Hatte gestern mit einem Kumpel eine Diskussion darüber, was man mit wenig Erspartem machen kann. Unter der Annahme man hätte nur 30-50k erspart. Für eine Wohnung oder Haus ist es zu wenig, Süddeutschland. Man könnte sich ein Auto kaufen, dann ist es aber weg und in einpaar Jahren nichts mehr Wert. Sparbuch ? In einer Krise sind die Sparer eigentlich die ersten die bluten. Bar unters Kopfkissen ? Anlegen in Fonds oder ähnliches ? Was gründen ? Anteile kaufen ? Was kann man also machen, damit das Geld nicht nur arbeitslos auf dem Konto liegt ?
Ich bin in der "glücklichen" Lage, einen Kredit aufgenommen zu haben für ein Eigenheim. Dementsprechend stellt sich mir diese Frage nicht. Alles Geld, was anfällt (Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Steuerrückzahlungen etc.) kann ich direkt zur Rückzahlung meiner Schulden nutzen, das bringt mir die meiste "Rendite". Kein Sparer oder halbwegs sicherer Aktionfond bringt genug Zinsen, um eine Investition anstatt einer Tilgung zu rechtfertigen. Wenn ich mal Fertig bin, hm gute Frage. Kommt wohl auf die Zinssituation dann an. Aber ich denke, Aktionfonds (natürlich stabile, keine Zockereien) sind Sparbüchern überlegen. Das wäre wohl dann der Weg. Ein kleines Polsterchen sollte man für Notfälle aber natürlich griffbereit auf dem Sparbuch haben, auch wenns da "weniger bringt".
Stefan D. schrieb: > Hatte gestern mit einem Kumpel eine Diskussion darüber, was man mit > wenig Erspartem machen kann. Unter der Annahme man hätte nur 30-50k > erspart. > Für eine Wohnung oder Haus ist es zu wenig, Süddeutschland. > Man könnte sich ein Auto kaufen, dann ist es aber weg und in einpaar > Jahren nichts mehr Wert. > Sparbuch ? In einer Krise sind die Sparer eigentlich die ersten die > bluten. > Bar unters Kopfkissen ? > Anlegen in Fonds oder ähnliches ? > Was gründen ? Anteile kaufen ? > > Was kann man also machen, damit das Geld nicht nur arbeitslos auf dem > Konto liegt ? Stefan D. schrieb: > Für eine Wohnung oder Haus ist es zu wenig Für eine Vollfinanzierung stimmt das, aber als Eigenanteil an einer Finanzierung über eine noch nie da gewesene Mini-Zins-Hypothek einer Wohnung(irgendwo), die man dann vermietet, kann das aber schon reichen. Da braucht es dann auch nicht die ganze Summe, sondern nur einen Teil davon. Ist natürlich nicht ganz ohne Risiko, aber man kann und sollte sich gründlich vorher informieren. Von einer Immobilienblase wird allerdings auch schon geredet. Wenn man dann mal auf Dauer arbeitslos wird, ist so ein Investment leider ein ganz schöner Klotz am Bein, der einem dann keine Freude mehr macht.
Mit dem Teil im Anhang (Gif Animation) auf dem Oktoberfest rumlaufen :-)
-Gold und Silber kaufen(wurde schon erwähnt) -ein paar Zocker Aktien kaufen(z.B. Apple und Google waren auch Zocker Aktien) -in Devisen anlegen -Lotto spielen -einen Youngtimer kaufen(KFZ,KRAD) -einen Partner suchen und ein Geschäft aufbauen(Restaurant, Hausmeistersevice, usw.) -Koks und Nutten ;)
> Unter der Annahme man hätte nur 30-50k€ erspart.
Das is' a weng wenig, aber dennoch:
Gold kaufen.
Das ist, im Moment sehr, niedrig und bleibt bei einer zu erwartenden
Inflation werthaltig.
