Hallo. Hier vielleicht ein etwas komischeres Anliegen. Ich habe ansich Spaß daran von Platinen die Bauteile runterzupflücken (z.B. von Geräten, die ich nicht mehr brauche und sonst gleich auf den Schrott werfe). Oft sind es Spannungsregler, Spulen, Speicher, usw. Alle, die das gerne machen, wissen, was dabei rum kommen kann. Nun habe ich mich folgende Frage gestellt. Wenn man sich beispielsweise einen Spartan3-FPGA anschaut, kosten die ja neu schon einiges an Geld. Ich meine mich auch daran erinnern zu können (bevor mich das ausschlachten der Platinen "gepackt" hat), dass es alte PCI-Karten gab, wo auch ein großer Xilinx IC drauf war. Da alte oder sehr simple Platinen ja relativ billig sind, habe ich mich gefragt, ob es nicht lohnenswerte Platinen gibt (z.B. alte Netzwerkkarte/Modemkarte/...) von denen man den FPGA oder andere "kostbare" Bauteile runterlöten kann. Angenommen solch eine Platine kostet 5€, dann kommt man ja schon deutlich günstiger an die Bauteile (sprich FPGA und Konfigspeicher + ggf. sonstiges), als wenn man sie neu kauft. Was mir auch realistisch erscheint, da bei Massenprodukten ja auch günstiger Bauteile eingekauft werden können. Doch die eigentliche, große Frage ist: Welche Boards haben sowas drauf? Es wäre ja doof, eine Platine zu kaufen, wo nichts als ein ASIC drauf ist. Wenn sie zu neu ist, wird vermutlich auch ein FPGA im BGA-Gehäuse vorhanden sein, was zum ausschlachten alleine schon eher ungeeignet ist (da [vielleicht noch] kein reballing-Equipment vorhanden ist), dazu kommt auch eine viellagige Platine, was das eigentliche entlöten erschwert. Ich hab es mit Lötkolben und Entlötpumpe oder Kupfergeflächt oder mit Hot-Air-Gun nicht hinbekommen, einen PCI-Sockel, DVI-Buchse oder DDR-RAM (BGA) zu entlöten... Das sollte aber bei einem TQFP oder SOIC-Gehäuse nicht das Problem sein. Also sollte jemand von euch einen "heißen Tipp" haben, bitte immer her damit ;) PS: Das Ausschlachten ist nicht für jeden was und es gibt vielleicht ja auch Gründe dagegen (z.B. dass die Zeit für nen paar ICs mit nem Neuwert von insgesamt 3€ viel zu schade ist), dennoch bitte ich, wenn möglich, auf Kommentare zum eigentlichen Vorhaben zu verzichten. Mir ist das alles schon bewusst, doch mir macht es einfach Spaß, was ja auch der Hauptgrund für ein Hobby sein sollte ;)
hast mal in der e-bucht nachgesehen, was da so an leiterplatten-schrott durchgeht? pc-technik scheidet eigentlich aus, da da nur noch asics oder bga's drauf sind. und das bischen hühnerfutter für 2€ wäre mir den aufwand nicht wert.
ich schrieb: > Ich hab es mit Lötkolben und Entlötpumpe oder Kupfergeflächt oder mit > Hot-Air-Gun nicht hinbekommen, einen PCI-Sockel, DVI-Buchse oder DDR-RAM > (BGA) zu entlöten... Ich schon. Der Weg dazu heißt "Üben", und der Prozess "Lernen". Wozu übrigens einen PCI-Sockel auslöten? Der kostet doch neu nicht mehr als der Strom, den du zum auslöten des alten Sockels brauchst. > Also sollte jemand von euch einen "heißen Tipp" haben, bitte immer her > damit ;) Dreh ein altes Bügeleisen um und heize die Platine vor. Dario B. schrieb: > hast mal in der e-bucht nachgesehen, was da so an leiterplatten-schrott > durchgeht? Und dann einfach Leiterplatten aus der Industrie suchen. Mit ein wenig Übung sieht man schon an den Bildern, ob es sich "lohnt"... ich schrieb: > Angenommen solch eine Platine kostet 5€, dann kommt man ja schon > deutlich günstiger an die Bauteile (sprich FPGA und Konfigspeicher + > ggf. sonstiges), als wenn man sie neu kauft. Blöd nur, wenn dann der Verkauf der Platine ausgerechnet wegen einens Teildefekts dieses Bausteins erfolgt. Nimm stattdessen besser NOS-Teile (du wirst diesen Begriff kennen oder finden: er liegt auf deiner anglizistischen Wellenlänge...)
ich schrieb: > Angenommen solch eine Platine kostet 5€, dann kommt man ja schon > deutlich günstiger an die Bauteile (sprich FPGA und Konfigspeicher + > ggf. sonstiges) Blöd nur, daß Du für 10 Jahre alte Teile keine Entwicklungssoftware mehr bekommst, oder die nicht mehr läuft oder Du die nicht mehr bedienen willst...
