Forum: Offtopic Anordnung der Fußgänger- und Radfahrerspur an einer Kreuzung


von Hans H. (loetkolben)


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Hi,
gesetzt den Fall eine ampelgeregelte Kreuzung siehe Bild hat einen 
kombinierten Übergang für Fußgänger und Radfahrer. Die Ampeln für die 
Autos
müßt ihr euch denken, wobei gleichzeitig mit den Fußgängern die 
Rechtsabbieger Grün haben.

Ist es irgendwo vorgeschrieben ob die Radfahrer- oder Fußgängerseite 
näher an der Einmündung zu liegen hat?

Bei uns wurde die Variante siehe Bild realisiert und das ist imho die 
ungünstigere:

- Radfahrer sind näher bei den Autos (Kollisionsgefahr da Radler 
schneller und aus dem toten Winkel auftauchen)
- Fußgänger müssen weiter laufen (da die meisten an der Kreuzung gerade 
weiterlaufen)
- wenn stattdessen Radlerspur weiter weg von der Einmündung wäre es 
entspannter da die Radler eh schneller auf anderer Seite sind

Eure Meinung wäre interessant.

von Justus S. (jussa)


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das ist imho die normale Variante, weil in der Regel die Reihenfolge 
halt Straße - Fahrradweg - Bürgersteig ist, und auch wenn es keinen 
extra ausgewiesenen Fahrradweg gibt, fahren Radfahrer in der Regel eher 
auf der Straßenseite. Und wie du selbst sagst: Radfahrer sind meistens 
schneller unterwegs, da macht es Sinn, wenn die nicht unnötig hin- und 
herkurven müssen

von Hans H. (loetkolben)


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Wobei hier auf beiden Seiten der Kreuzung keine Fahrradspur ist,
sondern nur ein kombinierter Fuß-/Fahrradweg auf einer Seite und auf der 
anderen Seite ein Fußweg mit "Radfahrer frei" Zusatz.

von Kai D. (Firma: CAD- und CAE-Konstruktion) (robokai)


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Finde ich jetzt auch die normale Lösung, wobei die ganz normale die 
wäre, dass der Radfahrer garnicht zum Fussgänger degradiert wird und 
direkt gerade aus druchfahren kann.

Die Kollision beträfe ja nur die, die rechts abbiegen wollen, wie die 
Autos aus der Geradeausrichtung und die müssen ja irgendwo kreuzen. 
Würde man das umdrehen, müssen Fussgänger und Radfahrer schon auf dem 
Kombiradweg irgendwo vorher tauschen.

So sit das korrekt so.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Radweg zwischen Gehweg und Autofahrbahn ist der Normalfall, dann sehen 
die Autofahrer den Radler rechtzeitig. Hundebesitzer müssen ihren Fifi 
nicht auf den Grünstreifen direkt neben die vorbeirasenden LKW führen.

Hier hat man in einem Akt von blindem Aktionismus vor etwa 30 Jahren 
Rad- und Gehweg vertauscht, weil ein Radfahrer auf einer Bauminsel 
tödlich verunglückt ist. Seither verläuft der Radweg direkt neben einem 
Stacheldrahtzaun in Augenhöhe - besonders schön im Winter bei Glatteis.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Christoph Kessler (db1uq) schrieb:
> Radweg zwischen Gehweg und Autofahrbahn ist der Normalfall, dann sehen
> die Autofahrer den Radler rechtzeitig.

Die ziemlich vielen jedes Jahr von rechtsabbiegenden KFZ(LKW an genau 
solchen Kreuzungen überfahrenen Radfahrer sähen das anders, lebten sie 
noch.

von Jürgen D. (poster)


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Stimmt,
da währe es besser wenn dafür die Fußgänger umgenagelt werden, die 
machen nicht so teure Lackschäden.

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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hier in Köln (Ehrenfeld) hat man irgendwann die Hauptverkehrsstraße 
(Venloer Straße) umgebaut. Seitdem herrscht hier Chaos.

Ursprüngliche Anordnung (symetrisch)
Haus | Bürgersteig | Radweg | Parkstreifen | Straße

Alle waren glücklich und zufrieden bis zum Umbau, und der Verkehr floß 
ungehindert, auch die Radfahrer hatten keine Probleme, "hinter" den 
parkenden Autos langzufahren.


neue Anordung:
Haus | Bürgersteig     |      Parkstreifen | Radweg | Straße


D.h. man hat den Bürgerstreig und den Parkstreifen verbreitert, und die 
Räder auf die Straße gelassen. Diese ist nun natürlich um ca. 60 cm in 
jede Fahrtrichtung schmaler. Da ein Radfahrer aber auch nicht auf der 
gepflasterten Abflussrinne fahren mag, bewegt er sich eher 30 cm von der 
Bordsteinkante entfernt, drängt also noch mehr zur Fahrbahnmitte hin.