Silber ist viel zu volatil (schwankend) und somit schlecht.
Aktien sind überbewertet, zudem steht ein überfälliger Crash ins Haus.
An Fonds verdienen nur die Manger und der Verkäufer der Bank.
Eine Firmengründung muss Hand und Fuß haben und sehr wohlüberlegt sein.
Für eine stille Beeidigung (Anteile) muss die Firma sehr gut geprüft
werden. Wenn Du überhaupt was findest.
Ein kleines Baugrundstück auf dem Land könnte eventuell möglich sein.
Dazu sind aber Ortskenntnisse nötig!
Eine nicht überteuerte Immobilie in Griechenland oder auch Spanien
richtig gewählt bietet langfristig bestimmt Chancen.
Das ist aber ohne lokale Kenntnisse aus der Ferne nicht machbar!
Sparbuch ist von der Regierung bis 100k€ garantiert hat aber jetzt schon
eine negativ Rendite.
Kunst & Krempel ist nur was für Profis.
Devisen sind unberechenbar...
Auf den Kopf hauen für alles was Spaß macht.
Wandelt Geld in Erinnerung um... .
Grüße Löti
Lothar S. schrieb: > Das ist, im Moment sehr, niedrig und bleibt bei einer zu erwartenden > Inflation werthaltig. Vor 15 Jahren hat die Feinunze mal < 300 USD gekostet. Was kostet sie heute? Findest du das "sehr, niedrig"?
> Was kostet sie heute? Ca. 1.250$. 1250/300 => x4,17/15a = 10%/a, das entspricht dem Werteverfall des $. > Findest du das "sehr, niedrig"? Im Vergleich zu 1.900$ die wir schon hatten: Ja! Grüße Löti
Lothar S. schrieb: > Im Vergleich zu 1.900$ die wir schon hatten: Ja! Und im Vergleich zum Geldmengenwachstum geradezu hinterhergeworfen. Denoch Spekulativ -> mit der Aussicht auf Gewinn, Im Gegensatz zum Spaarbuch -> mit der Garantie auf Verlust Noch eine Alternative: Auf den nächsten Börsenchrash warten und dann einsteigen, kann aber sein dass man darauf noch 10 Jahre wartet und es sich erst in 40 Jahren auszahlt...
Sparbuch ist ohnehin Unsinn, bringt real Negativzinsen. Ich habe keins. Habe nur ein Girokonto und ein Tagesgeldkonto. Solide Aktien bringen langfristig betrachtet 10% Rendite pro Jahr (Kurssteigerung plus Dividenden). Man sollte sich allerdings etwas damit befassen und nicht auf vermeintliche Geheimtipps reinfallen. Fonds bringen meistens weniger weil da noch ein Heer von Bankern von leben will. Ein Anteil an echtem Gold ist auch nie verkehrt. Gold ist immer etwas wert, überall auf der Welt. Du könntest auch eine Eigentumswohnung kaufen, diese vermieten und die Mieter deinen Kredit abbezahlen lassen. Die Suchfunktion bringt hier auch wie so oft weitere Threads mit gleichem Thema und gleichen Tipps hervor. > Sparbuch ist von der Regierung bis 100k€ garantiert Die Versprechung von Merkel ist lange her und eine Rechtsverbindlichkeit gab es für solche Aussagen nie. http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2013/11/schauble-gibt-zu-die-sparer-werden.html
Oder auch 70 Jahre und sogar noch mehr wenn die Firmen auf die Du gesetzt hast den Crash nicht überlebt haben... . Im Allgemeinen sind Kleinanleger nach einem Crash ruiniert. Den langen Atem haben nur Große, sehr Große. Grüße Löti
> Du könntest auch eine Eigentumswohnung kaufen, diese vermieten und die > Mieter deinen Kredit abbezahlen lassen. Das funktioniert nur bei guten Zeiten aber nicht in einer schweren Kriese! > und eine Rechtsverbindlichkeit gab es für solche Aussagen nie. Wenn's so schlimm kommt is' eh "Alles zu spät". Dann kannst Du bei einen Grundstück oder Gold auch lange warten... . Grüße Löti
Chr. Messener schrieb: > Und im Vergleich zum Geldmengenwachstum geradezu hinterhergeworfen. Ist dein Vermögen mitgewachsen? Hat dein Einkommen mit dem Geldmengenwachstum Schritt gehalten?
