Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 42-Pin-EPROM mit 40-Pin-Gerät beschreiben?


von Markus X. (abrow)


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Guten Tag,
ich habe hier ein 27C322 EPROM welches 42 Pins hat und als Brenner einen 
TL866CS, welcher aber nur bis 40 Pins geht. Nun wollte ich fragen ob es 
eine Möglichkeit gibt die EPROMs trotzdem damit zu beschreiben.
Ich habe schon von Adaptern gelesen, die einfach Pin 1 auf Pin 1 und 2 
auf 2 etc von einem 32 oder 40 Pin Sockel legen und die restlichen 
einfach offen lassen. Irgendwie sollte es also funktionieren nehme ich 
an, nur  welchen Typ muss/kann/soll ich dann aber im beigelegten 
Programm auswählen bzw. wie finde ich da einen passenden?
Vielen Dank und MfG

von Seppi (Gast)


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Martin S. schrieb:
> 27C322 EPROM

Ist mir unbekannt.

von Thomas R. (tinman) Benutzerseite


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1- programmer prüfen ob es den 27C322 kennt

ja - adapter kaufen oder nachbauen
nein - siehe weiter

2- algo prüfen, evt. geht es ein anderes typ zu wählen
   und mit oder auch ohne zusatz elektronik brennen.

ja - machen
nein - anderes programmer hollen

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Das ist ein 16-Bit-EPROM von ST, Organisation 2 M x 16 Bit.

http://www.datasheetcatalog.com/datasheets_pdf/M/2/7/C/M27C322.shtml

Mit einem 40poligen Sockel dürfte das nicht ohne Tricks programmierbar 
sein, da es mit 21 Adress- und 16 Datenleitungen, /CS, /OE_VPP, VCC und 
2 x VSS (GND) einfach zu viele Anschlüsse hat. Das größte 40polige 
16-Bit-EPROM wird 1 M x 16 Bit Speicherkapazität haben, also genau eine 
Adressleitung weniger (und nur einen VSS-Anschluss).

Sofern der Programmierer dazu gebracht werden kann, die Devicesignatur 
zu ignorieren und einen zum EPROM passenden Algorithmus (hier: "Presto 
III") zu verwenden, kann mit einem Adapter, der die höherwertigen 
Adressleitungen auf z.B. mit DIP-Switch umschaltbare definierte Pegel 
legt, das Ding schrittweise programmiert werden, nämlich nacheinander 
als zwei EPROMs mit 1 M x 16 Bit (A20 umschaltbar) oder vier EPROMs mit 
512 k x 16 Bit (A20 und A19 umschaltbar).

von Joachim B. (jar)


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die nötigen Daten und Adressleitungen, sowie Chipselect auf dem Adapter 
verdrahten ist ja nicht das Problem, überzähliger Adressraum selektiert 
man per Hand mit pullup oder pulldown bankweise, aber der 
Programmieralgorythmus könnte einem in die Suppe spucken, wenn der nicht 
passt hätte ich keine Idee.

von Markus X. (abrow)


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Seppi schrieb:
> Martin S. schrieb:
>> 27C322 EPROM
>
> Ist mir unbekannt.

Ist ein 32Mbit EPROM das mit 5V läuft ;)

Ich meine von Haus aus wird dieser eben nicht unterstützt, deswegen 
dachte ich man nimmt einen solchen Adapter und wählt im Programm einen 
anderen Typ aus. Wenn der Typ jetzt aber nicht aufgelistet ist, welches 
Programm ist dann hier zu empfehlen? Und welchen Algo meinst du soll ich 
prüfen?
Bin da echt etwas unerfahren, sorry.

von Joachim B. (jar)


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Martin S. schrieb:
> Und welchen Algo meinst du soll ich
> prüfen?
> Bin da echt etwas unerfahren, sorry.

was Eproms angeht habe ich vor 15 Jahren damit aufgehört zu 
programmieren, ich weiss das ich am Programmer Typen wählen konnte und 
das nicht nur Daten und Adress Leitungen richtig angesteuert wurden, 
auch die PGM Leitung und die PGM Spannung, und das muss passen, vom 
Timing evtl. auch. Glücklicherweise hatte ich nur Eproms wo ich nur 
wählen brauchte aus dem Menü und weder Spannung noch Timing nachlesen 
musste.

von Markus X. (abrow)


