Hallo, Ganz früher mal als Kind war ich bei der IKK familienversichert. Dann ab dem Jugend-Alter ín der BKK Zollern Alb, danach infolge der Fusion BKK Gesundheit... Mit der BKK war ich immer zufrieden. Guter Kundenservice, schnelle Bearbeitung, nie Probleme usw. Jetzt seit der Fusion mit der DAK zur DAK Gesundheit kotzt mich alles nur noch an. NULL Organisation, die eine Hand weiß nicht was die andere tut! Unfreundlicher Kundenservice, wollen nur mein Geld bzw. geben mir das Gefühl es zu wollen usw :=D Daher bin ich sehr interessiert, in welchen Krankenkassen ihr bisher wart und wie es euch da gefiel, denn ich bin gerade am Überlegen, ob ich wechseln soll... Grüße, NOmadd
Nomadd schrieb: > Jetzt seit der Fusion mit der DAK zur DAK Gesundheit kotzt mich alles > nur noch an. NULL Organisation, die eine Hand weiß nicht was die andere > tut! Unfreundlicher Kundenservice, wollen nur mein Geld bzw. geben mir > das Gefühl es zu wollen usw :=D Aso ich bin auch bei denen und kann nicht klagen, bin auch selten krank so dass ich mit denen praktisch nichts zu tun habe. Man muss jetzt glaube ich alle Briefe an eine Zentrale schicken, die scannen sie ein, dann kann der Dödel vor Ort online in den Brief schauen. Funktioniert bisher ohne Probleme. viele kollegen schwören auf techniker krankenkasse, fand die früher aber immer zu teuer und gewisse leistungen übernamen die nicht, wobei mich das selber nicht betraf aber man weiss ja nie. kann inzw. auch anders sein, wie gesagt bin selten krank, da ist es eigentlich wurscht welche kasse man hat.
dak kunde schrieb: > Nomadd schrieb: >> Jetzt seit der Fusion mit der DAK zur DAK Gesundheit kotzt mich alles >> nur noch an. NULL Organisation, die eine Hand weiß nicht was die andere >> tut! Unfreundlicher Kundenservice, wollen nur mein Geld bzw. geben mir >> das Gefühl es zu wollen usw :=D > Aso ich bin auch bei denen und kann nicht klagen, bin auch selten krank > so dass ich mit denen praktisch nichts zu tun habe. Ich bin auch selten krank. Letztens wollte ich aber einen Krankenversicherungsnachweis für die Uni haben, also bei der "DAK Gesundheit" angerufen und angefordert. Die sagten mir, sei alles kein Problem, die Bescheinigung würde in zwei Tagen da sein. Eine Woche später war noch nix da, also mal deren Internet-Service ("Meine DAK") ausprobiert und dort die Bescheinigung online beantragt... nach einer weiteren Woche noch immer nix da. Dann NOCH MAL angerufen und gefragt, was denn da los sei!? Die Mitarbeiterin war sichtlich verwirrt und wusste nicht so recht weiter, versicherte mir aber, dass sie sich darum kümmern würde. Nach der dritten Woche war dann die Bescheinigung endlich da! Meine Uni wollte mir nicht glauben, dass die DAK dafür 3 Wochen gebraucht hat -_- > viele kollegen schwören auf techniker krankenkasse, fand die früher aber > immer zu teuer und gewisse leistungen übernamen die nicht, wobei mich > das selber nicht betraf aber man weiss ja nie. kann inzw. auch anders > sein, wie gesagt bin selten krank, da ist es eigentlich wurscht welche > kasse man hat. Ja, über die "Techniker KK" hört man bisher immer nur Gutes. Kann sie denn echt so gut sein? :=D Oft sieht ja der Nachbarsrasen grüner aus als er in Wirklichkeit ist...
Sollte eigentlich ins Offtopic. Bei Bedarf bitte verschieben ;=)
Ich bin gar nicht KK versichert und spare mir 4000€ im Jahr. Alles wird bar bezahlt und kostet ca. 500€ im Jahr. In 10 Jahren spare ich so 35000€, in 40 140000€. Das gesparte Geld wird angelegt und ich kann somit auch problemlos mal was größeres bekommen. Scheiß auf die Geldeintreiber-Versicherung.
Und ich habe sogar noch die für MICH beste Behandlung und nicht die, bei der die Kasse am meisten abdrückt! g Eigenverantwortung ist für die deutschen ohnehin ein Fremdwort!
Hallo, Markus Müller schrieb: > Ich bin gar nicht KK versichert und spare mir 4000€ im Jahr. Alles wird > bar bezahlt und kostet ca. 500€ im Jahr. > In 10 Jahren spare ich so 35000€, in 40 140000€. Das gesparte Geld wird > angelegt und ich kann somit auch problemlos mal was größeres bekommen. Na hoffentlich musst Du nie zur Dialyse oder dergleichen. Das wünsche ich Dir im doppelten, d.h. im gesundheitlichen und finanziellen Sinn. Markus Müller schrieb: > Eigenverantwortung ist für die deutschen ohnehin ein Fremdwort! Was hat das Abschließen einer Versicherung mit fehlender Eigenverantwortung zu tun? Mit freundlichen Grüßen Guido
>und nicht die, bei der die Kasse am meisten abdrückt! g
Weist du eigentlich, wovon du redest?
Da du nicht einer GKV angehörst wirst du auf jeden Fall als
Privatpatient abgerechnet.
Ob der Arzt dann die "überteuerten" Leistungen von der Krankenkasse oder
von dir erstattet wird, ist dem ziemlich schnuppe.
Ich bin bei der Techniker Krankenkasse und kann mich nicht beschweren. War dort zuerst familienversichert, dann studentisch krankenversichert und jetzt als normaler Arbeitnehmner. Die Abrechnung der Beiträge in der studentischen Versicherung hat problemlos funktioniert und habe am Ende eine übersichtliche Abrechnung für die Steuererklärung erhalten. Bescheinigungen für Uni und Arbeitgeber wurden vorbildlich ausgestellt, waren immer nach 1-2 Tagen da. Kontakt per E-Mail, Webformular oder Telefon ging auch jedes Mal reibungslos. Gerade im Vergleich zu anderen Verwaltungen und Behörden macht das für mich schon einen sehr guten Eindruck. Ansonsten brauchte ich (zum Glück) noch nichts weiter von der Krankenkasse.
Kara Benemsi schrieb: > > Weist du eigentlich, wovon du redest? > > Da du nicht einer GKV angehörst wirst du auf jeden Fall als > Privatpatient abgerechnet. So ist es. Als "Selbstzahler" zahlt man natürlich deutlich mehr als das, was die GKVs ausgehandelt haben. Außerdem glaube ich, dass er sich nicht ganz über die Kosten im Klaren ist, die im schweren Krankheitsfall auf ihn zukommen. Besonders lustig ist das, wenn das in frühen Jahren passiert und/oder dann das "gesparte" Geld nicht direkt flüssig gemacht werden kann, weil man es ja so gewinnbringend langfristig angelegt hat ... Davon abgesehen herrscht in DE Krankenversicherungspflicht und nach Auslaufen der Kulanzregelung (Stichtag 31.12.2013) müssen die nichtgezahlten Beiträge später nachgezahlt werden. Schlau nenne ich etwas anderes.