Paul M. schrieb: > Tagesgeldkonto Als wäre das besser... > Solide Aktien bringen langfristig betrachtet 10% Rendite pro Jahr > (Kurssteigerung plus Dividenden). Man sollte sich allerdings etwas damit > befassen und nicht auf vermeintliche Geheimtipps reinfallen. Hast du das ergoogelt?
> Ist dein Vermögen mitgewachsen? Bei richtigen Portfolio, ja. > Hat dein Einkommen mit dem Geldmengenwachstum Schritt gehalten? Die Einkommen in Europa sind im internationalen Vergleich überhöht. Eine Angleichung an das Weltniveau ist mittelfristig nicht zu vermeiden und findet bereits seit ca. 20 Jahren schleichend statt. Über das Geldmengenwachstum lässt sich die zu erwartende langfristige Inflation vorhersagen. Und danach haben wir einen sehr massiven Inflationsstau! Grüße Löti
Haltet Ihr die Investition in Gold gemessen an den in der Tiefsee vorhandenen Mengen wirklich für sinnvoll? Solange es nicht gehoben werden kann, würde ich zustimmen, aber gerade wenn man im Rahmen von 20 Jahren denkt, könnte ich mir gut vorstellen, dass Tiefseeabbau die Preise durchaus drücken bzw. stabil halten könnte.
Uhu Uhuhu schrieb: > Paul M. schrieb: >> Tagesgeldkonto > > Als wäre das besser... Ja ist es. Man braucht gelegentlich kurzfristiges Geld für irgendwelche Reparaturen oder um Aktien nachzukaufen wenn diese gefallen sind. Uhu Uhuhu schrieb: >> Solide Aktien bringen langfristig betrachtet 10% Rendite pro Jahr >> (Kurssteigerung plus Dividenden). Man sollte sich allerdings etwas damit >> befassen und nicht auf vermeintliche Geheimtipps reinfallen. > > Hast du das ergoogelt? Auch das. Habe aber auch 20 Jahre Erfahrung damit. Karl Otto schrieb: > Haltet Ihr die Investition in Gold gemessen an den in der Tiefsee > vorhandenen Mengen wirklich für sinnvoll? Geld zu drucken wird auch in 20 Jahren noch einfacher und billiger sein als Gold zu fördern.
Paul M. schrieb: > Sparbuch ist ohnehin Unsinn, bringt real Negativzinsen. Ich habe keins. > Habe nur ein Girokonto und ein Tagesgeldkonto. Nicht ganz. Ein Sparbuch wird von der Geldwirtschaft anders behandelt, als Konten. Wenn es mal zu einem Fehler oder zum Hacken deiner Konten kommt und die Bank alle dicht macht (mir mal passiert) stehste plötzlich ohne Kohle dar. Auf ein Sparbuch hat das nämlich keinen Einfluss. Für einen Notgroschen ist ein Sparbuch noch gut.
Aktien wurden ja schon genannt. Allerdings sind 20 - 30k die untere Grenze um da sinnvoll zu investieren. Außerdem sollte man sich zumindest rudimentär damit auskennen. Aktien-Fonds wurden auch schon genannt - und der Nachteil der meisten davon: die hohen Gebühren / Provisionen, die sich die Banken einstreichen. Sinnvoll können aber sog. ETF's sein. Das sind Fond, die z. B. versuchen den DAX nachzubilden. Durch die besondere Konstruktion dieser Dinger sind die jährlichen Kosten relativ gering (in der Regel < 1%) und gleichzeitig können sie jederzeit provisionsfrei gekauft und verkauft werden. Wenn man das auch ncoh bei einem Online-Broker (Flatex, Cortal Consors usw.) macht, sind auch die Transaktionskosten relativ niedrig. Deshalb wäre mein Tipp auch genau so ein DAX-ETF und ggf. zusätzlich noch ein Edelmetall-ETF.
