Ersatz für UD880 CPU

#255594
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Du kannst JEDEN U880 (UA880, UB880) oder V880 bzw. JEDEN Z80 Prozessor
als Ersatz verwenden. Nach meiner Kenntnis war der UD880 eine 2. Wahl
CPU mit geringerer Taktfrequenz für Bastlerzecke und kann natürlich
durch bessere Typen ersetzt werden. 880/Z80 sind elektrisch sowie pin-
und befehlssatzkompatibel.

eBill
Gast #255595
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Ich denke auch, daß das ein Z80 kompatibles Teil war. Der "normale"
Z80 wird aber auch schon so langsam immer seltener und ist womöglich
auch abgekündigt. Als Ersatz gibts z.B. den 84015, das ist eine Z80
CPU, CTC, PIO und SIO in einem Gehäuse. Das Ding verbaue ich seit
vielen Jahren (im Z80-mini-Emuf).

Gruß Thomas
Gast #255596
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hallo, ja das solche cpus selten werden ist echt schade. vorallem weil
es so für einsteiger immer schwieriger wird. es gibt bestimmt genug
leute (da zähl ich mich dazu) die µCOMS verbauen, aber null ahnung
haben was da eigentlich passiert. und wenn mann in 10 jahren als
bastler mit nem arm9 anfangen muss hat man doch sehr wenig chancen zu
lernen.  Ich werde mit gleich mal zwei drei z80 bestellen...
Hatte irgendwo mal gelesen das der z80 nen bug haben soll den der ddr
chip nicht hatte.
Gast #255602
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"hat jmd schonmal einen rechner nachgebaut mit z80 cpu?"

Ja hab ich. Zu DDR-Zeiten einen Schneider CPC 464 überwiegend mit
DDR-Bauteilen.
Heutzutage nutze ich einen Z80 IP-Core(T80) in einem FPGA.

Ich kann mich auch schwach erinnern, daß es da einen Unterschied
zwischen Z80 und U880 in der Daisychain für die Interruptprorisierung
gegeben haben soll.

Viele Grüße
TobiFlex
Gast #255605
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Was die absolute Baugleichheit angeht: Vom Chip ja, aber die Abmessungen
aller Ost-DDR-Gehäuse sind anders: 2.5mm Raster anstatt 2.54mm. Einen 40
Pinner im 2.54er West-Raster bekommt man so nur noch schwer in
DDR-Fassungen.

Das war eines der bescheuertsten Entscheidungen in der damaligen DDR,
eben nicht das Zollmaß zu verwenden, was aus dem bösen Westen kam. Die
haben sich damit oft ein Eigentor geschossen, weil in Geräten auch
viele West-Chips verbaut werden mussten, entweder weil man bestimmte
Teile gar nciht herstellen konnte oder weil man wieder
Herstellungsengpässe hatte.
Gast #255607
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siehs doch mal positiv ;)
die waren alle der Zeit voraus, die modernen SMD-Chips sind fast alle
metrisch.

Es gibt mehrere Z80-Nachfolger mit Peripherie on Board:
- HD64180
- Toshiba

Trotzdem ich damals sehr viel Z80 gemacht habe: jetzt würd' ich
nimmer! Es sind einfach 30 Jahre vergangen, und die haben einiges an
Verbesserungen (Flash, ISP) gebracht, welche das Leben (Löten) viel
einfacher machen, diese sollte man auch nutzen.

Dennoch kann man damit viel lernen!
Der Schneider CPC und auch der Olympia Olytext20 (hab ich
noch)(http://www.computer-archiv.de/comp0059.htm) laufen unter CP/M,
für das es z.B. auch ein Turbo-Pascal gibt.

Literatur:
http://www.z80.info/z80lives.htm
http://www.z80.info/z80lit.htm
http://www.oldbits.de/sammlung/other.htm
http://www.computer-archiv.de
google findet Unmengen an Daten und Projekten
Gast #255609
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Jetzt muß ich mal ein bischen angeben.
Die obere Lochrasterplatine ist der erwähnte CPC Nachbau von 1985 mit
U880. Die untere Lochrasterplatine entstand 20 Jahre später. On Board
ein Z80(Z84C0010), ein ATMEGA162 und ein Acex FPGA. Natürlich auch ein
CPC-Nachbau. Der ATMEGA configuriert den FPGA mit Daten von der
SD-Karte. Der 50 pol. Anschluß ist natürlich CPC kompatibel.
Angehängte Dateien:
Gast #255610
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An der unteren Platine ist vielleicht noch interessant, daß ich den FPGA
auch über JTAG konfigurieren kann. Den Altera Byteblaster nehme ich auch
zum Programmieren des ATMEGA. Der JTAG-Anschluß von Altera hat aber eine
andere Belegung als von ATMEL. Also nie den Altera Byteblaster für ein
AVR-Board nehmen!!! Aber wenn man die Pins richtig beschaltet klappt es
sehr gut.
Gast #255611
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gleich mal meine Z80-Kiste rausgeholt:
8xMK3885 (4MHz SIO Mostek)
6xZZ8440A (SIO Zilog)
2xZ8410A (DMA Zilog)
5xD71055 (PIO NEC)
3xD8255 (NEC)
1x80A-CPU (MME)
1x80A-DMA (MME)
1xTMP84C40 (Toshiba)
1xZ80B SIO (SGS)
Z80B CPU (ST)
1xD780 (NEC, CPU?)
1xTMP84C00A 6MHz Toshiba
1xZ80B CTC (Zilog)