Bin auch bei der Techniker. Zu Anfang über die Familienversicherung danach selber. Kann mich null beklagen und wenn ich Probleme/Fragen hatte, wurde mir immer sofort und kompetent geholfen. Hab ne chronische Krankheits, so das ich doch des öfteren beim Arzt bin...nie ein Problem gehabt
Markus Müller schrieb: > Ich bin gar nicht KK versichert und spare mir 4000€ im Jahr. Alles wird > bar bezahlt und kostet ca. 500€ im Jahr. > In 10 Jahren spare ich so 35000€, in 40 140000€. Das gesparte Geld wird > angelegt und ich kann somit auch problemlos mal was größeres bekommen. > > Scheiß auf die Geldeintreiber-Versicherung. Prust, da jeder in Deutschland krankenverischert ist, bist du offensichtlich ein Troll. Es kann höchstens sein, daß du zwar bei einer Krankenkasse eingetragen bist (der letzten, bei der du warst), aber deine Beiträge nicht bezahlst. Keine Sorge, die merken sich das, und buchen das als Schulden. Wenn sie dir eines Tages habhaft werden, zahlst du das alles, mit Zinsen. Du hast nur eine Möglichkeit: Vorher sterben. Das passiert dir ohne Krankenversicherung sicherlich. Derzeit zahlst du also die Rechnungen UND häufst Schulden mit nicht bezahlten Beiträgen an. Wie dumm. Hättest du die Beiträge bezahlt, würden die die Rechnungen begleichen. So aber zahlst du doppelt.
Hallo, Michael Bertrandt schrieb: > Prust, da jeder in Deutschland krankenverischert ist, bist du > offensichtlich ein Troll. da täuscht Du Dich. Laut statistischem Bundesamt waren im Jahr 2011 in Deutschland rund 137 000 Personen nicht krankenversichert und besaßen auch keinen sonstigen Anspruch auf Krankenversorgung. [https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2012/08/PD12_285_122.html] Ich glaube nicht, dass diese Zahl bis heute auf 0 zurückgegangen ist. Mit freundlichen Grüßen Guido
Nur mal so ein paar Beträge: Geburt Kind, Krankenhaus 1700€ Reparatur ein Zahn (Bohren/Füllung) 40€ Zahn raus ziehen 10€ + Medikamente 10€ Zahlung meist BAT Nein, ich troll nicht.
Ich habe den gleichen "Werdegang" wie der TO. und bin mit der DAK völlig zufrieden. Heilkostenplan vom Zahnklempner in der Geschäftsstelle abgegeben und nach 10 min. genehmigt mitgenommen. Warst oder bist du bei der StoraEnso?
Markus Müller schrieb: > Nur mal so ein paar Beträge: > Geburt Kind, Krankenhaus 1700€ Zwillingsgeburt->Komplikationen->Künstliches Koma 1 Woche, 4 Tage intensiv 4 Wochen Reha 1 Monat Frühchenpflege 48900€
Markus Müller schrieb: > Scheiß auf die Geldeintreiber-Versicherung. Ich nehme an, dass Du deshalb auch keine Privathaftpflichtversicherung hast. Markus Müller schrieb: > Eigenverantwortung ist für die deutschen ohnehin ein Fremdwort! Es gibt Versicherungen, die existentielle Risiken abdecken. Wie Krankenversicherung und Haftpflichtversicherung. Und welche, die kalkulierbare und für den eigenen Finanzrahmen ggf. akzeptable Risiken abdecken, wie Kasko, Rechtsschutz und Zusatzversicherungen für Zähne etc. Eigenverantwortung kann auch heissen, diesen Unterschied und die jeweils möglichen Konsequenzen für sich und andere zu verstehen. Nicht jeder muss dabei zum gleichen Schluss kommen wie Du. Zu Arroganz und Herablassung berechtigt das nicht. Bei einer solchen Kalkulation entsteht freilich die Paradoxie, dass man sich Versicherheitsfreiheit, und damit eine statistische(!) Kostenersparnis leisten können muss. Wer wenig Geldreserven hat, für den können auch geringere Risiken bedrohlich sein, weshalb die Kosten (statistisch!) für Reiche geringer sind als für Arme, soweit sie nicht wie die gesetzliche Krankenversicherung über das Einkommen berechnet werden. Denn die Armen bezahlen einen Aufschlag für die für sie nötige Versicherung, auf die ein Reicher verzichten kann.
Guido C. schrieb: > da täuscht Du Dich. Laut statistischem Bundesamt waren im Jahr 2011 in > Deutschland rund 137 000 Personen nicht krankenversichert und besaßen > auch keinen sonstigen Anspruch auf Krankenversorgung. > > Ich glaube nicht, dass diese Zahl bis heute auf 0 zurückgegangen ist. Nicht die objektivste Quelle, aber das Wichtige steht drin: http://www.1a.net/versicherung/krankenversicherung/krankenversicherungspflicht Jeder Bundesbürger ist versichert, weil jeder einer Krankenkasse "zugeordnet" wird und die (seit 2007 bzw. 2009) rückwirkend die Beiträge erhebt. Manche zahlen derzeit keine Beiträge und haben damit keine Versichertenkarte und bekommen keine Behandlung ausser bei Notfällen, aber die SCHULDEN laufen auch bei denen auf. Bloss weil bei der Versicherungspglicht nicht wie bei der Schulpflicht erst der Lehrer zu dir kommt, dann die Polizei, dann das Ordnungsgeld und schliesslich die Erwingungshaft, heisst das noch lange nicht, daß keine Pflicht besteht. Die Folgen sind nur subtiler, so daß sie manchem Torfkopp nicht gleich auffallen. Die 137000 können also höchstens Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft sein, Illegale in Deutschland.
Markus Müller schrieb: > Nur mal so ein paar Beträge: > Geburt Kind, Krankenhaus 1700€ > Reparatur ein Zahn (Bohren/Füllung) 40€ > Zahn raus ziehen 10€ + Medikamente 10€ > Zahlung meist BAT > > Nein, ich troll nicht. Sicher, das sind die Tarife nach GOÄ, hier weitere http://www.e-bis.de/goae/defaultFrame.htm aber das ist nicht das einzige, was der Arzt abrechnet. Wenn er dir einen Zahn zieht, schüttelt er dir erst die Hand, kramt deine Unterlagen raus, gibt dir eine Spritze, stellt ein Rezept aus, lädt dich zur Nachuntersuchung ein, und all das kostet. Nein, ich glaube auf das Schütteln der Hand kann man nicht verzichten.
Michael Bertrandt schrieb: > Jeder Bundesbürger ist versichert, weil jeder einer Krankenkasse > "zugeordnet" wird und die (seit 2007 bzw. 2009) rückwirkend die Beiträge > erhebt. Stimmt nicht. Es gibt auch Personenkreise, die sind nicht krankenversicherungfähig. z.B. Soldaten, Polizisten, Feuerwerker, Sprengleute. Für mich gilt, nie wieder in die gesetzliche KV. Auch wens wieder Ärger gibt. Ich meine die gesetzlichen KV gehören abgeschaft. Gruß Holger
Michael Bertrandt schrieb: > Jeder Bundesbürger ist versichert, weil jeder einer Krankenkasse > "zugeordnet" wird und die (seit 2007 bzw. 2009) rückwirkend die Beiträge > erhebt. Daraus ergäbe sich freilich folgendes Modell, um lebensbedrohliche Risiken abzudecken: Kein Versicherungsvertrag, also keine Kosten, wohl aber aufgrund besagter Situation im Prinzip versichert und mit Anspruch auf Versicherung. Tritt dann der Fall ein, dass die z.B. chronischen Kosten nicht mehr finanzierbar sind, dann meldet man sich, zahlt rückwirkend und wird behandelt. Wenn die Kasse nicht reicht ist man halt überschuldet, aber trotzdem irgendwo versichert.
