon hörte. 
Mich haben sie nicht haben wollen, weil ich zu einem normalen Gehalt 
arbeiten wollte.

Was ich hier und auch damals komisch finde und fand: Wie kann es sein, 
dass der Prof die Mittel der Uni dafür ausgibt, seine private Firma zu 
finanzieren und aufzubauen? Dafür gibt es Banken und Kredite.

Ist aber schon lustig, dass an den Unis auf Staatskosten geforscht wird 
und die Patente dann auf den Prof laufen, statt auf das Land, die das 
Ganze finanziert haben.

Autor: Karl O. (knorke)
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Geplagter schrieb:
> Patente dann auf den Prof laufen, statt auf das Land, die das
> Ganze finanziert haben.

So ein Bullshit. Die Uni hat das Patent, aber der Prof steht als 
Erfinder drauf und wird demnach an Erlösen beteiligt. Sind aber nur ein 
paar Prozent.

Autor: cO (Gast)
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Karl Otto schrieb:
> Geplagter schrieb:
>> Patente dann auf den Prof laufen, statt auf das Land, die das
>> Ganze finanziert haben.
>
> So ein Bullshit. Die Uni hat das Patent, aber der Prof steht als
> Erfinder drauf und wird demnach an Erlösen beteiligt. Sind aber nur ein
> paar Prozent.

So sieht die Theorie aus. In der Praxis umgehen ein paar Profs die Uni 
und halten das Patent selbst.

Autor: Karl O. (knorke)
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Und wie machen sie das? Wer bezahlt den Krams dann? So ein Patent kostet 
ja erstmal nur Geld. Ich bin da froh wenn die Uni das zahlt...

Autor: cO (Gast)
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Ein Patent kostet zwar Geld (sagen wir mal 15.000 €). Hast du jedoch 
einen Kunden und bekommst pro Jahr alleine 150.000 € für die 
Lizenzgebühren (du hast ja schon ein Vertrag ausgehandelt), dann sind 
die Initialkosten nicht so hoch...

Autor: Erfahrener (Gast)
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Ich habe eigene Erfahrungen mit einem solchen Thema sammeln dürfen: 
Professor ist bei der Gründung dabei, hält hohe Anteile, tut viel dafür, 
scheint kompetent. Dein Text klingt meiner Situation damals sehr 
ähnlich.

Unterm Strich wäre es ohne ihn schwer geworden, aber er hat alles wieder 
zerstört, was wir aufgebaut haben (seien es potentielle oder einmalige 
Kunden, die vergrault wurden, öffentliche Auftritte, die verbockt 
wurden, Emails, Poster, Flyer, Briefe, Anträge, die diametral an den 
Anforderungen vorbei verfasst wurden, Verhalten im Team und gegenüber 
anderen Studenten, "dynamische" Terminwahrnehmung usw).
Wäre das vorher zu erahnen gewesen? Nicht wirklich. Habe ich Geld 
verloren? Nein. Würde ich es wieder machen? Nur sehr vorsichtig, im 
Zweifelsfall nicht.

Ich denke, dein Patent ist weg - Lehrgeld. Achte also auf drei Dinge:
Verliere kein Geld in der Geschichte.
Halt dir die Möglichkeit offen, auszusteigen, wenn die Scheisse spritzt, 
und tu das bei Bedarf auch!
Hinterfrage alles. Er hat Führungserfahrung, Manager, Patente, 
blablabla? Warum ist er dann nur Professor? Warum nicht in der freien 
Wirtschaft? Ist er reich? Warum nicht?

Autor: Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite
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Die meisten Kommentare zur obigen Fragestellung zeugen von reichlich 
Nicht- und Halbwissen. Oberster Grundsatz in einen Unternehmen, vor 
allem in einem Startup, ist VERTRAUEN. Damit ist die Frage eigentlich 
schon beantwortet.
Existiert kein Vertrauen, geht die Firma in der jetzigen Konstellation 
über kurz oder lang baden, 100%tig.