Die Straße selbst war ursprünglich breit genug, daß auch mal jemand "am 
Straßenrand" kurz parkt zum be/entladen. Das geht natürlich jetzt 
"offiziell" nicht mehr, da es nun keinen Straßenrand mehr gibt, bzw. 
dieser ja nun der Radweg ist.


Also muß jemand der kurz (hoffendlich nicht allzu lange) anhält
# auf eine Be/Entladebucht (gibts kaum, bzw. zugeparkt),
# oder auf den Radweg (Als Radfahrer eine Katastrophe, da man dann in 
den Gegenverkehr fahren muß)
#oder mitten auf der Straße, d.h. das gibt ein Stau bis nach sonstewo, 
da ja dann die Autofahrer sich gegenseitig blockieren. Der Radfahrer 
traut sich dennoch nicht, die 50 cm Lücke zwischen Bordsteinkante und 
stehendem Lieferwagen anzupeilen, da z.B. ein Beifahrr gerne mal aus dem 
Auto springt und der Radfahrer dem dann in die Türe fährt (selbst schon 
gesehen)

Irgendein D*pp hat angeblich mal rausgefunden, daß diese Spuranordnung 
sicherer sei als die vorherige. Merkwürdig nur, daß die Unfallzahlen 
seitdem deutlich angestiegen sind.

Wo vorher der Gefahrenpunkt der war, daß ein Autofahrer unkonzentriert 
in eine Seitenstraße abbog und den Radfahrer übersah, übersieht er ihn 
nunmehr deutlich häufiger, da der RAdfahrer sich irgendwie in dem 
Verkehrs-Gewurschtel durchzufinden versucht

Verstehe einer mal die Verkehrsplaner. Die wohnen wahrscheinlich 
irgendwo auf dem Dorf, und wissen gar nicht was die da für einen Unsinn 
planen.

von Icke ®. (49636b65)


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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Die ziemlich vielen jedes Jahr von rechtsabbiegenden KFZ(LKW an genau
> solchen Kreuzungen überfahrenen Radfahrer sähen das anders, lebten sie
> noch.

Die Radfahrer sind zum Teil aber auch nicht ganz unschuldig, weil viele 
den Überweg mit vollem Tempo passieren (wollen) und dabei auf ihr Recht 
pochend völlig ausblenden, daß ihr schnelles Herannahen von den 
abbiegenden Fahrzeugführern selbst mit Schulterblick manchmal nicht 
erfaßt wird. Ihr juristisches Recht nützt leider wenig, wenn sie dann 
tot sind oder im Krankenhaus liegen. Besser Hirn einschalten, Fehler der 
anderen einkalkulieren und gesund bleiben.

von Uhu U. (uhu)


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Wegstaben Verbuchsler schrieb:
> Irgendein D*pp hat angeblich mal rausgefunden, daß diese Spuranordnung
> sicherer sei als die vorherige. Merkwürdig nur, daß die Unfallzahlen
> seitdem deutlich angestiegen sind.

Das war kein Depp, die Spuranordnung ist tatsächlich sicherer, weil die 
Radfahrer gesehen werden und weil einparkende Fahrer sich meist 
umsichtiger verhalten, als Beifahrer, die die Tür aufreißen, ohne zu 
gucken.

Die Frage ist nur, ob man jedesmal einen extra Radstreifen reservieren 
muss, oder ob es nicht besser ist, die Radfahrer auf die Straße zu 
lassen.

> Merkwürdig nur, daß die Unfallzahlen seitdem deutlich angestiegen sind.

Wenn der Radverkehr zunimmt - was der Fall ist - ist wegen der vielen, 
vielen Radwege, die zur Fabrikation von Unfällen konzipiert sind, auch 
nicht mit einer Abnahme zu rechnen.

Icke ®. schrieb:
> Die Radfahrer sind zum Teil aber auch nicht ganz unschuldig, weil viele
> den Überweg mit vollem Tempo passieren (wollen) und dabei auf ihr Recht
> pochend völlig ausblenden, daß ihr schnelles Herannahen von den
> abbiegenden Fahrzeugführern selbst mit Schulterblick manchmal nicht
> erfaßt wird.

Wenn der Schulterblick aller Beteiligten denn Einblicke bietet... Oft 
genug ist da alles zugeparkt, oder zugewuchert.

Im Übrigen hat der Radfahrer eigentlich dieselben Rechte, wie der 
Verkehr auf der PKW-Spur

von Icke ®. (49636b65)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Oft genug ist da alles zugeparkt, oder zugewuchert.

Das kommt erschwerend hinzu.

> Im Übrigen hat der Radfahrer eigentlich dieselben Rechte, wie der
> Verkehr auf der PKW-Spur

Sicher hat er die. Und während er im Gips Pause von der Radelei macht, 
kann er darüber nachdenken, ob es klug ist, dieses Recht immer 
durchsetzen zu wollen.