Holger R. schrieb: > Ich meine die gesetzlichen KV gehören abgeschaft. Ohne die, und ihre einkommensabhängigen Beträge, wird eine deutlich höhere Umverteilung der Lasten über Steuern erforderlich, sofern die Versicherungspflicht bliebe. Oder, wie in den USA bisher, indem die Kosten für Notbehandlungen nicht Versicherter auf die Versicherten umgelegt werden. Der Grund, weshalb PKV-Versicherte gerne die GKV abgeschafft sehen: Die PKVs haben aufgrund gesunkener Attraktivität durch Gesetzesänderungen ein Nachwuchsproblem (*). Die Kundschaft altert, statistisch, weil weniger junge Leute hinzu kommen als früher. Damit steigen die Kosten über das normale Mass hinaus, und entsprechend die Beiträge. Mit Abschaffung der GKVs wäre das Nachwuchsproblem weg. *: Früher konnte man aus der PKV wieder in die GKV retour, zumindest unter bestimmten Voraussetzungen. Heute nicht mehr. Weshalb mancher, der früher in die PKV gegangen wäre, es heute vorsichtshalber doch nicht tut. Die aus dieser Situation sich ergebenden Kostensteigerungen reduzieren die Attraktivität der PKVs weiter.
A. K. schrieb: > Holger R. schrieb: >> Ich meine die gesetzlichen KV gehören abgeschaft. > > Der Grund, weshalb PKV-Versicherte gerne die GKV abgeschafft sehen: Die > PKVs haben aufgrund gesunkener Attraktivität durch Gesetzesänderungen > ein Nachwuchsproblem (*). Die Kundschaft altert, statistisch, weil > weniger junge Leute hinzu kommen als früher. Damit steigen die Kosten > über das normale Mass hinaus, und entsprechend die Beiträge. Mit > Abschaffung der GKVs wäre das Nachwuchsproblem weg. So gesehen magst Du vielleicht recht haben. Ich kenne aber den Unterschied eines GKV und PKV Versichterten im Krankenhaus. GVK nie wieder Aber Deine Meinung ist von den PKV Versichterten Politikern so dargestellt worden um das das system der GVK am Leben zu erhalten. Z.B. ist die Beitragsbemessungsgrenze so hoch geschraubt worden, das nur Politiker oder Selbstständige eine freie Wahl haben. Deine Meinung wird sich ändern, wenn Du beim Arzt erst in Jahren einen Termin bekommst oder als PKV Patient Dir gesagt wird, geht mal durch zum Prof., der Dich auch noch dust. Für alle, bei Prof. Dr. Klaus Püschel in Hamburg kommt Ihr sofort dran. Gruß Holger
Ich habe alle Varianten durch und bin jetzt zu meinem Leidwesen in der SVA zwangsversichert. Zuvor als Grenzgänger war ich bei der Unica. Das war zwar nicht billig aber angemessene Leistungen wurden erbracht und ich war nicht in der Not mangels Alternative für eine zeitnahe Schmerzbehandlung einen Wahlarzt selbst zahlen zu müssen, was die SVA ablehnt. Was sie aber nicht hindert trotzdem horrende Beiträge zwangsweise zu kassieren .
Holger R. schrieb: > Deine Meinung wird sich ändern, wenn Du beim Arzt erst in Jahren einen > Termin bekommst oder als PKV Patient Dir gesagt wird, geht mal durch zum > Prof., der Dich auch noch dust. Ach? Und wenn die GKV abgeschafft wird, werden anschliessend alle vom Prof. geduzt?
A. K. schrieb: > Daraus ergäbe sich freilich folgendes Modell, um lebensbedrohliche > Risiken abzudecken: Kein Versicherungsvertrag, also keine Kosten, wohl > aber aufgrund besagter Situation im Prinzip versichert und mit Anspruch > auf Versicherung. Tritt dann der Fall ein, dass die z.B. chronischen > Kosten nicht mehr finanzierbar sind, dann meldet man sich, zahlt > rückwirkend und wird behandelt. Wenn die Kasse nicht reicht ist man halt > überschuldet, aber trotzdem irgendwo versichert. Eben - man ist dann überschuldet. Um genau das zu verhindern, gibt es die Versicherung. Und das Prinzip einer Versicherung ist, dass sie im Ernstfall (wenn man es also nicht mehr selbst schultern kann) einspringt und die Beiträge ansonsten weg sind. Wenn an meinem Lebensende alle meine Beiträge für's Klo waren, dann wäre ich sehr, sehr glücklich. Mit Ernstfall ist sicherlich nicht das Ziehen eines Zahnes oder eine normale Geburt gemeint. Schon wenn bei der Schwangerschaft etwas schiefgeht (Frühchen etc.), wird es ganz schnell fünfstellig, von den Vor- und Nachsorgeuntersuchungen mal ganz abgesehen. Zu meinen, man könnte die Behandung auch nur einer einzigen ernsthafteren Krebserkrankung (und die Chancen dafür werden leider immer höher, weil die Menschen kaum noch an anderen Dingen sterben) aus der Portokasse zahlen, zeugt von einer gewissen Naivität (oder glücklicherweise Nichtbetroffenheit) diesbezüglich. Ich kann über die GKVs nichts Schlechtes sagen: alle Leistungen, die wirklich wichtig waren, wurden klaglos übernommen und wenn es ernst wird, erhält man auch sofort einen Termin. Unsere Erfahrung ist auch, dass der Oberarzt deutlich kompetenter ist als der Chefarzt, weil er eben in der Praxis steckt.
Markus Müller schrieb: > Ich bin gar nicht KK versichert und spare mir 4000€ im Jahr. Rein wirtschaftlich kann das Sinn machen, sofern nicht wirklich kostenintensive Behandlungen notwendig werden. Aber.. seit 2009 besteht KrankenversicherungsPFLICHT, auch für bis dato nicht versicherungspflichtige Selbständige. In der Praxis wird diese Pflicht zwar (noch) nicht durchgesetzt, d.h. keiner wird zwangsversichert, trotzdem kann (und wird) dir die Verweigerung irgendwann ans Bein laufen. Es ist dir bspw. nicht möglich, ein Arbeitsverhältnis aufzunehmen, weil du dann automatisch in einen Krankenkasse eintreten MUSST. Und damit werden die seit 2009 aufgelaufenen Beiträge zzgl. Zinsen fällig. Die Kasse holt sich die notfalls per Pfändung. Unterm Strich bleibt dir nur, bis ans Lebensende selbständig Geld zu verdienen und zu hoffen, daß die KV-Pflicht auch zukünftig nicht "zwangsvollstreckt" wird. Oder unterm Existenzminimum zu vegetieren, bis die Schulden abgezahlt sind.
Michael Bertrandt schrieb: > aber das ist nicht das einzige, was der Arzt abrechnet. > Wenn er dir einen Zahn zieht, schüttelt er dir erst die Hand, > kramt deine Unterlagen raus, gibt dir eine Spritze, > stellt ein Rezept aus, lädt dich zur Nachuntersuchung ein, > > und all das kostet. Ja, das kostet. Im Vergleich zu den exorbitanten Versicherungsbeiträgen sind normale Behandlungen allerdings ein Schnäppchen. Wenn ich das der KV gezahlte Geld privat anlegen würde, könnte ich mir bspw. eines Tages, wenn es denn erforderlich wird, Luxuszahnersatz wie ein Hollywoodstar leisten. Die Kasse zahlt nur das "medizinisch Notwendige", sprich Allerbilligste und auch das nur anteilig. Wirklich teuer wird es nur bei Krankenhausaufenthalten oder Langzeittherapien etc.
Die üblichen über das Leben verteilten Esszimmer-Reparaturkosten sind über den Daumen gepeilt eine Versicherung mit hoch wahrscheinlichem Eintreten des Schadenfalls - vorausgesetzt du lebst lange genug - und finanziell kalkulierbarem Risiko, also eher keine existentielle Versicherung. Je mehr eine Versicherung davon übernimmt, desto höher ist der unproduktive Betrag davon, der also statt bei Arzt und Labor in der Versicherung hängen bleibt.
