Forum: Offtopic Kamera unterwasser aufspüren


von Lore Lei (Gast)


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Hallo

Ein Freund von mir war letzte Woche mit seiner DLR Kamera auf einem See 
um Bilder zu schießen. Um es kurz zu machne, das Boot ist gekentert, die 
beiden auf dem Boot konnten sich ans ufer retten doch die Kamera ist 
wech.
Die Kamera ist anscheinend so ein Profi Teil und kostet mit Objektiv um 
die 7T.

Nun hat sich mein fruend an mich gewendet um zu fragen was technisch 
möglich wäre um die die Kamera wieder zu erlangen.
Der See ist etwa 10m tief und sehr stark mit Sedimenten verschmutzt, 
Sichtweite 30cm. Das Gelände auf dem Grund ist uneben, große Steine und 
sonstiges liegen überall umher.

Was würdet ihr hier raten? Ich dachte an eine Art Unterwasserradar auf 
dem man metallische Objekte im Umkreis von ein paar metern orten kann, 
weiß aber nicht ob es sowas in der Art gibt...

von David .. (volatile)


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Ich bezweifle, dass es ohne besonderer Kontakte etc eine Loesung gibt, 
die weniger kostet als Restwert_Kamera_Nass...

von Kaputte Fräse (Gast)


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Das Boot ist gekentert. Dann liegt es also auch auf dem Grund. Die 
Kamera wird dort in der nähe liegen.

von der Herr hats genommen (Gast)


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Ich würde einen Fischotter, Nutria oder ein ähnliches Wasserviech darauf 
dressieren, also immer wieder Kameraattrappe rein ins Wasser und das 
Viech sie rausholen lassen.
Dann, wenn genug abgerichtet am Unfallort nach der teuren Kamera tauchen 
lassen.
Vielleicht holt das Viech gleich andere Kameras ins Trockene - ebay 
Frischware!
So wie Andere ein Trüffelschwein haben, hätte man DIE LÖSUNG für über 
Bord gegangene Kameras.

von Karl O. (knorke)


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Die kann er getrost da liegen lassen. 10 m Tiefe für eine Woche machen 
weder Objektiv noch Body mit. Selbst "wasserdichte" nicht.
Und mal ehrlich: das neue Modell ist doch eh besser ;-)

von Georg A. (georga)


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Wenn sie nicht gerade in einer wasserdichten Hülle war, ist sie jetzt 
100% hin. Mit dem Akku drin runiert die Elektrolyse die Elektronik und 
das Dreckwasser die Optik. Die Optik könnte man evtl. reinigen, das 
Zerlegen kostet aber viel Zeit und damit Geld.

Wenn das Ding für die Versicherung nicht unbedingt nötig ist (sollte er 
bei sowas eigentlich haben), ist es recht sinnlos, mit viel 
(Geld)Aufwand nach dem Ding zu suchen.

von Amateur (Gast)


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Umhören, ob irgendein Bekannter eine Taucherausrüstung hat.
Bei 7K eventuell auch ein Profi.

Übrigens: Ein Metalldetektor – wasserdicht – ist sinnlos. Es sei denn 
Dir steht ein LKW zum Abtransport der alten Fahrräder, Kühlschränke und 
sonstiger, viel größerer Metallgegenstände, zur Verfügung.

Ich würde mich aber vorher beim Kamerahersteller um hören, ob das Teil 
auch wirklich wasserdicht ist.
Schon allein ein Objektiv, das vollgelaufen ist, zu demontieren, zu 
reinigen, zu trocknen und neu zu justieren wird den Kaufpreis leicht 
erreichen.

Die Kamera selber wird den Aufwand beim Objektiv noch locker 
übersteigen.
Jede Menge Kanten, winzige Schrauben, winzige Teile, die Elektronik und 
die zum Gehäuse gehörige Optik...

Was die Stromversorgung - wahrscheinlich eingeschaltet - in nicht ganz 
sauberem Wasser (leitfähig) angerichtet hat, möchte ich mir erst gar 
nicht vorstellen.

Meine Meinung: Vergiss es! Jetzt schlechtem Geld noch gutes 
hinterherwerfen...

von Greatedane (Gast)


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aus eigener erfahrung kann ich sagen: vergiss es, die ist hin. wasser 
dringt zwischen die linsen des objektivs, während der elektrolyse 
zerlegen sich dünne leiterbahnen, flexkabel, ic-beinchen, etc. das geht 
sehr schnell.
und dann gibts noch die backup-knopfzelle, die erledigt den rest.

mit ganz viel glück sind die daten der sd karte noch zu retten. aber ob 
es den aufwand lohnt?

hatte mal eine eos 50d, die war nur ca. 10 minuten im wasser und 
schrott. da war sogar die CF-Card hin.

von Greatedane (Gast)


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zwischen die linsen ;)
aber das reicht schon. zumal da idr. reichlich feinmechanik (motorzoom) 
etc. drin ist, die nu auch hin ist.

von Schlumpf (Gast)


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Wenn die Kamera nicht wasserdicht verpackt war, hat sie mit an 
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen Totalschaden erlitten.
Daher ist es unnötig die Kamera zu bergen.