Also: Setzt euch zusammen. Sprecht OFFEN ALLE Probleme an. Erörtert die 
Beteiligungen, den jeweiligen Wert, die Aufgabenverteilung, die 
Verantwortungsbereiche,  die Haftungsrisiken, einfach alles. Kommt es 
dabei schon zu großen Befindlichkeiten oder unüberwindbaren Streit, gibt 
es Geheimnisse oder verdeckte Operationen, stellen sich narzisstische 
Züge ein oder Despotengehabe – steige aus – sofort. Denn besser wird es 
nie mehr werden. Die nächste Firmenkrise kommt mit Sicherheit und 
spätestens dann knallt es.

Autor: Erfahrener (Gast)
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Oh Joe G. Der 2. Absatz ist richtig, aber Vertrauen? Vertrauen muss man 
sich aufbauen, das entsteht nach jahrelanger erfolgreicher 
Zusammenarbeit, das schiesst man nur gering vor.
Das ist doch genau wie in einer entstehenden Beziehung: Gerade anfangs 
schaut man genau hin, hinterfragt, sieht zu dass man nicht verarscht 
wird.

Autor: Bürovorsteher (Gast)
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Warum stellt ihr hier noch für feingeistige Betrachtungen an, die Sache 
ist doch längst gelaufen:

Der Zuhälter hat ihnen Ausweis, Pass und Geburtsurkunde abgenommen und 
schickt die Jungs jetzt auf den Strich. Das Blöde daran ist, dass sie 
den Bau des Puffgebäudes auch noch selbst bezahlen müssen.

Autor: PETA (Gast)
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MS-DOS13 schrieb im Beitrag #3806936:
>
> Können Professoren Sachen verticken, die an "ihren" dem Bundesland
> gehörenden und vom Steuerzahler finanzierten Instituten entwickelt
> wurde?

Geräte, etc.: nein.
Patente: nein.
IP, generell: ja.

Gilt jetzt einmal für Österreich, "nein" heißt natürlich: nein, nicht 
ohne Zustimmung der Uni.

Autor: Karl O. (knorke)
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Die Anmeldung, aber der Patentanwalt, der Dir das schreibt, der macht 
das nicht für nen Tausi.

>Können Professoren Sachen verticken, die an "ihren" dem Bundesland
>gehörenden und vom Steuerzahler finanzierten Instituten entwickelt
>wurde?

Na klar! Du kannst doch auch Deine Diplomarbeit bei Amazo on Demand 
verkaufen! Schon wieder die Neiddebatte...

Autor: cO (Gast)
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PETA schrieb:
> MS-DOS13 schrieb:
>>
>> Können Professoren Sachen verticken, die an "ihren" dem Bundesland
>> gehörenden und vom Steuerzahler finanzierten Instituten entwickelt
>> wurde?
>
> Geräte, etc.: nein.
> Patente: nein.
> IP, generell: ja.
>
> Gilt jetzt einmal für Österreich, "nein" heißt natürlich: nein, nicht
> ohne Zustimmung der Uni.

In den Unis, die ich kenne dürfen die Leute noch nach der Arbeitszeit 
sitzen und die Technik für privates Lernen nutzen. Wenn ein Professor 
den Leuten dann noch in der "Freizeit" hilft und die Beteiligten die 
Prototypen aus eigener Tasche bezahlen, dann geht das ganze schon.
Nur weil irgendwo ein Nein steht hat das noch lange nichts zu sagen. Man 
muss schon sein Weg um die Gesetze herum finden ;)

MS-DOS13 schrieb im Beitrag #3806952:
> cO schrieb:
>> Ein Patent kostet zwar Geld (sagen wir mal 15.000 €).
>
> Schwachsinn. Die Gebühren für die Anmeldung und den Prüfantrag - selbst
> inklusive vorherigem Rechercheantrag - liegen unter 1000€. Die
> Jahresgebühr in den ersten 5 Jahren unter 100€.
>
> http://www.dpma.de/patent/gebuehren/index.html

Das war eine willkürliche Zahl, die das Beispiel bestätigen sollte, dass 
es sich für den Professor lohnen würde...
Normal würdest du aber noch einen Anwalt für Patentrecht dazu ziehen und 
dann kommst du mit den 1000 € lange nicht mehr aus.

