Hi, gesetzt den Fall eine ampelgeregelte Kreuzung siehe Bild hat einen kombinierten Übergang für Fußgänger und Radfahrer. Die Ampeln für die Autos müßt ihr euch denken, wobei gleichzeitig mit den Fußgängern die Rechtsabbieger Grün haben. Ist es irgendwo vorgeschrieben ob die Radfahrer- oder Fußgängerseite näher an der Einmündung zu liegen hat? Bei uns wurde die Variante siehe Bild realisiert und das ist imho die ungünstigere: - Radfahrer sind näher bei den Autos (Kollisionsgefahr da Radler schneller und aus dem toten Winkel auftauchen) - Fußgänger müssen weiter laufen (da die meisten an der Kreuzung gerade weiterlaufen) - wenn stattdessen Radlerspur weiter weg von der Einmündung wäre es entspannter da die Radler eh schneller auf anderer Seite sind Eure Meinung wäre interessant.
das ist imho die normale Variante, weil in der Regel die Reihenfolge halt Straße - Fahrradweg - Bürgersteig ist, und auch wenn es keinen extra ausgewiesenen Fahrradweg gibt, fahren Radfahrer in der Regel eher auf der Straßenseite. Und wie du selbst sagst: Radfahrer sind meistens schneller unterwegs, da macht es Sinn, wenn die nicht unnötig hin- und herkurven müssen
Wobei hier auf beiden Seiten der Kreuzung keine Fahrradspur ist, sondern nur ein kombinierter Fuß-/Fahrradweg auf einer Seite und auf der anderen Seite ein Fußweg mit "Radfahrer frei" Zusatz.
Finde ich jetzt auch die normale Lösung, wobei die ganz normale die wäre, dass der Radfahrer garnicht zum Fussgänger degradiert wird und direkt gerade aus druchfahren kann. Die Kollision beträfe ja nur die, die rechts abbiegen wollen, wie die Autos aus der Geradeausrichtung und die müssen ja irgendwo kreuzen. Würde man das umdrehen, müssen Fussgänger und Radfahrer schon auf dem Kombiradweg irgendwo vorher tauschen. So sit das korrekt so.
Radweg zwischen Gehweg und Autofahrbahn ist der Normalfall, dann sehen die Autofahrer den Radler rechtzeitig. Hundebesitzer müssen ihren Fifi nicht auf den Grünstreifen direkt neben die vorbeirasenden LKW führen. Hier hat man in einem Akt von blindem Aktionismus vor etwa 30 Jahren Rad- und Gehweg vertauscht, weil ein Radfahrer auf einer Bauminsel tödlich verunglückt ist. Seither verläuft der Radweg direkt neben einem Stacheldrahtzaun in Augenhöhe - besonders schön im Winter bei Glatteis.
Christoph Kessler (db1uq) schrieb: > Radweg zwischen Gehweg und Autofahrbahn ist der Normalfall, dann sehen > die Autofahrer den Radler rechtzeitig. Die ziemlich vielen jedes Jahr von rechtsabbiegenden KFZ(LKW an genau solchen Kreuzungen überfahrenen Radfahrer sähen das anders, lebten sie noch.
Stimmt, da währe es besser wenn dafür die Fußgänger umgenagelt werden, die machen nicht so teure Lackschäden.
