Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Fragen zu Hausautomatisierung (Lüftung)


von Fabian F. (fabian_f55)


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Moin moin,

nachdem ich zum wiederholten male Abends noch mal aus dem Bett bin um 
die Raumlüftung runter zu drehen spiele ich jetzt mit dem Gedanken das 
ganze zu Automatisieren.

Die Basis-Funktion ist einfach. Ein 0-10V Signal steuert den Lüfter 
Linear an. Die Steuerung mache ich dann wohl über ein kleines 
Touch-Display. Der schwierige Part ist die Sensorik.
Dazu hab ich folgende Fragen:
Wonach regelt man am dümmsten die Lüftung? Die Temperatur ist bei uns 
eigentlich immer Konstant 21°C, egal ob man kocht, alleine ist oder in 
Gruppen. Scheint also kein guter Indikator zu sein. Es bleibt also noch 
%RH feuchte, CO und CO2 Konzentration. Hat jemand Erfahrung wass man 
davon am besten nimmt? Was ist ein guter Indikator für "Dicke Luft"
Bei Feuchtesensoren gibts ja hier: 
http://www.mikrocontroller.net/articles/Feuchtesensor
einige, aber was CO und CO2 Sensoren angeht ist die Datenbank eher mau.

Weiterhin denke ich auch über Sattelitensensoren nach, nachdem der 
Sensor im Flur änderungen in der Küche/Bad ja erst recht spät 
mitbekommt. Hier hatte ich mal ein 433MHz-System angedacht. Nachdem das 
erst in einem späteren Schritt kommt will ich mich da noch nicht zu sehr 
drin vertiefen, aber ich muss natürlich die Option vorhalten.
Ic hab gesehen da gibt es solche Module hier: 
http://www.amazon.de/gp/product/B00CWUDYYK/ref=s9_simh_gw_p263_d0_i7?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=center-3&pf_rd_r=0QD8E1QM7RKGBRFR2KVG&pf_rd_t=101&pf_rd_p=455353807&pf_rd_i=301128
Aber was mir noch nicht ganz klar ist, wie die Datenübertragung läuft?
Ich Schicke ein Pulsmuster an den Data-Pin von dem Modul und bekomme 
dann das gleiche am Empfänger oder?
Welche Art von Bus nimmt man da am besten? Letztlich muss ich ja nur 
kleine Daten-Schnipsel wie "Lüftung an" oder "Lüftung aus" versenden.
Am einfachsten wäre wohl einfach ein PWM-Signal, aber da müsste es doch 
wohl auch was eleganteres geben?

Das ganze sollte natürlic auch nicht hunderte Euro kosten, nachdem es 
für rund 380€ auch ein System vom Hersteller gibt(Allerdings ohne 
Sattelitensensoren).

von Oliver P. (mace_de)


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Bei uns im Klinikum wird, bis auf die OP- und Laborbereiche, auf 
Zulufttemperatur geregelt. Weiterhin auf Zu- und Abluftdruck im Kanal. 
Die Drücke werden bei Nachtabsenkung runtergeregelt auf ca. 1/5-1/10 der 
Tagesdrücke.
Die OP- und Laborbereiche haben Umluftdecken und werden 
Mischluftgeregelt. Zusätzlich ist eine Feuchteregelung vorhanden (Be- 
und Entfeuchtung) welche mit der Temperaturregelung verknüpft ist.

von MaWin (Gast)


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Für Wohlfühlen ist CO2 und Feuchte relevant, die Temperatur nur wenn es 
keine andere Heizung gibt.
Aber alle Systeme machen es ohne Messen, sondern einfach "genug" nach 
Abschätzung.

von Mike (Gast)


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Fabian F. schrieb:
> Bei Feuchtesensoren gibts ja hier:
> ...
> einige, aber was CO und CO2 Sensoren angeht ist die Datenbank eher mau.