Autor: Martin S. (sirnails)
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Oh je. Die gier.

20% von Viel sind mehr wert als 25% von nichts. Vergesst nicht, was 
diese 15% Unterschied für euch bedeuten und bedeuten werden.

Und lest euch ins patentrecht ein. Ich habe das Gefühl ihr wisst nicht, 
wie das so abläuft.

Autor: Thomas1 (Gast)
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Es gab schon sowas, wo Profs das aus Abschlußarbeiten (Diplom, 
Dissertation) für sich genutzt haben und damit eine Firma gegründet 
haben. Natürlich ist das unrecht und moralisch falsch.

Autor: Karl O. (knorke)
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MS-DOS13 schrieb im Beitrag #3806974:
> Karl Otto schrieb:
>
>> Du kannst doch auch Deine Diplomarbeit bei Amazo on Demand
>> verkaufen!
>

Die ist aber genauso aus Steuergeldern bezahlt! Zumindest in den 
Fächern, wo dafür Forschung notwendig war.

Autor: Seb (Gast)
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Karl Otto schrieb:
> Die ist aber genauso aus Steuergeldern bezahlt! Zumindest in den
> Fächern, wo dafür Forschung notwendig war.

Dennoch liegen die Urheber- und die uneingeschränkten Nutzungsrechte 
beim Author der Arbeit (man beachte alleine die 
Selbstständigkeitserklärung). Je nach Hochschule versucht man durch die 
PO (d.h. nicht das so ein Passus gültig ist) oder separate Erklärungen 
die Nutzungsrechte an die jeweilige Uni (in Praxis an die 
Forschungsgruppe) abtreten zulassen.

Autor: Seb (Gast)
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Das Urheberrecht kann man nicht abtreten -- viel interessanter ist das 
Nutzungsrecht und auf dieses sollte man als Student auch nicht 
verzichten insb. da man von dem Uni-Institut auch keine Vergütung 
erhalten hat.

Autor: Amir (Gast)
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Hallo Starter,
Ich habe jetzt das gleiche Problem wie du (im 2014) :-(,
Um zu starten habe ich bisher ca. 100 TEURO investiert. Wir kommen jetzt 
langsam voran und der Professor möchte 50% der Firmenanteile 
haben!Bisher hat ernicht mal 1 euro investiert :-(
was hast du damals gemacht?
Liebe Grüße
Amir

Autor: 2^5 (Gast)
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Wenn du wirklich schon 100.000 € investiert hast, solltest du 
schleunigst einen Anwalt deines Vertrauens für Vertragsrecht aufsuchen.

Autor: F. F. (foldi)
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Karl O. schrieb:
> Da wurdet Ihr das erste Mal verarscht.

Amir schrieb:
> Bisher hat ernicht mal 1 euro investiert :-(

Es gibt immer Leute die arbeiten und Leute die Geld verdienen.
Habe das auch schon öfter im Bekanntenkreis (eher früher, weil heute 
sind wir alle schon etwas älter) gesehen.
Vor lauter Ehrfurcht, weil dieser abgezockte Sack der Professor ist, 
tragt ihr ihm noch die Kohle bis ins Haus?
Klar, so ein Titel macht was her, in der Firmenanschrift, aber ist euch 
das so viel wert?
Werde mich demnächst auch an so ahnungslose Studenten ran machen, etwas 
mit den Kunden schwätzen und dafür der Chef im Ring werden.
So einige Professoren sind wohl reich an solchen Deppen geworden.
Dem würde ich einen Tritt in seinem Arsch verpassen.
Vielleicht zu Weihnachten ne Flasche Wein, weil er geholfen hat.

