Aufpressdruck beim Belichten

Gast #3814845
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Es gibt ja Leute, die tatsächlich es nicht glauben können, das jeder 
Mikrometer beim Belichten goldwert ist.
Anbei ein Foto, mit was für einem "Aufwand" ich derzeit den 
Aufpressdruck erzeuge, um feine Strukturen auf den Platinen erstellen zu 
können.
Angehängte Dateien:
Gast #3815173
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AMK schrieb:
> mit was für einem "Aufwand" ich derzeit den
> Aufpressdruck erzeuge

Was für ein Unsinn, regelrecht peinlich.
Der erzeugte Druck landet irgendwo, nur nicht z.B. mittig auf der 
Platine...
Es kommt zu 99,9% drauf an, den Druck gleichmäßig zu verteilen. Ohne 
Vakuum ist das praktisch unmöglich, auch wenn es da natürlich reichlich 
andere Meinungen gibt.
Unter der Folie eines Vakuumbelichters reichen z.B. schon 0,05bar für 
ein Ergebnis, das Deine Anordnung auch mit einem zusätzlich aufgesetzten 
Elefanten nie erreicht.
Gast #3815179
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0815 schrieb:
> Es kommt zu 99,9% drauf an, den Druck gleichmäßig zu verteilen. Ohne
> Vakuum ist das praktisch unmöglich, auch wenn es da natürlich reichlich
> andere Meinungen gibt.

Ja, gibt es! Beim BUNGARD-Belichter reicht da eine 15mm dicke 
Schaumstoffplatte.
Aber die haben ja eh keine Ahnung :-)
Gast #3815209
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Was blabbern hier eigentlich einige ohne ihren Hirn einzuschalten? Ohne 
zu wissen wie groß die Platine ist und wo genau die sich befindet, 
werden irgendwelche dummen Kommentare bzgl. Gleichmäßigen Druck etc. 
abgegeben.
Also die Platine ist perfekt geworden ;-)
Gast #3815240
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AMK (Gast)

> Was blabbern hier eigentlich einige ohne ihren Hirn einzuschalten? Ohne
> zu wissen wie groß die Platine ist und wo genau die sich befindet,
> werden irgendwelche dummen Kommentare bzgl. Gleichmäßigen Druck etc.
> abgegeben.
> Also die Platine ist perfekt geworden ;-)

Da würden mich mal ein paar Bilder interessieren. Wäre nett wenn man da 
mal ein paar Ausschnitte sehen dürfte.

;)
Gast #3815285
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Erst mal vielen Dank für das Bild. Ich würde zwar den Andruck nicht so 
brachial wie du das hier machst gestalten (hätte da Angst um meine dünne 
Scannerscheibe ;). Der meiste Druck wird aber schätzungsweise eh vom 
Deckel auf den Scanner-Gehäuserand abgeleitet), aber das Ergebnis (und 
nur darauf kommt es im Endeffekt an) sieht recht ansprechend aus. 
Jedenfalls viel besser als vieles was hier gelegentlich so im Forum 
aufschlägt).

Wie ich sehe hast auch du Nieten verwendet?
Gast #3816652
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P.M. schrieb:
> Du brauchst dich für deine Unfähigkeit beim Umgang mit Dateiformaten
> nicht zu entschuldigen.

Eine dumme Bemerkung zum Thema ist die eine Sache, aber äußerst dumme 
Kommentare für Nebensächlichkeiten die andere. Aber Hauptsache mal was 
sagen und Frust ablassen oder wie? :-)
So wie die Leute damit argumentieren mit "langsamen" 
Internetanschlüßen/Smartphones keine große Dateien öffnen können/wollen, 
so gibt es auch bei anderen die Tatsache, das diese nicht die 
Möglichkeit haben mit Boardmitteln Bilder auf den gleichen Maß wie die 
des deines Hirns zu verkleinern.
Gast #3816655
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Belichter schrieb:
> Der meiste Druck wird aber schätzungsweise eh vom
> Deckel auf den Scanner-Gehäuserand abgeleitet

Genau hier liegt der Trick, der Deckel ist mit einer 15mm dicken 
Schaumstoff Platte versehen, um die Kraft besser auf die Platine 
weiterzuführen, anstelle diese über die Ränder direkt auf das Gehäuse 
abzuleiten.

Belichter schrieb:
> Ich würde zwar den Andruck nicht so
> brachial wie du das hier machst gestalten (hätte da Angst um meine dünne
> Scannerscheibe ;).

