Hallo. Ich überlege gerade wie ich am besten meine Datensicherung
organisiere.
Ich habe 3 Server jeweils Raid 3tb. Alle drei sind gut voll also gesamt
ungefähr 9 tb an Daten.
Bislang dachte ich durch das Raid system brauch ich kein Backup. Aber
was wenn mal wer was Löscht...
Also ich denke mindestens einmal im Monat sollten alle Daten irgendwo
gesichert werden. Am besten auch für mehrere Monate.
Nur worauf? Was gibt es da gerade an brauchbaren mitteln?
Lg
Wie kritisch sind die Daten? Wenn der Kram einen Hausbrand überleben
soll, dann müssen es Wechselmedien sein, die man ausser Haus deponieren
kann. Was freilich auch USB-Disks sein können.
RAID Systeme wie QNAP, Synology & Co unterstützen Backups über
Datensynchronisation. Ob nun auf weitere lokale RAID Systeme, oder in
eine Cloud.
Noch einen Server kaufen, der alles aufnehmen kann und dann z.B.
http://burp.grke.org/ nutzen. Funktioniert bei mir wunderbar. 2. Server
kann dann außer Haus stehen. Kommt auch immer darauf an, wie oft sich
Daten ändern und verschoben werden, etc.
Sven S. schrieb:> 2. Server> kann dann außer Haus stehen. Kommt auch immer darauf an, wie oft sich> Daten ändern und verschoben werden, etc.
Wobei manche NAS Geräte wie beispielsweise QNAP von Haus aus Daten
synchronisieren können.
A. K. schrieb:> die man ausser Haus deponieren> oder in> eine Cloud.
Wenn der TO eine <= 16000er DSL-Leitung hat stelle ich mir den Upload in
die Cloud lustig vor...
Ich habe eine ähnliche Serverlösung mit 2x 2TB, die hängen allerdings
nicht in einem RAID-Verbund. Zur Datensicherung habe ich für jedes Drive
eine externe Festplatte gleicher Größe, wo ich wöchentlich eine
Sicherung durchführe. Meist über Nacht. Ist mMn die günstigste und
praktikabelste Lösung.
Jens schrieb:>> oder in eine Cloud.>> Wenn der TO eine <= 16000er DSL-Leitung hat stelle ich mir den Upload in> die Cloud lustig vor...
Er hätte eben rechtzeitig damit anfangen sollen. Backups zu
prokrastinieren rächt sich irgendwann. ;-)
Mit Annex J kriegt man pro Jahr immerhin knapp 1TB in die Cloud. Und im
Urlaub in Frankreich hatte ich 16,5Mb/s in beiden Richtungen. In D lebt
man eben noch etwas hinter dem Mond.
A. K. schrieb:> prokrastinieren rächt sich irgendwann
Ja, aufschieben ist keine Lösung, aber selbst WENN er täglich 3 Dateien
in die Cloud schiebt, ist noch nicht sicher dasss sie noch BRAUCHBAR
sind, wenn er sie mal schnell braucht. Schnell kann lange dauern oder
gar nicht funktionieren wenn er sein Zugangs-PW dazu verbeutelt hat.
9TB Daten bekommt der TS auf 2 größere USB-HDs wenn er etwas
komprimieren kann und evtl. den Rest genullt hat. Wichtig wäre mir: die
Daten anschließend an einen anderen sicheren Ort zu bringen, um sie vor
Feuer, Wasser, Sturm usw. zu schützen.
A. K. schrieb:> Mit Annex J kriegt man pro Jahr immerhin knapp 1TB in die Cloud.
Also braucht er neun Jahre für die erste Sicherung. Im zehnten Jahr
beginnen dann die Incremental-Backups :-))
Nur schrieb:> Alle drei sind gut voll also gesamt> ungefähr 9 tb an Daten.
Eine Cloud mag ich nicht. Ich möchte meine Daten nicht ins Netz laden.
Und ich möchte auch nicht das der Hoster irgendwann dicht macht und ich
umzihen muss oder irgendwas. Zumal 9 Tb 1 mal im Monat sichern is sicher
auch mit meiner 50er leitung nicht lustig. Ach ja war da nicht mal was
mit drosselung der Dsl leistungen ab x Gigabyte...
Aus den Vorschlägen höre ich aber herraus das die beste Lösung Usb
Platten sind welche ich dann Auslager? Aber mindestens 6 stk 3Tb platten
sind immerhin fast 600€. Ich weiß Datenverlust is teurer...
Nur schrieb:> Aber mindestens 6 stk 3Tb platten> sind immerhin fast 600€.
Bänder plus Laufwerk sind teurer.
> Zumal 9 Tb 1 mal im Monat sichern is sicher> auch mit meiner 50er leitung nicht lustig.
Hast du einen derart hohem Umsatz, oder hast du bloss nichts von
inkrementeller Sicherung gehört?
Stell eine ausreichend grosse NAS in die Bude von Freundin, Eltern oder
Wemauchimmer. Anfangs synchronisierst du die einmalig bei dir, um dio
9TB abzuladen, dann stellst du sie dort hin und sicherst nurmehr die
Änderungen. Das sollte doch per Internet gehen. Oder setzt du täglich
etliche Gigabytes um?
Das ist nicht unbedingt billiger als USB Disks, erspart aber das hin-
und hergerenne mit Medien und ist auch tagesaktuell machbar.
>> Aber mindestens 6 stk 3Tb platten sind immerhin fast 600€.
Kommt darauf an, ob sich diese 9TB Daten noch gut komprimieren lassen.
Dann wird Dein Backup wesentlich kleiner. Nur bereits komprimierte Daten
werden nicht kleiner.
