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Forum: HF, Funk und Felder Transverter SSB-Electronic LT2S


Autor: Ralph B. (rberres)
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Hallo Leute

Ich habe zur Zeit einen Transverter der Fa. SSB-Electronic mit der 
Bezeichnung LT2S auf dem Tisch zur Überprüfung.

Beim durchmessen habe ich festgestellt, das der Sender viel zu schlechte 
IM3 Abstände liefert. ( ca 20db bei 10W-PEP ).

Ich habe dann mal nachgeschaut welche Transistoren im Endstufenmodul 
drin sind (BLY87C und BLW60C ) und dann mal in den Datenblätter geschaut 
was diese bei 145MHz für eine Verstärkung machen sollen. Ich würde 
demnach ca 200mW Eingangsleistung benötigen, was auch mit den Messungen 
übereinstimmt.

Das entspricht einen Pegel am Eingang der Endstufe von 3,15V an 50 Ohm.

Das Transvertermodul macht bei diesen Pegel aber schon nur noch einen 
IM3-Abstand von knapp 20db. bei 3,15V ist er fast in der Sättigung.

Mein Verdacht ist, das der Treibertransistor mal gewechselt wurde, und 
der jetzige nicht genügend Verstärkung hat.

Hat jemand hier diesen Transverter und kann mal nachsehen, welche 
Transistoren von SSB Elektronik in der Endstufe verbaut wurden? und 
welche Emitterspannung an den im Transverter befindlichen 2 parallel 
geschalteten BFQ34T zu messen sind?

Bei SSB-Elektronik konnte man mir keine Auskunft geben, da der 
Entwickler zwischenzeitlich abhanden gekommen ist, und auch keine 
Unterlagen darüber verfügbar sind.

In Google bin ich auch nicht fündig geworden, auch nicht in diversen 
Foren.

Bitte keine Ratschläge wie Wegwerfen oder ähnliches.

Ich habe einfach die Hoffnung , das hier jemand ist, der solch ein Gerät 
besitzt, und nachschauen kann.

Ralph Berres

Autor: Heinz Wäscher (Gast)
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Hast du die Schaltung? Die gibts im Web

http://www.qsl.net/va3iul/Homebrew_RF_Circuit_Desi...

Autor: Ralph B. (rberres)
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Heinz Wäscher schrieb:
> Hast du die Schaltung? Die gibts im Web

Hallo Heinz

Die Schaltungen habe ich. Aber in der Endstufe sind keine Bezeichnungen 
der Transistoren. Ich weis also nicht, ob die originalen Transistoren 
drin sind, oder ob jemand die Endstufe schon mal unfachmännisch 
repariert hat.

Ich habe sogar Firmenangaben über die angeblich erzielbaren IM3 Abstände 
in Abhängigkeit von der Leistung. Diese werden aber auch bei 5W PEP bei 
weiten nicht erreicht. Schon der Transverter ist dann schon zu schlecht.

Ralph Berres

Autor: herbert (Gast)
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Ralph Berres schrieb:
> Die Schaltungen habe ich. Aber in der Endstufe sind keine Bezeichnungen
> der Transistoren. Ich weis also nicht, ob die originalen Transistoren
> drin sind, oder ob jemand die Endstufe schon mal unfachmännisch
> repariert hat.

Es gab mal eine Zeit da haben die Hersteller um Nachbauten und 
Reparaturen zu verhindern Ic und Transitorbezeichnungen entfernt bzw 
handverlesenes ohne Aufdruck vom Hersteller bezogen. Bleibt jetzt nur 
noch die Hoffnung einen zu finden der das hat und mal reinschaut bzw 
messen tut. Tip eine Reparaturlötstelle sollte man sehen können im 
Vergleich zu den anderen.

Autor: Heinz Wäscher (Gast)
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Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht waren in der PA1441 ein 2N6080 
als Treiber und ein 2N6081 als Endstufe verbaut. Das hat im Lauf der 
Zeit über die verschiedenen Versionen aber schon mal gewechselt.

Ich würde mein Augenmerk auch mal auf die DC-Bias-Versorgung richten, 
die bestimmt maßgeblich die Linearität. In späteren Versionen war das 
eine aktive Schaltung mit zwei BDxxx Transistoren.

http://www.g1ogy.com/projects/LT2S/lt2s.html

Gruß

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Ich habe noch ein paar alte SSB-Kataloge hier. 1979 hatten die 
Transverter noch keine Bezeichnungen. Es gab nur eine 23cm-Microline mit 
Buchstabenkombinationen für die Einzelbaugruppen.
auch 1980 und 1981 waren die Transverter für 2m immer noch namenlos.

1982 und 1983 heissen die Transverter "TV":
TV 28-144 TV 144-28, TV 144-432
dazu gab es einzelne Empfangs (EM) und Sendemischer (SM) 28-432, drei 
10Watt-"PA"s 281, 1441, 4321, dann 50Watt-PAs 4325 und noch größere 
Leistungsendstufen.

Einen LT2S finde ich nirgends.

Autor: Ralph B. (rberres)
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Heinz Wäscher schrieb:
> http://www.g1ogy.com/projects/LT2S/lt2s.html

Schematic #3 (3464KB)

Genau diese Endstufe ist es. Der Ruhestrom scheint hoch genug zu sein 
mit knapp 1,5Amp. Die Endstufe wird auch schön warm.

Nur weis ich nicht ob der Transverter noch mehr Dampf machen muss, oder 
ob die Endstufe zu wenig Verstärkung macht.

Laut Datenblätter der beiden Transistoren, die aktuell in der Endstufe 
verbaut sind, ist die Verstärkung der Endstufe im grünen Bereich.

Aber 200mW mit 2 parallel geschalteten BFQ34T zu erreichen , zumal mit 
den IM3 Abständen , scheint mir etwas optimistisch.

Ralph Berres

PS. Die Transistoren 2N6080 und 6081 werde ich mir gleich mal anschauen.

Autor: Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)
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Hallo zusammen, hallo Ralf

Ich gehe mal davon aus, das dieser Transverter aus 2 Büchsen besteht...

