Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik KFZ Starterbatterie lagern


von stefanus (Gast)


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Hallo Leute,
ich habe eine gebrauchte aber noch gute 100AH Starterbatterie in der 
Wohnung stehen, die in mein Auto passt. Zum wegschmeissen war sie zu 
schade. Damit sie nicht vergammelt, muss ich sie alle paar Monate ans 
Ladegerät hängen - denke ich jedenfalls.

Beim Ladegerät handelt es sich um die einfache klassische Bauform, mit 
Transformator, Gleichrichter und Amperemeter. Mit einem Schalter kann 
ich die Ladeschluss-Spannung auf Low oder High stellen.

Low: Mit zunehmender Zeit sinkt der Ladestrom bis auf ca 300mA ab. An 
der Batterie liegen dann 13,8 Volt an.

High: Mit zunehmender Zeit sinkt der Ladestrom bis auf 3A ab. An der 
Batterie liegen dann 14,4 Volt an.

Nun bin ich unsicher, wie ich den Schalter einstellen soll. Ich habe es 
weder eilig, die Batterie zu laden, noch muss sie unbedingt proppevoll 
sein. Ich möchte nur, dass sie möglichst lange lagerbar ist, bevor sie 
entsorgt werden muss.

Also High (13,8V 300mA) oder Low (14,4V 3A)?

Und noch eine Frage: Wenn Strom und Spannung sich nicht mehr weiter 
ändern, ist die Batterie Voll, nehme ich an. Richtig?

von Noch einer (Gast)


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Du willst ja Tiefentladung und Ausgasen vermeiden. 13,8 Volt (6*2,3) 
sind da genau richtig.

Bei 14,4 V, 3A wird die Batterie eigentlich schon überladen. Wird warm 
und gast aus. Nimmt man nur in Kauf, wenn man die maximale Ladung 
wirklich braucht.

Voll ist die Batterie bei 2,3 bis 2.35 Volt pro Zelle. Je nach dem, ob 
man mehr Wert auf Lebensdauer oder auf Leistung legt.

von ElektroNick (Gast)


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High/Low ist in deinem Fall egal - Hauptsache die Batterie arbeitet - 
also ist beschäftigt.

Gut wäre, wenn ein kleines Lämpchen (Verbraucher) dran wäre, um die 
Batterie zu beschäftigen. Dann natürlich auch immer wieder nachladen.

Frostsicher aufbewahren (in der Wohnung wohl gegeben ;-))

Eine kleine Elektor-Schaltung anbei, die da heißt: AKKU-WORKSHOP

von stefanus (Gast)


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> Gut wäre, wenn ein kleines Lämpchen (Verbraucher) dran wäre,
> um die Batterie zu beschäftigen.

Mach ch. Ich hab' eine 36 Watt Birne von einem Moped da.

von Icke ®. (49636b65)


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ElektroNick schrieb:
> Gut wäre, wenn ein kleines Lämpchen (Verbraucher) dran wäre, um die
> Batterie zu beschäftigen. Dann natürlich auch immer wieder nachladen.

Das ist Unfug. Bleiakkus müssen nicht "beschäftigt" werden, sondern 
sollten immer voll geladen sein. Und zwar nur so voll, daß sie nicht 
gasen. Die o.g. 13,8V sind da richtig. Ein echtes Problem ist dagegen 
die sogenannte Säureschichtug, die auftritt, wenn die Batterie lange 
nicht bewegt wird. Dem kann man aber begegnen, indem man sie alle paar 
Wochen mal eine Runde im Auto spazieren fährt.

von ElektroNick (Gast)


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> ... indem man sie alle paar
> Wochen mal eine Runde im Auto spazieren fährt.

... Also das Auto und auch die Batterie bewegt.

Dies kann man auch durch elektrische Beschäftigung erreichen. Mit den 
13.8V hast du aber recht! Mehr braucht es nicht sein.
Und vor einem neuerlichen Gebrauch im Auto dann mal richtig vollladen.

von Udo S. (urschmitt)


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stefanus schrieb:
>> Gut wäre, wenn ein kleines Lämpchen (Verbraucher) dran wäre,
>> um die Batterie zu beschäftigen.
>
> Mach ch. Ich hab' eine 36 Watt Birne von einem Moped da.