Icke ®. schrieb: > Rein wirtschaftlich kann das Sinn machen, sofern nicht wirklich > kostenintensive Behandlungen notwendig werden. Oder anders ausgedrückt: Rein wirtschaftlich kannst du auch ohne Risikolebensversicherung eine Familie versorgen. Sofern du lange genug lebst. ;-)
A. K. schrieb: > Icke ®. schrieb: >> Rein wirtschaftlich kann das Sinn machen, sofern nicht wirklich >> kostenintensive Behandlungen notwendig werden. > > Oder anders ausgedrückt: Rein wirtschaftlich kannst du auch ohne > Risikolebensversicherung eine Familie versorgen. Sofern du lange genug > lebst. ;-) Ja ;-) Das sind Banalitäten: "Ich benötige solange keine Versicherung, bis ein Schadensfall eintritt, den ich nicht mehr selbst regeln kann."
Ich bin seit ewig in der Techniker, wobei ich fürs Krankenhaus eine private Zusatzversicherung habe. Da meine Frau krankheitsbedingt eine solche nicht bekommt, habe ich leider auch einen recht guten Vergleich zwischen der PKV und der GKV Behandlung. Letztlich ist mein Eindruck, dass sich der Vorteil der PKV vor allem im Zweibettzimmer ausdrückt, Einbettzimmer waren irgendwie nie verfügbar, wenn ich mal im Krankenhaus war. Dafür wurde massiv Druck auf mich ausgeübt, z. B. das Wochenende im Krankenhaus zu bleiben, das habe ich so extrem bei meiner Frau nie erlebt. Chefarztbehandlung bei meiner Frau gab es immer dann, wenn das aufgrund ihrer Erkrankungslage notwendig wurde, wir hatten schon mal drei Chefärzte an Ihrem Bett sitzen, wo die dann die Behandlung koordiniert hatten. Routinedinge wurden von den normalen Ärzten überwiegend kompetent abgewickelt. Bei mir hatte ich den starken Eindruck, dass ein erheblicher Teil der Tests durchaus unnötig waren (wobei es das bei meiner Frau auch gab, aber nicht in dem Umfang). Da solche Tests ja durchaus belastend sein können (schön, wenn alle zwei Stunden Blut abgenommen und ein grosses Labor gemacht wird, ich könnte darauf aber gerne verzichten und fand das im nachhinein eher fragwürdig), finde ich es schon ganz gut, dass die GKV den Ärzten (oder eher den Controllern) auf die Finger sehen. Alles in allem: Was ich bei der PKV brauche, ist die freie Krankenhauswahl und das Einbettzimmer. Der ganze Rest ist grösstenteils nur Abzocke, bzw kein echter Mehrwert zur GKV. Ansonsten war die Techniker Kasse immer ok. Bei meiner Frau wurden auch extrem teure Behandlungen immer genehmigt. Gruss Axel
Axel Laufenberg schrieb: > Alles in allem: Was ich bei der PKV brauche, ist die freie > Krankenhauswahl und das Einbettzimmer. Der ganze Rest ist grösstenteils > nur Abzocke, bzw kein echter Mehrwert zur GKV. Sehe ich auch so. Vor allem laufen auf den Privatstationen nicht die übermüdeten Assistenzärzte rum und üben Kanülen setzen bis sie es können. Ob irgend etwas Abzocke ist, kann ich bei den meisten Rechnungspositionen nicht beurteilen. Wenn die PKV jedoch irgendetwas nicht bezahlt hat, hat sich bisher noch kein Arzt gesträubt, die Rechnungsposition im nachhinein wegzulassen oder auf den richtigen Faktor anzupassen. Auf Kosten bin ich bisher noch nicht sitzengeblieben. Markus Müller schrieb: > Reparatur ein Zahn (Bohren/Füllung) 40€ > Zahn raus ziehen 10€ + Medikamente 10€ Ich gehe dafür zum Zahnarzt. Der nimmt deutlich mehr, als ein Hufschmied ;-)
A. K. schrieb: > Oder anders ausgedrückt: Rein wirtschaftlich kannst du auch ohne > Risikolebensversicherung eine Familie versorgen. Sofern du lange genug > lebst. ;-) Der Vergleich hinkt. Eine Risikolebensversicherung ist vergleichsweise spottbillig und zahlt im Schadensfalle den vertraglich vereinbarten Betrag. Bei der KV steigen nicht nur die Beiträge, sondern im Gegenzug werden die Leistungen geringer. Du zahlst praktisch immer mehr Geld für immer weniger Leistung. Momentan liegt die Beitragsbemessungsgrenze bei 4050€, ein gut verdienender Selbständiger zahlt also rund 630€ monatlich, der schlecht verdienende immer noch über 300. Nehmen wir die goldene Mitte und sagen 450€ pro Monat. Das macht 5400€ pro Jahr, 54000€ pro Jahrzehnt und unterm Strich mehr als 150000€ in einem durchschnittlichen, 30-jährigen Selbständigen-Dasein. Zukünftige Beitragsanhebungen nicht gerechnet. Angenommem, du zahlst dieses Geld nicht in die Kasse ein, sondern legst es privat an. Dann hast du im Alter ein hübsches Sümmchen in Reserve, mit dem auch kostspielige Behandlungen drin sind. Und für die 90%ige Wahrscheinlichkeit, daß diese nicht notwendig werden, haben zumindest deine Erben noch was davon. Oder du hast vor Tod mit Ansage noch genug Kohle, um die 100-Dinge-noch-erleben- wollen-Liste abzuarbeiten. Klar ist das unsozial. So wirklich sozial ist die GKV aber auch nicht, wenn man in Betracht zieht, wieviel der teuren Beiträge wegen unnötiger Behandlungen sowie maßlos überteuerter Medikamente und Medizintechnik in die Kassen der Ärzte, Pharmaindustrie und Medizingerätehersteller abfließt.
Dann aber auch bitte in letzter Konsequenz sozialverträglich ableben, wenn eure finanziellen Mittel ausgeschöpft sind, selbiges bitte für eure Frauen und Kinder wenn dies statt eurer selbst trifft. Auch wenn es euch schon mit Anfang 30 trifft und ihr die hypothetischen 150k€ noch nicht habt, alles andere ist Doppelmoral. Danke, die Gesellschaft
Icke ®. schrieb: > Dann hast du im > Alter ein hübsches Sümmchen in Reserve, mit dem auch kostspielige > Behandlungen drin sind. Immer vorausgesetzt, du wartest mit teuren Behandlungen vorsichtshalber bis ins Alter. Das ist dann doch wieder wie mit der Risikolebensversicherung. Wenn du mit dem Ableben wartest, bis du alt bist, brauchst du auch keine. ;-)
Wolfgang Erbes schrieb: > Axel Laufenberg schrieb: >> Alles in allem: Was ich bei der PKV brauche, ist die freie >> Krankenhauswahl und das Einbettzimmer. Der ganze Rest ist grösstenteils >> nur Abzocke, bzw kein echter Mehrwert zur GKV. > > Sehe ich auch so. Vor allem laufen auf den Privatstationen nicht die > übermüdeten Assistenzärzte rum und üben Kanülen setzen bis sie es > können. Also mindestens Nachts laufen auf Privat oder GKV Stationen genau die gleichen Hansels rum. Und tagsüber ist es wieder egal. > > Ob irgend etwas Abzocke ist, kann ich bei den meisten > Rechnungspositionen nicht beurteilen. Wenn die PKV jedoch irgendetwas > nicht bezahlt hat, hat sich bisher noch kein Arzt gesträubt, die > Rechnungsposition im nachhinein wegzulassen oder auf den richtigen > Faktor anzupassen. Auf Kosten bin ich bisher noch nicht sitzengeblieben. Ich habe mich leider in ein paar Krankheiten recht tief einarbeiten müssen. Was an überflüssigen, teilweise auch riskanten Untersuchungen gemacht wird, ist abenteuerlich, sowohl bei GKV alls auch bei PKV, aber bei GKV etwas weniger. Man darf ja nicht vergessen, dass viele Untersuchungen durchaus auch Risiken haben. Gruss Axel
Markus Müller schrieb: > Ich bin gar nicht KK versichert und spare mir 4000€ im Jahr. Alles wird > bar bezahlt und kostet ca. 500€ im Jahr. > In 10 Jahren spare ich so 35000€, in 40 140000€. Das gesparte Geld wird > angelegt Das ist ein sehr riskantes Spiel! Krankheitskosten stellen ein großes Risiko dar. Man sollte zumindest für hohe Kosten versichert sein. Warst du zuvor bei einer PKV, so schließ eine Versicherung für ambulante und stationäre Leistungen ab und vereinbare evtl. einen hohen Selbstbehalt damit die Prämien niedriger sind. Warst du zuvor in der GKV, so frag bei den Ersatzkassen nach, ob sie auf Nachzahlungen verzichten.
