Alte ICs nachproduzieren

#3829091
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ICs nachproduzieren wäre bei bekannten Masken was für diverse Unis oder 
Fachhochschulen. An sonsten gibt es Dienstleister in Fernost und die 
brauchen auch noch die Masken. Die musst du vmtl. vom Originalhersteller 
beziehen. Mach das mal und dann ergibt sich der Rest sicher wie von 
selber.
#3829096
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elektrobastler schrieb:
> Teoretischen nachproduzieren

Überleg doch mal einen Augenblick... was hast du als Basis für die 
Produktion?

- Du hast einen original Maskensatz von 1980. Nur findest du auf der 
ganzen Welt niemanden mehr, der noch den Fertigungsprozess dafür hat.

- Du hast eine Datei mit der Funktionsbeschreibung. Allerdings wird die 
nicht in VHDL sein (gab es damals noch nicht, bzw inkompatible Vorgänger 
Dialekte). Also musst du in moderne Sprache umsetzen und daraus Masken 
machen lassen. Alternativ könntest du es in einen ASIC gießen lassen. 
Mit guter Wahrscheinlichkeit wird der erste Schuss misslingen, weil 
irgendwelche Schmutzeffekte übersehen wurden, sei es nur, dass die 
heutigen Bausteine zu schnell geworden sind, so dass Racing schneller 
ein Problem wird.

- Du hast nur das alte Datenblatt und ein Muster. Das will ich nun nicht 
weiter auswalzen. Da brauchst du schon einen recht guten Masochisten, 
der dir daraus die Beschreibungsdatei macht.


Für € 10.- bekommst du frei Haus ein IC aus China. Das ist die 
einfachste Variante. Wenn du über Aliexpress kaufst, hast du sogar 
Garantie. Es dauert nur ein paar Wochen.
Gast #3829115
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Such mal nach Uzebox. Das was dieser AVR macht, sollte auch zur 
Simulation von Pong und Co reichen. Wenn man kein NTSC braucht, sonder 
einfach RGB benutzt, dann ist ein Mega644 das teuerste Teil. Das bekommt 
man frisch im Laden! Oder aber man vermutet, daß jedes aktuelle FGPA 
sämtliche Logik dieses Museumsstücks nachempfinden kann. Wenn es denn 
einen passablen VHDL, etc. Programmieren findet. (was ich nicht wäre. 
Ich trenne historisch bedingt zu sehr zwischen Software und Hardware ;-)
Gast #3829227
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elektrobastler schrieb:
> ich habe eine kleine Frage, weiß jemand ob man alte ICs nachproduzieren
> lassen kann?

Es gibt Firmen, die das macheb, NTE z.B. aber die brauchen die Masken 
und die Erlaubnis und fertigen dann mehrere tausend.

> Es handelt sich um einen AY-3-8500-1 von General Instruments aus den
> 70ern.
>
> (Ich will kein Risiko eingehen und vermeindlich neue bei ebay kaufen)

Aber du willst jenseits von 100000 EUR ausgeben und 9999 wegschmeissen ? 
Du machst dich lächerlich.
(Firma: www.harerod.de) Persönliche Seite #3831021
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@electronicbastler, was ist denn Dein Ziel und wie groß sind denn die 
geplanten Abnahmemengen?

Ganz ernst gemeint: wenn's den AY-3-8500-1 nicht einzeln gibt, finden 
sich vielleicht noch andere Abnehmer hier im Forum?
Wenn der Preis erträglich ist, könnte mich das Reizen, ein paar von den 
Teilen für Weihnachtsgeschenke zu verwenden.

Ansonsten kann man das locker und billig mit einem Controller nachbauen, 
wie unzählige Projekte im Web zeigen.
#3831348
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Marcus H. schrieb:
> Ganz ernst gemeint: wenn's den AY-3-8500-1 nicht einzeln gibt, finden
> sich vielleicht noch andere Abnehmer hier im Forum?
> Wenn der Preis erträglich ist, könnte mich das Reizen, ein paar von den
> Teilen für Weihnachtsgeschenke zu verwenden.

LOL

Einen IC nachzuproduzieren ist ca. so aufwendig, wie ihn neu zu 
designen. Jetzt allerdings zuzüglich des Aufwandes für die Recherche 
nach geistigem Eigentum und falls nötig, der Erwerb desselben.

Da muß man eine Menge Geld in die Hand nehmen, lange bevor man das erste 
IC in der Hand hat. 1 Mio € ist da die richtige Größenordnung.
Die Stückkosten dürften dann allerdings nahezu vernachlässigbar sein.

Wenn man einerseits seine Fixkosten wieder rein kriegen will, anderer- 
seits den Stückpreis aber nicht zu groß werden lassen will, muß man 
riesige Stückzahlen abnehmen und vor allem: verkaufen.

Folgerichtig kann man sowas ins Auge fassen, wenn man Gerätehersteller 
ist und Stückzahlen von einigen 10000 bis 100000 im Jahr absetzen kann. 
Aber eine Sammelbestellung aus einem Forum? Lächerlich.


XL
#3831583
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neben Rochester, die oben schon Anja erwähnte gibt es noch Lansdale:
http://www.lansdale.com/
die haben u.a. alte Motorola-Analogteile und Signetics TTL-PROMs
"Motorola, Freescale, Philips, Signetics, Intel, National, Fairchaild, 
Raytheon and AMD."

der AY hat es bis in Wikipedia geschafft:
http://en.wikipedia.org/wiki/AY-3-8500
mit Link zum Datenblatt - also der -1 ist der NTSC-Norm-Typ.
Vielleicht bekommt man noch eine der da genannten Spielekonsolen.
Gast #3831668
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Nein:
Selbst, wenn alle Masken und Materialien noch vorhanden sind, sind die 
Vor- und Nachlaufkosten, eine Produktionslinie hochzufahren, immens.

Übrigens sogar die Wafer sind heute viel größer!

Natürlich, wenn Geld keine Rolle spielt...


Ich würde dann schon eher auf Intensivsuche, nach Restbeständen, setzen.
(Firma: www.harerod.de) Persönliche Seite #3831725
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Ich hab immer noch nicht verstanden, warum der TO den AY haben will:
Evtl. Basis für Retro-Produkte?

Zumindest haben wir gelernt, dass eine Foundry zu bauen nicht der beste 
Ansatz sein kann.

Schwarz-Weiß Pong Varianten auf PIC und AVR gibt's ja schon seit über 10 
Jahren wie Sand am Meer.

Wäre ein schönes witziges Projekt Pong inkl. Farb-NTSC auf z.B. einem 
STM32 nachzubauen (ohne zusätzliche Video-ICs, nur mit paar Cercos und 
Widerständen). Der Spaß steckt hier im NTSC. Und anschließend noch PAL 
zur Abrundung.

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