Blöde Idee,
jede Teilentladung schädigt den Starterakku. Der mags am liebsten immer 
vollgeladen zu sein.
Also jede Woche das Ladegerät dran. Wenn bei 13,8V noch 300mA fliessen 
reicht Low völlig.
Ab und zu den Akku ein wenig hin und her schwenken schadet auch nicht.

von ElektroNick (Gast)


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Ich kenn das aus meiner Lehrzeit anders. Aber die Zeiten und auch die 
Akkus ändern sich. Bleischlamm aufwühlen war früher tabu - also besser 
nicht!

von F. F. (foldi)


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Icke ®. schrieb:
> Ein echtes Problem ist dagegen
> die sogenannte Säureschichtug, die auftritt, wenn die Batterie lange
> nicht bewegt wird.

Wenn sie voll ist und durch Ladeerhaltung voll gehalten wird, trifft das 
nicht zu.

Es gibt auch heute sehr günstige Ladegeräte (hatte mal Ende letzten 
Jahres eins beim Aldi für runtergesetzte 12 Euro gekauft), die auch ein 
Ladeerhaltungsmodus haben.

Vor vielen Jahren brachte Varta die Elektrolytumwälzung auf den Markt. 
Dort wurde (und wird noch) Luft unten in die Batterie gepumpt und so das 
Elektrolyt ständig umgewälzt. Der Vorteil sollte eine längere 
Lebensdauer und ein niedrigerer Ladefaktor sein. Eine normale 
Bleibatterie hat einen Ladefaktor von 1,20 und bei Elektrolytumwälzung 
ist der Ladefaktor 1,05. Man warb damals auch mit der Einsparung beim 
Storm für die Ladegeräte.

Also wenn du so was selbst machen willst, nimm eine Aquariumpumpe und 
pumpe während des Ladens immer wieder etwas Luft in die Zellen.

Heutige HF Lader machen die Elektrolytumwälzung dadurch, dass sie die 
Batterie quasi zum Kochen bringen (nur immer sehr kurz) und damit ist 
die Elektrolytumwälzung auch auf dem Weg des Aussterbens.

von Carsten R. (kaffeetante)


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ElektroNick schrieb:
> Bleischlamm aufwühlen war früher tabu - also besser
> nicht!

Da lieg ein kleines Mißverständnis in der Absicht vor. Die Bewegung ist 
eher dazu gedacht damit eine Säureschichtung vermieden wird und somit 
beim Laden sich das "gelöste" Material gleichmäßiger wieder anlagert. 
Das reduziert die Entstehung von Beischlamm. Es ist also eine 
vorbeigende Maßnahme. Aufgewirbelte Feststoffe wie der Bleischlamm sind 
natürlich nicht so prickelnd, aber dann hat man schon eine deutlich 
geschädigte Batterie.

Die aktive Umwälzung war mir bislang auch neu, weniger das Konzept 
sondern mehr daß daraus auch tatsächlich ein Produkt wurde (zu 
aufwändig). Als Alternative gibt es da noch die passive Uwälzung. Ob man 
das so nennt weiß ich nicht. Gemeint ist eine Bauform bei der durch 
Bewegung verstärkt eine Umwälzende Strömung erzwungen wird.

Wenn man noch etwas Fischertechnik oder sonst etwas zum Basteln hat kann 
man sich auch ganz gut einen langsamen Exzenterantrieb bauen und die 
Batterie in eine Art Kinderkrippe stellen wo sie vom Exzenter in den 
Schlaf geschunkelt wird (beim Laden oder noch besser schon vorher). Das 
soll weder permanent noch schnell laufen. Es soll ja nicht planschen. 
Durch die Wiege benötigt man kaum Kraft. Als "Krippe" erfüllt ein 
flaches Halb abgerundetes Brett ganz gut seinen Zweck (das war ein 
Rahmenstück eines alten Bettes). Zur Sicherheit sollte man noch etwas 
drannageln oder schrauben das die Neigung begrenzt. Nicht das es bim 
absetzen umkippt oder wenn man dagegen stößt.

Wir hatten immer mal Probleme mit den Batterien vom Aufsitzmäher oder 
dem alten Oldtimertraktor nach dem Überwintern. Ich bin al gespannt wie 
lange die Batterien nun halten. Ob es wirklich was bringt weiß man ja 
erst nach Jahren.

von stefanus (Gast)


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Danke für die Tips. Jedoch werde ich die Batterie keinesfalls öffnen. 
Die hat nichtmal Stöpsel zum Wasser nachfüllen.

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