Hi, ich glaube, es handelt sich bei meiner Frage eigentlich um eine, die relativ einfach zu beantworten sein sollte. Irgendwie finde ich aber weder durch einfaches Googlen, noch in den Datenblättern oder im ST Support Forum eine zufriedenstellende Antwort. Vielleicht suche ich auch nur nach den falschen Begriffen, dann wäre ich für Hilfe in der Hinsicht dankbar. Es geht um Folgendes: Ich will ein Design mit einem STM32F2xx-Controller entwerfen und habe mich gefragt, ob ich den 32,768kHz-Quarz einsparen kann. Ich habe nicht vor, den RTC, Backup-Register oder Backup-SRAM zu nutzen (wofür laut Datenblatt S.28 der Quarz da ist). Ich vermute mal ganz stark, dass ich ihn weglassen kann, da auf S.89 steht: "The low-speed external (LSE) clock can be supplied with a 32.768 kHz crystal/ceramic resonator oscillator.", besonderes Augenmerk dabei auf das Wörtchen 'can'. Allerdings finde ich nirgendwo Infos darüber, ob dieser Takt trotzdem irgendwie notwendig sein kann. Außerdem gibt es keine Infos, was ich mit den Pins machen soll, wenn ich keinen Quarz anschließe. Offen lassen halte ich für eine schlechte Idee, da ja zumindest ein Pin ein Input ist. Kann/Sollte ich diese dann auf High oder Gnd legen? Vielleicht hat ja jemand eine schnelle Antwort parat oder kann mich an die richtige Stelle verweisen, wo ich diese selbst finden kann. Danke im Voraus, Julius
Julius schrieb: > habe > mich gefragt, ob ich den 32,768kHz-Quarz einsparen kann ja, kannst du > Allerdings finde ich nirgendwo Infos darüber, ob dieser Takt trotzdem > irgendwie notwendig sein kann. Du kannst die RTC auch über interne clocks treiben. wenn du also nichts hypergenaues brauchst, lass erstmal den externen LSE weg und nutze im notfall einen der internen... falls dir doch noch auffallen sollte, dass du den noch brauchst. Ansonsten durchsuche das manual nach RTCCLK und schau wo das überall ne rolle spielt. Ich denke es betrifft nur die RTC. > Außerdem gibt es keine Infos, was ich mit > den Pins machen soll, wenn ich keinen Quarz anschließe. Offen lassen > halte ich für eine schlechte Idee, da ja zumindest ein Pin ein Input > ist. Kann/Sollte ich diese dann auf High oder Gnd legen? Offen lassen ist gar nicht so schlecht. es kann dann nichts schief laufen, egal ob die pins als OUT oder IN konfiguriert sind (im IN fall liegt dann eben ein undefiniertes signal an, was ja nicht schlimm ist). oder nutze doch die pins als weitere GPIOs.
Dankesehr für die Infos, dann werde ich die Pins einfach offen lassen. Damit spare ich mir dann ein paar Bauteile, die ja hinterher eh wahrscheinlich ungenutzt wären!
Ch. Kim schrieb: > es kann dann nichts schief > laufen, egal ob die pins als OUT oder IN konfiguriert sind (im IN fall > liegt dann eben ein undefiniertes signal an, was ja nicht schlimm ist). Dem ist leider nicht so. Suche mal nach "floating pin" oder so. Das führt bzw. kann zu exzessivem Stromverbrauch führen. Dafür gibt es aber den pull-up, der üblicherweise auch standardmäßig aus genau diesem Grund aktiviert ist.
Naja "exzessiv" ist relativ. Interessant wird das praktisch nur wenn der Controller Batteriebetrieben wird und man ihn daher überwiegend schlafen läßt. Dann trägt jeder floatende Pin mit einigen zehn µA zur Stromaufnahme bei. Sonst natürlich auch aber bei einigen zehn mA "active current" fällt das nicht auf.
Mit der Betriebsart "Analog" fuer die STM GPIO Pins wird der Eingangsinverter stillgelegt und zieht keinen Querstrom. Deshalb ist der Defaultwert bei den STM32L0 Teilen auch "11" (Mode Analog) im Moderegister. Floatende Pin also ggf als "analog" oder "pull-up|down" im Moderegister versehen.
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