Inkrementelle Sicherungen sind nur tägliche Sahnehäubchen, wenn man
schon eine FUNKTIONIERENDE Komplettsicherung auf einem üblichen
Datenträger im Lager hat. Eine Komplettsicherung ist schneller
eingespielt als 1000 einzelne inkrementelle, wo das System 1000x im
Direktory herumsuchen muß. Deshalb oft genug eine Komplettsicherung über
Nacht.
Von Bändern halte ich nicht mehr viel, weil exotische Bandgeräte nicht
Jahrzehnte funktionieren und Bänder ab der ca. 70. Benutzung schon
Fehler zeigten. Man sollte auch auf die Wiederherstellungszeiten achten.
Vom Band eine bestimmte Datei suchen kann sehr lange dauern, wenn sie am
Ende ist.
oszi40 schrieb:> Von Bändern halte ich nicht mehr viel, weil exotische Bandgeräte nicht> Jahrzehnte funktionieren und Bänder ab der ca. 70. Benutzung schon> Fehler zeigten.
sie werden ja auch als Archiv genutzt, damit muss man es kaum 70mal
überschreiben.
> Man sollte auch auf die Wiederherstellungszeiten achten.> Vom Band eine bestimmte Datei suchen kann sehr lange dauern, wenn sie am> Ende ist.
dafür hat man Sicherungssoftware, die kennt die Stelle wo eine Datei
steht. Das Spulen geht recht schnell und die Transferrate ist besser als
bei normalen Festplatten.
Bei 9TB lohnt sich aber der Kauf von einem Bandlauflaufwerk noch nicht.
Die Bänder würde nur 115€ kosten.
oszi40 schrieb:> Inkrementelle Sicherungen sind nur tägliche Sahnehäubchen, wenn man> schon eine FUNKTIONIERENDE Komplettsicherung auf einem üblichen> Datenträger im Lager hat.
Hast du eine Deadline, muss der Kram morgen wieder komplett stehen, dann
hast du recht. Aber wer diese Forderung hat, der lacht über 600€. Es
geht ihm also offensichtlich um private Daten. Da ist gewöhnlich
wichtiger, dass er sie nicht verliert, aber das Tempo der
Wiederherstellung ist nicht so entscheidend.
> Eine Komplettsicherung ist schneller> eingespielt als 1000 einzelne inkrementelle,
Es gibt längst intelligente Formen von inkrementeller Sicherung, die bei
der Wiederherstellung keine 1000 Inkrements abklappern müssen. Wenn man
Backup-Disks nicht als neuartige Form von sequentiell arbeitenden
Bändern betrachtet (weil die olle Software es nicht besser weiss), dann
hat man entspreched bessere Möglichkeiten mit ihnen umzugehen.
Darunter solche, die auf rsync basieren. Solch ein Sicherungsmedium kann
ein normales Filesystem mit mehreren Ständen sein, von denen jeder Stand
ein normaler Dateibaum eines bestimmten Zeitpunkts ist. Der Spareffekt
entsteht über Hardlinks, die unveränderte Versionen nur einmalig
speichern.
Backups über 1:1 Replikation von NAS Devices ist gut geeignet, Daten auf
verschiedenen Lokationen katastophensicher abzulegen. Hier werden auch
nur die Änderungen repliziert, also inkrementell, aber ohne dass dabei
auf dem Zielsystem abzuklappernde Inkrements entstehen. Man verliert
dabei aber die Versionierung und damit die Möglichkeit, vorgestern
gelöschte Daten wieder zu bekommen.
> Vom Band eine bestimmte Datei suchen kann sehr lange dauern, wenn sie am> Ende ist.
Bänder taugen wenig, wenn man häufig an einzelne Files und Directories
ran muss. Was man heute im Zeitalter von vergleichsweise günstigem und
versioniertem Nearline Store auch nicht muss. Bänder sind aber weiterhin
sinnvoll, um Daten katastrophensicher auslagern zu können. Da
interessiert dann auch selektiver Restore nicht. Aber da sind wir wieder
im professionellen Bereich.
> Kommt darauf an, ob sich diese 9TB Daten noch gut komprimieren lassen.
Wie kriegt man 9TB an privaten Daten zusammen? Was ausser massenhaft
Filmen und vielleicht HighQ Bildern kann eine solche Menge entstehen
lassen? Und die sind nicht komprimierbar.
> und Bänder ab der ca. 70. Benutzung schon Fehler zeigten
Mit LTO3 habe ich ausgesprochen gute Erfahrungen gemacht, das ist auch
bei häufiger Bandnutzung sehr zuverlässig. Wenn Bänder rausfliegen, dann
mit Schreibfehler aufgrund der Hinterbandkontrolle, aber praktisch nie
mit Lesefehler (und die Bänder werden verfahrensbedingt häufig gelesen).
Neuere Versionen hatte ich bisher noch nicht verwendet.
Peter II schrieb:> sie werden ja auch als Archiv genutzt, damit muss man es kaum 70mal> überschreiben.
Professionelle Backup-Systeme wie IBMs Tivoli Storage Manager lesen und
schreiben verfahrensbedingt recht häufig. Nicht dass dieses System hier
relevant wäre, aber u.A. daher stammen meine Erfahrungen mit Bändern.
> Bei 9TB lohnt sich aber der Kauf von einem Bandlauflaufwerk noch nicht.
Richtig. Vorteile haben sie aber schon: Man kann sie leicht auslagern,
sie kommen dort nicht "versehentlich" abhanden und wahrscheinlich guckt
keiner neugierig auf den Inhalt. Bei USB Disks ist das anders, sofern
nicht im Stahlschrank eingeschlossen.
kopfkratz
Also vom Preis/Leistungs Verhältnis sind Festplatten das günstigste.
