Hallo Leute, ich habe eine gebrauchte aber noch gute 100AH Starterbatterie in der Wohnung stehen, die in mein Auto passt. Zum wegschmeissen war sie zu schade. Damit sie nicht vergammelt, muss ich sie alle paar Monate ans Ladegerät hängen - denke ich jedenfalls. Beim Ladegerät handelt es sich um die einfache klassische Bauform, mit Transformator, Gleichrichter und Amperemeter. Mit einem Schalter kann ich die Ladeschluss-Spannung auf Low oder High stellen. Low: Mit zunehmender Zeit sinkt der Ladestrom bis auf ca 300mA ab. An der Batterie liegen dann 13,8 Volt an. High: Mit zunehmender Zeit sinkt der Ladestrom bis auf 3A ab. An der Batterie liegen dann 14,4 Volt an. Nun bin ich unsicher, wie ich den Schalter einstellen soll. Ich habe es weder eilig, die Batterie zu laden, noch muss sie unbedingt proppevoll sein. Ich möchte nur, dass sie möglichst lange lagerbar ist, bevor sie entsorgt werden muss. Also High (13,8V 300mA) oder Low (14,4V 3A)? Und noch eine Frage: Wenn Strom und Spannung sich nicht mehr weiter ändern, ist die Batterie Voll, nehme ich an. Richtig?
Du willst ja Tiefentladung und Ausgasen vermeiden. 13,8 Volt (6*2,3) sind da genau richtig. Bei 14,4 V, 3A wird die Batterie eigentlich schon überladen. Wird warm und gast aus. Nimmt man nur in Kauf, wenn man die maximale Ladung wirklich braucht. Voll ist die Batterie bei 2,3 bis 2.35 Volt pro Zelle. Je nach dem, ob man mehr Wert auf Lebensdauer oder auf Leistung legt.
High/Low ist in deinem Fall egal - Hauptsache die Batterie arbeitet - also ist beschäftigt. Gut wäre, wenn ein kleines Lämpchen (Verbraucher) dran wäre, um die Batterie zu beschäftigen. Dann natürlich auch immer wieder nachladen. Frostsicher aufbewahren (in der Wohnung wohl gegeben ;-)) Eine kleine Elektor-Schaltung anbei, die da heißt: AKKU-WORKSHOP
> Gut wäre, wenn ein kleines Lämpchen (Verbraucher) dran wäre, > um die Batterie zu beschäftigen. Mach ch. Ich hab' eine 36 Watt Birne von einem Moped da.
ElektroNick schrieb: > Gut wäre, wenn ein kleines Lämpchen (Verbraucher) dran wäre, um die > Batterie zu beschäftigen. Dann natürlich auch immer wieder nachladen. Das ist Unfug. Bleiakkus müssen nicht "beschäftigt" werden, sondern sollten immer voll geladen sein. Und zwar nur so voll, daß sie nicht gasen. Die o.g. 13,8V sind da richtig. Ein echtes Problem ist dagegen die sogenannte Säureschichtug, die auftritt, wenn die Batterie lange nicht bewegt wird. Dem kann man aber begegnen, indem man sie alle paar Wochen mal eine Runde im Auto spazieren fährt.
> ... indem man sie alle paar > Wochen mal eine Runde im Auto spazieren fährt. ... Also das Auto und auch die Batterie bewegt. Dies kann man auch durch elektrische Beschäftigung erreichen. Mit den 13.8V hast du aber recht! Mehr braucht es nicht sein. Und vor einem neuerlichen Gebrauch im Auto dann mal richtig vollladen.
stefanus schrieb: >> Gut wäre, wenn ein kleines Lämpchen (Verbraucher) dran wäre, >> um die Batterie zu beschäftigen. > > Mach ch. Ich hab' eine 36 Watt Birne von einem Moped da. Blöde Idee, jede Teilentladung schädigt den Starterakku. Der mags am liebsten immer vollgeladen zu sein. Also jede Woche das Ladegerät dran. Wenn bei 13,8V noch 300mA fliessen reicht Low völlig. Ab und zu den Akku ein wenig hin und her schwenken schadet auch nicht.