Stimmt, ich kann ja nicht jedesmal die Mikrowelle aus der Küche 
Zweckentfremden :-) Hast Du eine Idee wie man es besser machen könnte? 
Ich denke da an diese Klemmverschlüße (Ähnlich wie die beim 
Flensburger).

Belichter schrieb:
> aber das Ergebnis (und
> nur darauf kommt es im Endeffekt an) sieht recht ansprechend aus.
> Jedenfalls viel besser als vieles was hier gelegentlich so im Forum
> aufschlägt).

Ja, und dies erreiche ich nur mit genug Druck auf die Platine beim 
belichten.

Belichter schrieb:
> Wie ich sehe hast auch du Nieten verwendet?

Jepp, benutze welche mit einem 0.8'er Außendurchmesser. Für das 
chemische durchkontaktieren habe ich noch nichts "sauberes" entdecken 
können.
Gast #3818086
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6mm frist viel UV Licht aber das Gewicht sollte auch ohne Klammern 
ausreichen. Ich mache das mit 2mm (30x40cm) 
Billig-Baumarkt-Bilderrahmenglas und beschwere oder Klammere die 
Scheiben nicht und es klappt ohne Probleme.
Selbst als ich mal ausversehen den Toplayer gespiegelt gedruckt hatte 
und mit der unbedruckten Seite auf das Kupfer legte habe ich keine 
Unterätzungen gehabt!
Gast #3819133
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AMK schrieb:
> ... so gibt es auch bei anderen die Tatsache, das diese nicht die
> Möglichkeit haben mit Boardmitteln Bilder ... zu verkleinern.

Du hast mich nicht verstanden - es ging nicht um Bildgröße sondern um 
Bildformate. Für Photos ist PNG als Dateiformat nun mal denkbar schlecht 
geeignet, wie du an der Dateigröße immerhin schon selbst bemerkt hat.
Gast #3819280
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Das meiste zum Anziehen legt Mutti bei denen raus.
Selbst anziehen ist dann schon was...
Sieht man machmal auf der Strasse. Erwachsene Menschen, die das gleiche 
von Mutti raus gelegt bekamen, komen dann noch auf die Idee, Strafzettel 
verteilen zu wollen.
Gast #3820496
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Sollte Anpressdruck heißen, leider kann man nachträglich den Betreff 
nicht ändern.
Worum es geht: Eine übertriebene Darstellung, das beim belichten der 
Anpressdruck wichtig ist, insofern wenn man keinen Vakuum belichter 
verwendet.
#3820538
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Achso, ok :)

Also ich habe immer "kopfüber" mit einem LED-Belichter belichtet. Dabei 
wurden 5mm UV-LEDs in einem 1cm Raster verteilt im Abstand von 15cm auf 
die Platine von oben gerichtet und der Film einfach lose draufgelegt. 
Obwohl er stellenweilse einen halben mm abstand war das Ergebnis 
perfekt.

Deswegen würde ich einfach mal behaupten wenn man da 5 Kilogramm 
Material auf seine Platine packen muss um ein gescheites Ergebnis zu 
erzielen ist einfach nur das Verfahren Schrott ;-)
Gast #3820636
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Hallo AMK,

deine Turm-Konstruktion sieht wirklich etwas abenteuerlich aus!
Aber nicht für ungut, das Ergebnis kann sich ja echt sehen lassen.

Da ich heute das erste Mal mit der Photo-Positiv-Methode gearbeitet habe 
(vorher Toner-Transfer), möchte ich auch einmal meinen Senf dazu geben.

Ziel war es ein selbst erstelltes, einseitiges ATMega32-Board zu ätzen 
(mit Drahtbrücken auf der Oberseite). Feedback zum Layout brauch ich 
keines; ist schon geätzt, und dass die GND-Planes noch verbessert werden 
können, ist mir bewusst =)

Da ich erstmalig einige Versuche gemacht habe, besitze ich keinen 
UV-Belichter; deshalb musste die Sonne herhalten. Basismaterial ist 
original Bungard.

Gedruckt habe ich das Layout mit einem HP LaserJet 1300 auf 
Klarsichtfolie. Layout doppelt gelegt, damit die Lichtdichtigkeit besser 
wird (leider immer noch dürftig), darauf dann ein 3mm Glas von einem 
Bilderrahmen und dann ab in die Sonne (nur mit zwei Fingern 
aufgepresst).