Allerdings besser auf Redundanz achten und verschiedene Hersteller
nehmen.
LTO sind im Vergleich teurer aber auch standardisiert so das man mit
anderen Laufwerken auch die gesicherten Bänder lesen und schreiben kann.
DVD-RAM wäre noch sehr sicher aber auch sehr teuer.
Auf Cloud oder Freehoster hochladen ist wie erwähnt etwas längerfristig
aber möglich.
Ich würde wohl die Variante mit zwei NAS als RAID5/6 nehmen und die
abwechselnd jeden Tag inkrementell sichern, nach der Vollsicherung.
Dann noch einen Safe oder Lagerraum in einem anderen Gebäude und die
Daten sind sicher außer die Bombe läßt sich nicht überreden :-P
kopfkratzer schrieb:> DVD-RAM wäre noch sehr sicher aber auch sehr teuer.
Und hat vor allem eine lächerliche Speicherkapazität selbst im Vergleich
zu einem schon ziemlich alten LTO-2-Band.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> schon ziemlich alten LTO-2-Band.
Fragt sich, ob Dein PC/Server in x Jahren noch ein Programm/Laufwerk
hat, um diese auszulesen. Deshalb lieber gängige Formate und verbreitete
Geräte wählen.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> kopfkratzer schrieb:>> DVD-RAM wäre noch sehr sicher aber auch sehr teuer.>> Und hat vor allem eine lächerliche Speicherkapazität selbst im Vergleich> zu einem schon ziemlich alten LTO-2-Band.
Das ist ja der Grund warum es so teuer ist ...
Allerdings kenne ich kein anderes optisches Medium das auf
Datensicherheit so viel Wert legt wie eine DVD-RAM.
Und aktuelle LTO sind wie gesagt standardisiert und gibt es in TB
Bereichen.
Festplatten sind allerdings günstiger und genauso sicher wie Bänder.
Was soll also diese Ansage ?
kopfkratzer schrieb:> Festplatten sind allerdings günstiger
2,5TB für 35€ - dafür bekomme ich keine Festplatte
> und genauso sicher wie Bänder.
An einer Festplatte können viel mehr dinge kaputt gehen als an einem
Band. Es reicht schon wenn sie vom Tisch fällt.
oszi40 schrieb:> Rufus Τ. Firefly schrieb:>> schon ziemlich alten LTO-2-Band.>> Fragt sich, ob Dein PC/Server in x Jahren noch ein Programm/Laufwerk> hat, um diese auszulesen. Deshalb lieber gängige Formate und verbreitete> Geräte wählen.
a) Wenn es überhaupt einen sinnvollen und verbreiteten Standard für
Bandgeräte gibt, dann LTO.
b) LTO-Streamer sind recht weit abwärtskompatibel, d.h. neue Geräte
können alte Bänder zumindest noch lesen. Allerdings mit Einschränkungen;
LTO-2 wird von LTO-4-Geräten noch gelesen, LTO-5 oder -6-Geräte können
maximal LTO-3 lesen.
c) ging es überhaupt nicht um alte Bänder, sondern um den Vergleich
mit DVD-RAM, was aufgrund der lächerlichen Kapazität als
Datensicherungsmedium komplett ausscheidet
LTO-2 erwähnte ich nur, weil bereits das 200 GiB auf einem Band
unterbringt (unkomprimiert), und DVD-RAM bestenfalls etwa 9 GiB.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> b) LTO-Streamer sind recht weit abwärtskompatibel, d.h. neue Geräte> können alte Bänder zumindest noch lesen.
LTO Generation N kann N-1 lesen und schreiben und N-2 lesen.
Ich stelle mir gerade vor, ich hätte etliche Terabyte über Monate/Jahre
in einer Cloud deponiert und dann teilt mir die Cloud-Firma mit, dass
sie den Betrieb in 4 Wochen einstellen wird und man bis dahin seine
Daten noch retten kann. Oder die Firma ist von heute auf morgen
insolvent oder die Cloud gehackt/gelöscht/verschlüsselt...
Ach ja, 9 Terabyte nach 9 Jahren hochgeladen und zum Wiederholen nochmal
9 Jahre? Eine schöne Generationen übergreifende Aufgabe ;)
Wenn es nur um private Daten geht und nur gelegentlich gesichert werden
soll: 3x 3TB HDD + Wechselrahmen (z.B FANTEC MR-35SATA)
Da ist man mit unter 400 Euro dabei. Billiger dürfte es nicht gehen und
für den privaten Bereich ist es meiner Meinung nach absolut ausreichend.
Alternativ gibt es sowas auch in professionell und teuer unter dem
Markennamen RDX.
A. K. schrieb:> Runter geht bei DSL erheblich schneller.
Mag sein, aber wenn alle Kunden gleichzeitig in Panik ihre Daten retten
wollen, kann es auf dem Server eng werden.
A. K. schrieb:> LTO Generation N kann N-1 lesen und schreiben und N-2 lesen.
Manchmal auch -3; zumindest entnahm ich der Beschreibung eines
LTO-6-Gerätes, daß das auch LTO-3 lesen können solle.
Wenn man nicht ständig ein Backup machen muss, könnte man auch überlegen
ob man sich ein Laufwerk ausleiht.
http://www.infotheek.nl/de/verhuurportal/8/Storage-Backup.aspx
300€ / Woche
dann für die Bänder noch mal 150€
dann ist man noch billiger als mit Festplatten.
hi, was sollen diese 1TB/a
ich hab vdsl 50 telekom mit 10 Mbit/s upload sagen wir mal es sind
konstante 1/2 MB/s Nettodaten dann sind, dass 1,8GB/h also 40GB/d.
