Hallo Freunde,
mich plagt gerade ein hässliches Problem.
Ich habe ein kleines Netzwerk. Neben dem Hauptnetz 192.168.0.0 gibt es
noch die via VPN verbundenen Netze 192.168.1.0, 192.168.2.0,
192.168.5.0. Nachdem die IP-Adressen des Hauptnetzes durch die
ansässigen Computer, Drucker, VPN-Einwahlen und Smartphones langsam sehr
dünn wurden, habe ich für die neuen IP-Telefone einfach ein anderes
Subnetz 192.168.8.0 aufgemacht weil ich mir eingebildet habe, ich könnte
den Zugriff in dieses Netz einfach via Subnetzmaske 255.255.247.0
ermöglichen.
Das geht offenbar nicht.
Und natürlich geht die Subnetmaske 255.255.224.0 nicht, weil dann die
Zugriffe über die VPN-Verbindungen nicht mehr funktionieren.
Hat jemand eine Idee, wie ich diese Kuh vom Eis bekomme?
tex schrieb:> Hat jemand eine Idee, wie ich diese Kuh vom Eis bekomme?
entweder die subnetzmakse 255.255.255.0 und die Packet alle über den
Router schicken. Oder die VPN umziehen lassen, ab besten gleich auf
192.168.127.x
Für das Hausnetz ein privates Class-B verwenden, z.B. 172.16.0.0, das
sollte eine Weile reichen. Die VPNs können so bleiben, das macht ohnehin
der Router.
aber wie zum Henker route ich das Subnetz?
Der 0.0 -Router kann mit den 8.0 - Adressen ja nix anfangen und jagt sie
zum Internet hinaus. 8.0 sitzt aber physikalisch mit 0.0 zusammen.
Die VPN-Anschlüsse umzuziehen ist Sehr aufwendig, weil die Drucker alle
mit festen IPs arbeiten. Das müßte ich dann alles umstellen.
tex schrieb:> Die VPN-Anschlüsse umzuziehen ist Sehr aufwendig, weil die Drucker alle> mit festen IPs arbeiten. Das müßte ich dann alles umstellen.
aus dem Grund hatte man von vor Jahren DNS erfunden, feste IPs sind halt
keine sinnvolle Lösung.
tex schrieb:> aber wie zum Henker route ich das Subnetz?
du braucht einfach einen Router der 2 IPs mit unterschiedlichen
Subnetzen auf den gleichen Interface hat. Dann geht aber wiederum DHCP
nicht mehr sinnvoll.
tex schrieb:> ich könnte den Zugriff in dieses Netz einfach via Subnetzmaske> 255.255.247.0 ermöglichen. Das geht offenbar nicht.
Es gab/gibt durchaus Implementierungen, die mit so einer Netzmaske
was anfangen können (die 4.4BSD-Derivate beispielsweise), aber meiner
Erinnerung nach gibt es irgendwo ein RFC, welches besagt, dass die
Netzmaske zusammenhängend „von oben nach unten“ Einsen haben muss
und danach nur noch Nullen.
Damit ist ein derartiger Hack nicht allgemein anwendbar, auch wenn
es technisch machbar wäre.
Jörg Wunsch schrieb:> Es gab/gibt durchaus Implementierungen, die mit so einer Netzmaske> was anfangen können
Win 3.11 und Novel hatten damit keine Probleme. Normalerweise kann jeder
Stack damit umgehen, die Frage ist ob sie eine Prüfung eingebaut haben
um das zu verhindern.
Peter II schrieb:> Normalerweise kann jeder> Stack damit umgehen, die Frage ist ob sie eine Prüfung eingebaut haben> um das zu verhindern.
Yep, Linux bspw. lehnt das ab:
In Routing-Tabellen gilt üblicherweise die Regel, dass bei mehreren
möglichen Routen diejenige mit der längsten Maske gewinnt. Dazu muss man
aber die Länge der Maske eindeutig bestimmen können.
A. K. schrieb:> In Routing-Tabellen gilt üblicherweise die Regel, dass bei mehreren> möglichen Routen diejenige mit der längsten Maske gewinnt. Dazu muss man> aber die Länge der Maske eindeutig bestimmen können.
und wenn die Maske gleich lang ist, muss es auch damit klar kommen. Das
ist also nicht wirklich ein Grund.
Peter II schrieb:> aus dem Grund hatte man von vor Jahren DNS erfunden
Was aber wegen der Latenzen über VPN nicht ganz unproblematisch ist.
tex schrieb:> Die VPN-Anschlüsse umzuziehen ist Sehr aufwendig, weil die Drucker alle> mit festen IPs arbeiten. Das müßte ich dann alles umstellen.
Wieso umziehen? Haus- und VPN-Netze sind ohnehin in unterschiedlichen
Subnetzen. Der Router sorgt schon dafür, daß die Pakete dorthin kommen,
wo sie hingehören. Du mußt nur das Hausnetz umstellen und ggfs. an den
Clients die Druckerports anpassen.
Icke ®. schrieb:> Was aber wegen der Latenzen über VPN nicht ganz unproblematisch ist.
dns wird gecached, zur not kann man auch eine Hosts Datei verteilen. Und
wer im VPN keine Platz für DNS mehr hat, lebt im falschen Jahrhundert.
@Peter II
Die DNS-Erfindung hat sich aber noch nicht bei allen Hardwareherstellen
rumgesprochen. Gehen wir davon aus, dass ich z.Teil aus, für Experten
nicht nachvollziehbaren Gründen zum Teil mit festen IPs arbeiten muss.
Darüber hinaus glaube ich dass die Verwendung DNS mein Problem nicht
lösen kann, den der Name ersezt die IP ja nicht, sondern ist nur eine
synonym in einer Bibliothek und am Ende stünde die IP Adresse immer noch
in einem anderen Subnetz und ich wäre immer noch da, wo ich jetzt bin.
tex schrieb:> am Ende stünde die IP Adresse immer noch in einem anderen Subnetz und> ich wäre immer noch da, wo ich jetzt bin.
Lediglich das Umnummerieren wäre dann leichter, da all die, die über
den (DNS-)Namen drauf zugreifen, automatisch die neue Adresse bekommen.
Um das Umnummerieren wirst du aber so oder so nicht drumrum kommen.
Montag Morgen
Die 25-Jahrfeier ist fertig und das Schlachtfeld aufgeräumt.
Schon findet man im Lancom-Roter die Einstellung um Subnetze auf
spezielle LAN-Ports zu setzen.
Problem gelöst
Danke
tex