Das Zusamenspiel funktioniert also nicht.
Ein Schaltbild des nackten Transverters haben wir ja nun
Dank Heinz.

> http://www.g1ogy.com/projects/LT2S/lt2s.html

Wenn es dann nun - hoffentlich - 2 Dosen sind:
Hast du mal nur die PA-Dose allein getestet? Messmittel werden dir ja
zur Genüge zur Verfügung stehen.
Ergebnis ..?

Nach meiner Meinung sollte die Kombination von BLY87 und  BLW60
diese 10 Watt (PEP?) mit etwa 200mW (+23dBm) Ansteuerung sicher und 
ordentlich! auf die Beine bringen.

Das Schaltbild auf der o.a. I-Seite habe ich mir mal genauer
angesehen.
Die parallelgeschalten BFQ34T sollten, bei dem Strom,
den man ihnen gönnt, die erforderlichen 200mW (+23dBm) auf die Beine
bringen. Verstärkung 10dB, sind wir grosszügig, geben wir ihnen 13dB.

Eins ist jedenfalls nach Schaltbild eindeutig.
Der TX-Oszillator macht +7dBm für den TX-Mischer.
Ein 7dBm Mischer macht bei 2 * -10dBm einen IM-Abstand von ca 35dB.
Bei ca. 6-7 dB Mischverlusten kommen dann da nur noch -17dBm raus.

In meinen Augen der Übeltäter: Der BF982!
Wie soll der aus -17dBm sauber +10dBm machen. PEP ja noch viel mehr!
Vor allen Dingen +dBm!
Diese Dual-Gate-Fets haben viele 'schicke' Eigenschaften. Bei
nur ein bisschen Power sind sie überfordert.

73
Wilhelm

Autor: Ralph B. (rberres)
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Hallo Wilhelm

Der Transverter besteht in der Tat aus zwei Büchsen.
Den TV28-144 und einer zweistufigen Endstufe.

Ich habe jetzt beide mal getrennt vermessen. Also erst Endstufe ohne 
Transverter.

Endstufe Ausgangsleistung 2,5W für jeden Träger ( also 10W PEP )

IM3 22db IM5 30db

Das Signal womit ich ansteuere hat einen IM3 Abstand von über 60db.

Ich habe dann darauf den TV28-144 selbst durchgemessen.

Ich habe dann am Eingang die Steuerleistung eingestellt, wie ich es für 
Ansteuerung der Endstufe benötige um die selbe Leistung zu erzielen wie 
bei der ersten Messung. Aber ich habe dann am Transvertermodulausgang 
gemessen

IM3 25db IM5 32db.

Mir scheint es das in der Endstufe mindestens ein Transistor zu wenig 
Verstärkung hat. Die Leistung die der BLW60 kann erreiche ich nie und 
nimmer. Ruhestrom der beiden Endtransistoren ist übrigens 2 Ampere.

An dem 4,7 Ohm Emitterwiderstand der BFQ34T fallen 0,38V ab das 
entspricht einen Ruhestrom von 80mA, ( die Transistoren werden auch 
leicht warm ).

SSB-Elektronik gibt in dem Handbuch an

5W PEP IM3 -63db !! IM5 -58db
10W PEP IM3 -32db IM5 50db
20W PEP IM3 -28db IM5 -46db

Schon bei 5W PEP ist der IM3 schon schlechter als -28db.


Das mit dem BF982 schaue ich mir mal an.

Ralph

Autor: Ralph B. (rberres)
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Wilhelm Schürings schrieb:
> Ein 7dBm Mischer macht bei 2 * -10dBm einen IM-Abstand von ca 35dB.
> Bei ca. 6-7 dB Mischverlusten kommen dann da nur noch -17dBm raus.

es sind -10dbm PEP also 2*-16dbm Einzelton.

Hinter dem Mischer kommen also 2* -22dbm Einzelton raus.

Lasse den BF982 mal 20db Verstärkung machen dann wäre das am Eingang der 
BFQ34T 2*-2dbm Einzelton. Aber das müsste ich noch mal messen.

Ich bin der Meinung das der BFQ34T niemals mit 80mA Ruhestrom +23dbm 
Pegel abgeben kann mit dem IM3 Abstand. Selbst wenn man 5W PEP nimmt 
müsste der BFQ34 immer noch 2* +17dbm liefern. Das glaube ich nicht, das 
der das packt.

Aber ich werde jetzt noch mal den TX Zug durchmessen.

Bis nachher

Ralph Berres

Autor: Ralph B. (rberres)
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Nachtrag

Bei -10dbm Einzelton am Eingang kommen am Transverter +13dbm Einzelton 
raus.

Gebe ich 2 -10dbm Signale drauf dann ist der IM am Transverterausgang 
40db

Gebe ich aber 2 -16dbm ( also -10dbm PEP ) drauf dann ist der IM3 am 
Transverterausgang 52db.

Mir scheint demnach, das der Ausgang für 13dbm PEP ausgelegt ist.

Demnach hätte die Endstufe mindestens 7db zu wenig Verstärkung, um auf 
10W PEP zu kommen.

Ralph Berres

Autor: Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)
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Hallo Ralf,

hatte da vielleicht 'Mr. GasFet' (DC0DA)  seine Finger im Spiel?
Die 'goldene' Zusammenarbeit zwischen beiden hat ja viele Jahre
prima geklappt, und die UKW-Berichte dominiert. Wir rissen
uns den Ar.. auf, um die Transistoren zu bekommen, die in
seinen (ihren) Veröffentlichungen propagiert wurden.
Wo hätte man damals einen BLW60 auftreiben sollen, können...?
Heute sind wir schlauer.
Ich sage es ganz ehrlich:
Vor mehr als 40 Jahren waren 7MHz oder 14MHz (nicht nur für mich)
ganz toll, die Typen auf 2m betrieben damals quasi
'schwarze Magie'...., und das ist (soll sein) heute alles
nur 'Gleichstrom'.

Du und ich wissen doch als -zig jährige UKW-Berichte Leser, dass
die von o.a. OM propagierten Daten nie von anderen ereicht wurden.
Wenn, dann nur mit Rückenwind bergab... (hi). Ich will der
Fa. SSB nichts Böses unterstellen. Für die damalige Zeit haben
sie schon sehr! ordentliches Zeug auf die Beine gebracht.
Man muss aber nicht alles glauben.