: Bearbeitet durch User
Autor: Joggel E. (jetztnicht)
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Falls nun Amir kein Troll ist .. laeuft ja schon was, und es bestehen 
Wuensche. Wenn jemand die Haelft von etwas haben moechte und selbst 
nichts gegeben hat.. sollte er gute Gruende bringen. Vielleicht wird er 
erhoert, vielleicht auch nicht.

Autor: Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Das ist euer erstes gewerbliches Projekt? Dann ist es doch egal. Nimm 
die 10% und lass dem Prof. die Patente. Das wird sowieso alles ziemlich 
zäh verlaufen und sehr wahrscheinlich schiefgehen. Das ist ein 
Lernprojekt.

Autor: Einfach unverbesserlich (Gast)
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Autor: Tobi P. (Gast)
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Zwar wurde das meiste wurde hier schon geschrieben aber:

Mit dem akademischen Unrechtssystem in Deutschland würde ich keine 
Geschäfte machen.

So wie du den Prof. darstellst ist er nichts anders als einer der 
typischen universitären Abzocker die dafür sorgen das in Deutschland die 
einzige relevante Nachkriegserfindung das inzwischen abgelaufene MP3 
Patent war.

Deren Unfähigkeit wird nach meiner Erfahrung nur von der immanenten 
Hochnäsigkeit und Selbstüberschätzung übertroffen. Diese Haltung ist imo 
auch die Voraussetzung zur Ausbeutung anderer.

Eine Ausnahme: Du beziehst ein Gehalt aus den Subventionen (sog. 
Fördermittel) und  hast was davon.


Nach dieser Einleitung noch was zur Sache:
Ein Firmenanteil von 20% ist ein Witz. Du hast keinerlei Rechte die über 
Einsichtnahme hinausgehen, bist zudem unerfahren und wenn der Laden was 
einbringt drückt dich der 40% Typ z.B. über eine Stammkapitalerhöhung 
raus.

Autor: Plaste Elaste (Gast)
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Wat fürn getrolle

Autor: DrFounder (Gast)
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Bei der Gründung spielt Vertrauen eine große Rolle und dieses sollte 
sich daher tranparent in den Anteilen wiederspiegeln. Häufig wird, 
gerade von Ings, unterschätzt, wie wichtig Verbindungen und der ganze 
kaufmännische Aspekt sind. Fakt ist außerdem, dass es üblich ist, dass 
Profs, aber auch Chefs in der freien  Wirtschaft sich mit den Lorbeeren 
ihrer Angestellten schmücken, was auch erstmal nicht verwerflich ist. 
Trotzdem klingen 40% nach sehr viel, da würde ich auch mal genauer 
nachforschen. Es gibt überall schwarze Schafe.

Autor: Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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20% von Nichts sind genau soviel wie 40% von Nichts!

Autor: Tobi P. (Gast)
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DrFounder schrieb:
> Fakt ist außerdem, dass es üblich ist, dass
> Profs, aber auch Chefs in der freien  Wirtschaft sich mit den Lorbeeren
> ihrer Angestellten schmücken

Der Unterschied besteht lediglich darin das in der freien Wirtschaft die 
Angestellten auch entlohnt werden.

Plaste Elaste schrieb:
> Wat fürn getrolle

Es gibt sicher auch andere, es steht dir auch frei das für "getrolle" zu 
halten.

Stefan H. schrieb:
> 20% von Nichts sind genau soviel wie 40% von Nichts!

Nur das der eine für das "nichts" ins Risiko geht.

Autor: Frederic (Gast)
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Ganz gleich welche Förderung du erhältst. Lass die Finger von 
ausgründungen aus der Uni. Das ist zum scheitern verurteilt. Die 
deutsche wissenschaft ist so praxisfremd und ungeeignet für die 
wirkliche Welt. Du verzockst dich damit ordentlich. Professoren sind da 
nicht hilfreich.

