Moin moin, nachdem ich zum wiederholten male Abends noch mal aus dem Bett bin um die Raumlüftung runter zu drehen spiele ich jetzt mit dem Gedanken das ganze zu Automatisieren. Die Basis-Funktion ist einfach. Ein 0-10V Signal steuert den Lüfter Linear an. Die Steuerung mache ich dann wohl über ein kleines Touch-Display. Der schwierige Part ist die Sensorik. Dazu hab ich folgende Fragen: Wonach regelt man am dümmsten die Lüftung? Die Temperatur ist bei uns eigentlich immer Konstant 21°C, egal ob man kocht, alleine ist oder in Gruppen. Scheint also kein guter Indikator zu sein. Es bleibt also noch %RH feuchte, CO und CO2 Konzentration. Hat jemand Erfahrung wass man davon am besten nimmt? Was ist ein guter Indikator für "Dicke Luft" Bei Feuchtesensoren gibts ja hier: http://www.mikrocontroller.net/articles/Feuchtesensor einige, aber was CO und CO2 Sensoren angeht ist die Datenbank eher mau. Weiterhin denke ich auch über Sattelitensensoren nach, nachdem der Sensor im Flur änderungen in der Küche/Bad ja erst recht spät mitbekommt. Hier hatte ich mal ein 433MHz-System angedacht. Nachdem das erst in einem späteren Schritt kommt will ich mich da noch nicht zu sehr drin vertiefen, aber ich muss natürlich die Option vorhalten. Ic hab gesehen da gibt es solche Module hier: http://www.amazon.de/gp/product/B00CWUDYYK/ref=s9_simh_gw_p263_d0_i7?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=center-3&pf_rd_r=0QD8E1QM7RKGBRFR2KVG&pf_rd_t=101&pf_rd_p=455353807&pf_rd_i=301128 Aber was mir noch nicht ganz klar ist, wie die Datenübertragung läuft? Ich Schicke ein Pulsmuster an den Data-Pin von dem Modul und bekomme dann das gleiche am Empfänger oder? Welche Art von Bus nimmt man da am besten? Letztlich muss ich ja nur kleine Daten-Schnipsel wie "Lüftung an" oder "Lüftung aus" versenden. Am einfachsten wäre wohl einfach ein PWM-Signal, aber da müsste es doch wohl auch was eleganteres geben? Das ganze sollte natürlic auch nicht hunderte Euro kosten, nachdem es für rund 380€ auch ein System vom Hersteller gibt(Allerdings ohne Sattelitensensoren).
Bei uns im Klinikum wird, bis auf die OP- und Laborbereiche, auf Zulufttemperatur geregelt. Weiterhin auf Zu- und Abluftdruck im Kanal. Die Drücke werden bei Nachtabsenkung runtergeregelt auf ca. 1/5-1/10 der Tagesdrücke. Die OP- und Laborbereiche haben Umluftdecken und werden Mischluftgeregelt. Zusätzlich ist eine Feuchteregelung vorhanden (Be- und Entfeuchtung) welche mit der Temperaturregelung verknüpft ist.
Für Wohlfühlen ist CO2 und Feuchte relevant, die Temperatur nur wenn es keine andere Heizung gibt. Aber alle Systeme machen es ohne Messen, sondern einfach "genug" nach Abschätzung.
Fabian F. schrieb: > Bei Feuchtesensoren gibts ja hier: > ... > einige, aber was CO und CO2 Sensoren angeht ist die Datenbank eher mau. In der Küche sollte ein Feuchtesensor schon der richtige Ansatz sein, um Feuchtigkeit vom Kochen wegzulüften. Falls du CO in der Raumluft hast, wäre es wohl gut, ganz dringend die Quelle zu beseitigen. Um Atemabluft zu erkennen, ist CO2 sicher ein guter Indikator. Mit CO2-Sensoren wirst du bei - du ahnst es schon - Google oder eBay nur so zugeschmissen. Viele verwenden den MG811. Ein bisschen kosten tun die allerdings schon. Alternativ könnte man auch selber eine kleine IR-Absorptionsmeßstrecke aufzubauen.