1024/40=26d/TB=>234 Tage für alle 9 TB.
Also nix Generationsübergreifend.
Mfg
ich
ich schrieb:> hi, was sollen diese 1TB/a> ich hab vdsl 50 telekom mit 10 Mbit/s upload
VDSL 100 mit 40 MBit/s Upload (nein, hab ich nicht, solls aber geben).
tk schrieb:> 300 Euro pro Woche = günstig?!> Das dürfte nur dann sinnvoll sein, wenn man alte Bänder auslesen will,> für die man kein Laufwerk mehr hat.
Wenn man nur einmal Sicherung muss (warum auch immer) und dann nur im
Notfall darauf zugreifen muss dann ist das günstiger als sich extra
Festplatten zu kaufen.
Peter II schrieb:> Wenn man nur einmal Sicherung muss
Das einer keine neuen Daten hat, ist bei mir noch nicht vorgekommen!
Problem ist eher die alten in einem lesbaren Zustand zu halten. Das
heißt: HW und SW sollten in x Tagen oder Jahren noch leicht verfügbar
sein. Was nützt ein Dokument Deiner Lebensversichrung wenn es Deine
Wittwe nicht lesen kann?
oszi40 schrieb:> Peter II schrieb:>> Wenn man nur einmal Sicherung muss>> Das einer keine neuen Daten hat, ist bei mir noch nicht vorgekommen!> Problem ist eher die alten in einem lesbaren Zustand zu halten. Das> heißt: HW und SW sollten in x Tagen oder Jahren noch leicht verfügbar> sein. Was nützt ein Dokument Deiner Lebensversichrung wenn es Deine> Wittwe nicht lesen kann?
Wenn eine Firma z.b ein großen Datenprojekt für einen Kunden gemacht
hat, der Auftrag erledigt ist das muss sie die Daten einmalig sichern
und lagern.
Und LTO ist auch in Jahren noch lesbar.
Achte darauf, das du auch ein Backup der gelöschten und geänderten
Sachen für eine gewisse Zeit behältst. Also mindestens ein 6Bay NAS (3x
3GB Nutzdaten, 1x3GB fürs Raidlevel, 1x 3GB für Point in Time
Geschichten)
Das lässt noch einen Slot für Zuwachs frei, man dürfte also auch gerne 8
Bays nehmen, wenn man ein sinnvolles Raidlevel oder mehr
Zukunftssicherheit haben möchte. Oder man nimmt gleich 4TB oder 6TB
Disks.
Backup to disk ist auch durchaus gängig, da sich in vielen
Anwendungsgebieten andernfalls keine sinnvoller RTO zum einspielen der
Backups halten lässt.
Ich würde mir einen Ordner machen, in den der wirklich wichtige Kram
reinkommt. Also Dokumente, eigene Fotos etc - alles eben, was man nicht
ersetzen kann. Nur das muss gesichert werden.
Damit ists nicht mehr ganz so viel. Das passt bei mir z.B auf eine
1TB - USB-Festplatte. Dann habe ichs 3x: 1xPC, 1xNAS, 1xUSB-HDD. Das
sollte für Privat reichen.
Dan ganzen anderen Kram, d.h. alles was man auf DVD hat oder frei im
Internet bekommt, würde ich als ersetzbar betrachten und nicht sichern.
Den Mist in die Cloud lagern ist keine gute Idee. Dann haben nämlich die
NSA Kellerkinder Facebook-Werbepartner-Angestellten was zum wi***en,
falls Nacktfotos deiner Kinder dabei sind:
http://www.pcwelt.de/news/NSA-Mitarbeiter_tauschen_Nacktfotos-Snowden-8819143.html
Dazu wenig praktikabel bei 256kBit - 1Mbit Upload. Man Vergleiche:
USB : 400Mbit (oder mehr...), Internet : 0,26Mbit...
wenn irgendwo Linux involviert ist: rsnapshot.
Das setze ich seit einigen monaten ein (aufgrund einer Empfehlung hier
aus dem Forum) und bin extrem zufrieden damit.
Der Trick dabei ist speicherplatz-sparendes "rotieren" (7 tage, 4
Wochen, 6 Monate) wobei jeder "Snapshot" in sich vollständig ist (wird
realisiert mit Hardlinks)
Das ganze mach ich zweiphasig: Zuerst direkt auf meinem Server, und
wöchentlich werden alle Snapshots abwechselnd auf USB-Platten kopiert
und extern gelagert
WehOhWeh schrieb:> Ich würde mir einen Ordner machen, in den der wirklich wichtige Kram> reinkommt.
War auch mein erster Gedanke. Wer braucht privat bitte 9 Terabyte.
Ist der TO vieleicht eher zu faul zum sortieren und aufräumen, also viel
Plattenplatz und immer rein mit den Daten?
Oder es sind unzählige gerippte Videos.
Udo Schmitt schrieb:> War auch mein erster Gedanke. Wer braucht privat bitte 9 Terabyte.
Wenn du jeden gesendete Tatort in HD auf Platte bannst, dann schaffst du
das mühelos. Allerdings wärs da fraglich, ob sich der Backup lohnt. ;-)
Udo Schmitt schrieb:> Ist der TO vieleicht eher zu faul zum sortieren und aufräumen, also viel> Plattenplatz und immer rein mit den Daten?