Schau dir nur an was Deutschland zustande bringt aus aktueller 
Forschung. NICHTS. Das machen dann immer gründerfreundlichere Länder.

Autor: Martin G. (martin_g697)
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>
> Nach dieser Einleitung noch was zur Sache:
> Ein Firmenanteil von 20% ist ein Witz. Du hast keinerlei Rechte die über
> Einsichtnahme hinausgehen, bist zudem unerfahren und wenn der Laden was
> einbringt drückt dich der 40% Typ z.B. über eine Stammkapitalerhöhung
> raus.

Wie würde er das machen? da müssen doch alle zustimmen, oder?

Autor: Klausi (Gast)
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Martin G. schrieb:
>>
>> Nach dieser Einleitung noch was zur Sache:
>> Ein Firmenanteil von 20% ist ein Witz. Du hast keinerlei Rechte die über
>> Einsichtnahme hinausgehen, bist zudem unerfahren und wenn der Laden was
>> einbringt drückt dich der 40% Typ z.B. über eine Stammkapitalerhöhung
>> raus.
>
> Wie würde er das machen? da müssen doch alle zustimmen, oder?

Kommt drauf an was der Vertrag sagt.

Autor: Toby P. (Gast)
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Klausi schrieb:
>> Wie würde er das machen? da müssen doch alle zustimmen, oder?
>
> Kommt drauf an was der Vertrag sagt.

Der Vertrag hat da wenig mit zu tun. Es kommt dann auf Bündnisse an. Dem 
Gesellschafter mit den meisten Anteilen stehen ja mehrere 
Minderheitsgesellschafter gegenüber. Unter 50% max. Anteil ist das schon 
mathematisch nicht anders möglich.

In der Regel haben die verschiedene Interessen. Oft geschieht es das 
einer ausscheidet und die Anteile abgibt. Oder für irgendeinen Vorteil 
so stimmt wie gewünscht. Der professorale Beamte hat da viel mehr 
Möglichkeiten als die Miteigentümer.

Das sind alles nur Positionen, keine Gesetze. Es kann auch alles zur 
Zufriedenheit aller laufen, wer weiß? Man kann in Menschen nicht 
hineinschauen. Aber wenn man ins Risiko geht ist es vielleicht ganz gut 
zu wissen wo diese liegen.

Autor: Dirk M. (Gast)
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Das Risiko ist, dass euer Prof auf einmal völlig abdriftet und euch nur 
noch Knüppel in den weg legt. Die bekommen zwar fürstliches 
beamtengehalt aber es geht da mehr um macht. Glaubt nicht der Prof wird 
euch machen lassen. Ich würde dringend raten keinen Professor mit ins 
Boot zu holen.

Autor: Finanzverräter (Gast)
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Starter schrieb:
> Der Professor stellt uns immerhin Räumlichkeiten (an der Uni) und
> Ressourcen (Software, Computer), die wir vorerst nutzen können

Nicht der Professor stellt euch Räumlichkeiten, sondern die Uni.

Wenn ihr Softwarelizenzen, die für Forschung und Lehre gedacht sind, zum 
Aufbau eures Unternehmens verwendet, macht ihr euch schon strafbar, 
bevor ihr die ersten Einnahmen erzielt. Damit seid ihr insolvent.

Mein Vorschlag: Fahrt eure Firma gegen die Wand. Meldet Insolvenz an. 
Kontakte habt ihr nun vom Professor bekommen. Fangt ohne seine 
Beteiligung mit den gewonnenen Kontakten von vorne an.