Mit ganz viel Glück, sind die Bilder auf der Speicherkarte noch rettbar. 
Aber da muss man sich die Frage stellen, ob sich der Aufwand einer 
Bergung lohnt.

Wenn die Versicherung als Beweis die abgesoffene Kamera haben will, 
sollte man vorher klären, wie hoch der Zeitwert der Kamera ist.
Denke nicht, dass die Versicherung den Neuwert erstattet, wenn die 
Kamera schon relativ alt ist.

Wenn das alles geklärt ist und ihr euch für einen Bergungsversuch 
entscheidet, dann sollte die Stelle möglichst exakt wieder auffindbar 
sein.
Vermutlich hat aber keiner schwimmend in seinem Handy einen POI gesetzt 
;-)

Wenn aber trotzdem der Bereich einigermaßen eingrenzbar ist, könnte das 
Auffinden mit einem Taucher möglich sein.
Idealerweise mit einem UW-Metalldetektor (> 1000 Euro), den man aber 
vielleicht ausleihen kann.
Das Suchfeld muss bei der schlechten Sicht abgesteckt werden.
Dazu könnte man zwei Bleigewichte mit einem Seil verbinden und versenken 
(oben eine Boje dran). Der Taucher arbeitet sich dann entlang des Seils 
am Grund entlang und sucht.
Am Ende angekommen, wird das Seil dann parallel verschoben (Abstand je 
nach Sicht) und die nächste "Zeile" wird abgesucht.

Ist sicher sehr mühsam und wenn du den Taucher bezahlen musst, völlig 
unrentabel. Aber vielleicht hast du ja im Bekanntenkreis jemanden, der 
Taucht und auf so ne Aktion Bock hat.

Aber selbst der Suche mit einem Taucher gebe ich keine große Chance.
Erfahrungsgemäß ist das Auffinden eines Objektes bei der schlechten 
Sicht extrem mühsam. Und ein einziger Griff des Tauchers in den Schlick 
macht die Sicht in der Umgebung zu NULL!
Und auch schon alleine die ungefähre Stelle wieder zu finden, ist extrem 
schwer auf dem Wasser. Eigentlich nur mit GPS oder einer Kreuzpeilung 
mit zwei markanten Punkten am Ufer möglich. Und ich gehe davon aus, dass 
dir weder die GPS-Koordinaten, noch die Winkel von zwei Punkten am Ufer 
vorliegen.
Daher würde ich sagen, dass das Unterfangen fast aussichtslos ist, wenn 
das Suchfeld deutlich größer als 100m² ist.

von Rainer F. (ferdiflachmann)


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Hi

Wenn ich auch glaube, daß die Kammera hin ist, so könntest du dich 
trotzdem mal nach Tauchern umschauen.

Und zwar bei einem Club/Verein in deiner Nähe. Die haben oft Spaß an 
solchen Aufgaben. Unser Club hat gerade erst ein Boot geborgen, das nach 
einem Regenguss vollgelaufen war. Die waren einen ganzen Tag damit 
beschäftigt es überhaubt zu finden.

Fragen kostet ja nix.

von Michael P. (mipo)


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Versuche mal die nächste DLRG oder Wasserwacht; die freuen sich 
eventuell über einen "sinnvollen" Trainiseinsatz!

von Dirk J. (dirk-cebu)


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Laß doch den See leerpumpen, dann ist die Suche einfacher...

von Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite


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Dirk J. schrieb:
> Laß doch den See leerpumpen, dann ist die Suche einfacher...

Gab's schon mal:

  http://www.noz.de/lokales/meppen/artikel/493979/handy-im-teich-16-jahriger-will-see-in-toilette-abpumpen

von Tex A. (tex)


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Es gibt für 15 Euro kleine wasserdichte USB-Kameras.
Mit viel Zeit, Geduld und einer Angel kann man sich damit für wenig Geld 
auf die Suche machen. Die Kosten sind im Vergleich zum Nutzen 
erschwinglich und das Ergebnis genau so schlecht wie jede andere 
aufwendigere Lösung. Letztendlich brauchst Du viel Glück, um die Kamera 
wiederzufinden und dann hältst Du Schrott in den Händen, der mal 7T Euro 
wert war.

von Lukas T. (tapy)


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Tauchen ist gut ... das macht kein oder zumindest kaum ein Sporttaucher 
freiwillig. Ein so kleines Objekt im "Dreck" zu finden, ist die Pest.

Das wäre eventuell tatsächlich mit THW oder DLRG machbar, da die 
derartige "Bergungen" gelegentlich üben. Das sieht dann aber auch so 
aus, dass die in einer Kette quasi "auf Touch" tauchen. Null sicht. Vor 
allem nicht NACH den Leuten =).

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