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Die 2 Beiträge oben vor meinem hab ich vorhin irgendwie gar nicht 
gesehen, hoppla ^^
Die Devicesignaturprüfung kann in der Software abgeschaltet werden.
Vielen Dank schonmal, ich werd das heute Abend direkt mal probieren.

von Joachim B. (jar)


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Martin S. schrieb:
> Die Devicesignaturprüfung kann in der Software abgeschaltet werden.

das ist eine Sache, aber den richtigen Progr.Algo zu finden eine andere

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Joachim B. schrieb:
> das ist eine Sache, aber den richtigen Progr.Algo zu finden eine andere

Dann sieht man sich an, welche anderen EPROMs von ST mit dem Algorithmus 
"Presto III" zu programmieren sind, und ob eines von denen vom 
Programmiergerät unterstützt wird.

Wenns keins gibt, muss man sich den Algorithmus selbst ansehen (ist im 
von mir verlinkten Datenblatt des EPROMs zu finden) und einen anderen, 
möglichst ähnlichen eines anderen EPROM-Herstellers verwenden. Sofern 
der Algorithmus nicht ganz massiv abweicht, sollte das kein Problem 
sein.

von Amateur (Gast)


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Wahrscheinlich spielt die originale Software nicht mit.

Die eingebaute Hardware hat mit Sicherheit keine Reserve, für Pin 41 und 
42.

Also ist das Problem auch nicht mit einer Hucke-Pack-Platine lösbar.

Im Sonderfall, also bei gleichem Timing und so, könntest Du 1/4 der 
Kapazität programmieren. Darüber hinaus wird es aber sehr kreativ.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Amateur schrieb:
> Also ist das Problem auch nicht mit einer Hucke-Pack-Platine lösbar.

Doch, ist es, wie bereits beschrieben, indem ein anderes Eprom 
geringerer Kapazität programmiert wird, das den gleichen (oder einen 
ähnlichen) Programmieralgorithmus verwendet, und indem die überzähligen 
Adressleitungen mit Schaltern o.ä. auf definierte Pegel gelegt werden.

Dann muss halt --je nach Anzahl der Adressleitungen-- das EPROM in zwei 
oder vier Schritten programmiert werden.

von Michael W. (Gast)


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Mein Batronix BX48 kann den... ;-)

von Markus X. (abrow)


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Michael W. schrieb:
> Mein Batronix BX48 kann den... ;-)

Kannte ich bis eben nicht aber der liegt wohl leider doch eher außerhalb 
meines Budgets ;)
Ich habs nun über den M27C801 mal getestet und beim Schreiben kam 
zumindest mal keine Fehlermeldung. Sind bisher auch nur Zufallszahlen in 
den untersten Bereich geschrieben, die beim Auslesen auch wieder 
auftauchen, sprich es sollte funktionieren (mit Presto II Algorithmus).
Weitere Experimente folgen, das Endergebnis wird dann bekannt gegeben :D

von Michael W. (Gast)


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Den gibts bei Reichelt für 404,- statt für 497,- direkt von Batronix... 
ist aber auch noch nicht geschenkt - bin aber sehr zufrieden mit dem 
Teil (hab noch den BX48 Batego I).

von Georg (Gast)


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Martin S. schrieb:
> sprich es sollte funktionieren (mit Presto II Algorithmus)

Laut Datenblatt sollte Presto III verwendet werden. Einen anderen zu 
nehmen bedeutet ein Risiko, dass die Speicherdauer nicht so ist wie 
erwartet, leider stellt sich das erst nach Monaten oder Jahren heraus.

Georg

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Georg schrieb:
> Einen anderen zu nehmen bedeutet ein Risiko, dass die Speicherdauer
> nicht so ist wie erwartet

Ja. Allerdings kann man sich auch mal die Unterschiede zwischen Presto 
II und Presto III ansehen; das dürfte nicht so dramatisch sein wie der 
Unterschied zwischen Presto III und dem klassischen 50msec-Braten, wie 
man es zu Zeiten des 2716 angewandt hat.

von Markus X. (abrow)


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Das Problem war dass alle anderen im Programm gelisteten ST EPROMs 
Presto II (oder ich was ganz anderes) nutzen. Ich probiers jetzt einfach 
mal damit. Nach Jahren fällts mir evtl nichtmal mehr auf :D

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