Hallo, ich möchte ein Siemens Handy-Datenkabel (IP40/S30880-S5601-A810) als USB-zu-RS232 Konverter (TTL/3.3V) einsetzen. Ich habe mir das Datenblatt (Prolific PL2303H) besorgt und die Adern (RX/TX/GND) am Stecker hinter den 100 Ohm Schutzwiderständen(?) abgegriffen. Da das Zielgerät, wofür ich das Kabel eigentlich brauche, noch nicht da ist, habe ich testweise eine Loopbackverbindung aufgesetzt (RX und TX Verbunden) und (wie hätte es auch anders kommen können...) funktioniert nicht. Kurz gegoogelt und raus gefunden, dass Andere ähnliche Probleme mit dem PL2303 haben (Loopback an meinem nativen PC COM-Port funktioniert aber, Softwareproblem ist es nicht). Jetzt frage ich mich, woran das liegen könnte. TX ist direkt verbunden mit dem Ausgang (die 100 Ohm mal nicht mit gerechnet). RX hingegen liegt an einem 100kOhm Widerstand (plus ebenfalls 100 Ohm). Ein optisch und pinout-identisches Kabel (DCA-510) hat diesen 100kOhm Widerstand scheinbar nicht (hat aber einen anderen Chip - CP2101): http://pinouts.ru/CellularPhonesCables/siemens_dca-510_pinout.shtml Welche Funktion hat dieser Widerstand (100kOhm)? Kann ich den gefahrlos überbrücken? PL2303 Datenblatt: http://www.prolific.com.tw/UserFiles/files/ds_pl2303HXD_v1_4_4.pdf
Funktioniert es, wenn du in deinem Terminal Programm die Flusskontrolle ausschaltest? (Weder Hardware noch Software Flusssteuerung)
Stefan L. schrieb: > RX hingegen liegt an einem 100kOhm Widerstand Ein Widerstand ist ein zweipoliges Bauteil; womit ist denn das andere Ende des Widerstandes verbunden? Vermutlich ist der nur dafür da, bei "offenem" Stecker für einen definierten Signalpegel auf RxD zu sorgen, und damit für Ruhe, also keinem als Störzeichen empfangenem Signalschmutz. Beim Loopback wird so ein Widerstand jedenfalls nicht stören, 100 kΩ können als Pull-Up oder -Down problemlos verwendet werden.
Asd schrieb: > Funktioniert es, wenn du in deinem Terminal Programm die Flusskontrolle > ausschaltest? (Weder Hardware noch Software Flusssteuerung) Ich habe Flusskontrolle bereits abgeschaltet. Rufus Τ. Firefly schrieb: > Ein Widerstand ist ein zweipoliges Bauteil; womit ist denn das andere > Ende des Widerstandes verbunden? Der liegt in Reihe zwischen dem PL2303 und dem Ausgang. Da kommt aber noch mehr, was ich auf dem angehängten Bild eingezeichnet habe. Am Kondensator C13 geht's parallel auf die andere Seite der Platine. Da sind Status LEDs (TX/RX/Power). Und ich vermute mal, mehr wird da auch nicht gemacht. Das Zielgerät (Easybox 803 / RS232) ist mittlerweile auch da, was heißt, dass ich das Kabel gleich in der Praxis testen werde. Edit: Für den Fall, dass es auch nicht funktionieren sollte, bin ich für alle Vorschläge offen, was eine mögliche Verbesserung hervorrufen könnte (Widerstände/Diode überbrücken, Direktverbindung RXD->RX o.ä.).
Stefan L. schrieb: > Der liegt in Reihe zwischen dem PL2303 und dem Ausgang. In Reihe, also im Signalpfad -- das ist ungünstig. Dieser ganze Krempel da hat sicherlich irgendeinen Sinn, aber für die Verwendung als USB-Seriell-Wandler (mit 3.3V-Pegel) ist das alles nicht nötig. Entferne den Krempel, und geh' direkt an die Signalein- bzw. Ausgänge des PL2303. Die I/O-Spannung kannst Du über die an Pin4 (VDD_325) angelegte Spannung festlegen; wenn Du also weniger als 3.3V haben willst, ist das praktisch. Ansonsten solltest Du Pin4 mit Pin17 (VO_33) verbinden, denn der liefert 3.3V. Bedenke, daß der PL2303 an den I/O-Leitungen nicht 5V-tolerant ist.
Ich habe es am Zielgerät angeschlossen und es geht sofort, ohne Probleme. Kurios.. vielleicht ist er auf die externe I/O Spannung angewiesen oder hat irgendeinen Verpolungsschutz. Auf jeden Fall vielen Dank für die Hilfe. Sollte er dennoch zicken, weiß ich was zu tun ist. Ob die Verbindung stabil ist, sehe ich in 2 Stunden.
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