Hi!
Ich setze selbst gerade ChipScope Pro 7.1 ein und bin damit sehr
zufrieden.
Zu Deinen Fragen:
ChipScope Pro ist quasi ein Logik-Analyser, das stimmt. Du kannst
verschiedene (beliebig breite) Signale anschauen, kannst
Trigger-Funktionen (und auch Trigger-Sequenzen) bestimmen, nachher noch
durch einen Filter jagen und das Ganze anschauen.
Dabei werden einfach mit jedem Clock (wenn die Filter-Bedingung erfüllt
ist) die Daten in die Block-Rams geschrieben und dann über das
JTAG-Kabel raus-übertragen.
Ein Einzelschritt-Modus ist damit nicht möglich, aber auch nicht
sinnvoll. Es handelt sich eben nicht um sequentielle Software, sondern
um vollparallele Logik. Und da zählt, was zu welchem Takt an welchem
Knoten anliegt und ein Einzelschritt-Betrieb macht keinen Sinn.
Ausserdem treten viele Probleme ja auch erst bei voller Geschwindigkeit
auf und wären somit gar nicht erfassbar.
Also, ich kann ChipScope Pro nur empfehlen (und ich arbeite nicht für
Xilinx), weil es sehr viel Zeit erspart. Sonst müsste man sich Signale
erstmal auf Pins rauslegen und mit einem LA anschauen und das ist
manchmal gar nicht möglich, ausserdem: wer hat schon einen LA für 40-
oder 50 bit breite Signale zu Hause stehen, der jenseits der 350MHz
samplen kann? Also ich nicht. Und ChipScope ist da eine einfache
Möglichkeit zum debugging.
Aber man muss sich eben auch bewusst sein, dass uC-Programmierung nicht
gleich VHDL-Design ist und demnach auch Debugging anders ausschaut.
Ich hoffe, Dir (Euch) damit geholfen zu haben und bin für Kritik,
Anregungen, Fragen usw. offen.
c yas!
Bernhard