Sch..., dass wir so alt sind.

Bezgl. Endstufe
Ein Schaltbild wäre toll!


> IM3 22db IM5 30db
Eigentlich lächerlich bei den Strömen.

Zumindest der 1. Transistor wird zuwenig Basisstrom haben.
Auch wenn der BLY87 laut Philips-Datenblatt nur für C-Betrieb
vorgesehen ist.. Es hindert niemanden daran, ihn mit
verminderter Leistung in den A- oder AB-Betrieb zu zwingen.
Ob dann - wieviel auch immer - mA Basisstrom die  gewünschte Besserung
bringen, steht auf einem anderen Blatt.

Ob in der PA eine Stufe fehlt, darüber lässt sich trefflich streiten.
In meinen Augen fehlt diese Stufe im Transverter, hinter
den BF982. Quetsch daa mal 100mW (sauber) raus..??

Ich denke, dass ist (wird) ein vielfältiges Problem. Die PA
hinzubekommen ist die eine Seite, aber der Transverter...
Design 1987, heutzutage wird man zumindest Gleichwertiges mit weniger 
Aufwand auf die Beine bekommen. Man sollte auch die 'Bauelementlage'
zur jeweiligen Zeit nicht ausser acht lassen!
Was heutzutage ein Witz ist, waren damals unüberwindliche
Hindernisse.

73
Wilhelm

: Bearbeitet durch User
Autor: Ralph B. (rberres)
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Wilhelm Schürings schrieb:
> Bezgl. Endstufe
> Ein Schaltbild wäre toll!

Hallo Wilhelm

Das Schaltbild von der Endstufe findest du hier

 http://www.g1ogy.com/projects/LT2S/lt2s.html

Schematic #3 (3464KB)

Wilhelm Schürings schrieb:
> Du und ich wissen doch als -zig jährige UKW-Berichte Leser, dass
> die von o.a. OM propagierten Daten nie von anderen ereicht wurden.
> Wenn, dann nur mit Rückenwind bergab... (hi). Ich will der
> Fa. SSB nichts Böses unterstellen.

Naja SSB-Elektronik wirbt aber ausdrücklich mit den Daten. Und es ist ja 
kein Nachbau von irgendjemanden, sondern ein fertiges Gerät von 
SSB-Elektronik. Da sollte man schon erwarten dürfen, das die Daten die 
angegeben werden zumindest halbwegs eingehalten werden.

Wilhelm Schürings schrieb:
>> IM3 22db IM5 30db
> Eigentlich lächerlich bei den Strömen.

Finde ich auch, deswegen vermute ich ja ein Fehler. z.B. das die 
Endstufe mal unfachmännisch von jemanden mit anderen Transistoren 
repariert worden.

Wilhelm Schürings schrieb:
> Zumindest der 1. Transistor wird zuwenig Basisstrom haben.
> Auch wenn der BLY87 laut Philips-Datenblatt nur für C-Betrieb
> vorgesehen ist.. Es hindert niemanden daran, ihn mit
> verminderter Leistung in den A- oder AB-Betrieb zu zwingen.
> Ob dann - wieviel auch immer - mA Basisstrom die  gewünschte Besserung
> bringen, steht auf einem anderen Blatt.

Arbeiten beide im A-Betrieb. Die erste Stufe mit 400mA die zweite Stufe 
mit 1,5Amp Ruhestrom. OK ist nicht ganz A-Betrieb, aber weit vom reinen 
B-Betrieb entfernt.

Wilhelm Schürings schrieb:
> Ob in der PA eine Stufe fehlt, darüber lässt sich trefflich streiten.
> In meinen Augen fehlt diese Stufe im Transverter. Quetsch
> da mal 100mW (sauber) raus..??

Zumindest mit der jetzigen Transistorbestückung in der PA würde ich dir 
Recht geben wollen.

Da würde eine Stufe fehlen, welche die +13dbm auf +23dbm verstärkt, und 
zwar mit einen IM3 von besser -55db

Wilhelm Schürings schrieb:
> Ich denke, dass ist (wird) ein vielfältiges Problem. Die PA
> hinzubekommen ist die eine Seite, aber der Transverter...
> Design 1987, heutzutage wird man zumindest Gleichwertiges mit weniger
> Aufwand auf die Beine bekommen.

Der Transverter selbst ist eigentlich wirklich gut, solange man nicht 
mehr als sagen wir mal +7dbm Steuerleistung für die PA rausholen will. 
Der Empfangszweig ist sowieso gut. Die PA ist grauenhaft in dem jetzigen 
Zustand.

Aber ich habe ehrlich gesagt noch keine PA aus dem Afunkbereich gesehen, 
welche einen besseren IM3 Abstand als 30db hatte. Es wird allgemein auch 
heute noch viel zu sehr am Ruhestrom gespart. Sehr lineare Transistoren 
sind ja heute zu akzeptablen Preisen verfügbar ( LD-Mos ).

Eigentlich sollte die PA aus dem Transverter aus dem ganzen Schrottsumpf 
klar herausragen. Den Anspruch hat sich wenigstens SSB-Elektronik 
gestellt.

Aber wie schon erwähnt, glaube ich das diese PA einen Fehler hat, 
womöglich mit falschen Transistoren bei einer Reparatur bestückt.

Es spricht dafür, das sie erstens zu wenig Verstärkung macht, und 
zweitens die propagierten IM3 Werte nicht einhält.

Meine Hoffnung ist immer noch, das sich hier jemand meldet, der dieses 
Gerät besitzt, und mal reinschauen kann, welche Transistoren nun 
wirklich da hinein gehören, und gegebenfalls mal ein paar Messungen 
machen kann.

Ralph Berres

Autor: Ralph B. (rberres)
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Gibt es hier wirklich keinen der den SSB-Elektronik Transverter LT2S 
sein eigen nennt?

Autor: herbert (Gast)
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Ralph Berres schrieb:
> Gibt es hier wirklich keinen der den SSB-Elektronik Transverter LT2S
> sein eigen nennt?