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Das war kein Depp, die Spuranordnung ist tatsächlich sicherer, weil die
> Radfahrer gesehen werden und weil einparkende Fahrer sich meist
> umsichtiger verhalten, als Beifahrer, die die Tür aufreißen, ohne zu
> gucken.

doch, das war ein Depp, der nicht selber diese Strecke gefahren ist. Als 
Radfahrer fühle ich mich DEUTLICH unsicherer auf dieser Strecke 
(Ursachen siehe zuvor geschildert)

Die Unfallzahlen sind deutlich höher gegangen (bei vergleichbarer Anzahl 
Verkehrsteilnehmer), und sowohl Radfahrer als auch Autofahrer fluchen 
über diese Umbaumaßnahme.

Was nutzt die schönste Theorie (vergleiche z.B. das Gesellschaftsmodell 
"Kommunismus"), wenn die betroffenen (Verkehrs-) Teilnehmer sich nicht 
daran halten können oder wollen, und die Schönheit und Eleganz des 
Ansatzes einfach nicht begreifen wollen?

von Peter D. (peda)


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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Die ziemlich vielen jedes Jahr von rechtsabbiegenden KFZ(LKW an genau
> solchen Kreuzungen überfahrenen Radfahrer sähen das anders

Da habe ich auch schon eine Lösung gesehen, die Radfahrer kriegen eher 
grün, als die Autofahrer.
Hilft natürlich nicht gegen die Radfahrer, die von hinten mit 60kmh 
rangeprescht kommen.

Manche Radfahrer meinen, sie müßten auf andere Verkehrsteilnehmer keine 
Rücksicht nehmen.
Früher ging oft die Radspur vor dem Buswartehäuschen lang.
Da hab auch mal einen gesehen, der fuhr mitten in den Pulk der Aus- und 
Einsteigenden hinein. Mehrere Leute sind gestürzt, er aber auch. Ich 
konnte noch zur Seite springen.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Wegstaben Verbuchsler schrieb:
> Als Radfahrer fühle ich mich DEUTLICH unsicherer auf dieser Strecke

Dann fährst Du viel zu weit rechts.
Richtig fährst Du, wenn Du etwa dort fährst, wo bei einem Auto die 
beiden rechten Räder sind - dann hast Du den erforderlichen 
Sicherheitsabstand nach rechts und fährst nicht zwangsweise in jede sich 
öffnende Tür von rechts von Dir geparkten Autos.

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Wegstaben Verbuchsler schrieb:
>> Als Radfahrer fühle ich mich DEUTLICH unsicherer auf dieser Strecke
>
> Dann fährst Du viel zu weit rechts.
> Richtig fährst Du, wenn Du etwa dort fährst, wo bei einem Auto die
> beiden rechten Räder sind - dann hast Du den erforderlichen
> Sicherheitsabstand nach rechts und fährst nicht zwangsweise in jede sich
> öffnende Tür von rechts von Dir geparkten Autos.

Die Ursachen hatte ich ja schon zuvor dargestellt: Die Radspur wird von 
Fahrzeugen zugeparkt. Als Radfahrer bin ich nunmehr gezwungen, in den 
Gegenverkehr zu fahren. Wo ein Gegenverkehrs-Auto noch auf ein 
entgegenkommendes Auto Rücksicht nimmt, wird der Fahrrradfahrer nur als 
"halb so breit" wahrgenommen. Die ca. 2.5 Autobreiten entsprechen auch 
dem, was da in etwa "verfügbar ist. Fazit: Entgegenkommendes Fahrzeug 
fährt NICHT rechts ran (denn da ist ja der Radweg), sondern orientiert 
sich am Mittelstreifen. Blockierendes Auto steht auf Radweg, und dann 
sind noch ca. 50 cm bis zum Mittelstreifen.

Also entweder traue ich mich da als Radfarer "durch", oder ich muß halt 
stehen bleiben, um ddas entgegenkommende Fahrzeug passieren zu lassen.

"Früher" wäre das halt anders gelaufen, selbst wenn ein Radfahrer auf 
der PKW-Fahrspur gefahren wäre: entgegenkommender PKW fährt ganz rechts 
bis an Bordsteinkante, und der Radfahrer in der Mitte hat noch ca. 1,20 
- 1.5 m Platz.

von Rainer U. (r-u)


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Manchmal weiß ich auch nicht, wie es geregelt ist: In Berlin ist das 
oben skizzierte auch der "Normalfall", aus besseren Zeiten ist in vielen 
Fällen der Radweg auch noch rot mit einem Fahrradsymbol drauf.

Seit ca. 3 Jahren ist jetzt, zumindest an einer Kreuzung die ich kenne, 
zusätzlich noch mit weißer Farbe ein Radweg auf der Straße markiert 
(also es gibt 2 Radwege, wenn man es genau nimmt - in Fahrtrichtung 
einen auf der Straße ganz rechts und den alten roten auf dem Bürgersteig 
ganz links.

Welchen soll/muß ich jetzt benutzen? Alles egal?

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Rainer Unsinn schrieb:
> also es gibt 2 Radwege

Wo genau soll das sein?

> Welchen soll/muß ich jetzt benutzen?

Steht irgendwo Zeichen 237 herum?

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