Markus Müller schrieb: > Nur mal so ein paar Beträge: > Geburt Kind, Krankenhaus 1700€ > Reparatur ein Zahn (Bohren/Füllung) 40€ > Zahn raus ziehen 10€ + Medikamente 10€ Das sind Preise in Osteuropa: Polen, Tschechei, Ungarn
Markus Müller schrieb: > Ich bin gar nicht KK versichert und spare mir 4000€ im Jahr. Alles wird > bar bezahlt und kostet ca. 500€ im Jahr. > In 10 Jahren spare ich so 35000€, in 40 140000€. Das gesparte Geld wird > angelegt und ich kann somit auch problemlos mal was größeres bekommen. > > Scheiß auf die Geldeintreiber-Versicherung. Markus versichert sich quasi selber. Eine Krankenkasse kann auch nur das Geld verteilen das sie von ihren Beitragszahlern bekommt und dann versickert noch einiges in der Verwaltung. So schätzungsweise 80-90% der Versicherten haben auch keine schweren Krankheiten und finanzieren die schweren Fälle mit. Ob man zu denen schweren Fällen gehört weiß man aber immer erst hinterher und deswegen macht es das zu einem Risiko. Asozial? Nicht mehr als die Beitragsbemessungsgrenze oder die PKVs, die nehmen auch nur die gesunden.
Hi, Axel Laufenberg schrieb: > Also mindestens Nachts laufen auf Privat oder GKV Stationen genau die > gleichen Hansels rum. Und tagsüber ist es wieder egal. Nee, tagsüber ist es auch nicht egal. Aussage von einem Bekannten - zufälligerweise Krankenhausarzt: Vor rund 30 - 40 Jahren hat man die "Privatstationen" abgeschafft und die Versorgung durch Privatzimmer in den jeweiligen Fachstationen ersetzt weil man erkannt hat das ein "Zusammenpacken" der unterschiedlichsten Krankheitsbilder aus den Verschiedensten Fachbereichen auf eine "Universalstation" einen RISIKO für die PATIENTEN in doppelter Hinsicht darstellt. Zum einen werden so die gefährlichen Keime (die offiziell natürlich gar nicht da sind) aus allen Teilen des Krankenhauses an einem Ort versammelt. Aber noch viel gravierender: Auf den jeweiligen Fachstationen ist das Personal mit den jeweils typischen Krankheitsbildern vertraut und erkennt typsiche Komplikationen u.ä. im allgemeinen sehr viel früher als eine "Universalschwester" die von allen etwas machen muss. (Und dabei damals nochgar nicht so schlimm wie heute: Bei der Altersstruktur der PKV überwiegend eher die HArmlosen Befindlichkeitsstörungen der fortgeschrittenen Senioren) Auf der Fachstation laufen hingegen die Spezialisten rum. Auf der Inneren hat es dann 24h am Tag Internisten vor Ort und Internistisch erfahrene Pfleger! In der Neurologie dann Neurologen und neurologisch geschultes Pflegepersonal Und es glaubt doch hoffentlich wohl keiner das auf den Privatstationen Ein Internist, ein Neurologe, ein Orthopäde und ein Chirurg sitzwache halten. Von Onkologen und Co. mal ganz zu schweigen. Nee, da werden bei Bedarf -also wenn das Pflegepersonal merkt da stimmt vielleicht was nicht- die Fachärzte von den Stationen geholt, die dann sofern nicht gerade auf der eigenen Station gebunden, quer durchs Haus marschieren um mal zu schauen was denn ist. (Und wehe der Arzt ist dann umsonst gelaufen, dann gibt es einen Rüffel und nächstes mal wird länger gewartet) Es sind also genau dieselben Ärzte auf Privatstationen wie auf den Fachstattionen. Mit dem Unterschied das die für einen Notfall auf der Privatstation erst einmal "Anreisen" müssen. Und beim Pflegepersonal ist es eh egal. Die machen überall drei Schicht Betrieb. Da unterscheiden sich die Dienstzeiten erst recht nicht. der einzige Unterschied ist das auf den Fachstationen das spezifische Fachwissen größer ist. Alleine durch die Erfahrung! Und das alles hat man schon in den 70er Jahren erkannt und die Privatstationen in vielen Kliniken zu gunsten von verteilten Privatzimmern abgeschafft. Jetzt aber ist es so, das Zweibettzimmer auch für GKV-Patienten die Regel werden. Zimmer mit >3 Betten haben die meisten Kliniken hier in der Umgebung faktisch überhaupt nicht mehr. Und selbst die 3 Bett Zimmer verschwinden gerade überall. In vielen Häusern ist ZWeibettzimmer schon Minimalstandard. Und nur um den Privatpatienten jetzt immernoch das Gefühl zu geben das die ausgerechnet in DIESEM Haus besonders gut behandelt werden ist man wieder dazu übergegangen Privatstationen einzurichten um das GEfühl der Exklusivität zu fördern. Einfach weil man der Meinung war das der Unterschied "Privatzimmer - Normalzimmer" nicht mehr ausreichend groß ist wenn man nur bessere Möbel und einen Bildschirm pro Bett reinstellt. (was in Zeiten von Smartphone für jeden bzw. meist sogar Tablet/Laptop in der Generation unter 50 eh Irrelevant ist) Und das OBWOHL man schon vor >30 Jahren erkannt hat das dies zu lasten der Qualität der Versorgung geht. Soviel zu den "ach so tollen" Privatstationen! BTW: Meine Schwester ist als Beamte privatversichert und hatte schon einige Krankenhausaufenthalte. Und bis auf einen Fall hatte die als "twen" immer eine "Pflegebedürftige" Patienten als Zimmerpartnerin, mit allen NAchteilen die das so mit sich bringt. (regelmäßiger Windelwechsel inkl. nettem Geruch usw.). Es ist halt mittlerweile so, der absolute Großteil der PKV-Patienten ist nicht mehr Jung. Und wenn man dann ins Krankenhaus muss ergibt sich aus den gesetzen der Wahrscheinlichkeit... (Insbesondere wenn man bedenkt das die KH gerade SOLCHE PKVler möglichst lange dabehalten wollen) Gruß Carsten Das Pf
Icke ®. schrieb: > Momentan liegt die Beitragsbemessungsgrenze bei > 4050€, ein gut verdienender Selbständiger zahlt also rund 630€ > monatlich, der schlecht verdienende immer noch über 300. Das mit den 300 Euro stimmt so nicht! Die Zeiten sind lange vorbei wo die Abstufungen so grob waren. IRgenwo steht die 50% Regel zwar noch im Gesetz, aber durch ergänzende REchtsnormen geht es noch viel tiefer! Auch bei freiwillig versicherten Selbstständigen richten sich die Beiträge nach den Möglichkeiten des Einkommens. Und da liegt die Untergrenze im Moment vermutlich eher bei so ~180 Euro GESAMT. Wo ich ich mich damals selbstständig gemacht habe waren es ~170 Euro, wurde dann mit zunehmenden Einnahmen (deutlich) mehr. (Da ich jetzt aber seit rund 2Jahren wieder Angestellter bin -Das Freelancerdasein als Einzelkämpfer war mir im Hinblick auf Familie usw. dann irgendwie doch zu unsicher. Ausserdem haben geregelte Arbeitszeiten doch was für sich- bin ich in dem Thema nicht mehr so drin.) Gerade wenn man als Selbstständiger anfängt oder die Einnahmen nicht mehr so Sprudeln gibt es also keinen Grund mehr in die PKV zu wechseln (das war früher ohne die Möglichkeit der Beitragsreduzierung ja anders...) Einzig wenn man VIEL Verdient macht sich der Wechsel deutlich bemerkbar. Aber im Grunde schreibe ich unter alle meine Beiträge zu diesem Thema immer diesen Absatz und kann ihn auch hier nur wiederholen: GKV: VIEL Zahlen wenn man VIEL HAT. Wenig Zahlen wenn man WENIG HAT. PKV: WENIG Zahlen wenn man VIEL hat, VIEL Zahlen wenn man WENIG HAT. Womit kann man wohl nicht nur jetzt, sondern auch mit Blick auf die Zukunft besser planen/Leben? Gruß Carsten
Carsten Sch. schrieb: > Auch bei freiwillig versicherten Selbstständigen richten sich die > Beiträge nach den Möglichkeiten des Einkommens. Und da liegt die > Untergrenze im Moment vermutlich eher bei so ~180 Euro GESAMT. Ich sprach von schlecht verdienden Selbständigen, nicht von hungerleidenden. Bei einem Durchschnittsgewinn von 2000€ monatlich beträgt der KV-Beitrag schon 310€. Und wenn du als Selbständiger weniger Einkommen hast, kannst du auch gleich hartzen. Billiger wird es nur in der PKV, aber auch nur mit jungem Eintrittsalter und ohne Kinder. Jo S. schrieb: > Das sind Preise in Osteuropa: Polen, Tschechei, Ungarn Nein, das sind auch in D durchaus normale Preise, wenn man sich als Privatpatient nicht unnötige Extras aufschwatzen läßt. Was die Ärzte natürlich gern machen, oft auch ohne zu fragen.