Wenn alle Sricke reißen hilft nur noch, dass dich auf den 
Afu_Flohmärkten umschaust bzw. Im Funkamateur oder Cq-DL inserierst und 
guckst.

Autor: Andreas (Gast)
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Hallo Ralph,
bei meinem LT2S habe ich die PA Box geöffnet, demnach ist die Platine 
noch Orginal. Siehe die beigefügten Fotos.
Viel Erfolg,
Gruß, Andreas

Autor: Ralph B. (rberres)
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Andreas schrieb:
> Hallo Ralph,
> bei meinem LT2S habe ich die PA Box geöffnet, demnach ist die Platine
> noch Orginal. Siehe die beigefügten Fotos.

Hallo Andreas

vielen Dank für die Fotos.

Endlich mal einer der sich hier meldet, und das Gerät besitzt.

Würdest du mir den Gefallen tun und mal im Transverterbaustein den 
Spannungsabfall an dem 4,7 Ohm Widerstand des BFQ34T Doubles messen?

Bei mir fließt durch den Emitterwiderstand ca. 80mA. Ist das zuwenig?

Demnach unterscheidet sich die bei mir aktuelle Bestückung nur durch den
BLW60 . In deiner Endstufe ist es ein 2N5084.

Das ist für mich mal ein guter Ansatzpunkt, zumal der Trimmer C6 bei mir 
ganz eingedreht sein muss, und dabei noch kein Maximum gefunden habe.

Ich werde mir jetzt mal die Ausgangsimpedanzen beider Transistoren 
anschauen.

Ralph

Autor: Erwin B (Gast)
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Ralph Berres schrieb:
> In deiner Endstufe ist es ein 2N5084.

2N6084

Autor: Ralph B. (rberres)
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Erwin B schrieb:
> Ralph Berres schrieb:
>> In deiner Endstufe ist es ein 2N5084.
>
> 2N6084

Sorry ich hatte mich vertippt. Ich meinte natürlich 2N6084

Ralph Berres

Autor: Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)
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Hallo zusammmen, hallo Ralph,

da hast du den Salat.. :-)

Nach grobem Überfliegen der Datenblätter denke ich, dass der
BLW60 doch der geeignetere Kandidat sein müsste.
Beim 6084 geben sie ein hfe von 5 an, der BLW60 soll 10-50 haben.
Wie ich schon schrieb, da werden C-Transistoren in den A-Betrieb
gezwungenn. Man hatte ja damals nichts Besseres zu erschwinglichen
Preisen.

Wenn C6 nicht klappt, gleichgrosses C parallel oder von
hinten mit einer RLB hineinmessen; aber das weisst du auch selber.

Viel Glück.

73
Wilhelm

Autor: Ralph B. (rberres)
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Wilhelm Schürings schrieb:
> Wenn C6 nicht klappt, gleichgrosses C parallel

Das habe ich schon probiert.


 oder von
> hinten mit einer RLB hineinmessen; aber das weisst du auch selber.

Müsste ich mal testen.

Allerdings habe ich die Endstufe wieder eingebaut. Die IM Werte sind 
nach dem Abgleich einen Tic besser, aber immer noch nicht berauschend.

Ich muss mich als nächstes mal der Transverterbaugruppe zuenden, damit 
der bei der benötigten Ansteuerleistung wenigstens einen vernünftigen 
IM3 Abstand hat.

Ralph

Autor: herbert (Gast)
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Wie man auf den Bildern vom Andreas sehen kann wurde das ganze damals 
von SSB nicht gereinigt. Überall Reste von Flussmittel. Für mich wäre 
waschen nicht nur was fürs Auge, nein man würde auch 
Nacharbeiten/Reparaturen besser sehen können. Aber gut,die haben sich 
das gespart ebenso die Bezeichnungen aller  Halbleiter im 
Schaltplan.Schwach...

Autor: Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)
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Hallo Herbert,

ich 'bastele' nun HF seit mehr als 40 Jahren.
Nie habe ich eine Platine gewaschen. Das wird wohl bei diesem
'grobmotorischen' Mist nicht nur nichts sondern gar nichts bringen.
Ausserdem: 144 MHz ist doch heutzutage 'Gleichstrom'.
Glaubst du, die Leute bei SSB hätten damals nur einen einzigen Gedanken
auf ein solches Problem (?) ver(sch)wendet? Es musste nur ordentlich
aussehen.

73
Wilhelm

Autor: Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)
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@ Ralph

Hast du denn nicht die Möglichkeit, die PA alleine mit einem
- zumindest halbwegs - entsprechenden 2-Ton Signal zu treiben.
2 * 50mW  o.ä. wären doch nicht schlecht.
Bei all dem Strom in der PA kann ich mir kaum vorstellen, dass
das so miserabel ist. Du hast schon recht mit deiner Annahme, da
muss etwas faul sein.
+13dBm aus 2 Messsendern gekoppelt -> +10dBm; das auf einen
entsprechenden Verstärker. So etwas gibt es doch bestimmt in eurem
Institut. Das muss ja nicht unbedingt von Minicircuits sein.
Selbst wenn du dann bei den IM-Abständen nur bei -40 oder -30dB lägest,
wäre das immer noch besser, als im Nebel zu stochern.

Andere Möglichkeit:
Test der 1. Stufe.
Mit einem Scope-Tastkopf am Kollektor oder hinter dem 1. Anpassglied 
nachsehen.
Es müssen ja keine absoluten Pegel sein, die Relation sollte aber
bei einem 2-Ton Signal erhalten bleiben.

Frage: Wenn du 200mW 1-Ton da reinschiebst, kommen da dann 10W raus?
Wenn du es schon geschrieben hast, sry, überlesen.

Ich glaube schon, dass die beiden BFQ34T die erdorderlichen 200mW
auf die Beine bringen, aber eben Einzelton, bei PEP werden sie sich
wohl die Knochen brechen.
Deswegen würde ich die PA auch unter die Abteilung 10 Watt (nicht
PEP) tun.


Sonst weiss ich auch nichts mehr.

