Hallo Leute,
ich habe ein interessantes Problem: für eine "optisch ansprechende"
Konstruktion soll ich einen Kopfhörerausgang auf eine Glasscheibe bauen
und dabei sollen natürlich keine Kabel sichtbar sein. Das lässt sich
auch mit leitfähigen Folien realisieren, jedoch hat die Folie einen
nicht unerheblichen Widerstand. An der Buchse sollen verschiedene
Kopfhörer ausprobiert werden können, d.h. es ist auch noch mit
unterschiedlichen Impedanzen zu rechnen.
Ich stehe nun vor dem Problem dieses variablen Spannungsteilers aus
Leitung und Kopfhörer und auch vor dem Problem, dass nicht dem einen
Benutzer die Ohren weg fliegen und der andere hört nur ein leises
Tönchen. An der Konstruktion gibt es keine Einstellmöglichkeit für die
Lautstärke.
Ich suche nun also nach einem Verstärker, der hierfür möglichst gut
geeignet ist. Zu allem Überfluss sollte es sich auch noch um ein fertig
verfügbares Gerät handeln, selber Löten wäre zwar denkbar, ist aber
nicht unbedingt erwünscht.
Ich bin für alle Hinweise dankbar.
Kein Kabel, aber dafür eine elektrisch und optisch schäbige Folie?
Schauderhaft!
Was du da alles haben willst, braucht sowieso etwas Elektronik:
- Stromquellenschaltung in vernünftiger Audio-Qualität.
Von dort aus eine optisch ansprechende Zuleitung ausdenken!
Phantasie und gute Verarbeitung wirkt immer!
Musikus schrieb:> Ich suche nun also nach einem Verstärker, der hierfür möglichst gut> geeignet ist. Zu allem Überfluss sollte es sich auch noch um ein fertig> verfügbares Gerät handeln, selber Löten wäre zwar denkbar, ist aber> nicht unbedingt erwünscht.
Schau dir mal den LittleDot MK-IV-SE an ...
Mit einem geschickt gewählten Vorwiderstand zwischen Endstufe und
Kopfhörer bleibt die Leistung im Kopfhörer in einem weiten Lastbereich
halbwegs konstant, siehe Anhang. Der Wirkungsgrad der Kopfhörer wird
damit natürlich nicht berücksichtigt.
Wenn der Widerstand der Folie nicht schon ausreicht, einen passenden
Widerstand vorschalten und irgendeine herumstehende Endstufe, die ein
paar V schafft, nehmen.
>- Stromquellenschaltung in vernünftiger Audio-Qualität.
Besser den Widerstand der Folien in die Gegenkopplung des Verstärkers
einbeziehen, dann kann an der Kopfhörerbuchse ein sehr geringer
Quellwiderstand realisiert werden - so, wie es sein sollte.
Hallo Forum,
ganz genau! Kopfhörer und Lautsprecher werden im Normalfall mit
eingeprägter Spannung betrieben. Darauf sind sie abgestimmt. Wenn man
sie stattdessen mit eingeprägtem Strom betreibt (also einer hochohmigen
Quelle), so werden die Eigenresonanzen des Systems nur noch mechanisch
gedämpft. Der Klang wird "anders".
Nun stellt sich natürlich die Frage, wie man die am Kopfhörer wirksame
Spannung zu Gegenkopplungszwecken abgreifen kann, wenn die beiden
stromliefernden Leiter davor einen erheblichen und - wegen der komplexen
Last - unkonstanten Spannungsabfall erzeugen.
Die Antwort ist die 4-Leiter-Technik. Man braucht also zwei
"Sense"-Leitungen, die direkt am KH-Anschluss angeklemmt sind. Das
Signal dieser Fühler-Leitungen muss hochohmig mit einem
Differenzverstärker abgetastet und dann als Gegenkopplungssignal im
Verstärker genutzt werden.
Hab ich das halbwegs verständlich ausgedrückt? Sonst bitte nachfragen.
VG
Fred
Danke Fred, das ist schon verständlich ausgedrückt. Die Frage ist nur
woher nehme ich so ein Gerät? Verstärker mit Sense-Leitung kenne ich nur
für große Leistungen, nicht jedoch als Kopfhörerverstärker.
Prinzipiell verstehe ich das einigermaßen, jedoch bin ich 1. in der
Analogwelt nicht sooo bewandert und 2. weiß ich wie lang der Weg vom
Prinzip zu einem echten, funktionsfähigen Gerät ist.
Wenn du mir jetzt mal eine Hausnummer nennst was die Entwicklung für so
ein Gerät kostet und was dann ein Verstärker selber kostet (wenn ich
sagen wir mal 10 Stück nähme), dann kann ich das mal an meinen Chef
weiterleiten. Momentan geht es hier nur um die Realisierbarkeit und die
Kosten.
Danke
Jobst M. schrieb:> Dann muss Dir der Fred nur noch erklären, wie Du dieses Prinzip mit> einem Kopfhöreranschluss mit gemeinsamer Masse anwendest ...> Gruß> Jobst
Hallo Jobst,
das ist allerdings ein hochberechtigter Einwand, wenn man an Stereo
denkt.
Ich las jedoch den Startbeitrag und in dem stand "ein Kopfhörerausgang".
VG
Fred
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