Hallo
Ein Freund von mir war letzte Woche mit seiner DLR Kamera auf einem See
um Bilder zu schießen. Um es kurz zu machne, das Boot ist gekentert, die
beiden auf dem Boot konnten sich ans ufer retten doch die Kamera ist
wech.
Die Kamera ist anscheinend so ein Profi Teil und kostet mit Objektiv um
die 7T.
Nun hat sich mein fruend an mich gewendet um zu fragen was technisch
möglich wäre um die die Kamera wieder zu erlangen.
Der See ist etwa 10m tief und sehr stark mit Sedimenten verschmutzt,
Sichtweite 30cm. Das Gelände auf dem Grund ist uneben, große Steine und
sonstiges liegen überall umher.
Was würdet ihr hier raten? Ich dachte an eine Art Unterwasserradar auf
dem man metallische Objekte im Umkreis von ein paar metern orten kann,
weiß aber nicht ob es sowas in der Art gibt...
Ich würde einen Fischotter, Nutria oder ein ähnliches Wasserviech darauf
dressieren, also immer wieder Kameraattrappe rein ins Wasser und das
Viech sie rausholen lassen.
Dann, wenn genug abgerichtet am Unfallort nach der teuren Kamera tauchen
lassen.
Vielleicht holt das Viech gleich andere Kameras ins Trockene - ebay
Frischware!
So wie Andere ein Trüffelschwein haben, hätte man DIE LÖSUNG für über
Bord gegangene Kameras.
Die kann er getrost da liegen lassen. 10 m Tiefe für eine Woche machen
weder Objektiv noch Body mit. Selbst "wasserdichte" nicht.
Und mal ehrlich: das neue Modell ist doch eh besser ;-)
Wenn sie nicht gerade in einer wasserdichten Hülle war, ist sie jetzt
100% hin. Mit dem Akku drin runiert die Elektrolyse die Elektronik und
das Dreckwasser die Optik. Die Optik könnte man evtl. reinigen, das
Zerlegen kostet aber viel Zeit und damit Geld.
Wenn das Ding für die Versicherung nicht unbedingt nötig ist (sollte er
bei sowas eigentlich haben), ist es recht sinnlos, mit viel
(Geld)Aufwand nach dem Ding zu suchen.
Umhören, ob irgendein Bekannter eine Taucherausrüstung hat.
Bei 7K eventuell auch ein Profi.
Übrigens: Ein Metalldetektor – wasserdicht – ist sinnlos. Es sei denn
Dir steht ein LKW zum Abtransport der alten Fahrräder, Kühlschränke und
sonstiger, viel größerer Metallgegenstände, zur Verfügung.
Ich würde mich aber vorher beim Kamerahersteller um hören, ob das Teil
auch wirklich wasserdicht ist.
Schon allein ein Objektiv, das vollgelaufen ist, zu demontieren, zu
reinigen, zu trocknen und neu zu justieren wird den Kaufpreis leicht
erreichen.
Die Kamera selber wird den Aufwand beim Objektiv noch locker
übersteigen.
Jede Menge Kanten, winzige Schrauben, winzige Teile, die Elektronik und
die zum Gehäuse gehörige Optik...
Was die Stromversorgung - wahrscheinlich eingeschaltet - in nicht ganz
sauberem Wasser (leitfähig) angerichtet hat, möchte ich mir erst gar
nicht vorstellen.
Meine Meinung: Vergiss es! Jetzt schlechtem Geld noch gutes
hinterherwerfen...
aus eigener erfahrung kann ich sagen: vergiss es, die ist hin. wasser
dringt zwischen die linsen des objektivs, während der elektrolyse
zerlegen sich dünne leiterbahnen, flexkabel, ic-beinchen, etc. das geht
sehr schnell.
und dann gibts noch die backup-knopfzelle, die erledigt den rest.
mit ganz viel glück sind die daten der sd karte noch zu retten. aber ob
es den aufwand lohnt?
hatte mal eine eos 50d, die war nur ca. 10 minuten im wasser und
schrott. da war sogar die CF-Card hin.