Ein Daten-Messi. Leider zunehmend überall problematisch, nicht nur im
privaten Umfeld. Ich predige meinen Kunden regelmäßig, sie sollten doch
angesichts der rasant wachsenden Datenmengen ihre Speicherorte auf
veraltete oder nicht mehr benötigte Daten prüfen und diese löschen.
Aber.. es interessiert KEIN Schwein. Im Gegensatz zu in Papierform
vorhandenen Unterlagen, die mit der Zeit die Schränke verstopfen würden,
stört digitaler Abfall die User in keinster Weise. Geschätzt sind
mindestens zwei Drittel der Daten überflüssig, Tendenz mehr. Seit es
Smartphones gibt, kommt noch ein weiterer Platzfresser hinzu. Die werden
nämlich gern komplett, inklusive zig Gigabytes an privaten Filmchen,
Fotos und Musik, auf das Firmennetzwerk gesichert, obwohl maximal
Termine und Mails dorthin gehören.
A. K. schrieb:> Seit es Quotas gibt hat sich das allerdings beruhigt
So die Theorie. In der durchschnittlichen Mittelstandsbude jedoch
praktisch nicht einsetzbar, weil es kaum übersichtliche Strukturen der
Datenablage gibt und somit der Durchblick längst verloren gegangen ist.
Ich könnte vielleicht die Homeverzeichnisse begrenzen, das wahre Chaos
herrscht jedoch in den öffentlichen Ordnern. Ich kann die Leute nur
anhalten, Ordnung reinzubringen, aber sie tun es leider selten bis nie.
Icke ®. schrieb:> das wahre Chaos herrscht jedoch in den öffentlichen Ordnern. Ich kann> die Leute nur anhalten, Ordnung reinzubringen, aber sie tun es leider> selten bis nie.
Zur Zeit der 20-MByte-Festplatten hatte ich mal einen Chef, der die
Einsicht hatte, daß es billiger ist, eine neue (größere) Festplatte zu
verwenden, als aufzuräumen ... der war ansonsten eher aus der Schule "es
muss gespart werden, koste und dauere es, was es wolle".
Und so wird die Keimzelle jedes Datenmessis gegründet:
1) Den ganzen illegalen Muell loeschen
2) Ein NAS hinstellen, idealerweis ein kleines RAID, das sich gut
erweitern laesst
3) Jede Nacht auf dem NAS ein Snapshot machen mit cp -al
4) Danach mit rsync den neuen Stand von allen Maschinen auf das NAS
syncen
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Und so wird die Keimzelle jedes Datenmessis gegründet:
Jawoll, genau so läuft das...
> Zur Zeit der 20-MByte-Festplatten hatte ich mal einen Chef, der die> Einsicht hatte, daß es billiger ist, eine neue (größere) Festplatte zu> verwenden, als aufzuräumen .
Die Speicherkapazität an sich ist gar nicht das Thema, da Plattenplatz
nicht wirklich viel kostet. Anspruchsvoll ist die Verwaltung, Bewegung
und Sicherung der Datenberge. Das nächtliche Zeitfenster für
automatische Sicherungen wird über kurz oder lang nicht mehr ausreichen
und dann gibt es mindestens zwei Probleme. Erstens beeinträchtigt eine
im Hintergrund laufende Sicherung die Performance des Produktivsystems
und zweitens ist die Konsistenz des Backups nicht mehr gewährleistet.
Icke ®. schrieb:> Die Speicherkapazität an sich ist gar nicht das Thema, da Plattenplatz> nicht wirklich viel kostet.
Wenn der Speicher hochverfügbar ist, dann kann der ganz ordentlich Geld
kosten. Und dann musst du eben doch die Leute per Quota zwingen, im
produktiven Bereich Platz zu sparen und Archive in den billigen
Archivspeicher zu legen.
A. K. schrieb:> Wenn der Speicher hochverfügbar ist, dann kann der ganz ordentlich Geld> kosten.
Im Vergleich zu den Wartungspauschalen für Branchensoftware oder den
Lohnkosten trotzdem ein Fall für die Portokasse.
Icke ®. schrieb:> Im Vergleich zu den Wartungspauschalen für Branchensoftware oder den> Lohnkosten trotzdem ein Fall für die Portokasse.
Kennst du die Preise von NetApp-Clustern? Da unterscheidet man dann doch
gerne zwischen dem produktiven Bereich im SAS-Cluster und dem Archiv
anderswo.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> nd womit wird der Inhalt des NAS gesichert?>> Irgendwie ist Deine "Lösung" keinen Schritt weiter.
Doch, er fragte nach einem Backup mit Historisierung und das ist genau
das.
A. K. schrieb:> Kennst du die Preise von NetApp-Clustern?
Nicht billig, aber macht bei den Buden, die sowas brauchen trotzdem
keinen bedeutenden Teil des Etats aus. In meinem Einzugsbereich findet
man solche Storage-Monster nicht, wohl aber jährliche Wartungspauschalen
für Software, die ein mehrfaches kosten.
Gustav schrieb:> Das NAS ist kein Backup, wenn nur dort die Daten liegen.
Ich hatte geschrieben:
2) Ein NAS hinstellen, idealerweis ein kleines RAID, das sich gut
erweitern laesst
Also bitte Gustav, einfach den Kontext beachten!
Oscar O. schrieb:> 2) Ein NAS hinstellen, idealerweis ein kleines RAID, das sich gut> erweitern laesst
Was so ziemlicher Unsinn für ein Backup ist.
Jedes dauerhaft mit den Rechnern verbundene Gerät kann kein sicheres
Backup gewährleisten.