73
Wilhelm

: Bearbeitet durch User
Autor: Ralph B. (rberres)
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Wilhelm Schürings schrieb:
> Hast du denn nicht die Möglichkeit, die PA alleine mit einem
> - zumindest halbwegs - entsprechenden 2-Ton Signal zu treiben.
> 2 * 50mW  o.ä. wären doch nicht schlecht.

Ja habe ich sogar gemacht.

Ich habe einen breitbandigen 5 Watt Verstärker, der hat bei 2*0,5W 
Aussteuerung einen IM3 Abstand von fast 80db !!. Damit habe ich die 
Endstufe angesteuert. Der Verstärker macht 40db Verstärkung.

Davor habe ich noch einen Verstärker mit einen Gali5+ bestückt sitzen.

So kann ich meine beiden Signalgeneratoren SMY02 und SMHU58 über einen 
resistiven Combiner einfach zusammenschalten. Da ich in den beiden 
Signalgeneratoren auf Grund des geringen benötigten Ausgangspegel gut 
30db Dämpfung des Ausgangsteilers drin habe, sind die Generatoren so gut 
voneinander entkoppelt, das ich tatsächlich auf dem SA nur die zwei 
Linien sehe und sonst nichts. Bei 200mW PEP aus dem 5W Verstärker sehe 
ich dann immer noch exakt die beiden Linien und sonst nichts.

Mit dem Messaufbau mache ich meine IM3 Messungen.

Ich habe zum Schluss mal bei der Treiberstufe 600mA und der Endstufe 3 
Amp eingestellt. Da komme ich auf einen IM3 Abstand von 25db bei 2*5W 
Leistung

Bei 2*1,25W komme ich auf 40db IM3 Abstand.

Übrigens beziehe ich den Abstand auf den einzelnen Ton nicht auf PEP ( 
das sind ja immerhin 6db Unterschied ).

Das ist mir eigentlich zu schlecht.

Momentan ist ja alles Kaffeesatzleserei , solange ich
1. nicht weis, ob serienmäßig sowohl 2N6084 als auch BLW60 verbaut 
wurde,
2. nicht weis, wie hoch die Ruheströme der einzelnen Stufen sind,
3. nicht weis, wie hoch die tatsächlich gemessene IM3 Abstände bei 
vorgegebene Leistungen 5Wpep 10Wpep und 20Wpep sind.
4. nicht weis, worauf sich der IM-Abstand bezieht ( einzelnen Träger 
oder PEP).

Ideal wäre natürlich, wenn jemand der dieses Gerät besitzt, die gleichen 
Messungen machen könnte, damit man mal vergleichen könnte.

Ralph Berres

Autor: herbert (Gast)
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Wilhelm Schürings schrieb:
> ich 'bastele' nun HF seit mehr als 40 Jahren.

Ich auch. Ich hatte in meinem Berufsleben ausschließlich mit gewaschene 
Leiterplatten im besten Zustand zu tun. Meine persönlichen Werke durften 
da nicht hinten anstehen. Wenn es die Zeit zuließ habe ich sogar meine 
privaten Sachen über das Schwallbad laufen lassen und anschließend 
genauso gereinigt wie die "Werksgeschichten". Der Fluxer klebt halt wie 
Honig...Ich finde und ich habe die Bilder ja gesehen, es könnte besser 
aussehen. Einiges wurde händisch gelötet, aber eben nicht fürs Auge. Vor 
allem und das habe ich ja schon bemerkt, könnte man eine Nacharbeit dann 
sehen...zumindest deine. ;-) Die meine wohl nicht denn ich hätte das so 
erledigt, das man das nicht sehen kann. Aber Du bist mit deiner Arbeit 
zufrieden, ich mit meiner ...wir stehen nicht in Konkurenz. Meine erste 
Ausbildung war eine mechanische (Feinmechanik) daher kommt das halt.Die 
gelernten Prüffeldelektroniker konnten meistens nur "funktionslöten" 
schön und sauber ist was anderes. Zu mir haben sie immer gesagt "aha 
,sieht man gleich dass das ein ehemaliger Mechaniker gelötet hat". Für 
mich war das wie ein "Schlag zum Ritter" ;-)

Autor: Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)
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@ Herbert

Jeder so wie er möchte. Wenn es allzu 'knösig' und verlötet war, habe
ich es lieber  neugemacht.
(Ich hoffe, 'knösig' wird verstanden)
Die wenigen Flussmittelreste habe ich geflissentlich übersehen.
Mein persönlicher 'Goldstandard' war immer ein vollständiger,
durchgängiger, einwandfreier, klarer, nichtbeschädigter Kolophonium 
Überzug.
Tut nicht weh, kostet nicht viel und hält 100.. Jahre.


@ Ralph
Ich bin davon ausgegangen, dass du über die entsprechenden Messmittel 
verfügst.

Aber:
Das kann doch nicht sein, dass so ein Schei...-Teil bei mehr als 30
Watt DC-Input so ein miserables Ausgangssignal produziert.
Hast du mal die Sache mit dem Tastkopf am SA probiert?
Vielleicht macht wirklich ein Transistor nicht das, was er machen 
sollte.
Wenn die Ströme stimmen, verkleinern wird wohl kaum etwas bringen.
Ich gehöre nicht zu den 'Schnellwechslern'.., erst mal gucken...,
aber das machst du ja auch.

Ich wiederhole:
Ich weiss nix mehr.
Ansonsten 'ab in Tonne', aber das kann es ja auch nicht sein.

73
Wilhelm

: Bearbeitet durch User
Autor: Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)
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@ Ralph

kann man 'über'ruheströmem?
Dann wird einem das Teil wohl um die Ohren fliegen.
Oder sehe ich das falsch?

73
Wilhelm

Autor: Andreas (Gast)
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Hallo Ralph,

in meinem LT2S ist am Double BFQ34-T ein 4K7 Widerstand (gelb/lila/rot). 
Folgende Spannungen habe ich im Leerlauf gemessen bei 13 Volt 
Versorgungsspannung. Dazu wieder ein Foto, die Werte habe ich 
eingetragen.