Hier ein Scan von der Belichtungsreihe (TQFP 44 - 10mil):
http://imgur.com/78iRqoH
(Achtung: 1,27MB groß)

Unten ist ein Fehler im Layout, weil die Folie verschmutzt war (war ja 
aber auch nur eine Belichtungsreihe) und es kleben noch einige 
Küchenrollen-Fasern auf dem Kupfer.


Hier der Scan vom Board selbst (diesmal 16mil):
http://imgur.com/qdC2u1D
(Achtung: 2,16MB groß)

Die Kratzer zwischen den Leiterbahnen bzw. Pads kamen dadurch, dass ich 
den Fotolack ein einigen Stellen manuell abkratzen musste, da ich nicht 
lange genug entwickelt habe (sieht auf dem Scan aber schlimmer aus, als 
auf dem Board).


Auch wenn ich dir wohl zustimme, dass etwas Anpressdruck notwendig ist, 
halte ich die geschätzten 5kg für nicht notwendig (außer du willst <4mil 
Strukturen, da habe ich keine Erfahrung), aber das Ergebnis zählt.
Gast #3820838
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Mike schrieb:
> Und warum traust du dich nicht, die Bilder hier im Forum hochzuladen?
> Die Platinen sehen doch ganz anständig aus.

Um bekannte Forentrolle bezüglich Dateiformat und -größe nicht zu 
füttern; deshalb auch die sarkastische Warnung vor der Dateigröße 
"(Achtung: x,yzMB groß)".

Ja, bin wirklich sehr zufrieden mit dem Board; wenn ich daran denke, 
dass ich mich das letzte Mal (2007) mit der Toner-Transfer-Methode 
herumgequält habe.
Gast #3820894
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Chris schrieb:
> bin wirklich sehr zufrieden mit dem Board

Ich sehe einige Löcher, keine Löcher in vielen Pads, etliche 
Retuschierungen. Da lobe ich mir den Transfer, damit sind vor allem 
solche Abweichungen zwischen Vorlage und Platine deutlich minimaler. Und 
man sieht selbst winzigste Fehlstellen klar und deutlich vorm Ätzen.
Gast #3820917
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Paul Hamacher schrieb:
> Deswegen würde ich einfach mal behaupten wenn man da 5 Kilogramm
> Material auf seine Platine packen muss um ein gescheites Ergebnis zu
> erzielen ist einfach nur das Verfahren Schrott ;-)

1. Sind das mehr als 5Kg :-)
2. Scheint Bungard auch nur "Schrott" zu verkaufen, weil die ja keine 
Ahnung haben und trollhaft Verschlussklemmen an ihren Belichtern 
anbringen um einen Anpressdruck zu erzeugen.
3. "Gescheites Ergebnis"??? Die Patine ist weitaus und längen besser, 
als der übliche Schritt der hier präsentiert wird.
Gast #3820923
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Chris schrieb:
> Hallo AMK,

Hallo Chris,

Ein Tipp: Besorge Dir einen gescheiten Tintenstrahler (z.B. den Canon MG 
5550) und einen Gesichtsbräuner (Bekommst Du bei Ebay für'n appel und 
Ei).
Damit würdest Du um weiten bessere Ergebnisse produzieren können.
Um immer schön fleißig den Prozess an allen Ecken und Kanten optimieren.
#3821379
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Irgendwie wird hier ein wichtiger Parameter vergessen. Man braucht eine 
perfekt aufliegende Vorlage wenn das Licht aus allen Richtungen kommt 
(Gesichtsbräuner mit Röhren und kleinem Abstand zur Platine).

Mit einer weiter entfernten, eher punktförmigen Lichtquelle (z.B. HQI 
Brenner) ist die das Problem mit der Unterbelichtung gering.
#3821492
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Einhart Pape schrieb:
> Irgendwie wird hier ein wichtiger Parameter vergessen. Man braucht eine
> perfekt aufliegende Vorlage wenn das Licht aus allen Richtungen kommt
> (Gesichtsbräuner mit Röhren und kleinem Abstand zur Platine).
>
> Mit einer weiter entfernten, eher punktförmigen Lichtquelle (z.B. HQI
> Brenner) ist die das Problem mit der Unterbelichtung gering.

So wie bei UV-LEDs (mit den 5mm Dingern lag die Belichtungszeit übrigens 
unter 2 Minuten, sehr komfortabel und günstig. Übrigens hatte ich 
Overhead-Folien von Avery-Zweckform und einen Canon IP4500. Das Ergebnis 
wurde gleich beim ersten Versuch quasi perfekt.

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