1xD80C48, 1x65SC02P-1 (gehört wohl nicht ganz dazu :-)

wer was brauchen kann: kostet das Porto. Ich brauch die bestimmt nie
wieder, aber wegschmeissen bringe ich auch irgendwie nicht übers Herz.
#255614
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Das Zoll-/metrisch-Problem bei DIL-40 könnte man durch eine metrische
IC-Fassung entschärfen ... keine Sockel mit Präzisionskelchkontakten,
sondern die Sorte mit Federkontakten mit Toleranzausgleich in
Längstrichtung.
Die Beschaffung einer metrischen DIL-40-Fassung könnte allerdings auch
ein Problem sein.

Apropos Selbstbau-Rechner mit Z80 ... ich habe verschiedene Nachbauten
des Sinclair ZX Spectrum selbst gebaut, sah etwa so aus (nicht mein
Bild): http://www.robotron-net.de/images/eigenb/spectral.jpg . Das
waren schöne Bastelprojekte rund um den Specci! Wegen dem U880 gab es
im ganzen Ostblock (CZ, PL, RU ...) eine rege Selbstbauszene.


eBill
Gast #255616
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moin,

oh waren das Zeiten, meine erste RAM-Disk (aus 1985) habe ich noch im
Schrank liegen, stolze 512KB, aufgebaut mit 64 (!) Stück U2164.
Heute nimmt man dafür EINEN 628512, da macht das "bauen" schon fast
keinen Spass mehr.
Damals konnte ich noch fließend U880 sprechen....

Guten Nacht.
Gast #255617
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@TriccyMan
"Damals konnte ich noch fließend U880 sprechen...."

Das verlernt man nicht. Damals konnte ich auch alles auswendig. Das war
dann manchmal so, daß ich Nummernschilder in Mnemonics gelesen habe :-)
Dachte auch ich hätte alles vergessen. Aber seit zwei Jahren mache ich
ab und an wieder was mit dem Z80 uns es ist mir fast alles wieder
eingefallen.
Den AVR hingegen kann ich nur in C Programmieren. Das Neue zu lernen
ist etwas schwieriger als alte Sachen aufzufrischen.
Andererseits die ganze FPGA-Geschichte fiel mir wieder sehr leicht.
Aber bestimmt nur weil mir der Z80 dabei geholfen hat. Denn mein erstes
größeres FPGA-Projekt war ein RISC der mit ROM-Unterstützung auch z80
kann. Der braucht ca. 400LC's und passt in einen Flex 10K10.
Gast #255618
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hey da hab ich ja wieder was losgetreten, grins.
Meint ihr der lc80 ist gut zum lernen? oder soll ich lieber was
groesseres bauen, mit evtl anschluss fuer TV?

Hat schonmal jmd einen KC85 oder KC87 nachgebaut oder wurden mehr
west-computer gebaut?
Gast #255621
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Hallo Z80-Fans (und nicht Fans),
es gibt ja diese Z80-Chips, auf denen schon viel integriert ist.
Gibt es einen, der so leicht in Betrieb zu nehmen ist, wie ein
Mikrocontroller? Mit internem OSC, RAM und Flash, oder so, damit es
kein Kuchenblech wird. Hat jemand eine Empfehlung, die einfach zu
beschaffen ist (Reichelt, Segor, andere)?

Vielen Dank und Grüße

Quark
Gast #255622
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@Jens
"woher beziehst Du die Altera FPGA's"
Ich hab da auch keine Quelle. Meine ersten FPGAs habe ich ersteigert.

"Gibts das AVR-Programm für die FPGA-Konfiguration irgendwo zum
nachnutzen?"
Bis jetzt hat noch keiner nach gefragt. Aber wenn da Interesse besteht
-  kein Problem. Ich muß mir bloß überlegen wo es hingehört. Hier rein
oder in die programmierbare Logik???

TobiFlex
Gast #255623
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@Tobiflex:
"Ich hab da auch keine Quelle. Meine ersten FPGAs habe ich
ersteigert."
Ich wuerde mich auch gerne etwas mit FPGA's beschaeftigen
und gerade die ACEX-Teile scheinen mir da wegen der
5V-Kompatibiltaet interessant. Wenn man sich allerdings
umschaut findet man eigentlich nur Quellen fuer Xilinx.

"Bis jetzt hat noch keiner nach gefragt."
Also hier ist die Frage ;-). Ich ueberlege ob man auf diesem
Weg nicht generell die Programmierung erledigen koennte. Evtl.
eine Schnittstelle vom AVR zum PC einbauen und man braeuchte
dann kein extra Programmierkabel mehr.

Jens
Gast #702972
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Hallo, ich muss dieses topic nochmal zum leben erwecken =)

weiss noch jemand die pinbelegung bzw die richtige art, einen u2164d 
anzusprechen? ich habe hier hunderte davon, und bevor ich sie entsorge 
will ich ein wenig basteln damit...

wäre super, danke!

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