Icke ®. schrieb: > Bei einem Durchschnittsgewinn von 2000€ monatlich > beträgt der KV-Beitrag schon 310€. Und wenn du als Selbständiger weniger > Einkommen hast, kannst du auch gleich hartzen. Jaja... Bei weniger als 24000 Euro Nettojahresgewinn als Selbstständiger kann man Harzen gehen... Sag mal: In welche einer Welt lebst du eigendlich? Oder falls du selbstständig bist: Was für einen Miesen Steuerberater hast du denn? Bei 2000 Euro Gewinn, also nachdem man alle Kosten für den PKW, den Computer, das Telefon und Handy, den Arbeitsbereich in der Privatwohnung, alle Kurzreisen, egal ob Geschäftlich oder nicht und wenn man abgebrüht genug ist sogar diverse Restaurantbesuche mit Frau oder Freundin, alle sonstigen Kleinausgaben bis hin zu Schulmaterialien für die Kinder, den neuen TV und die kosten für Rep. der (privaten) Waschmaschine usw. von den Einnahmen abgezogen hat. Ja - da ist man ein ganz armer Schlucker... Man nimmt es gar nicht so war, aber ich merke da schon einen Unterschied wenn ich heute die Summe x als Nettogehalt auf dem Konto habe und früher dieselbe Summe X als Monatsgewinn übrigblieb. Und ob das jetzt 2000 Euro oder mein X sind, das dürfte wohl nicht viel ausmachen. Das Prinzip ist gleich. Jedenfalls waren damals von den X viele Dinge schon bezahlt die ich heute erst noch davon bezahlen muss. Und das summiert sich dann schon ganz schön! Ich hatte zeiten da war mein Gewinn noch deutlich weniger als 24k im Jahr und trotzdem hatte ich keinen Grund zu klagen, zweimal im Jahr verreisen und (zusätzlich) rund 500Euro taschengeld zur absolut freien Verfügung im Monat. Also H4 ist was anderes... Und auch kein Vergleich zu 2k Monatsnetto. Und als es später mehr als die 24k waren sah es noch einmal viel besser aus. Icke ®. schrieb: > Billiger wird es nur in > der PKV, aber auch nur mit jungem Eintrittsalter und ohne Kinder. Eben! Wobei es dann nur noch nach Alter ohne Rücksicht auf Einkommen weitergeht. Und für jedes Familienmitglied extra. Ist also auch keine Alternative. Am allerdümmsten aber ist es für jemanden mit Wohnsitz in der BRD sich einfach gar nicht in der KV zu versichern. Denn dann muss man zuerst alle anfallenden Behandlungen selbst bezahlen, da aber eine Versicherungspflicht herrscht spart man die Beiträge nicht sondern bautSchulden auf. Wenn dann also irgendwann einmal rauskommt das man nicht bei einer KV ist, DANN werden sofort alle Beiträge nacherhoben. Man zahlt dann alle Beiträge nach -inkl. Zinsen und säumniszuschläge- bekommt aber seine bisher selbst bezahlten Behandlungen NICHT erstattet. Im Prinzip zahlt man also doppelt, da man alle Beiträge + die in dieser Zeit erfolgten Behandlungen bezahlt hat. Und das kann ganz schnell rauskommen. Entweder weil man so krank wird das man die Behandlung nicht mehr aus eigener Tasche zahlen kann - oder weil doch mal der im Moment noch umstrittene Datenabgleich durchgeführt wird! Das ist ein Spiel das man nur gewinnen kann wenn man entweder gar kein Vermögen aufbaut und die Privatinsolvenz bei Beitragsnachforderung bewusst einplant - oder aber früh genug einfach tot umfällt - möglicht ausserhalb der BRD so das keine Kosten anfallen bei deren Einforderung dann auffält das nicht versichert... (Denn wenn es auffällt bedient sich der Staat ja -zurecht- aus der Erbmasse! Die Erben gehen dann im ärgsten Fall leer aus) Da beides keine erstrebenswerten Alternativen sind ist die Weigerung in die KV einzutreten für jemanden der in der BRD wohnt einfach nur gallopierender Wahnsinn. Da es aber zu Lasten der Allgemeinheit geht wenn so jemand dann doch ernsthaft krank wird -Denn im Gegensatz zu den USA wird hier niemanden die medizinisch notwendige Behandlund verweigert- ist das nichtversichern ein Gemeinschaftsschädliches Verhalten und gehört entsprechend durchgreifend sanktioniert. Wenn es dann mit einer PI endet -> Selber schuld! Erst recht nachdem es ja eine Amnestiefrist gab. Aber eigendlich ist das hier OT, daher im nächsten Beitrag zurück zum Thema! Gruß Carsten
Um mal wieder zum eigendlichen Thema zurückzukommen hier noch etwas zum ursprünglichen Thema: Man muss leider bei Vergleich der KK zwischen Erfahrungen von "heute" und von "früher" unterscheiden. Es haben sich ja auch schon einige gemeldet die schreiben das sich der Umgang ihrer KK geändert hat! Was jemand vor 10JAhren erlebt hat sagt also nichts verbindliches mehr über die heutige Situation aus. Weder im positiven als auch im negativen. Oder um es mal als Beispiel zu nennen: Ich war und bin bei der BEK versichert. Als Kind über die Eltern und später sowohl als Angestellter wie auch als Selbstständiger weiterhin dort. Von damals weiß ich noch das die bei sehr vielen KANN Leistungen einfach ihren Segen gegeben hat. Vieles war generell möglich, anderes dann auf Antrag was ab Antrag aber Selbstläufer waren. Im vergleich zu anderen Kassen, insbesondere der AOK, aber auch anderen Ersatzkassen, waren die da sehr "Großzügig". Diese Zeiten sind dort lange vorbei. Es gibt immer noch einiges an kann-Leistungen. Diese sind aber zentral festgelegt und werden einheitlich gehandhabt. Dieses früher übliche "auf