73, Andreas

Autor: Ralph B. (rberres)
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Andreas schrieb:
> in meinem LT2S ist am Double BFQ34-T ein 4K7 Widerstand (gelb/lila/rot).
> Folgende Spannungen habe ich im Leerlauf gemessen bei 13 Volt
> Versorgungsspannung. Dazu wieder ein Foto, die Werte habe ich
> eingetragen.

Hallo Andreas

Besten Dank für die Messungen.

Ich meinte die Spannung an dem Abklatschkondensator. Da wo du 0.23V 
gemessen hast. Das ist der Emitter. Ist bei dir der Emitterwiderstand 
auch ein 4,7Ohm Widerstand der gegen Masse geht?

Ich messe an dem Punkt übrigens 0,38V was somit einen Ruhestrom durch 
diesen Transistorpaar von 80mA entspricht.

Ralph Berres

Autor: Andreas (Gast)
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Hallo Ralph,

yepp, auf der Oberseite habe ich auch den 4,7 Widerstand.

Gruß, Andreas

Autor: Ralph B. (rberres)
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Hallo Andreas

Dann fließen durch deine BFQ34T ja ein noch geringerer Strom als bei 
meinen LT2S.

Hast du die Möglichkeiten IM3 Werte  der einzelnen Stufen zu messen?

Ralph Berres

Autor: Ralph B. (rberres)
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Mit Rücksprache des Besitzers habe ich jetzt einen kompletten Satz 
Transistoren bestellt ( BLY87C,BLW60,BFQ34T ).

Da die Leistungs-HF-Transistoren ja immer aus mehrere parallel 
geschaltete Einzeltransistoren bestehen, vermute ich mittlerweile das 
einer der beiden
sagen wir mal angehimmelt sind. Das ist aber messtechnisch kaum 
rauszufinden.

Ich bin mal sehr gespannt, wie sich die Endstufe nach Einbau der neuen 
Transistoren verhält.

Ralph Berres

Autor: Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)
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Hallo Ralph,

da bin ich aber mal gespannt, ob das die Lösung des
Problems sein wird.

Frage:
Wo hast du diese Teile noch aufgetan?

Bzgl. BFQ34T könnte ich dir noch BFR134 anbieten, hat ein bisschen
mehr auf der Pfanne. Wenn es dann hilft.

Datenblatt anbei, es war etwas schwierig; ich hoffe, es hat geklappt.

73
Wilhelm

: Bearbeitet durch User
Autor: Ralph B. (rberres)
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Wilhelm Schürings schrieb:
> Frage:
> Wo hast du diese Teile noch aufgetan?

Den BFQ34T und den BLY87C gibt es beim Michael Berg in Iserlon den BLW60 
habe ich in Amerika auf Ebay entdeckt.

Wilhelm Schürings schrieb:
> Bzgl. BFQ34T könnte ich dir noch BFR134 anbieten, hat ein bisschen
> mehr auf der Pfanne. Wenn es dann hilft.

Den BFR134 kannte ich noch gar nicht.

Was willst du für den BFR134 denn haben? Ich meine das der für 
zukünftige Projekte interessant sein könnte.

Gerne diese Angelegenheit auch per PN.

Ralph Berres

Autor: Ralph B. (rberres)
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Wie ich soeben erfahren habe gibt es noch eine dritte 
Bestückungsvariante der Endstufe. Nämlich den MRF247 in der Endstufe. 
Dies schien auch die letzte Variante gewesen zu sein, bevor der LT2S vom 
Markt verschwand.

Den MRF247 werde ich jetzt auch bestellen.

Ralph Berres

Autor: Ralph B. (rberres)
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Den MRF247 habe ich mittlerweile erhalten, doch der passt nicht rein, 
weil die Massefahnen mit den HF Führenden Leiterbahnen kollidieren.

Der BLW60 war tatsächlich defekt. Ich habe darauf einen BLY88C und 
2N6084 verbaut, und erst mal die reine Endstufe vermessen. Dabei brauche 
ich etwa

500mW Eingangsleistung.

Für die 500mW werde ich wohl eine weitere Verstärkerstufe bauen.



Der BLY87C hat zwar mehr Verstärkung, war aber mit 8W maximale 
Ausgangsleistung zu knapp um einen vernünftigen IM3 zu erzielen.

Dabei habe ich bei 20W PEP 50dbIM3 Abstand erzielen können. Bei einen 
bestimmten Ruhestrom hat sich ein Minimum des IM3 eingestellt.

Leider habe ich nicht auf die Temperatur aufgepasst, so ist mir der 
2N6084 gestorben. Der scheint weit weniger Robust zu sein als der BLW60

Jetzt bin ich auf der Suche preiswert solch ein 2N6084 oder den BLW60 zu 
erwerben.

Das sollte mal ein Zwischenstand sein.


Sobald mir ein Transistor über den Weg gelaufen ist, und die Endstufe 
läuft, werde ich mal ein paar Messungen hier ins Netz stellen.

Ralph Berres

Autor: Ralph B. (rberres)
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So das Projekt LT2S ist jetzt abgeschlossen.

Ich habe von der Fa. Michael Berg aus Iserlohn die Original 
Endstufenplatine für den MRF247 erhalten und die Endstufe neu aufgebaut.

Erreicht habe ich bei 10W PEP einen IM3 Abstand von 32dbc und eine IM5 
Abstand der nicht mehr messbar war. ( Keine Seitenlinien sichtbar).

Ich glaube man sollte hiermit zufrieden sein. Bei 13,8V Betriebsspannung 
geht einfach nicht mehr.

Allerdings erreiche ich den IM Abstand nur bei einen Ruhestrom von knapp 
4 Amp. in der Endstufe und knapp 400mA in der Treiberstufe. Man kann 
schön sehen wie sich mit dem Ruhestrom der IM Abstand ändert. Die 
benötigte Steuerleistung für 10W beträgt am Eingang der Endstufe etwa 
20mW. Das kann der Transverter aufbringen.

Ich wollte das nur noch als Abschlussbericht hier einbringen, und mich 
bei allen die mir hier geholfen haben bedanken.

