Dieses Thema treibt mich gerade auch in den Wahnsinn :-) ... Das fängt
schon mit den richtigen Worten an. Normalerweise hat man bei USB ja den
Host und ... ja was eigentlich ? ... den Client (?) ... Bei OTG kann der
Port beide Rollen annehmen. Nun gibt es aktive und passive Clients ...
also welche, die eine eigene Stromversorgung haben und welche, die auf
Saft vom Host angewiesen sind. Wenn das OTG-Gerät also über den ID-Pin
erfährt, daß es mit einem Client verbunden ist, KANN es VBUS, also +5V
aktiv treiben, um Dinge wie Mäuse etc. mit Strom zu versorgen. Es kann
aber auch prüfen, ob schon 5V anliegen. Es kann auch warten, daß der
Client den Strom anfordert. Es gibt da mehrere Standards ... Ich schlage
vor, sich mal das Datasheet vom LTC4160 durchzulesen. Der macht das
nämlich soweit.
Ich versuche irgenwie eine sinnvolle Schaltung in Kombination mit einem
Charger Detector wie dem MAX14578AE hinzubekommen ... der filtert die D+
und D- Leitungen und hat auch einen geschützten Pfad für VBUS ... aber
eben nur in eine Richtung, d.h. man kann den LTC1460 nicht hinter den
MAX14578 hängen ... einfach idiotisch. Es scheint so ca. 10 Firmen zu
geben, die die Technologie haben, um wirklich alles benötigte zu
integrieren, aber keiner scheint einen Chip zu haben, an den man links
die 5 Pins des Micro-USB OTG auf einer Seite anschließt, unten einen
LiIon-Akku ranhängt und rechts eine stabile und rauscharme
Systemversorgung von z.B. 3.3V bekommt ... man scheint geschlagene 3
Chips zu brauchen. Wenn man kein OTG will, macht es ein LTC3455
halbwegs, wobei ich jetzt nicht sicher bin, ob der die Charger-Erkennung
richtig kann. Er filtert auch die Datenleitungen nicht auf EMI und ESD.
Und er kann die Akkus nicht wirklich tief entladen ... Ich habe hunderte
Chips angesehen. Man wird irre :-) ...