Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik unbekannte spannung auf definierten pegel bringen


von paul (Gast)


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Hi,

ich suche nach einer Möglichkeit eine Spannung mit unbekannter Höhe im 
Bereich von knapp über null Volt bis max. 20V (Spitze) auf exakt fünf 
Volt zu ziehen. Die Spannung kann jederzeit in diesem Bereich variieren. 
Es handelt sich um ein digitales Signal (Frequenz bis zu 10kHz), das ich 
decodieren möchte, wesshalb auch ein LOW-Zustand (null Volt) eintreten 
kann.

Zuerst dachte ich an einen Spannungsteiler mit OPV, der die 
Signalspannung (nahezu) unendlich verstärkt und dann durch die 
Spannungsbegrenzung des OPV sich bei den fünf Volt einbendelt.

Dann habe ich leider bemerkt, dass das Signal auch mit einer 
Gleichspannung heraufgesetzt werden kann (durch das Ausgabegerät).

Mein OPV würde hier also leider immer 5V ausgeben --> also nicht 
brauchbar.

Es kann also sein, dass immer 3V anliegen (LOW) und das Signal auf 4V 
wechselt für HIGH.

Anderes Beispiel: das Signal kann standartmäßig 1V betragen (LOW) und 
20V HIGH.

Auch 0V für LOW und 7V für High ist denkbar.

Klar könnte man das ganze einstellbar machen, aber ich würde das gerne 
automatisiert habe. Ich denke da an das Konzekt eines Frequenzzählers. 
Der kann ja die Frequenz einer beliebigen Spannung messen (also High Low 
Unterscheidung), auch wenn diese mit einer Offsetspannung untersetzt 
wird.

Meine Frage nun, wie geht das bei einem Frequenzzähler?
Gibt es Ideen  Anregungen  Vorschläge, wie ich beim Problem lösen 
kann?

Danke Paul

von Max H. (hartl192)


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paul schrieb:
> Dann habe ich leider bemerkt, dass das Signal auch mit einer
> Gleichspannung heraufgesetzt werden kann (durch das Ausgabegerät).
>
> Mein OPV würde hier also leider immer 5V ausgeben --> also nicht
> brauchbar.
Man könnte mit einem RC-Hochpass den DC Offset rausfiltern und das 
Signal dann mit einem Komparator mit 0V vergleichen.

von james (Gast)


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Die Beschreibung ist nicht ganz klar.

Willst du den Bereich 0 bis 20V auf den Bereich 0 bis 5V abbilden und 
einen Gleichsignalanteil dabei rausfiltern?

ODER

Willst du einen digitalen Output haben, dass wenn der "Wechselanteil 
deines Einganssignales = 0V+Threshold" ist, der Output = 0 ist und wenn 
der "Wechselanteil deines Einganssignales > 0V+Threshold" ist der Output 
= 1 ist.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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paul schrieb:
> Zuerst dachte ich an einen Spannungsteiler mit OPV, der die
> Signalspannung (nahezu) unendlich verstärkt und dann durch die
> Spannungsbegrenzung des OPV sich bei den fünf Volt einbendelt.
>
> Dann habe ich leider bemerkt, dass das Signal auch mit einer
> Gleichspannung heraufgesetzt werden kann (durch das Ausgabegerät).

Dann definiere doch bitte erstmal dein "Signal". Einen Gleichspannungs- 
anteil kann man ja (wie ein Vorposter schon anmerkte) durch einen 
Hochpaß abtrennen. Allerdings nur einen konstanten solchen. Wenn der 
Offset schwankt, dann kann das Ausgangssignal durchaus noch "Wackler" 
enthalten. Und der Hochpaß bedingt auch, daß dein System eine untere 
Grenzfrequenz bekommt.

Im Extremfall mußt du das Signal halt mit einem ADC abtasten und die 
Auswertung in Software machen. Die kann dann beliebig komplex sein. Von 
einem automatisch nachgeführten Mittelwert und von der Amplitude 
abhängigen Schaltschwellen bis hin zur FFT mit der Auswahl der stärksten 
Spektrallinie.


XL

von Alex (Gast)


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Naheliegendste Variante:
         +Ub    +Ub
          |      |
          R  Schottky      |--------Rv3-------|
Eing-C-Rv-|------|-----Rv2-|-1/4HC04--1/4HC04-|---Ausgang
          R  Schottky
          |      |
         GND    GND
Die Widerstände und der C müssen natürlich - je nach Minimalfrequenz - 
vernünftig dimensioniert werden.
Mit dem Verhältnis Rv3 zu Rv2 kannst du die Umschalthysterese auf einen 
gewünschten Wert festlegen..
Rv3 >> Rv2 >> R; Rv ca. 1,5*R

von paul (Gast)


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Danke schon mal allen die geschrieben haben.

Was ich machen möchte ist ist den reinen digitalen Anteil zu "filtern". 
Also ich möchte die überlagerte Gleichspannung komplett rausschneiden 
und nur den digitalen Inhalt auswerten können (weitergabe an einen µC). 
Das Ausgangssignal soll also nur 0V oder 5V ausgeben (also den 
digitalen, von einer Gleichspannung unterwanderten, Anteil das 
Eingangssignales).

Gruß P.

von paul (Gast)


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das Offsetsignal kann schwanken, wenn es sich aber ändert kommt jedoch 
erst ein neues "Kalibriersignal" (also der wechsel von NULL -> EINS -> 
NULL -> EINS ... (rund 100x)).

von Noch einer (Gast)


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Der in Frequenzzählern verwendete, von Max vorgeschlagenen RC-Hochpass 
funktioniert halt nur bei gleichspannungsfreien Leitungscodes.

Also - wenn du gleich viele Low und High Zustände hast, genügt ein 
Kondensator um den Gleichspannungsanteil herauszufiltern. Bei 100 
Kalibriersignalen dürfte sich eine sinnvolle Zeitkonstante finden 
lassen.

Falls nicht - Das Signal mit einem A/D Wandler einlesen und im Programm 
nur auswerten, ob die Spannung sinkt/steigt. Unabhängig von der 
absoluten Größe.

von S. K. (hauspapa)


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Signalpegel bis 20V sprechen dafür, das es nicht superschnell sein muss.
Die schnellste Antwort in einem Mikrocontrollerforum: Eingangsspannung 
mittels Spannungsteiler anpassen und ab in den ADC eines Mikrontrollers. 
Dann kannst Du dich in Software mit Störunterdrückung, Flankenerkennung 
und allem  was das Herz begehrt austoben.

viel Erfolg
Hauspapa

von Mike (Gast)


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Noch einer schrieb:
> Bei 100 Kalibriersignalen dürfte sich eine sinnvolle Zeitkonstante finden
> lassen.

Pustekuche, dass hängt nicht nur davon ab, ob ein Kalibriersignal kommt, 
sondern auch davon, dass im Digitalsignal nicht zu niedrige Frequenzen 
vorkommen. Dafür müssen Stuffing-Bits enthalten sein, die zu lange 
Folgen mit gleichem Pegel unterbrechen.

von Noch einer (Gast)


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Das braucht nicht nur Stuffing Bits.

Ein RC-Hochpass erlaubt nicht mal ein Ungleichgewicht an High- und 
Low-Zuständen, die im zeitlichen Mittel Gleichspannung ergeben.

Erst mal schauen, wie das Signal kodiert ist und dann schauen, ob man 
Hochpass oder ADC/Software braucht.

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