Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Schallwellenüberlagerung


von Schallus (Gast)


Lesenswert?

Hallo,

ich bräuchte mal eine Einschätzung über einen maximal zu erwartenden 
Fehler einer Schallmessung.

Wenn ich davon ausgehe, dass die Messumgebung zu positiven und negativen 
Interferenzen der beteiligten Schallwellen führt, kann ich dann 
behaupten, dass die Messunsicherheit maximal 12dB beträgt?

Eine positive Überlagerung kann doch theoretisch maximal den doppelten 
Pegel ergeben und somit 6dB Gewinn erzeugen und eine negative folglich 
den Pegel um bis zu 6dB senken, ist das richtig?

Oder kann es sein, dass mehrere positive Interferenzen ein und derselben 
Welle auftreten und somit die Pegelunterschiede noch deutlicher werden?

mfg

von M.O. (Gast)


Lesenswert?

Schallus schrieb:
> Eine positive Überlagerung kann doch theoretisch maximal den doppelten
> Pegel ergeben und somit 6dB Gewinn erzeugen und eine negative folglich
> den Pegel um bis zu 6dB senken, ist das richtig?

Nein - stell dir einfach einen Hohlspiegel vor, der als störender 
Reflektor eine einfallende parallele Wellenfront fokussiert.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hohlspiegelmikrofon#mediaviewer/File:Denge_acoustic_mirrors_-March2005.jpg

von Wolfgang (Gast)


Lesenswert?

Schallus schrieb:
> Eine ... und eine negative folglich
> den Pegel um bis zu 6dB senken, ist das richtig?

1 - 1 = 0.25 ???

von Karl H. (kbuchegg)


Lesenswert?

Schallus schrieb:

> Wenn ich davon ausgehe, dass die Messumgebung zu positiven und negativen
> Interferenzen der beteiligten Schallwellen führt, kann ich dann
> behaupten, dass die Messunsicherheit maximal 12dB beträgt?

Im Extremfall, mit 2 Wellen von fast gleicher Frequenz, nennt man das 
eine 'Schwebung' und die hört sich für das Ohr so an, wie ein Ton der 
ständig leiser und lauter wird.

In der Praxis, wenn man Schwebungen ignorieren kann, ist das bei weitem 
nicht so ausgeprägt, weil ein normaler Ton aus einer dominierenden 
Grundwelle besteht und die Obertöne im Vergleich dazu kleine Amplituden 
haben.

Aber, wenn man es genau nimmt, dann könnte man das wohl so formulieren. 
Wenn es praktisch nicht sehr relevant ist.

von foo (Gast)


Lesenswert?

Wolfgang schrieb:
> Schallus schrieb:
>> Eine ... und eine negative folglich
>> den Pegel um bis zu 6dB senken, ist das richtig?
>
> 1 - 1 = 0.25 ???

Bei manchen gibt 0dB + 0 dB ja auch 3 dB.

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.