Wie man sowas massenweise auslötet, das war doch erst kürzlich in einem TV-Film über die Herstellung von Elektronikteilen in China zu sehen.
Rainer V. schrieb: > Wie man sowas massenweise auslötet, das war doch erst kürzlich in einem > TV-Film über die Herstellung von Elektronikteilen in China zu sehen. Du hast vergessen zu erwähnen, ob du den Film auch gesehen hast.
ich schrieb: > Da alte oder sehr simple Platinen ja relativ billig sind, habe ich mich > gefragt, ob es nicht lohnenswerte Platinen gibt (z.B. alte > Netzwerkkarte/Modemkarte/...) von denen man den FPGA oder andere > "kostbare" Bauteile runterlöten kann. Die Dich interessierenden FPGAs sind allerdings auf solcher billigen Massenware wie Netzwerk- oder Modem-Karten aus gutem Grund nie verbaut worden; Du musst also schon nach Spezialitäten Ausschau halten. Die aber werden dann gleich teurer.
Der Versuch mal etwas konstruktives beizutragen. Evtl. auch interessant, wenn man die Platinen SO - ohne etwas herunterlöten verwenden kann, bzw. 'nur' Veränderungen / Ergänzungen vornehmen muss: MMR70 mit Atmega32L drin: http://petersieg.bplaced.net/?MMR-70_Hacking http://achilikin.blogspot.com/2014/06/sony-ericsson-mmr-70-modding-extreme.html AVM B1 Karte mit Transputer Chip: http://petersieg.bplaced.net/?Transputer Spridemod's HDD/ARM's: http://spritesmods.com/?art=hddhack Dann gibt es hier ja auch immer wieder solche Projekte wie VIP Box als Internet Radio; Pollin Receiver Board etc. Ich bin auch gerne für weitere Tipps dankbar. Peter
Ach ja.. falls hier nennenswerte Sachen zusammen kommen, wäre ein kleiner Artikel als 'Sprungverteile' mit den Links gut ;-) Peter
Lothar Miller schrieb: > Ich schon. Der Weg dazu heißt "Üben", und der Prozess "Lernen". Wozu > übrigens einen PCI-Sockel auslöten? Der kostet doch neu nicht mehr als > der Strom, den du zum auslöten des alten Sockels brauchst. Ja, doch ich habe von der Platine schon andere Teile runtergelötet und das Teil wollte ich auch haben. Und dann hat mich nach kurzer Zeit der Ehrgeiz gepackt, weil es doch gehen muss. > Dreh ein altes Bügeleisen um und heize die Platine vor. Werde ich mal probieren. > Blöd nur, wenn dann der Verkauf der Platine ausgerechnet wegen einens > Teildefekts dieses Bausteins erfolgt. Ja, das stimmt. Daher würde ich auch ältere, gebrauchte aber funktionsfähige Platinen vorziehen. > Nimm stattdessen besser NOS-Teile > (du wirst diesen Begriff kennen oder finden: er liegt auf deiner > anglizistischen Wellenlänge...) Irgendwelche Beispiele? Cornelius schrieb: > Blöd nur, daß Du für 10 Jahre alte Teile keine Entwicklungssoftware mehr > bekommst, oder die nicht mehr läuft oder Du die nicht mehr bedienen > willst... Naja. Der Spartan 3 ist 10 Jahre alt und wird meines Wissens auch von der aktuellsten ISE Version unterstützt. Ebenso bei PICs und vermutlich auch AVRs, wobei sich bei den kleinen 8bittern eine gekaufte Platine zum ausschlachten wohl i.d.R nicht lohnen dürfte. Nichtprogrammierbare Bauteile sind davon ja unabhängig. Da braucht man nur ein Datenblatt. Rufus Τ. Firefly schrieb: > Die Dich interessierenden FPGAs sind allerdings auf solcher billigen > Massenware wie Netzwerk- oder Modem-Karten aus gutem Grund nie verbaut > worden; Du musst also schon nach Spezialitäten Ausschau halten. Die aber > werden dann gleich teurer. Ich bin auch nicht 100%ig sicher, obs eine Karte für den PC war. :/ petersieg schrieb: > Der Versuch mal etwas konstruktives beizutragen. > > Evtl. auch interessant, wenn man die Platinen SO - ohne etwas > herunterlöten verwenden kann, bzw. 'nur' Veränderungen / Ergänzungen > vornehmen muss: > > MMR70 mit Atmega32L drin: > http://petersieg.bplaced.net/?MMR-70_Hacking > http://achilikin.blogspot.com/2014/06/sony-ericsso... Sowas in der Art meine ich. Bei 1€ pro Platine kann man ja ansich wenig falsch machen. Ich nehme an, der AVR alleine kostet schon mehr.
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