30k-50k - dafür lohnt es sich nicht in die Schweiz zu fahren. :) Was willst Du mit dem Geld mal machen? Altersvorsorge, Anzahlung auf ein Haus/Wohnung, ...? Breit streuen: DAX ETFs sind eine Anlage, um sein Geld langfristig (!) anzulegen. Der DAX hat Platz nach oben - und nach unten. Festgeldkonto - Naja, es gibt zumindest mehr als auf dem Sparbuch Gut für Geld, das man schnell braucht, größere Reparaturen und sonstige Katastrophen 5k€ sollten da ausreichen. Mit Öl ETCs habe ich gute Gewinne gemacht, jetzt aber nicht ganz so dolle. Edelmetall ETC - naja - dann lieber das Gold real zuhause haben, wenn es kracht, wären dann auch die ETCs weg. Ansonsten aufpassen, wer was verspricht. Bei diversen Onlinebanken gibt die Möglichkeit kostenlos Spiel-Aktien-Depots anzulegen, da kannst Du üben Aktien zu kaufen/verkaufen. Ansonsten in Dich investieren, schönen Urlaub, gut Essen gehen. Bei 50k€ gehen locken 500€/Jahr un die Inflation. Für 500€/a zusätzlich für einen Urlaub, lässt sich einiges machen.
Günter Mühldorfer schrieb: > Deshalb wäre mein Tipp auch genau so ein DAX-ETF und ggf. zusätzlich > noch ein Edelmetall-ETF. Der DAX umfasst gerade mal 30 Aktien aus Deutschland. Das Risiko ist geringer, wenn man weltweit streut. Am einfachsten mit einem ETF auf den MSCI World Index und den MSCI Emerging Markets. Noch etwas günstiger ists, wenn man statt dem MSCI World mehrere ETFs aus verschiedenen Regionen nimmt, z.B. auf den STOXX Europe 600, S&P 500 (Nordamerika) und etwas für Asien. Buchtipp: Gerd Kommer - Souverän investieren mit Indexfonds, Indexzertifikaten und ETFs.
Kauf dir Wald, viel Wald und einen Holzofen. :) Grüße Bernd
Wald und Holzofen gefällt mir :) Ein Bekannter kauft immer mal wieder kleine vermietete 1-2-Zimmer-Wohnungen. Teilweise aus Zwangsversteigerungen für lächerliches Geld. Immer 50%-Finanzierung, damit er Kosten absetzen kann. Er schwört, die Rendite liege bei ca. 5-8%. Krise egal: Billige Wohnungen sind immer gefragt und die Steinhaufen halten ein Weilchen.
Helge A. schrieb: > Ein Bekannter kauft immer mal wieder kleine vermietete > 1-2-Zimmer-Wohnungen. Teilweise aus Zwangsversteigerungen für > lächerliches Geld. Immer 50%-Finanzierung, damit er Kosten absetzen > kann. Er schwört, die Rendite liege bei ca. 5-8%. Krise egal: Billige > Wohnungen sind immer gefragt und die Steinhaufen halten ein Weilchen. Ist aber abhängig von der Lage, Zustand und Größe. Wenn man sich net auskennt, kann man da bös auf den Popo fallen. :-(
Bei einer Zwangsversteigerung gibts immer Gutachten. Die werden ja nit ganz umsonst gemacht. Lesen muß man schon können ;)
Michael ... schrieb: > Wenn man sich net > auskennt, kann man da bös auf den Popo fallen. Den Spruch hört man immer! Der stimmt auch, aber die Schlussfolgerung ist: gar nix machen. Deshalb weiterbilden, gibt ja genug Bücher für jedes Thema und danach kennt man sich aus.