1. Ein eingeschleppter Virus könnte die Daten zerstören
2. Ein Überspannungsimpuls (naher Blitzschlag) erledigt das Backup
genauso schnell oder noch schneller als die Daten auf den PCs.
3. Ein unbedarfter User friemelt an den Daten herum. Ja das kann man mit
Benutzerverwaltung in den Griff kriegen, aber wo vor allem bei Windows
Systemen wird das privat eingehalten.
...
Oscar O. schrieb:
> 2) Ein NAS hinstellen, idealerweis ein kleines RAID, das sich gut> erweitern laesst
Die Zauberwörter bei Ahnungslosen heißen immer: NAS und RAIDx.
Icke ®. schrieb:> es interessiert KEIN Schwein
Ich mach's so, dass vor dem Backup zuerst ein Vorspann laeuft und alle
mp3, mp4 und dergleichen löscht. Ich kann zwar nicht behaupten, dass die
Angestellten mich lieben, aber damit kann ich leben.
> dass vor dem Backup zuerst ein Vorspann laeuft und alle> mp3, mp4 und dergleichen löscht.
Dann werden Deine User den Mist in Zukunft zippen? Kein Mittel ist von
Dauer. Im Explorer Daten nach Größe sortieren hilft, die großen Brocken
schneller zu erkennen.
oszi40 schrieb:> zippen?
Ganz bestimmt nicht! Die Leute sind für sowas viel zu faul.
Ich habe übrigens auf jedem Server einen für alle zugaenglichen Bereich
No-Backup. Dort können die Angestellten speichern was sie wollen.
Interessanterweise wird dieser Bereich nur von wenigen benutzt.
Nur schrieb:> Nur worauf? Was gibt es da gerade an brauchbaren mitteln?
Ich habe schon alles durch:
USB2: zuverlässig aber heute zu lahm. hatte aber auch schon den Effekt
das beim Anstöpseln bestimmter Geräte wie gewisse USB-Sticks die
Partiton bei anderen angeschlossenen Platten 'verloren geht'. Klingt
undenkbar war aber so, reproduzierbar. Diverse Schrottcontroller waren
am Anfang auch ein Problem
USB3: schnell aber unzuverlässig. Alles auf dieser basis ist schrott,
ist auf dem zuverlässigkeitsstand wie es USB2 am Anfang mit diversen
schrottigen Controllern war.
Spontane disconnects, 'verlorene' Partitionstabellen, mehrere Anläufe
bis Gerät erkannt wird, ... das alles mit unterschiedlichen
Controllern, Kabeln... das übelste Kroppzeug das man sich für Backups in
die Bude holen kann. Das schlimme ist dass man dem Grund nie 100% auf
die Spur kommen kann wenn es mal hakt, wenn man denkt jetzt hat man die
Lösung gefunden, zickt das Zeug später doch wieder rum. -> absoluter
Schrott für Backups.
RAID: Funktioniert am Anfang irgendwann verreckt dir eine Platte und
dann gehts los: Wiederherstellen funktioniert praktisch nicht, egal
welches "sichere" RAID du hast, ich kenne keinen bei dem das je
funktioniert hätte.
Verreckt dir der Controller musst du einen passenden auftreiben und da
das Reparieren sowieso nicht funktioniert und endlos dauert ist RAID
auch nur ein Placebo. Richtige RAID-Controller mit enspr. Hardware drauf
kosten ein Schweinegeld und stümpern bei Wiederherstellung genauso. Für
Backup würde ich das nie verwenden, jedenfalls nicht das Zeug aus dem
Consumerbereich.
NAS: Der gleiche Müll wie ein RAID, nur noch mit einer weiteren
Murksschicht, nämlich dem Netzwerk, dazwischen.
Da fehlen plötzlich Dateien mit Sonderzeichen, sehr grosse Dateien sind
korrupt, Daten scheinbar geschrieben sind aber nach Neustart nicht
vorhanden. Auch lustig wenn grosse Platten nicht korrekt erkannt (4k
Sektoren) werden oder scheinbar richtig erkannt werden aber später
herauskommt dass das Ding doch nicht damit zurechtkommt. Foren sind voll
mit Problemen. Das richtige NAS zu kaufen ist Glückssache.
DVD-RAM: extrem lahm, zu klein, zu unsicher. Die Legende dass es
zuverlässig wäre ist reines Werbegelaber, bis heute gibt es kein
Testlabor wo man überhaupt die Medien testen kann. Medien von einem
alten Panasonic können in einem neuen Panasoniclaufwerk nicht gelesen
werden, soviel zur Zuverlässigkeit. Dass das ganze Dateisystem
geschrottet wurde (diverse FS) kam bei mir auch schon öfters vor.
Blu-Ray: War am Anfang sehr skeptisch aber die Dinger arbeiten bei mir
einwandfrei, mit diversen Laufwerken. Ich nutze die mittlerweile für
Zeug zum Auslagern das man selten braucht. Es gibt auch spezielle BRs
die für Archivzweke geeignet sein sollen, entspr. Laufwerke kosten nur
geringfügig Aufpreis, Medien deutlich mehr. Ob das was taugt weiss aber
auch keiner. Für Backup von 9TB sowieso unbrauchbar.
Ansonsten mache ich Backups auf Festplatten die an einem
rausgeschleiften (e)SATA-Port hängen. Die melde ich händisch am System
an und ab und das funktioniert im Gegensatz zu USB3 einwandfrei und
schnell.
Platten kosten heute nix mehr, eine 6TB-Platte aktuell 250€.