Ralph Berres

Autor: Michael Keller (Gast)
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Schade, bin erst jetzt über den Artikel gestossen und hätte Dir gleich 
mit dem Schaltbild und meinenr Lösung helfen können.Ich hatte ebenfalls 
Messungen des IM3 Verhaltens an meinem LT2 vorgenommen und war ebenfalls 
enttäuscht. Bis 5W OK,dann wurde es schnell mies. Die genauen Messwerte 
habe ich nicht mehr, aber sie decken sich gefühlsmässig mit deinen. Ich 
habe kurzerhand die PA rausgeschmissen und gegen ein Mitsubishi Modul 
(RA60H1317M1A) ausgetaucht, das bringt ca. 80W und ist, wenn man es bei 
20W PEP gegenüber mit den Messwerten des Original LT2 vergleicht um 
einiges besser. Es benötigt auch nur 50mW zur Ansteuerung, was die 
Treiberstufen entlastet. Der Preis des Moduls via Alibaba von einer 
Quelle aus Hongkong war incl.Lieferung ca. 50€, ich denke der Preis für 
das Retromodul mit den obsoleten Transistoren war höher. Das Modul mit 
einer kleinen Platine für den Anschluss  (ich kann dir das Layout 
schicken) passt locker an die Stelle der Blechbüchsen PA. Eine 
Verschlechterung war diese Lösung definitiv nicht und man hat 
FM-Reserven.

cul
Michael

Autor: Ralph B. (rberres)
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Hallo Michael

Du kannst mir die Umbauanleitung und vor allem die Messergebnisse mal 
zukommen lassen. Hast du von dem IM3 Messergebnisse Bildschirmplots vom 
Spektrumanalyzer?

Vielleicht werden wir das teil ja nochmal umbauen, wenn Verbesserungen 
möglich sind.

Dem Besitzer stört es nämlich etwas, das er jetzt nur noch 10W PEP zur 
Verfügung hat. Die Endstufe die er hat benötigt eigentlich etwa 50W PEP

Aber das wird vermutlich das Modul auch nicht können.

Ich bin mal gespannt.

Mich kannst du erreichen unter r-berres@arcor.de bzw Telefon 9651-44016

Ralph

Autor: Michael Keller (Gast)
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Hallo Ralph,

sobald ich dazu komme, mache ich nochmal Messungen. Wenn diese OK sind 
für Dich, kann ich Dir die Platinenvorlage schicken und Bilder vom 
Umbau.

email:
keller@etonlein.de

73'
Michael

Autor: Michael Keller (Gast)
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So anbei meine Messergebnisse mit dem 60W Modul.
Zweitonsignal mit 1,2KHz Abstand aus K3.

Die mittlere Leistung wurde mit einem R/S NRP-200 und Richtkoppler 
gemessen (10W->20W PEP,20W->40W PEP,30W->60W PEP). Ich denke die 
IMD-Werte sind bis 40W PEP gut und selbst bei 60W sicher nicht das 
mieseste Signal auf dem Band. Definitiv aber besser, als das was ich 
vorher an meinem  LT2S bei nur 10W gesehen habe.
Weiss eigentlich jemand, wieso der Sendemischer bem LT2S das LO-Signal 
am IF-Ausgang eingespeist bekommt? Bei mir ist das jedenfalls so.

Das Modul kann leicht anstelle der Blechbüchse angebracht werden, ein 
kleine Platine enthält die 5V Kontrollspannung und die Pads. Die 
Koaxanschlüsse sind einfach anzubringen, das SDS-Relais sollte 60W 
abkönnen.

Da die Stromaufnahme mit dem Modul schon in Ruhe bei über 7A liegt und 
bis auf über 10A ansteigen kann, sollte der An/Aus-Schalter für die 
Versorgung des Moduls umgangen werden. Der Spannungsabfall ist zu groß 
und der Schalter dürfte auch auf Dauer zerstört werden. Man muss ein 
paar Unterbrechungen auf der Platine vornehmen und die 
Spannungsversorgung direkt an das Schaltrelais führen.Ich denke aber das 
ist selbsterklärend, wenn man sich den Schaltplan (erstes Bild in der 
Kollektion der drei Schaltbilder) ansieht.



cul
Michael

Autor: Ralph B. (rberres)
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Sag mal Michael

Hast du hinter der Endstufe noch ein Tiefpass zur 
Oberwellenunterdrückung vorgesehen? Oder hoffst du auf Gottvertrauen?

Ralph Berres

Autor: Michael Keller (Gast)
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Hallo Ralph,
schau Dir das Datenblatt des Moduls an, die Unterdrückung ist mit 
mindestens 50dBC 2,3 Oberwelle angegeben, hinter der eigentlichen Röhren 
PA ist ein weiterer Tiefpass mit ca. 80dB Dämpfung bei 432.MHz 
geschaltet. Es hat sich auch noch nie jemand über mein Signal beschwert 
...
Die Platinen sind aber NICHT gewaschen ...

cul
Michael

Autor: Ralph B. (rberres)
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Hallo Michael

Ich habe das Modul mittlerweile auch erhalten , mal eine Endstufe 
aufgebaut und Messungen gemacht.

Die von mir gemessene IM3 Werte sind etwas schlechter als deine 
gemessene Werte. Bei 20 W PEP komme ich auf etwa 31db IM3 bei 40 W PEP 
knapp 26db IM3

Auch die Verstärkung entspricht nicht ganz der im Datenblatt. Bei 0dbm 
am Eingang sollen laut Datenblatt etwa 46dbm rauskommen bei mir sind es 
nur ca. 43dbm.

Der Oberwellenabstand ist dagegen sehr gut.

Allerdings weis ich nicht ob ich vom chinesischen Lieferanten Fakes , 
oder Ausschussware bekommen habe. Bei 36$ pro Stück kann das ja durchaus 
sein.

Ich wollte nur mal ein Zwischenbericht einstreuen, auch wenn der letzte 
Eintrag schon was länger her ist.

Falls Messprotokolle interessieren, muss ich erst welche machen und 
dokumentieren.

Ralph Berres

Autor: Ralph B. (rberres)
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Hier mal ein paar Messergebnisse des Mitsubishimoduls RA60H1317M1A

Ich muss mich korrigieren. Die Werte scheinen was besser zu sein als vom 
Michael.