> gibt ja genug Bücher für jedes Thema und danach kennt man sich aus.
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Es kommt auch ein wenig drauf an wie lange es gedauert hat die 50k anzusparen: falls z.b < 3 Jahre dann einfach nochmal 5 Jahre weitersparen und mit einem Kredit zusammen eine Immobilie kaufen.
Helge A. schrieb: > Bei einer Zwangsversteigerung gibts immer Gutachten. Die werden ja nit > ganz umsonst gemacht. Lesen muß man schon können ;) Schon mal an so einer teil genommen? Das läuft da nämlich nicht wie bei Ebay ab. Da musst du einen kleinen Teil deines Gebots beim Auktionator hinterlegen, auch wenn das Geld nur ein Pfand ist. Jedenfalls läuft das ganz anders ab, als man glaubt. Da die Auktionen ja öffentlich sind, kannste ja mal als Besucher schauen wie es da wirklich läuft. Was die Gutachten angeht, mögen die schon recht sachlich sein, aber eine Garantie sind die auch nicht und meist sind die auf ortsüblichen Zahlen gegründet, für die sicher auch keiner die Hand ins Feuer legen will, solange die Gerichte das akzeptieren und die akzeptieren oft mehr als vernünftig wäre.
Helge A. schrieb: > Teilweise aus Zwangsversteigerungen für lächerliches Geld. Das war mal. Seit die Russen und die Türken diese Veranstaltungen für sich entdeckt haben, steigern die Hohlköpfe sich gegenseitig hemmungslos auf 120% oder mehr des vom Gutachter festgestellten Verkehrswertes. Ob das für die Schuldner gut ist? Ich weiß es nicht, denn Nutznießer sind vor allem die Banken.
Gilt das auch für kleine Objekte? Von sowas hab ich nur bei größeren Dingern gehört. Und das Bieterpfand ist ja nit hergeschenkt. Wenn der Preis durch die Decke geht, braucht man ja nit weiter bieten.
Helge A. schrieb: > Gilt das auch für kleine Objekte? Natürlich. Kleine Objekte in Ballungsgebieten sind von Investoren sehr gefragt.
Karl Otto schrieb: > Haltet Ihr die Investition in Gold gemessen an den in der Tiefsee > vorhandenen Mengen wirklich für sinnvoll? Solange es nicht gehoben > werden kann, würde ich zustimmen, aber gerade wenn man im Rahmen von 20 > Jahren denkt, könnte ich mir gut vorstellen, dass Tiefseeabbau die > Preise durchaus drücken bzw. stabil halten könnte. Die Ansicht, dass der Goldkurs schwankt, ist eigentlich die falsche. Denn der Wert des Goldes ist eigentlich stabil. Der Geldwert ist der, der schwankt. Gruß Jobst
Jobst M. schrieb: > > Denn der Wert des Goldes ist eigentlich stabil. LOL. Da hier schon viel Blödsinn gesagt wurde, halte ich mit und erhöhe auf: "Investiere in Bitcoins."
Lasst mich Arzt schrieb: > gibt ja genug Bücher für > jedes Thema und danach kennt man sich aus. "Wir haben hier sehr aussagekräftige Finanzliteratur." "... aussagekräftige Finanzliterarur... Ich hör´nichts.."