Wenn ich 9TB a 3TB RAID sichern müsste, würde ich ne Kiste voll 3 TB
Platten ordern und die als Backupmedien verwenden. Einmal in der Woche
ein Vollbackup und nur Vollbackups. Inkrementell ist auch so ein Mist,
dauert zu lange, funktioniert oft nicht richtig, merkt man erst im
Restorefall.
Von Backupsoftware würde ich auch die Finger lassen. c't hat mal vor
Jahren diverse getestet auch 'professionelle' jede hatte Macken, Daten
waren bei allen nicht einwandfrei wiederherstellbar, das deckt sich auch
mit meinen Erfahrungen.
Das Zeug rüberkopieren, ein paar Checks einbauen (stimmt Anzahl, stimmt
Grösse,...) fertig ist der Lack, das ist im Notfall auch wieder
problemlos lesbar, ohne spezielle Controller, Software, ...
Man kann auch zusätzlich redundanten Daten erzeugen, wenn mal gewisse
Bereiche der HDD kaputt sind, dauert aber auch lange, da ist eine zweite
Platte und ein weiterer Backuplauf einfacher.
Evt. sollte man sich noch einen Sicherungsadapter kaufen der
SATA-Schreibkommandos ignoriert, wenn man die Platte im Restorefall
wieder anklemmt, das schüzt dann vor eigener Dummheit bei einem Restore
("Muss die neue Platte erst partitionieren und formatieren - ups das war
die Backupplatte, oder das System installiert sich automatisch auf diese
Platte,...."), das ist der Nachteil bei Platten, die haben keinen
Read-Only-Schalter.
backup is for wimps schrieb:> RAID: Funktioniert am Anfang irgendwann verreckt dir eine Platte und> dann gehts los: Wiederherstellen funktioniert praktisch nicht, egal> welches "sichere" RAID du hast, ich kenne keinen bei dem das je> funktioniert hätte.
Ich habe beruflich in vielen verschiedenen RAID Systemen über die Jahre
schon ziemlich viele defekte Platten getauscht und der Ersatz
einschliesslich Rebuild hatte stets funktioniert. Von SCSI über SSA und
SAS zu SATA.
> Verreckt dir der Controller musst du einen passenden auftreiben
Weshalb man im privaten Bereich mit BSD/Linux-SoftRAID besser dran ist.
Die üblichen Klein-NAS basieren oft darauf, weshalb man mit einem PC
gewisse Chancen hat, die Daten rauszufischen.
> Richtige RAID-Controller mit enspr. Hardware drauf> kosten ein Schweinegeld und stümpern bei Wiederherstellung genauso.
Wie gesagt, gänzlich andere Erfahrung.
> Das richtige NAS zu kaufen ist Glückssache.
Oder Preisfrage. ;-)
Allerdings kenne ich ein paar Leute mit Qnaps und Synaptics, die bisher
nicht klagen.
> Von Backupsoftware würde ich auch die Finger lassen.
Im privaten Bereich bevorzuge ich Backupformate, die keine sind. Also
Backups, die ihre Daten auf dem Device als normale Files in normalen
Filesystemen platzieren. Variationen auf Basis von rsync, wie das
bereits genannte rsnapshot, bieten das inkrementell einschliesslich
Verwaltung etlicher Sicherungsstände. Restore-Programm unnötig, es kann
direkt auf den gesamten Baum des gewünschten Standes zugegriffen werden.
backup is for wimps schrieb:> USB3: schnell aber unzuverlässig. Alles auf dieser basis ist schrott,> ist auf dem zuverlässigkeitsstand wie es USB2 am Anfang mit diversen> schrottigen Controllern war.
Ist wohl von PC zu PC unterschiedlich.
Bisher hatte ich mit 3.0 Festplatten keine Probleme.
Ich hab mir nen 7-er 3.0 Hub (4A Netzteil) auf den Monitorfuß geklebt.
Da die Festplattenkabel recht kurz sind, kann so die Platte nicht
runterfallen.
Probleme hatte ich mit einem 3.0 Gehäusetyp, wenn ich ihn an die
frontseitigen Buchsen des PC angeschlossen habe. Da ist wohl der
Spannungsabfall am Kabel bis zur Frontplatte zu hoch.
Die Festplatten habe ich auch mit einem anderen Gehäuse gewechselt, die
waren nicht das Problem.
Mit dem Hub ist nun alles o.k.
A. K. schrieb:> Ich habe beruflich in vielen verschiedenen RAID Systemen über die Jahre> schon ziemlich viele defekte Platten getauscht und der Ersatz> einschliesslich Rebuild hatte stets funktioniert.
PS: Von einigen Fällen defekter Backplane-Anschlüsse abgesehen. Nicht
immer ist es tatsächlich die Platte, die verreckt ist. Aber da kann das
RAID nix für.
A. K. schrieb:> der Ersatz einschliesslich Rebuild hatte stets funktioniert.
Die Rebuild-Laufzeit kommt auf die Systemlast während des Rebuilds an.
Das kann auch Taaage dauern! Wenn dabei weitere (meist typgleiche) HD
stirbt, brauchst Du doch das komplette Backup.
A. K. schrieb:> Nicht immer ist es tatsächlich die Platte, die verreckt ist
Stimmt. Ein falsches/kaputtes Netzteil kann MEHR zerstören als man
denkt.
oszi40 schrieb:> Die Rebuild-Laufzeit kommt auf die Systemlast während des Rebuilds an.> Das kann auch Taaage dauern! Wenn dabei weitere (meist typgleiche) HD> stirbt, brauchst Du doch das komplette Backup.
Klar. Hatte ich aber noch nicht. Nur einmal waren bei einem frisch
gelieferten System nach wenigen Tagen mehrere Platten verreckt (und
nicht nur bei mir). Aber das ist schon locker 10 Jahre her.
eigentlich sucht TE:
>Ich überlege gerade wie ich am besten meine Datensicherung
organisiere.