hier in Köln (Ehrenfeld) hat man irgendwann die Hauptverkehrsstraße (Venloer Straße) umgebaut. Seitdem herrscht hier Chaos. Ursprüngliche Anordnung (symetrisch) Haus | Bürgersteig | Radweg | Parkstreifen | Straße Alle waren glücklich und zufrieden bis zum Umbau, und der Verkehr floß ungehindert, auch die Radfahrer hatten keine Probleme, "hinter" den parkenden Autos langzufahren. neue Anordung: Haus | Bürgersteig | Parkstreifen | Radweg | Straße D.h. man hat den Bürgerstreig und den Parkstreifen verbreitert, und die Räder auf die Straße gelassen. Diese ist nun natürlich um ca. 60 cm in jede Fahrtrichtung schmaler. Da ein Radfahrer aber auch nicht auf der gepflasterten Abflussrinne fahren mag, bewegt er sich eher 30 cm von der Bordsteinkante entfernt, drängt also noch mehr zur Fahrbahnmitte hin. Die Straße selbst war ursprünglich breit genug, daß auch mal jemand "am Straßenrand" kurz parkt zum be/entladen. Das geht natürlich jetzt "offiziell" nicht mehr, da es nun keinen Straßenrand mehr gibt, bzw. dieser ja nun der Radweg ist. Also muß jemand der kurz (hoffendlich nicht allzu lange) anhält # auf eine Be/Entladebucht (gibts kaum, bzw. zugeparkt), # oder auf den Radweg (Als Radfahrer eine Katastrophe, da man dann in den Gegenverkehr fahren muß) #oder mitten auf der Straße, d.h. das gibt ein Stau bis nach sonstewo, da ja dann die Autofahrer sich gegenseitig blockieren. Der Radfahrer traut sich dennoch nicht, die 50 cm Lücke zwischen Bordsteinkante und stehendem Lieferwagen anzupeilen, da z.B. ein Beifahrr gerne mal aus dem Auto springt und der Radfahrer dem dann in die Türe fährt (selbst schon gesehen) Irgendein D*pp hat angeblich mal rausgefunden, daß diese Spuranordnung sicherer sei als die vorherige. Merkwürdig nur, daß die Unfallzahlen seitdem deutlich angestiegen sind. Wo vorher der Gefahrenpunkt der war, daß ein Autofahrer unkonzentriert in eine Seitenstraße abbog und den Radfahrer übersah, übersieht er ihn nunmehr deutlich häufiger, da der RAdfahrer sich irgendwie in dem Verkehrs-Gewurschtel durchzufinden versucht Verstehe einer mal die Verkehrsplaner. Die wohnen wahrscheinlich irgendwo auf dem Dorf, und wissen gar nicht was die da für einen Unsinn planen.
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Die ziemlich vielen jedes Jahr von rechtsabbiegenden KFZ(LKW an genau > solchen Kreuzungen überfahrenen Radfahrer sähen das anders, lebten sie > noch. Die Radfahrer sind zum Teil aber auch nicht ganz unschuldig, weil viele den Überweg mit vollem Tempo passieren (wollen) und dabei auf ihr Recht pochend völlig ausblenden, daß ihr schnelles Herannahen von den abbiegenden Fahrzeugführern selbst mit Schulterblick manchmal nicht erfaßt wird. Ihr juristisches Recht nützt leider wenig, wenn sie dann tot sind oder im Krankenhaus liegen. Besser Hirn einschalten, Fehler der anderen einkalkulieren und gesund bleiben.
Wegstaben Verbuchsler schrieb: > Irgendein D*pp hat angeblich mal rausgefunden, daß diese Spuranordnung > sicherer sei als die vorherige. Merkwürdig nur, daß die Unfallzahlen > seitdem deutlich angestiegen sind. Das war kein Depp, die Spuranordnung ist tatsächlich sicherer, weil die Radfahrer gesehen werden und weil einparkende Fahrer sich meist umsichtiger verhalten, als Beifahrer, die die Tür aufreißen, ohne zu gucken. Die Frage ist nur, ob man jedesmal einen extra Radstreifen reservieren muss, oder ob es nicht besser ist, die Radfahrer auf die Straße zu lassen. > Merkwürdig nur, daß die Unfallzahlen seitdem deutlich angestiegen sind. Wenn der Radverkehr zunimmt - was der Fall ist - ist wegen der vielen, vielen Radwege, die zur Fabrikation von Unfällen konzipiert sind, auch nicht mit einer Abnahme zu rechnen. Icke ®. schrieb: > Die Radfahrer sind zum Teil aber auch nicht ganz unschuldig, weil viele > den Überweg mit vollem Tempo passieren (wollen) und dabei auf ihr Recht > pochend völlig ausblenden, daß ihr schnelles Herannahen von den > abbiegenden Fahrzeugführern selbst mit Schulterblick manchmal nicht > erfaßt wird. Wenn der Schulterblick aller Beteiligten denn Einblicke bietet... Oft genug ist da alles zugeparkt, oder zugewuchert. Im Übrigen hat der Radfahrer eigentlich dieselben Rechte, wie der Verkehr auf der PKW-Spur
Uhu Uhuhu schrieb: > Oft genug ist da alles zugeparkt, oder zugewuchert. Das kommt erschwerend hinzu. > Im Übrigen hat der Radfahrer eigentlich dieselben Rechte, wie der > Verkehr auf der PKW-Spur Sicher hat er die. Und während er im Gips Pause von der Radelei macht, kann er darüber nachdenken, ob es klug ist, dieses Recht immer durchsetzen zu wollen.
