Step Up Spannung bricht ein

Gast #3864779
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Hallo Leute,

auf den Bildern ist mein erster Step-Up Regler und leider habe ich 
Probleme damit. Die Eingangsspannung beträgt 6V und im Leerlauf kommt 
die Ausgangsspannung auf die gewünschten 12V. Das Problem: Bereits bei 
einer hochohmigen Last bricht die Spannung auf unter 1V ein. Genau 
gesagt genügt ein 820 Ohm Widerstand. Das wären gerade mal 14mA, wo die 
Schaltung doch eigentlich 600mA liefern können soll.
Ich kenne mich leider nicht so gut aus mit Schaltreglern und weiß nun 
gar nicht, wo ich das Problem suchen soll.

Die Spule ist eine aus der Schublade. Die Induktivität und die Bauform 
stimmen, aber der Innenwiderstand ist vermutlich etwas geringer als bei 
der im Datenblatt vorgesehenen.

Die Diode ist auch irgendeine Schottky-Diode aus der Schublade.

die Kondensatoren sind 0805 Keramik-Kondensatoren.

Könnte eines der Bauteile das Problem sein, oder wird es eher am Layout 
liegen?

Ich hoffe jemand hat einen Tipp für mich :)

Viele Grüße
Georg
Angehängte Dateien:
#3864794
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Georg schrieb:
> Die Spule ist eine aus der Schublade.
> Die Diode ist auch irgendeine Schottky-Diode aus der Schublade.
> die Kondensatoren sind 0805 Keramik-Kondensatoren.

Welch erschöpfende Beschreibung.

> Könnte eines der Bauteile das Problem sein,

Ich sag mal: ja. Damit mit bin ich mindestens so präzise wie du. ;-)

Kurze Suche legt nahe, dass der Switcher mit 1,2MHz arbeitet. Was für 
den Anfang kein Pappenstiel ist. Wär schon gut, wenn die Spule bei 
dieser Frequenz auch noch als Speicherdrossel taugt.
Gast #3864847
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Tut mir Leid, dass ich zu meinen Bauteilen nicht mehr sagen kann. Aber 
ihr habt mir ja trotzdem helfen können. Danke für die Antworten! :)
Ich werde erstmal probieren, die richtigen Bauteile zu besorgen. 
Vielleicht komme ich ja um ein neues Layout herum.

A. K. schrieb:
> Wär schon gut, wenn die Spule bei
> dieser Frequenz auch noch als Speicherdrossel taugt.
Hierzu habe ich eine Verständnisfrage. Meine Drossel soll doch 
eigentlich nicht in Sättigung geraten. Und je höher die Frequenz, umso 
unwahrscheinlicher wird es doch, dass die Sättigung erreicht wird. Also 
müsste mir die höhere Frequenz bei der Spule doch entgegenkommen. Oder 
habe ich da was falsch verstanden? Auf welche Eigenschaften sollte ich 
bei der Spule achten, falls ich die empfohlene nicht beschaffen kann?
Gast #3864965
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Moin,
sind wohl zuviele Theoretiker hier die sich um die Induktivität kümmern 
und den Text nicht lesen.
1V am Ausgang?
Selbst wenn man den Switcher weglässt müssen da einiges mehr als 1V 
rauskommen.
Da fällt ein wenig Spannung an der Spule ab und ein wenig an der Diode.

Entweder die Spule hat extrem hohen Widerstand oder die Diode ist 
defekt.

Oder die Diode ist falsch rum drin.
Grüße
Gast #3864973
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Moin,
der Switcher wird schon an der Spule ziehen und die parasitären C werden 
auch etwas Spannung auf die andere Seite bringen.

@ Georg, ist das Layout auf BOT?
Weil wenn es auf TOP wäre, dann wäre das IC falsch angeschlossen.
Grüße
Gast #3865084
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Wer lesen könnte wäre klar im Vorteil gewesen:
SHDN (Pin 4):
Shutdown Pin. Tie to 1.8V or more to enable
device. Ground to shut down. This pin also provides a soft-
start function; see Applications Information section.

Übrigens steht da noch mehr z.B. VIEL GND und was zu Spulen und Dioden 
und ein Layout gibts auch noch. Ist die Copy-Paste-Taste kaputt gegangen 
?
Gast #3865088
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Das Ding ist doch total falsch angeschlossen.

Lt. Datenblatt:
1
         +----+
2
(1) SW  -|    |- (5) V_IN 
3
         |    |
4
(2) GND -|    |
5
         |    |
6
(3) FB  -|    |- (4) SHDN_N
7
         +----+

Ausserdem empfiehlt es sich SHDN_N mit V_IN zu verbinden, und nicht 
einfach offen zu lassen.
Gast #3871553
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Hallo ihr alle,

vielen Dank für die ganzen Nachrichten! Das ist mir jetzt wirklich 
peinlich. Ich hätte erwähnen müssen, dass das Layout in Bottom Ansicht 
war. Die Pinbelegung ist also korrekt. genauso hätte ich erwähnen 
müssen, dass ich bei der Inbetriebnahme bereits gemerkt habe, dass ich 
den SHDN-Pin hätte anschließen müssen. Auf meiner Platine habe ich also 
einen Draht zwischen Pin 4 und Pin 5 gezogen. Erst dann standen die 12V 
am Ausgang auch an.

346623574 schrieb:
> Selbst wenn man den Switcher weglässt müssen da einiges mehr als 1V
> rauskommen.
Guter Punkt! Ich muss nachher nochmal kontrollieren, ob die 
Versorgungsspannung auch einbricht. Wenn nicht, messe ich, wo ich die 
Spannung "verliere".

Ich könnte mich auch wirklich ohrfeigen, dass ich das Datenblatt nicht 
sorgfältig gelesen habe und das vorgeschlagene Layout übersehen habe. 
Das habe ich jetzt nachgeholt. Ich werden berichten, ob ich es trotz 
verkorkstem Layout noch in den Griff bekommen habe.

Grüße
Georg
Gast #3880227
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Hallo nochmal,

ich habe nun eine neue Diode (schottky, 3A) und Spule (33µH, 2A) 
eingebaut und es funktioniert! :D
Die Induktivität ist fast um den Faktor 10 größer, als es nötig gewesen 
wäre, aber die Bauform ist trotzdem klein genug.
Interessant finde ich, dass die Spannung im Leerlauf bei 11,5V liegt und 
unter Last (Lüfter mit Freilaufdiode) auf 12,5V steigt. Aber das stört 
mich nicht. Hat jemand eine Erklärung dafür?
Ich entschuldige mich nochmal für die blöden Fragen, die sich durch 
etwas sorgfältigeres Datenblatt-Lesen erübrigt hätten.

Vielen Dank an alle!
Gast #3881177
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Die ausgelötete Diode scheint ok zu sein. Die ausgelötete Spule hat 
etwas über 20 Ohm. Das kann ja nicht sein. Ich weiß aber nicht, wie es 
dazu kam. Sicher ist nur, dass es mit anderer Spule funktioniert.
Gast #3881202
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Georg schrieb:
> Interessant finde ich, dass die Spannung im Leerlauf bei 11,5V liegt und
> unter Last (Lüfter mit Freilaufdiode) auf 12,5V steigt. Aber das stört
> mich nicht. Hat jemand eine Erklärung dafür?


Was nun: Stört oder nicht?

Mich würde das stören und dazu veranlassen, mal nach der Ursache zu
suchen.

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