NiCd Akkupack Zellen einzeln regenerieren sinnvoll?

Gast #3819444
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Hi,
ich habe gerade begonnen die Zellen eines Akkupacks 18V von einem 
Bohrschrauber einzeln zu regenerieren.
Dazu habe ich das Pack geöffnet und nun wird jede Zelle einzeln an einem 
Automatik-Ladegerät mit Vorladen- und Regenerierfunktion geladen.
Der Grund war das der Akku kurz zwar noch Leistung bringt, aber nach ein 
paar Tagen liegen lassen schon wieder leer ist.
Meine Vermutung war das wohl einige Zellen schon etwas schlapp sind.

In der Tat werden die Zellen vom Ladegerät auch individuell behandelt, 
mit/ohne Vorladen, mit/ohne Regenerieren.

Glaubt ihr es besteht eine Chance das die Zellen so wieder in Einklang 
zu bringen sind und bei der nächsten Ladung alle zusammen mit dem 
original Lader wieder bessere Ergebnisse bringen?

Sind ca. 4 Jahre alt.

Danke schon mal...
Gast #3819454
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Langes Lagern, selbst wenn die Akkus fast leer sind, ist einem NiCd 
(fast) egal. Hier geht nichts kaputt und du kannst sie wieder flott 
machen.

Wenn die Zellen allerdings schon öfters richtig krass tiefentladen 
wurden, dann ist eine Bestellung sehr warscheinlich, obwohl sie extrem 
robust gegenüber Tiefentladung sind.

Hast du die Entladeschlussspannung für jede einzelne Zell gemessen, wenn 
ja, was hast du gemessen?
Gast #3819459
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Wie üblich wird ein Akku-Bohrschrauber eher selten benutzt.
Hab  damit schon etliche Einsätze gemacht und genau wie in der Anleitung 
steht jeweils solange benutzt bis keine Kraft mehr drin ist.
Dann voll geladen - auch vor der Lagerung.

Gemessen hab ich nichts.
Gast #3819462
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Schmunzler schrieb:
> Dieses Gebrechen lässt sich nicht regenerieren.

Schade. Wollte nicht schon wieder Sondermüll erzeugen.
Es ist mir schon klar das ich einen neuen Schrauber billiger kriege als 
die Zellen zu ersetzen.

Na ich zieh das trotzdem bis zum Ende durch und hoffe das nach den 
vielen Stunden der Einzelladung die erste Zelle nicht schon wieder leer 
ist.

Akkus sind schon eine Wissenschaft für sich.
Meine Akku Ast-Kettensäge hat schon seit mehreren Jahren einen guten 
alten Blei-Akku dran ;-)
#3819463
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derGast schrieb:
> Wenn die Zellen allerdings schon öfters richtig krass tiefentladen
> wurden, dann ist eine Bestellung sehr warscheinlich, obwohl sie extrem
> robust gegenüber Tiefentladung sind.

NiCD (nicht NiMH!) sind nicht nur unempfindlich gegen Tiefentladung, sie 
sollten sogar völlig entladen gelagert werden. Der Grund, weshalb sie 
dennoch kaputt gehen ist, daß bei Tiefentladung von reihengeschalteten 
Packs, deren Einzelzellen nicht selektiert sind, die schwächste Zelle 
umgepolt wird. Und das vertragen die gar nicht. Es macht auch i.d.R. 
wenig Sinn, die betroffenen Zellen zu tauschen, weil über kurz oder lang 
dann die nächstschwächere sterben wird. In der Bucht gibt es für alle 
möglichen Schrauber zu relativ günstigen Preisen kompatible Akkus, eine 
Reparatur lohnt sich deswegen selten.
Gast #3819465
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100% geladene NiCd Akkus führen zu Kristallwachstum wenn sie nicht 
verwendet werden - sprich Lagerung. Und das ist nicht besonders gut. Die 
lieben Gebrauchsanweisungen sind nicht immer ehrlich zu einem ...
Gast #3819481
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kennst du den AkkuService z.B. in München? Hier habe ich für 50% vom 
Bosch-Original-AkkuPreis ein Akku mit Zellen von Sanyo für mein 
Schwingschleifer erstanden. Die Zellen sind gut, die Laufzeit passt.

Wenn Dein Bohrer noch im guten Zustand ist, dann ist dies sicherlich 
eine gute und PREISWERTE Möglichkeit. Der AkkuMensch benötigt nur das 
Akkugehäuse, den Rest macht er schon ...
Gast #3819511
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hp-freund schrieb:
> Mache es jetzt auch so.

Viel Erfolg!

Noch ein Tipp:

> Hab .... genau wie in der Anleitung
> steht jeweils solange benutzt bis keine Kraft mehr drin ist.

Die Befolgung dieses Rates in der Anleitung
ist der Königsweg, die Akkus zu ruinieren.

18V bedeutet 15 Stck. Akkus hintereinandergeschaltet.
Wenn der kapazitätsmässig schwächste Akku in der Kette entladen ist
(das Pack hat dann statt ca. 18V ca. 16,8V)
wird er von den 14 Kollegen umgepolt (was ihn schwer schädigt).

Dieser Verlust an Kraft ist kaum bemerkbar.
Du solltest also sofort stoppen und nachladen,
sobald du auch nur ERAHNST, dass die Kraft ein bisschen nachgelassen 
hat.
Gast #3820641
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Soooo.

Der Beweis ist erbracht.

Es lohnt nicht die Zellen einzeln zu regenerieren.
Nach dem noch weitere defekte Zellen auftraten, war wohl der Stress für 
mein Ladegerät zu groß. Endstufentransistor im Himmel.

Kurz vor Beginn der Arbeiten hole ich einen neuen Bohrschrauber und gut.

Es lebe die Wegwerfgesellschaft....
Gast #3820736
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hp-freund schrieb:
> Es lohnt nicht die Zellen einzeln zu regenerieren.

Man muss halt jeweils vorher rausfinden,
welche Art von Gebrechen die Zellen haben und dann entscheiden.

Aber wenn du ein bisschen was gelernt hast bei der Aktion,
war's die Mühe doch wert, oder?

> Kurz vor Beginn der Arbeiten hole ich einen neuen Bohrschrauber und gut.

Hol dir einen mit LiIon-Akku.
Die sind - aus Sicherheitsgründen - elektronisch geschützt
vor Überladung und Tiefentladung/Verpolung.
Da können die Hersteller solche zellenmordenden Spirenzchen
wie bei den 18V-NiCd-Geräten nicht mehr machen.

Und lade sie nur halb voll vor längerer Lagerung.
Dann halten sie länger.

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