Wenn die Kamera nicht wasserdicht verpackt war, hat sie mit an
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen Totalschaden erlitten.
Daher ist es unnötig die Kamera zu bergen.
Mit ganz viel Glück, sind die Bilder auf der Speicherkarte noch rettbar.
Aber da muss man sich die Frage stellen, ob sich der Aufwand einer
Bergung lohnt.
Wenn die Versicherung als Beweis die abgesoffene Kamera haben will,
sollte man vorher klären, wie hoch der Zeitwert der Kamera ist.
Denke nicht, dass die Versicherung den Neuwert erstattet, wenn die
Kamera schon relativ alt ist.
Wenn das alles geklärt ist und ihr euch für einen Bergungsversuch
entscheidet, dann sollte die Stelle möglichst exakt wieder auffindbar
sein.
Vermutlich hat aber keiner schwimmend in seinem Handy einen POI gesetzt
;-)
Wenn aber trotzdem der Bereich einigermaßen eingrenzbar ist, könnte das
Auffinden mit einem Taucher möglich sein.
Idealerweise mit einem UW-Metalldetektor (> 1000 Euro), den man aber
vielleicht ausleihen kann.
Das Suchfeld muss bei der schlechten Sicht abgesteckt werden.
Dazu könnte man zwei Bleigewichte mit einem Seil verbinden und versenken
(oben eine Boje dran). Der Taucher arbeitet sich dann entlang des Seils
am Grund entlang und sucht.
Am Ende angekommen, wird das Seil dann parallel verschoben (Abstand je
nach Sicht) und die nächste "Zeile" wird abgesucht.
Ist sicher sehr mühsam und wenn du den Taucher bezahlen musst, völlig
unrentabel. Aber vielleicht hast du ja im Bekanntenkreis jemanden, der
Taucht und auf so ne Aktion Bock hat.
Aber selbst der Suche mit einem Taucher gebe ich keine große Chance.
Erfahrungsgemäß ist das Auffinden eines Objektes bei der schlechten
Sicht extrem mühsam. Und ein einziger Griff des Tauchers in den Schlick
macht die Sicht in der Umgebung zu NULL!
Und auch schon alleine die ungefähre Stelle wieder zu finden, ist extrem
schwer auf dem Wasser. Eigentlich nur mit GPS oder einer Kreuzpeilung
mit zwei markanten Punkten am Ufer möglich. Und ich gehe davon aus, dass
dir weder die GPS-Koordinaten, noch die Winkel von zwei Punkten am Ufer
vorliegen.
Daher würde ich sagen, dass das Unterfangen fast aussichtslos ist, wenn
das Suchfeld deutlich größer als 100m² ist.
Hi
Wenn ich auch glaube, daß die Kammera hin ist, so könntest du dich
trotzdem mal nach Tauchern umschauen.
Und zwar bei einem Club/Verein in deiner Nähe. Die haben oft Spaß an
solchen Aufgaben. Unser Club hat gerade erst ein Boot geborgen, das nach
einem Regenguss vollgelaufen war. Die waren einen ganzen Tag damit
beschäftigt es überhaubt zu finden.
Fragen kostet ja nix.
Es gibt für 15 Euro kleine wasserdichte USB-Kameras.
Mit viel Zeit, Geduld und einer Angel kann man sich damit für wenig Geld
auf die Suche machen. Die Kosten sind im Vergleich zum Nutzen
erschwinglich und das Ergebnis genau so schlecht wie jede andere
aufwendigere Lösung. Letztendlich brauchst Du viel Glück, um die Kamera
wiederzufinden und dann hältst Du Schrott in den Händen, der mal 7T Euro
wert war.
Tauchen ist gut ... das macht kein oder zumindest kaum ein Sporttaucher
freiwillig. Ein so kleines Objekt im "Dreck" zu finden, ist die Pest.
Das wäre eventuell tatsächlich mit THW oder DLRG machbar, da die
derartige "Bergungen" gelegentlich üben. Das sieht dann aber auch so
aus, dass die in einer Kette quasi "auf Touch" tauchen. Null sicht. Vor
allem nicht NACH den Leuten =).