Antrag mehr" ist fast ganz verschwunden. Ohne sehr gute und zutreffende Begründung gibt es über die allgemein zentral festgelegten KANN Leistungen hinaus nichts mehr.! Was aber zumindest bis vor 2Jahren geblieben ist, das ist das die Berater "fair und sachlich" beraten haben, also auch von sich aus auf weitergehende Zuschussmöglichkeiten oder Sparanträge usw. hingewiesen habe. Gab es irgendwo die Möglichkeit weniger Beitrag zu zahlen, z.B. als ich gerade in Selbstständigkeit gewechselt bin, oder aber höheren Zuschuss zu bekommen wie bei Zahnersatz als Student, wurde immer von seiten der Kasse darauf hingewiesen das sich ein entsprechender Antrag lohnen würde. Oder halt solche Dinge wie bei Nachfrage zur FSME Impfung wg. Urlaub im (nichtdeutschen) Risikogebiet das vom Berater gesagt wird das es für Reisen ausserhalb Deutschlands nicht bezahlt werden darf, ABER WENN JEMAND BEIM ARZT z.B. ANGIBT FREUNDE/Familie IN SÜDDEUTSCHLAND besuchen zu wollen, DANN würde voll bezahlt werden. NACHWEISE BRAUCHT ES KEINE. (Betonung im Gespräch aufs Großgeschriebene...) Und das ist/war wohl bei anderen Kassen nicht so, Wenn ich daran denke das ich bei meinem Abschluss der ersten Eigenen KV wg. Ausbildung trotz recht gut bezahlten IGM Ausbildungsplatz ungefragt die Befreiungskarte für Zuzahlungen dazubekommen habe (damals waren 1600DM die Grenze, ich hatte 1150 im ersten LJ), aus den Bekanntenkreis viele mit deutlich schlechterer Vergütung aber erst nachdem die von mir darauf hingewiesen wurden und dann bei Ihrer Kasse Druck machten diese Karte bekommen haben. Wie es sich aber in den letztrn 2 JAhren bei der BEK entwickelt hat kann ich nicht sagen. Als Angestellter hat man da nicht so viel "Spielraum" der wieder Beratungsbedarf mit sich bringt - und vom Verdienst bin ich auch jeseits aller "Ermäßigungs-/Härtefallgrenzen" so das ich da keine Einschätzung mehr vornehmen kann. Gruß Carsten
Carsten Sch. schrieb: > Jaja... Bei weniger als 24000 Euro Nettojahresgewinn als Selbstständiger > kann man Harzen gehen... Sag mal: In welche einer Welt lebst du > eigendlich? Auch er lebt wohl nicht in deiner relitätsfremden Traumwelt. Viel Selbständige machen Jobs, die sich für etablierte Firmen nicht lohnen. Viele Selbständige MÜSSEN auch gar keine Millionen reinbringen, weil sie die bereits verdient haben, oder per Ehemann oder Familie haben, doer vielleicht drauf hoffen daß es mal Millionen werden aber der Bestseller muss erst geschrieben werden. Der eine hütet Schafe, die andere Töpfert, der dritte macht hin und wieder mal was, der Rentner will sein Hobby nicht verschenken sondern auch mal was verkaufen. Alle sind selbständig, und holen weniger als 24k rein. Sie haben nur ein Problem: Obwohl EIGENTLICH in Deutschland ein prozentuales System gilt, kommt der Staat und will von einem fiktiven grosszügig hoch gewählten Einkommen plötzlich Krankenkassenbeiträge und Pflegeversicherung. So kommt ein Selbständiger auf 30 oder 50 % Krankenkassenbeitrag, bloss weil in der Regierung weitere Deppen sitzen wie du, die nicht begreifen, daß nicht jeder Mensch sich im Leben ständig zum maximalen Profit verkauft. Hier mal was für deinen Realitätcheck: http://www.zeit.de/community/2014-05/selbstaendigkeit-absicherung-armut Wir brauchen undbedingt strikt prozentuale Krankenkassenbeiträge, so daß jemand, der in einem Monat mal nichts verdient,auch nichts zahlen muss (wovon denn? Nur der Staat lebt dauerhaft auf Kredit). Mit dem Auseinanderbrechen der Grossfamilie gilt halt nicht mehr "ein Ernährer versorgt 4 oder gar 6 Leute" sondern jeder kämoft für sich allein, logisch daß der nur 1/4 bzw. 1/6 des Einkommens hat.
Carsten Sch. schrieb: > In welche einer Welt lebst du eigendlich? Im real existierenden Kapitalismus. > Bei 2000 Euro Gewinn, also nachdem man alle Kosten für den PKW, den > Computer, das Telefon und Handy, den Arbeitsbereich in der > Privatwohnung, alle Kurzreisen, egal ob Geschäftlich oder nicht und wenn > man abgebrüht genug ist sogar diverse Restaurantbesuche mit Frau oder > Freundin, alle sonstigen Kleinausgaben bis hin zu Schulmaterialien für > die Kinder, den neuen TV und die kosten für Rep. der (privaten) > Waschmaschine usw. von den Einnahmen abgezogen hat. > Was für einen Miesen Steuerberater hast du denn? Tip: Hol dir eine zweite Steuerberatermeinung ein und laß dich aufklären, welche Nachzahlungen zu erwarten sind, falls eine Steuerprüfung ins Haus steht. Und nein, entgegen der landläufigen Meinung sind die Prüfer nicht auf der Bockwurstbrühe dahergeschwommen. Mittlerweile steht dem FA zusätzlich Software für automatische Plausibilitätsprüfungen zur Verfügung. Ansonsten gehen vom Nettogewinn natürlich noch jede Menge regelmäßige Privatausgaben ab, z.B. die Privatanteile für Miete, Energie, Telefon und KFZ-Nutzung. Ob man sich für den bleibenden Rest die nicht unerheblichen Streßfaktoren der Selbstständigkeit antut oder doch lieber ein Arbeitsverhältnis (für evtl. mehr Geld) aufnimmt, ist Ansichtssache. Da du dich offensichtlich für Letzteres entschieden hast, war dein Einkommen als Selbständiger wohl doch nicht so üppig, wie du es darstellst.
