EMV-Test und daraus zu ziehende Schlüsse

Gast #3800593
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Hallo,

mal eine Frage:

ein Gerät durchläuft einen EMV-Test (Bestrahlung) problemlos, einzig bei 
einer Frequenz von ca. 920MHz zeigen sich ein paar kleine 
Auffälligkeiten, d.h. das Gerät geht in einen Modus, in welchen er so 
nicht hätte wechseln sollen.


Wie geht man nun anhand so eines EMV-Testergebnisses am besten vor?


mfg
Gast #3800667
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ok Danke,

und die nächsten Fragen:

1)
Lambda/2, Lambda/4 oder Lambda/8, welche Größe ist am relevantesten?


2)
Eine Änderung der Leiterbahnlänge wird die Frequenz nur verschieben 
können.


Was wäre eine geeignete Lösung:

Leitungen niederohmiger machen?
Haben allerdings durchgängig schon 0,5mm Dicke, also für 
Industrieanwendungen eigentlich schon relativ groß...

Leitungen dichter an GND verlegen, dies würde die Kapazität zum GND 
erhöhen.
Genau das Gegenteil, die Leitungen weiter von GND weg schieben? Dies 
würde die Kapazität zum GND reduzieren.


weitere Ideen?
Moderator Persönliche Seite #3800709
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EMV schrieb:
> allerdings stehen mir nur zwei lagen zu

Dann ist es besonders wichtig, so viel wie möglich Vias über die
beiden Lagen zu verteilen.  Je netzförmiger und flächiger das sich
ergebende Masse-Gebilde ist, um so besser.  Aber Vorsicht beim
blinden Auffüllen mit Masseflächen: wenn sich irgendwie eine Zunge
von einigen Zentimetern Länge dabei bildet, die nur an einer Seite
an Masse ist, hast du dann irgendwann einen lambda/4-Resonator.
Gast #3800715
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Hallo,
häufig werden heutzutage "moderne" Bauteile(-familien) eingesetzt. 
obwohl nicht unbedingt für die Aufgabe notwendig. Diese Bauteile sind 
jedoch viel "schneller", mit der Wirkung, dass diese auch bei 
höherfrequenten Störsignalen reagieren können.

Grundregel: Jeder Ausgang und jeder Eingang sollte nur das Signal per 
Filter bekommen, das für die Aufgabe notwendig ist. Ein "breitbandiger" 
Empfänger nimmt auch mehr Störungen auf und kann leichter versagen.

Gruss
Gast #3800722
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HF-Werkler schrieb:

> Grundregel: Jeder Ausgang und jeder Eingang sollte nur das Signal per
> Filter bekommen, das für die Aufgabe notwendig ist. Ein "breitbandiger"
> Empfänger nimmt auch mehr Störungen auf und kann leichter versagen.

Stimmt. Leider filtert selten EIN Filter so viel, wie man sich wünscht. 
Besser ist die Ursache des Übels zu finden. Oft liegt es am ungünstigen 
Aufbau.
Gast #3800742
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Das sind dann die Fälle, die bei der Immunität gerade noch so ein Pass 
bekommen, aber beim Burst dann versagen, weil man nur eine Teillösung 
gemacht hat. Wenn man einen Filter baut, sollte man immer die 
Bauteileeigenschaften berücksichtigen und dann eben je nach Ort und 
Frequenz das passende Filter wählen.

Niemand zwingt einen, ein zu einfaches Filter zu nutzen, man kann die 
breitbandige Wirkung erreichen, indem man die Filter kaskadiert. Bei 
Surge/Burst/ESD macht man das ja schon länger.

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