Uhu Uhuhu schrieb: > Das war kein Depp, die Spuranordnung ist tatsächlich sicherer, weil die > Radfahrer gesehen werden und weil einparkende Fahrer sich meist > umsichtiger verhalten, als Beifahrer, die die Tür aufreißen, ohne zu > gucken. doch, das war ein Depp, der nicht selber diese Strecke gefahren ist. Als Radfahrer fühle ich mich DEUTLICH unsicherer auf dieser Strecke (Ursachen siehe zuvor geschildert) Die Unfallzahlen sind deutlich höher gegangen (bei vergleichbarer Anzahl Verkehrsteilnehmer), und sowohl Radfahrer als auch Autofahrer fluchen über diese Umbaumaßnahme. Was nutzt die schönste Theorie (vergleiche z.B. das Gesellschaftsmodell "Kommunismus"), wenn die betroffenen (Verkehrs-) Teilnehmer sich nicht daran halten können oder wollen, und die Schönheit und Eleganz des Ansatzes einfach nicht begreifen wollen?
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Die ziemlich vielen jedes Jahr von rechtsabbiegenden KFZ(LKW an genau > solchen Kreuzungen überfahrenen Radfahrer sähen das anders Da habe ich auch schon eine Lösung gesehen, die Radfahrer kriegen eher grün, als die Autofahrer. Hilft natürlich nicht gegen die Radfahrer, die von hinten mit 60kmh rangeprescht kommen. Manche Radfahrer meinen, sie müßten auf andere Verkehrsteilnehmer keine Rücksicht nehmen. Früher ging oft die Radspur vor dem Buswartehäuschen lang. Da hab auch mal einen gesehen, der fuhr mitten in den Pulk der Aus- und Einsteigenden hinein. Mehrere Leute sind gestürzt, er aber auch. Ich konnte noch zur Seite springen.
Wegstaben Verbuchsler schrieb: > Als Radfahrer fühle ich mich DEUTLICH unsicherer auf dieser Strecke Dann fährst Du viel zu weit rechts. Richtig fährst Du, wenn Du etwa dort fährst, wo bei einem Auto die beiden rechten Räder sind - dann hast Du den erforderlichen Sicherheitsabstand nach rechts und fährst nicht zwangsweise in jede sich öffnende Tür von rechts von Dir geparkten Autos.
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Wegstaben Verbuchsler schrieb: >> Als Radfahrer fühle ich mich DEUTLICH unsicherer auf dieser Strecke > > Dann fährst Du viel zu weit rechts. > Richtig fährst Du, wenn Du etwa dort fährst, wo bei einem Auto die > beiden rechten Räder sind - dann hast Du den erforderlichen > Sicherheitsabstand nach rechts und fährst nicht zwangsweise in jede sich > öffnende Tür von rechts von Dir geparkten Autos. Die Ursachen hatte ich ja schon zuvor dargestellt: Die Radspur wird von Fahrzeugen zugeparkt. Als Radfahrer bin ich nunmehr gezwungen, in den Gegenverkehr zu fahren. Wo ein Gegenverkehrs-Auto noch auf ein entgegenkommendes Auto Rücksicht nimmt, wird der Fahrrradfahrer nur als "halb so breit" wahrgenommen. Die ca. 2.5 Autobreiten entsprechen auch dem, was da in etwa "verfügbar ist. Fazit: Entgegenkommendes Fahrzeug fährt NICHT rechts ran (denn da ist ja der Radweg), sondern orientiert sich am Mittelstreifen. Blockierendes Auto steht auf Radweg, und dann sind noch ca. 50 cm bis zum Mittelstreifen. Also entweder traue ich mich da als Radfarer "durch", oder ich muß halt stehen bleiben, um ddas entgegenkommende Fahrzeug passieren zu lassen. "Früher" wäre das halt anders gelaufen, selbst wenn ein Radfahrer auf der PKW-Fahrspur gefahren wäre: entgegenkommender PKW fährt ganz rechts bis an Bordsteinkante, und der Radfahrer in der Mitte hat noch ca. 1,20 - 1.5 m Platz.
Manchmal weiß ich auch nicht, wie es geregelt ist: In Berlin ist das oben skizzierte auch der "Normalfall", aus besseren Zeiten ist in vielen Fällen der Radweg auch noch rot mit einem Fahrradsymbol drauf. Seit ca. 3 Jahren ist jetzt, zumindest an einer Kreuzung die ich kenne, zusätzlich noch mit weißer Farbe ein Radweg auf der Straße markiert (also es gibt 2 Radwege, wenn man es genau nimmt - in Fahrtrichtung einen auf der Straße ganz rechts und den alten roten auf dem Bürgersteig ganz links. Welchen soll/muß ich jetzt benutzen? Alles egal?
Rainer Unsinn schrieb: > also es gibt 2 Radwege Wo genau soll das sein? > Welchen soll/muß ich jetzt benutzen? Steht irgendwo Zeichen 237 herum?
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