Ich kenn das aus meiner Lehrzeit anders. Aber die Zeiten und auch die Akkus ändern sich. Bleischlamm aufwühlen war früher tabu - also besser nicht!
Icke ®. schrieb: > Ein echtes Problem ist dagegen > die sogenannte Säureschichtug, die auftritt, wenn die Batterie lange > nicht bewegt wird. Wenn sie voll ist und durch Ladeerhaltung voll gehalten wird, trifft das nicht zu. Es gibt auch heute sehr günstige Ladegeräte (hatte mal Ende letzten Jahres eins beim Aldi für runtergesetzte 12 Euro gekauft), die auch ein Ladeerhaltungsmodus haben. Vor vielen Jahren brachte Varta die Elektrolytumwälzung auf den Markt. Dort wurde (und wird noch) Luft unten in die Batterie gepumpt und so das Elektrolyt ständig umgewälzt. Der Vorteil sollte eine längere Lebensdauer und ein niedrigerer Ladefaktor sein. Eine normale Bleibatterie hat einen Ladefaktor von 1,20 und bei Elektrolytumwälzung ist der Ladefaktor 1,05. Man warb damals auch mit der Einsparung beim Storm für die Ladegeräte. Also wenn du so was selbst machen willst, nimm eine Aquariumpumpe und pumpe während des Ladens immer wieder etwas Luft in die Zellen. Heutige HF Lader machen die Elektrolytumwälzung dadurch, dass sie die Batterie quasi zum Kochen bringen (nur immer sehr kurz) und damit ist die Elektrolytumwälzung auch auf dem Weg des Aussterbens.
ElektroNick schrieb: > Bleischlamm aufwühlen war früher tabu - also besser > nicht! Da lieg ein kleines Mißverständnis in der Absicht vor. Die Bewegung ist eher dazu gedacht damit eine Säureschichtung vermieden wird und somit beim Laden sich das "gelöste" Material gleichmäßiger wieder anlagert. Das reduziert die Entstehung von Beischlamm. Es ist also eine vorbeigende Maßnahme. Aufgewirbelte Feststoffe wie der Bleischlamm sind natürlich nicht so prickelnd, aber dann hat man schon eine deutlich geschädigte Batterie. Die aktive Umwälzung war mir bislang auch neu, weniger das Konzept sondern mehr daß daraus auch tatsächlich ein Produkt wurde (zu aufwändig). Als Alternative gibt es da noch die passive Uwälzung. Ob man das so nennt weiß ich nicht. Gemeint ist eine Bauform bei der durch Bewegung verstärkt eine Umwälzende Strömung erzwungen wird. Wenn man noch etwas Fischertechnik oder sonst etwas zum Basteln hat kann man sich auch ganz gut einen langsamen Exzenterantrieb bauen und die Batterie in eine Art Kinderkrippe stellen wo sie vom Exzenter in den Schlaf geschunkelt wird (beim Laden oder noch besser schon vorher). Das soll weder permanent noch schnell laufen. Es soll ja nicht planschen. Durch die Wiege benötigt man kaum Kraft. Als "Krippe" erfüllt ein flaches Halb abgerundetes Brett ganz gut seinen Zweck (das war ein Rahmenstück eines alten Bettes). Zur Sicherheit sollte man noch etwas drannageln oder schrauben das die Neigung begrenzt. Nicht das es bim absetzen umkippt oder wenn man dagegen stößt. Wir hatten immer mal Probleme mit den Batterien vom Aufsitzmäher oder dem alten Oldtimertraktor nach dem Überwintern. Ich bin al gespannt wie lange die Batterien nun halten. Ob es wirklich was bringt weiß man ja erst nach Jahren.
Danke für die Tips. Jedoch werde ich die Batterie keinesfalls öffnen. Die hat nichtmal Stöpsel zum Wasser nachfüllen.
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