Denn der hat erkannt:
> Aber was wenn mal wer was Löscht...
Fakt ist, wer sein Backupsystem vernünftig konfiguriert, braucht keinen
RAID.
Fakt ist auch:
>NAS: Der gleiche Müll wie ein RAID, nur noch mit einer weiteren>Murksschicht, nämlich dem Netzwerk, dazwischen
Die Netzwerkschnittstelle ist, selbst von Q-NAP und Synology, ein
Flaschenhals, dann lieber mit USB3.0
Will nicht schlecht über RAID reden, aber ein vernünftiges RAID System
kostet sein Geld, privat kann keiner bezahlen.
backup is for wimps schrieb:
>Das Zeug rüberkopieren, ein paar Checks einbauen (stimmt Anzahl, stimmt>Grösse,...) fertig ist der Lack, das ist im Notfall auch wieder>problemlos lesbar, ohne spezielle Controller, Software, ...
Wenn man täglich Datensicherung macht, ist mit Sicherheit keine gute
Idee.
Nochmal: RAID schützt Daten vor Plattenausfall, niemals vor
Datenverlust.
Die dynamische Datenmenge von 9TB zu sichern, kostet viel, entweder Zeit
oder Geld.
Da hilfst nur die dynamische Datenmenge zu reduzieren
oder so:
>Ich mach's so, dass vor dem Backup zuerst ein Vorspann laeuft und alle>mp3, mp4 und dergleichen löscht. Ich kann zwar nicht behaupten, dass die>Angestellten mich lieben, aber damit kann ich leben
Tja, wenn man selber der Chef ist. Aber wenn man selber Angestellte ist,
kann man seinen Platz schon räumen.
Tany schrieb:> Fakt ist, wer sein Backupsystem vernünftig konfiguriert, braucht keinen> RAID.
Verallgemeinerungen sind immer falsch. ;-)
> Die Netzwerkschnittstelle ist, selbst von Q-NAP und Synology, ein> Flaschenhals, dann lieber mit USB3.0
Wenn die Disk von mehreren Geräten genutzt werden soll, egal ob als
Datensenke oder Backupmedium, dann ist eine NAS praktischer.
So immens ist der Unterschied im Durchsatz übrigens nicht. In
Gbit-Ethernet sind vom Netz her 110MB/s durchaus realistisch. So arg
viel schneller sind SATA Disks der 5K Klasse auch direkt angebunden
nicht.
NFS-Durchsatz der kleinsten aktuellen QNAP, der 1-Disk TS112P, frisch
gemessen: 90MB/s lesend, 43MB/s schreibend. Ich bin grad durch ein paar
USB 3.0 Vergleiche im Web. Mit HDDs gemessen sah das nicht so viel
besser aus.
> Will nicht schlecht über RAID reden, aber ein vernünftiges RAID System> kostet sein Geld, privat kann keiner bezahlen.
Kann man auch selber bauen. Kosten vor ein paar Jahren: HP Microserver
160€ plus maximal 4 Disks. Linux drauf, RAID über Linux md. War damit
billiger als eine entsprechende QNAP, aber auch die sind nicht
unbezahlbar.
Klar, es gibt auch RAID-Systeme gänzlich anderer Klasse. Aber das macht
die kleinen nicht wertlos. Wobei die richtig teuren NAS bei der
Performance den Fokus nicht so auf MB/s legen, sondern eher auf
transactions/s. Andere Anforderung.
Und vergiss das Backup vom Backup vom Backup vom Backup zu machen... Man
kann sich anstellen. Messi verhalten. Iwann kommt "das entrümpler Team"
von RTL2 mit Schubkarren voll mit Festplatten bei euch aus der Bude...
mpl schrieb:> Man kann sich anstellen. Messi verhalten.
Und als nächstes kommt dann das übliche "ich habe gerade die Festplatte
mit den Bildern meiner Kinder drauf gehimmelt"-Geheule.
mpl schrieb:> Iwann kommt "das entrümpler Team"
Wer ist Iwan?
Rufus Τ. Firefly schrieb:> mpl schrieb:>> Iwann kommt "das entrümpler Team">> Wer ist Iwan?
Nicht autorisierte Abkürzung von "irgendwann" sag ich mal. :)
A. K. schrieb:> So immens ist der Unterschied im Durchsatz übrigens nicht. In> Gbit-Ethernet sind vom Netz her 110MB/s durchaus realistisch.
Theoretisch ja, praktisch nie, nicht mal annähend. Pauschal ca.
30-50MB/s.
Bei NAS noch weniger.
Tany schrieb:> Theoretisch ja, praktisch nie, nicht mal annähend.
Theoretisch ja, praktisch auch. Ich schreib sowas nicht aus dem Bauch
raus. Oft genug gemessen. Nur muss die Disk dahinter deutlich fixer sein
als diese 110MB/s, oder du sprichst mit dem Cache. Glaubst du, ich
erfinde die obigen 90MB/s der TS112P? Und das ist deren kleinste.
Diese 110MB/s sind bei hinreichend schneller I/O des angesprochenen
Systems sowohl mit SMBv2 als auch mit NFS problemlos erreichbar. Mit
SMBv1 gehts nicht (XP, Win2003, Samba bis 3.5) und mit 5K SATA HDD u.U.
auch nicht, weil nicht genug Spielraum oder sogar langsamer als das
Netz.
Frisch gemessen: 105MB/s per NFS gelesen von RAID1 aus 2 alten 7K SATAs.