Gast
#3832168
Hi, war heute im Rahmen eines Praktikums im EMV-Labor um mal bei der Prüfung eines Medizingeräts zuzusehen. Das Gerät hat alle Tests bestanden bis auf ein "kleines" Problem bei der Störfestigkeitsprüfung (eingestrahlte Felder 10 V/m), da hat der Messwert bei einigen bestimmten Frequenzen zwischen 80 und 90 MHz angefangen zu schwanken. Mein Ausbilder meinte ich sollte mir anhand der Schaltung mal Gedanken machen, wovon das kommen kann und wie man die Lösung des Problems angehen kann. Gemessen wird in diesem Fall einfach die Spannung die an einem Spannungsteiler abfällt, wobei ein Widerstand des Spannungsteilers immer gleich ist und sich der andere ändert, je nachdem welches Handstück an das Gerät angesteckt ist. Es wird also somit erkannt welches Handstück gerade angesteckt ist. Die Leitungen zum Handstück sind nicht geschirmt - und das muss auch so bleiben. Am Messeingang der Schaltung befindet sich ein ESD Suppressor und ein einfaches RC-Filter. Dannach geht es auf einen OP der als Impedanzwandler geschalten ist und dann gleich in den AD-Wandler des Prozessors. Ich würde als Lösungsansatz evtl. den Impedanzwandler OP als aktiven Tiefpassfilter schalten mit einer niedrigen Grenzfrequenz und auch in der Software die Messwerte "Filtern". Liege ich damit schon mal richtig? Gibt es hier erprobte Lösungen um den Eingang eines AD-Wandlers Störfester zu machen?