Jobst M. schrieb: > ...der Wert des Goldes ist eigentlich stabil... wenn man ihn denn als absolute Referenz verwendet. Der Wert des Geldes ist auch stabil - kleine bedruckte Papierstückchen, eigentlich wertlos (außer man nimmt sie als Anzünder her). Trotzdem gibt einem ein Kaufmann etwas zu essen dafür, ist doch eigentlich komisch. Aber das ist wieder alles viel zu philosophisch ;)
> was kann man damit machen ... Alt, aber gut, ein bekannter, inzwischen verstorbener Fussballkicker hatte die Lösung: "Ich habe viel Geld für Alkohol, Frauen und schnelle Autos ausgegeben, den Rest habe ich einfach verprasst." aus: http://de.wikipedia.org/wiki/George_Best#Wissenswertes
> ist doch eigentlich komisch
Eher Deine Ansichten.
Geld ist ein allgemein anerkanntes Tauschobjekt.
Nicht mehr und nicht weniger.
Es gibt auch Leute, die sagen, dass man gerade solche mittleren Beträge in etwas investieren sollte, was einem kontinuierliche Erträge bringt (aka passives Einkommen). Im Ergebnis läuft das meistens auf Aktien hinaus, die man aber aufgrund ihrer Dividendenstabilität aussucht. Gibt auch ETFs davon. Typischerweise gibt das so 3-6%. Immobilienfonds gehen natürlich auch, die haben aber inzwischen etwas lästige Regelungen, wenn man das Geld dann doch wieder schnell bräuchte. Ich bin dieser "Dividendenstrategie" auch nicht so ganz abgeneigt, weil die reale Ausschüttung dann doch irgendwie besser ist, als virtuelle Kursgewinne, die man meistens doch zu spät realisiert... Eigene Immobilien sind so eine Sache. War doch grad neulich wieder auf SPON: http://www.manager-magazin.de/immobilien/artikel/immobilien-private-vermieter-verpassen-renditechancen-a-991977.html Für den genannten Preis geht ja auch eher nur eine recht kleine Wohnung in einem Mehrparteienhaus her. Wenn die Eigentümergemeinschaft dann mehrheitlich beschliesst, dass eine Fassadenrenovierung (oder Fenster, oder Heizung, oder oder) fällig wird, muss man noch mehr Geld reinstecken...
> dass man gerade solche mittleren Beträge
Das is' nicht mittel, das ist klein.
> Das is' nicht mittel, das ist klein.
Alles ist relativ... Für nur "Angespartes" würde ich das aber schon als
"mittel" bezeichnen, schliesslich lag es durch das Ansparen einfach nur
so rum und wurde da dummerweise nicht mehr (mal von den Promille
Tagesgeldzinsen abgesehen). Sonst wäre es ja nicht mehr erspart, sondern
schon investiert ;)
Lothar S. schrieb: > Und danach haben wir einen sehr massiven Inflationsstau! Wie ist das verstehen? Dass die Zinsen/Inflation stark steigen werden, nachdem sie lange zurückgehalten wurden? Aber Japan macht das doch schon lange so mit den riesigen öffentlichen Schulden (=hohe Geldmenge) und niedrigen Zinsen. Was passiert bei starken Zins/Inflations-Anstieg? Die hochverschuldeten Staaten könnten sich nicht mehr finanzieren und wären Bankrott. Ich habe in diesem Zusammenhang Dr Alfons Proebstl gehört: http://www.youtube.com/watch?v=eEPOb0AWgME Der fasst das klar zusammen. Wobei ist Gold nicht vertraue. Das ist schneller enteignet als man schaut.