Gemessen wurde mit 13,8V Betriebsspannung statt wie im Datenblatt 
vorgesehen 12,5V.

Mit 12,5V Betriebsspannung hätten die Ergebnisse noch schlechter 
ausgesehen.

Erst mal die Ausgangsleistung bei einen Eingangspegel von

 -3dbm gemessen 5W   Datenblatt 10W
  0dbm  gemessen 10W  Datenblatt 20W
  3dbm  gemessen 19W  Datenblatt 31W
  6dbm  gemessen 35W  Datenblatt 50W
  9dbm  gemessen 51W  Datenblatt 63W
12dbm  gemessen 62W  Datenblatt 70W
15dbm  gemessen 68W  Datenblatt 75W
18dbm  gemessen 71W  Datenblatt 80W

Auffällig ist die generell um 3db zu geringe Verstärkung.

Jetzt zu den IM3 Produkten die die Endstufe abgibt.

Ich gebe einfach jetzt die PEP Leistung an. Ich habe am Eingang jeweils 
ein Viertel der PEP Leistung für jeden der beiden Träger eingestellt.

Also z.B. jeder einzelne Träger hat eine Leistung von 2,5W erzeugt, das 
sind 10W PEP Die gemessene IM Produkte beziehen sich auf den einzelnen 
Träger und nicht auf die PEP. ( Das wären sonst 6db mehr IM3 Abstand. So 
kann man sich schön rechnen ).

Also
       10W PEP  42dbc IM3
       20W PEP  36dbc
       30W PEP  33dbc
       40W PEP  30dbc
       50W PEP  27dbc
       60W PEP  24dbc
       70W PEP  21dbc
       80W PEP  18cbc

Auch hier sieht man wirklich linear ist die Endstufe bis maximal 20WPEP

Da drüber begrenzt sie immer mehr.

Ralph Berres

: Bearbeitet durch User
Autor: Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)
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Hallo Ralph,

auch dich bitte ich darum, deine Ergebnisse im *.xls Format
zur Verfügung zu stellen. Nicht *.xlsx!
Bei *.doc gibt es mittlerweile auch *.docx!
Das sind die neuesten Fimmel von Mikrosoft. Wenn man mit deren
Programmen arbeitet, fällt das nicht auf.
Ich muss mir aber nicht für jede ihrer Neuerungen neuen Krempel auf die 
Platte spielen.
Eine vergleichbare Mail habe ich auch nach Baunatal geschickt;
'oohh, ist uns nicht aufgefallen'

Nix für ungut.


73
Wilhelm

: Bearbeitet durch User
Autor: Ralph B. (rberres)
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Hallo Wilhelm

Sorry ist mir erst jetzt aufgefallen. Ich habe es extra jetzt noch mal 
im XLS Format abgespeichert und lege es jetzt noch mal hier auf diesen 
Tread


Mittlerweile ist mir eine Idee gekommen, wie man Endstufen linearisieren 
könnte. Ich bin mir aber nicht sicher ob das funktioniert.

Meine Idee ist folgende. Die HF Spannung am Eingang und am Ausgang 
gleichrichten. Wobei am Ausgang die Spannung vorher runtergeteilt werden 
muss. Und zwar um den Faktor, das bei der höchsten Ausgangsleistung die 
gleichgerichteten Spannungen gleich groß ist. Mit den beiden 
gleichgerichteten Spannungen auf einen OP gehen, welche dann einen 
Pindiodenabschwächer am Eingang entsprechend nachregelt, bis Eingangs 
und runtergeteilte Ausgangsspannung wieder gleich groß ist.

Die Regelstrecke müsste mindestens so schnell sein wie die maximal zu 
übertragende Frequenz der Hüllkurve.

Es war jetzt erst mal eine Idee, ohne eine Aussage treffen zu können, 
das sie klappen könnte oder gar sogar funktioniert. es sollte eine 
Diskussionsanregung sein. Mich interessiert, was andere hier aus dem 
Forum von der Idee halten, oder ob das schon mal jemanden hier 
verwirklicht hat, mit dem man sich austauschen könnte.

Ein Blockschaltbild müsste ich erst erstellen , einscannen, um es dann 
hier hochladen zu können. Aber vielleicht reicht ja die Erklärung hier 
schon.

Ralph Berres

Autor: WoDiPo (Gast)
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Hallo Zusammen,

habe eure Untersuchungen mit Interesse gelesen.
Ich habe auch einen LT2S, noch im TX original, und bin auch gerade auf 
die 60W Mitsubishimodule gestossen. Als möglichen Ersatz für die PA, bei 
vielleicht gleichzeitig niedrigerem Ruhestrom, weil MOS günstiger ist.

Was ich vermisse sind Werte für IM5 oder auch IM7, damit man ein Gefühl 
bekommt wie das Signal splattert, oder auch nicht.

Was für einen Ruhestrom habt ihr für die beiden Modulstufen eingestellt?
Habt ihr das Eingangssignal noch abgeschwächt...?

Vielleicht erreich' ich ja noch Einen.

Autor: Ralph B. (rberres)
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WoDiPo schrieb:
> Was ich vermisse sind Werte für IM5 oder auch IM7, damit man ein Gefühl
> bekommt wie das Signal splattert, oder auch nicht.

Ich habe experimente mit eine Misubishimodul, welches mit Mosfets 
bestückt ist, gemacht. Dieses Modul hat 7 Amp Ruhestrom.

Ich hatte mir das 60 Watt Modul gekauft, weil ich der irrigen Annahme 
war das bei einen so hohen Ruhestrom die Linearität hervorragend sei.

Aber mehr als 30dbc IM3 Abstand kam bei 20W ( also 2*5 Watt ) 
Zweitonsignal
nicht heraus. Bei 10W PEP waren es dann ca 35db.

Das war ungefähr das was der LT2S bei 10W PEP rausbekommen habe.

IM5 und IM7 habe ich garnicht erst gemessen, weil die nur unwesentlich 
besser waren.

Die Module habe ich noch. Wenn mich mal wieder die Lust packt, mache ich 
nochmal Versuche damit.

Ralph Berres

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