In der Küche sollte ein Feuchtesensor schon der richtige Ansatz sein, um 
Feuchtigkeit vom Kochen wegzulüften. Falls du CO in der Raumluft hast, 
wäre es wohl gut, ganz dringend die Quelle zu beseitigen. Um Atemabluft 
zu erkennen, ist CO2 sicher ein guter Indikator. Mit CO2-Sensoren wirst 
du bei - du ahnst es schon - Google oder eBay nur so zugeschmissen. 
Viele verwenden den MG811. Ein bisschen kosten tun die allerdings schon. 
Alternativ könnte man auch selber eine kleine IR-Absorptionsmeßstrecke 
aufzubauen.

von Ulrich H. (lurchi)


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Passend wäre die Regelung nach Feuchte und CO2. Zu viel Feuchte ist ggf. 
schlecht weil sich dann Kondenswasser oder feuchte Stellen an der Wand 
bilden können. Zu viel CO2 stört die Menschen beim Atmen bzw. die 
Atemregulierung und stört daher, bzw. vermindert die Erholung / 
Leistungsfähigkeit. CO2 ist daher ein guter Indikator für dicke / 
verbrauchte Luft - ggf. könnte man noch Ammoniak und Schwefelwasserstoff 
dazu nehmen - ist aber wohl übertrieben.  CO sollte normal nicht 
merklich vorhanden sein - das wäre dann mehr eine Frage für einen Alarm 
- dafür gibt es fertige Geräte.

CO2 und Feuchte sind auch nicht unbedingt Korreliert - d.h man sollte 
beide Größen messen, sofern nicht eine sowieso immer unkritisch ist 
(sowieso immer recht trocken und genügend Puffer).

Ggf. wäre noch die Feuchte draußen ein Kriterium, um nicht zu viel 
feuchte Luft rein zu bringen, wenn das Wetter ungünstig ist.
Eventuell könnte man noch die Temperaturen (innen und außen) 
berücksichtigen um so etwas zur Heizung / Kühlung beizutragen.

von Sabberlotte (Gast)


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Ich habe für unsere zentrale Lüftungsanlage in jedes relevante Zimmer 
(Schlafräume/Wohnzimmer/Arbeitszimmer u.s.w.) einen CO²-Sensor an den 
(DIY)-Hausbus angeschlossen deren Werte an einem zentralen Punkt 
(ATMega) ausgewertet werden und Ventile steuern, die die Luftzufuhr für 
jedes Zimmer reduzieren wenn <600ppm gemessen werden.
Bei >700ppm wird wieder aufgesteuert.
Zusätzlich wird die Lüfterleistung entsprechend angepasst.
Wenn niemand im Haus ist geht das Lüftungsgerät auf Stufe "Abwesend" 
(15%) und spart Strom und Heizung im Winter. Die Leistung erhöht sich 
damit automatisch je mehr Personen sich im Haus befinden. Ich bin bisher 
sehr zufrieden mit der Anlage.

von Chris (Gast)


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Rein nach Feuchtigkeit zu regeln, hat sich bei mir nicht bewährt. Im 
Sommer kann es sowohl draußen als auch drinnen sehr feucht sein, z.B. 
80%. Ohne Klimaanlage wird es drinnen auch nicht trockener. Im Winter 
wären 80% Innenfeuchte aber wieder viel zu hoch.

Im Bad regle ich daher die Lüftung nach dem Taupunktabstand. Ich 
"schätze" die Temperatur der (schlecht gedämmten) Außenwand anhand 
Innentemperatur und Außtentemperatur (gemessen über Zuluft), berechne 
zusammen mit der relativen Innenluftfeuchte den Taupunkt und vergleiche 
den dann mit der Wandtemperatur. Je geringer der Abstand, desto mehr 
Lüftung. Bei Abstand 0 wird die Wand nass, was natürlich durch die 
Lüftung verhindert werden soll. Funktioniert bisher sehr gut, mal 
schauen, wie es im Winter ist.

von Fabian F. (fabian_f55)


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Ok, schon mal vielen dank für die Hinweise.
Die CO2 Sensoren bei Ebay hab ich auch schon gesehen, aber 40€ sind 
schon heftig für ein Teil was laut Alibaba 2,50€ im Einkauf kostet...
Wie kommts das es scheinbar nur diesen MG811 gibt, den auch keiner der 
großen Distributoren führt?

Ich denke ich werde einen zentralen CO2 Sensor vorsehen. Nachdem die 
Türen bei uns eh immer offen stehen, sollten sich die Werte zwischen den 
Räumen ja nicht so drastisch unterscheiden.

Der Kombinierten Feuchte-Temp-Sensor ist ja billig genug, also kann ich 
davon je einen in Küche, Schlafzimmer und Bad packen.

Z.B einen ChipCap2 und einen Attiny auf ein Minipcb und das 433MHz-Modul 
aufstecken.

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