Michael Bertrandt schrieb: > Carsten Sch. schrieb: >> Jaja... Bei weniger als 24000 Euro Nettojahresgewinn als Selbstständiger >> kann man Harzen gehen... Sag mal: In welche einer Welt lebst du >> eigendlich? > > Auch er lebt wohl nicht in deiner relitätsfremden Traumwelt. > > Viel Selbständige machen Jobs, die sich für etablierte Firmen nicht > lohnen. Keine Frage und ich habe auch niemals das Gegenteil behauptet. Selbstständigkeit ist sicher alles andere als garantierter Wohlstand und zumindest als Einzelkämpfer läuft man schnell Gefahr das es in Selbstausbeutung endet. Hier ging es aber nicht um jemanden der schafft sich gerade noch über Wasser zu halten um nicht von der Stütze abhängig zu sein, nein hier hatte jemand behauptet das alles UNTER 24k Euro JahresGEWINN Leben auf H4 Niveau bedeutet. Und DEM habe ich wehemennt wiedersprochen. (Ok, wenn man Alleinverdiener in einer Großfamilie mit zweistelliger Kinderzahl ist kann das vielleicht doch hinkommen.) Auch wenn man sich "Laberkopp" nennt, so sollte man doch zumindest vorher lesen was man kritisiert! Es ging hier EINZIG um Selbstständige mit 24k Jahresgewinn. Das es viele mit deutlich mehr und vermutlich noch sehr viel mehr mit deutlich weniger als diese 24k Euro Jahresgewinn gibt hat niemand bestritten. Also geht dein Einwurf Meilenweit am Thema vorbei. > Der eine hütet Schafe, die andere Töpfert, der dritte macht hin und > wieder mal was, der Rentner will sein Hobby nicht verschenken sondern > auch mal was verkaufen. > > Alle sind selbständig, und holen weniger als 24k rein. Unbestritten. Aber darum ging es ja nicht. Es ging ja GERADE um diejenigen die etwa 24k im Jahr überbehalten und wie diese Gruppe davon leben kann. Um nichts anderes > Sie haben nur ein Problem: Obwohl EIGENTLICH in Deutschland ein > prozentuales System gilt, kommt der Staat und will von einem fiktiven > grosszügig hoch gewählten Einkommen plötzlich Krankenkassenbeiträge und > Pflegeversicherung. So kommt ein Selbständiger auf 30 oder 50 % > Krankenkassenbeitrag, bloss weil in der Regierung weitere Deppen sitzen > wie du, die nicht begreifen, daß nicht jeder Mensch sich im Leben > ständig zum maximalen Profit verkauft. Ich frage mich immer mehr welche Beiträge du überhaupt liest, oder ob nicht sogr eine störung beim Textverständniss vorliegt. Ich gehöre sicher nicht zu denen die sich immer zum maximalen Profit verkaufen oder das auch nur annähernd als Ideal sehen. Und ja, ich würde eine wirklich Prozentuale KK-Abgabe auch jederzeit befürworten. Also wo jeder Bürger immer einen festgelgten Satz seines Einkommens für die KK zahlen muss, egal wie viel oder wenig er verdient. Ohne Mindest- oder Maximalbeitrag, von allen Einkommen, egal ob aus Arbeit, Zinsgewinne oder Mieteinnahmen. Aber die Realität sieht anders aus, aber nicht so schwarz wie du sie darstellst. Der kleinste zu zahlende Beitrag liegt bei rund 180 Euro. Das ist schon eine Hausnummer, gerade als Einsteiger ohne großartige Rücklagen. Aber sicher keine 30% und schon gar keine 50% von einem Einkommen von dem jemand Leben kann. Das fiktive Mindesteinkommen orientiert sich an der Grenze zur Bedürftigkeit... Also sicher nicht "grosszügig hoch" gewählt. > Hier mal was für deinen Realitätcheck: > http://www.zeit.de/community/2014-05/selbstaendigkeit-absicherung-armut Wie schon geschrieben, hier ging es darum das jemand behauptet hat mit 24k sei jemand bereits "Arm". Und DEM habe ich wiedersprochen. Und ich glaube kaum das in dem Artikel von Leuten die Rede ist die 24k Jahresgewinn haben, oder? Dieses Widersprechen im übrigen gerade DESHALB weil ich weiß wie viele mit deutlich weniger auskommen müssen und es dennoch mehr oder weniger gut schaffen. Gruß Carsten
Icke ®. schrieb: > Tip: Hol dir eine zweite Steuerberatermeinung ein und laß dich > aufklären, welche Nachzahlungen zu erwarten sind, falls eine > Steuerprüfung ins Haus steht. Und nein, entgegen der landläufigen > Meinung sind die Prüfer nicht auf der Bockwurstbrühe dahergeschwommen. > Mittlerweile steht dem FA zusätzlich Software für automatische > Plausibilitätsprüfungen zur Verfügung. Das die Prüfer des FA ihren Job verstehen ist mir gut bekannt. Immerhin hat ein solcher mir Jahrelang Nachbarschaftshilfe bei der Steuererklärung gegeben. Und was der da für Dinge aus dem Hut gezaubert hat, da hatte ich nie etwas von gehört. Und alles absolut so zurechtgelegt das es jeder Prüfung standhält. Da lagen Welten zwischen dem Ergebniss und dem was beim Steuerberater rauskam. Und das obwohl der Steuerberater durchaus den einen oder Risikoposten eingebaut hatte. Da merkt man dann wieder einmal für wen die Steuergesetzgebung wirklich gemacht ist. Sicher nicht für den "kleinen Mann" sondern für die "Maßanzugträger" damit die so lange diese Ihre Gier nur etwas zügeln können den Staat ganz legal bescheissen können. > Ansonsten gehen vom Nettogewinn natürlich noch jede Menge regelmäßige > Privatausgaben ab, z.B. die Privatanteile für Miete, Energie, Telefon > und KFZ-Nutzung. Sicher, Unbestritten! von 2k Monatsgewinn müssen Teile für Miete, Strom usw. für den Privatverbrauch gezahlt werden. Diese zu 100% abzusetzen wird wohl kaum gelingen. Nur ist da der Unterschied das es ebend nur ANTEILIG ist, während es beim 2000 Euro Monatsnetto immer 100% der Kosten sind die abgehen! Von den 2k Monatsgewinn bleiben also mehr als von 2k Monatsnetto. Und selbst mit 2k Monatsnetto bist du noch Meilenweit vom H4 Lebensstandard entfernt. > Ob man sich für den bleibenden Rest die nicht > unerheblichen Streßfaktoren der Selbstständigkeit antut oder doch lieber > ein Arbeitsverhältnis (für evtl. mehr Geld) aufnimmt, ist Ansichtssache. Ansichtssache, Sache der persöhnlichen Einstellung, eine Frage der Gelegenheit/der überhaupt vorhandenen Jobangebote usw. usf. > Da du dich offensichtlich für Letzteres entschieden hast, war dein > Einkommen als Selbständiger wohl doch nicht so üppig, wie du es > darstellst. Ich verstehe nicht warum einige hier immer alles am Geld festmachen wollen. Fakt ist, als Selbstständiger habe ich kein Vermögen verdient, aber im Schnitt schon mehr als jetzt. Der Schritt in das Abhängige Beschäftigungsverhältniss war finanziell gesehen also ein Rückschritt. Andererseits habe ich in der Selbstständigkeit von Auftrag zu Auftrag gelebt, musste mehr als einmal hinter dem Geld herrennen und zur eigendlichen Arbeit einiges an Buchhaltung und Aquise machen. Für eine Zeit war es ganz spannend und ich habe auch vieles gelernt. Aber wir sind nun in dem Alter wo man ernsthaft über Kinder usw. nachdenkt und da legt man halt mehr Wert auf Sicherheiten als einem das von AUftrag zu Auftrag hangeln geben kann. Zudem hat mich das ganze drumherum was wenig mit der eigendlichen Arbeit zu tun hatte langsam echt angekotzt! Da fühle ich mich jetzt schon bedeutend wohler, ich kann meine Zeit überwiegend mit Dingen verbringen die mir Spass machen und mich auf meine Kernarbeit konzentrieren. Die Buchhaltung macht die Buchhaltung, den Verkauf der Aussendienst, für die Auftragsabarbeitung gibt es die Sachbearbeitung und die Telefonistin hält bei Bedarf störende Anrufe fern. Sind zeitraubende Vorarbeiten nötig (wie Prototypenbestückung) muss ich das nicht mehr selber machen sondern lasse mir von einem Kollegen zuarbeiten. Wenn ich frei habe ist es alleine meine Entscheidung ob ich die Füße hochlege oder mich auch am heimischen Schreibtisch mit einem "spannenden" Problem von der Arbeit beschäftige. Das alles sind Dinge die man nicht direkt in Geld ausdrücken kann. Wie will man auch "Spass an der Arbeit" beziffern? Aber sie wiegen für mich persöhnlich die Lohneinbußen mehr als auf! Ohne Not werde ich sicher nicht zurück in die Selbständigkeit gehen. Als Option bevor einem die Arbeitslosigkeit erwischt würde ich sie dennoch nicht ausschließen.
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