Autor: Bernd (Gast)
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Finanzverräter schrieb:
> Starter schrieb:
>> Der Professor stellt uns immerhin Räumlichkeiten (an der Uni) und
>> Ressourcen (Software, Computer), die wir vorerst nutzen können
>
> Nicht der Professor stellt euch Räumlichkeiten, sondern die Uni.
>
> Wenn ihr Softwarelizenzen, die für Forschung und Lehre gedacht sind, zum
> Aufbau eures Unternehmens verwendet, macht ihr euch schon strafbar,
> bevor ihr die ersten Einnahmen erzielt. Damit seid ihr insolvent.
>
> Mein Vorschlag: Fahrt eure Firma gegen die Wand. Meldet Insolvenz an.
> Kontakte habt ihr nun vom Professor bekommen. Fangt ohne seine
> Beteiligung mit den gewonnenen Kontakten von vorne an.

Du bist wohl auch nicht der hellste. Wenn die das machen haften die mit 
ihrem Privatvermögen. Da können die froh sein wenn die Uni nur 
nachträglich Miete haben will damit es kein Ärger mit der Beihilfe gibt.

Wenn die akademische Softwarelizenzen benutzen und der Hersteller kriegt 
das mit wird es teuer. Zurecht, denn das ist bei den Herstellern eine 
Mischkalkulation.

Wer solche Ratschläge gibt sollte die Benutzung des Internets verboten 
werden damit diese geistige Sülze ein Ende hat. Hilfe was sind hier für 
Menschen Unterwegs.

Autor: Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Ich kann die Entscheidung des Professors gut verstehen. Falls einmal 
wieder völlig unerwartet, plötzlich viele Prüfungen zu korrigieren sind, 
kann er diese unliebsame Tätigkeit an das Unternehmen auslagern...

Autor: bürovorsteher (Gast)
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> Ich versuche gerade mit zwei Kommilitonen und einem Professor eine Firma zu
> starten. Nun sind wir soweit gekommen, dass wir in den nächsten Tagen
> eine Förderung für unser Startup bekommen sollten und wir jetzt konkret
> eine Firma gründen wollen.

Niemand kann dich zwingen, eine Firma zu gründen.

Beitrag #6002390 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6002411 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6002425 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Hannes J. (pnuebergang)
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Eigentlich ist mir zu viel Aufregung im Thread, sogar wenn man sich nur 
auf die Frage von 2019 bezieht 
Beitrag "Re: Beteiligung von Professoren an Startups"

Es geht nur um eins, es geht ums Geschäft. Da sind Aufreger fehl am 
Platz. Rechnet sich das Geschäft?

Aber zuerst, willst du mit dem Professor zusammen eine Firma besitzen?

Um welche Rechtsform geht es überhaupt?

Welche Rolle soll der Professor in der Firma spielen? Stiller Teilhaber, 
Geschäftsführer, ...?

Welche Rolle willst du spielen? Der Techniker-Bastel-Schmiermaxe oder 
Manager?

Hat der Professor etwas, heute oder in Zukunft, was 50% der Firma wert 
ist?

Hat er aus anderen Gründen ein Anrecht auf die 50%?

Hast du etwas, was mehr wert ist als das was der Professor hat?

Was sagt dein Anwalt dazu?

Wie willst / kannst du deine bisherigen Auslagen in die Firma 
einbringen?

Was sagt dein Steuerberater dazu?

Du hast keinen Anwalt und keinen Steuerberater? Schlecht. Anwalt und 
Steuerberater sind die ersten  Dienstleister die man bei einer Firma 
braucht. Wenn Förderungen im Raum stehen eventuell noch jemanden, der 
sich im Dschungel der Förderungen aus kennt und dich vor Fehlern 
bewahrt, wie dass manche Förderungen nur zu bestimmten Zeitpunkten vor 
der Gründung möglich sind.

Hast du wenigstens einen Gründerkurs gemacht?

Autor: Gigi (Gast)
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Professoren sind oft sehr machthungrig. Passt bloß auf was ihr da 
vertraglich vereinbart.

Autor: Franko S. (frank_s866)
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Werft den nutzlosen Esser raus.

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