Passend wäre die Regelung nach Feuchte und CO2. Zu viel Feuchte ist ggf. schlecht weil sich dann Kondenswasser oder feuchte Stellen an der Wand bilden können. Zu viel CO2 stört die Menschen beim Atmen bzw. die Atemregulierung und stört daher, bzw. vermindert die Erholung / Leistungsfähigkeit. CO2 ist daher ein guter Indikator für dicke / verbrauchte Luft - ggf. könnte man noch Ammoniak und Schwefelwasserstoff dazu nehmen - ist aber wohl übertrieben. CO sollte normal nicht merklich vorhanden sein - das wäre dann mehr eine Frage für einen Alarm - dafür gibt es fertige Geräte. CO2 und Feuchte sind auch nicht unbedingt Korreliert - d.h man sollte beide Größen messen, sofern nicht eine sowieso immer unkritisch ist (sowieso immer recht trocken und genügend Puffer). Ggf. wäre noch die Feuchte draußen ein Kriterium, um nicht zu viel feuchte Luft rein zu bringen, wenn das Wetter ungünstig ist. Eventuell könnte man noch die Temperaturen (innen und außen) berücksichtigen um so etwas zur Heizung / Kühlung beizutragen.
Ich habe für unsere zentrale Lüftungsanlage in jedes relevante Zimmer (Schlafräume/Wohnzimmer/Arbeitszimmer u.s.w.) einen CO²-Sensor an den (DIY)-Hausbus angeschlossen deren Werte an einem zentralen Punkt (ATMega) ausgewertet werden und Ventile steuern, die die Luftzufuhr für jedes Zimmer reduzieren wenn <600ppm gemessen werden. Bei >700ppm wird wieder aufgesteuert. Zusätzlich wird die Lüfterleistung entsprechend angepasst. Wenn niemand im Haus ist geht das Lüftungsgerät auf Stufe "Abwesend" (15%) und spart Strom und Heizung im Winter. Die Leistung erhöht sich damit automatisch je mehr Personen sich im Haus befinden. Ich bin bisher sehr zufrieden mit der Anlage.
Rein nach Feuchtigkeit zu regeln, hat sich bei mir nicht bewährt. Im Sommer kann es sowohl draußen als auch drinnen sehr feucht sein, z.B. 80%. Ohne Klimaanlage wird es drinnen auch nicht trockener. Im Winter wären 80% Innenfeuchte aber wieder viel zu hoch. Im Bad regle ich daher die Lüftung nach dem Taupunktabstand. Ich "schätze" die Temperatur der (schlecht gedämmten) Außenwand anhand Innentemperatur und Außtentemperatur (gemessen über Zuluft), berechne zusammen mit der relativen Innenluftfeuchte den Taupunkt und vergleiche den dann mit der Wandtemperatur. Je geringer der Abstand, desto mehr Lüftung. Bei Abstand 0 wird die Wand nass, was natürlich durch die Lüftung verhindert werden soll. Funktioniert bisher sehr gut, mal schauen, wie es im Winter ist.
Ok, schon mal vielen dank für die Hinweise. Die CO2 Sensoren bei Ebay hab ich auch schon gesehen, aber 40€ sind schon heftig für ein Teil was laut Alibaba 2,50€ im Einkauf kostet... Wie kommts das es scheinbar nur diesen MG811 gibt, den auch keiner der großen Distributoren führt? Ich denke ich werde einen zentralen CO2 Sensor vorsehen. Nachdem die Türen bei uns eh immer offen stehen, sollten sich die Werte zwischen den Räumen ja nicht so drastisch unterscheiden. Der Kombinierten Feuchte-Temp-Sensor ist ja billig genug, also kann ich davon je einen in Küche, Schlafzimmer und Bad packen. Z.B einen ChipCap2 und einen Attiny auf ein Minipcb und das 433MHz-Modul aufstecken.
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