J. Wa. schrieb: > Der fasst das klar zusammen. Wobei ist Gold nicht vertraue. Das ist > schneller enteignet als man schaut. Ja, ja. Wieso soll Gold schneller enteignet sein als alles Geld was irgendwo bei den Banken liegt? - sofern Gold im eigenen Tresor liegt kann es so schnell niemand enteignen. Man kann bis zu 15K€ je Einkauf ohne Registrierung im Tafelgeschäft erhalten - niemand weiß davon. Schon vergessen? Zypern - Freitag Abend wurden Banken geschlossen, die waren dann mal für 2 Wochen dicht. Kein Geldautomat und kein Onlinebanking - gleichzeitig für alle Zyprioten. Das geht schneller als vielen lieb ist. Bei Aktien wird einfach der Handel ausgesetzt - das kam in den letzten Jahren schon öfter vor! Du bist also einer der glaubt die Bank hat Dein Geld? Haha, nur ca. 10%. Die Mindestreserve einer Bank muss bei 1% liegen, der Rest (von den Einlagen) ist schon weg, investiert in Staatsanleihen oder als Kredit wo anders hin vergeben. Wenn zu so einer Bank 11% der Kunden ihr der Bank geliehenes Geld (= vergebener Kredit zur Bank) zurück haben wollen, so ist diese wohl ein Rettungsfall. Nun überlege nochmal, welches Geld schneller enteignet sein könnte. Bares oder Girales? Abgesehen von Enteignungen gibt es auch noch Naturkatastrophen oder Energie-/Stromausfälle, bei denen die Plastikkarte auch wertlos wird. Nur Bares ist wahres.
Stefan D. schrieb: > Hatte gestern mit einem Kumpel eine Diskussion darüber, was man mit > wenig Erspartem machen kann. Unter der Annahme man hätte nur 30-50k > erspart. Wenn du noch keine 40 bist: abwarten! Gelder mit 1-2% Verlust pro Jahr auf Tagesgeldkonto parken und abwarten. In 10 Jahren geht die Masse der Babyboomer in Rente und die derzeitige Immohype hat den Zenit bereits überschritten. Der der kaufen wollte hat gekauft, der der renovieren wollte hat renoviert und in 20 Jahren gibts potenziell 1.4 Mio Hausverkäufer/a die dann 700.000 potenziellen Käufern/a gegenüberstehen. Wer Immos zu 20..30 Jahresnettokaltmieten kauft oder Aktien bei Höchstkursen einkauft dem ist nicht zu helfen. Don't Panic! Abwarten! Butzo
Klaus Butzmann schrieb: > Wer Immos zu 20..30 Jahresnettokaltmieten kauft oder Aktien bei > Höchstkursen einkauft dem ist nicht zu helfen. > > Don't Panic! Abwarten! > > > Butzo Das mit den Aktien-Höchstkursen ist so eine Sache, das weiß man vorher nicht immer. Ach ja, Immobilien, jetzt so günstig, weil die Zinsen so niedrig :-) Dafür sind viele Immobilien derzeit 30% teurer als zu Zeiten da die Zinsen mehr als das doppelte betrugen. Häuschen in der Pampas über 30 Jahre abstottern und dann, wenn die Kiddies aus dem Haus sind, man nicht mehr so gut Auto fahren kann und den Arzt lieber um die Ecke haben möchte, kriegt man den inzwischen Altbau nur noch für ein Taschengeld weg, für das es im Innenstadtbereich vielleicht eine 50m² 2-Raum-Wohnung gibt, die auch schon in die Jahre gekommen ist. Diese Wohnungen sind dann sehr begehrt.
Gibt es eine Aktien-Mindesthaltsdauer, damit man Dividende bekommt? Also wenn im November die Divdenden ausgeschüttet werden, und ich jetzt kaufe, bekomme ich Dividende oder nicht? Oder ist das AG abhängig?
Martin G. schrieb: > Gibt es eine Aktien-Mindesthaltsdauer, damit man Dividende > bekommt? > Also wenn im November die Divdenden ausgeschüttet werden, und ich jetzt > kaufe, bekomme ich Dividende oder nicht? > Oder ist das AG abhängig? Du bekommst die Dividende ausgezahlt, auch wenn Du die Aktie erst einen Tag vorher gekauft hast. Allerdings sinkt mit Ausschüttung der Dividende der Kurs um etwa den gleichen Betrag, da die Dividenenzahlung schon im Kurs eingepreist ist. Damit macht man also keinen schnellen Gewinn, falls Du das im Sinne hattest ... ;)
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