Hallo Leute,
auf den Bildern ist mein erster Step-Up Regler und leider habe ich
Probleme damit. Die Eingangsspannung beträgt 6V und im Leerlauf kommt
die Ausgangsspannung auf die gewünschten 12V. Das Problem: Bereits bei
einer hochohmigen Last bricht die Spannung auf unter 1V ein. Genau
gesagt genügt ein 820 Ohm Widerstand. Das wären gerade mal 14mA, wo die
Schaltung doch eigentlich 600mA liefern können soll.
Ich kenne mich leider nicht so gut aus mit Schaltreglern und weiß nun
gar nicht, wo ich das Problem suchen soll.
Die Spule ist eine aus der Schublade. Die Induktivität und die Bauform
stimmen, aber der Innenwiderstand ist vermutlich etwas geringer als bei
der im Datenblatt vorgesehenen.
Die Diode ist auch irgendeine Schottky-Diode aus der Schublade.
die Kondensatoren sind 0805 Keramik-Kondensatoren.
Könnte eines der Bauteile das Problem sein, oder wird es eher am Layout
liegen?
Ich hoffe jemand hat einen Tipp für mich :)
Viele Grüße
Georg
Georg schrieb:> Die Spule ist eine aus der Schublade.> Die Diode ist auch irgendeine Schottky-Diode aus der Schublade.> die Kondensatoren sind 0805 Keramik-Kondensatoren.
Welch erschöpfende Beschreibung.
> Könnte eines der Bauteile das Problem sein,
Ich sag mal: ja. Damit mit bin ich mindestens so präzise wie du. ;-)
Kurze Suche legt nahe, dass der Switcher mit 1,2MHz arbeitet. Was für
den Anfang kein Pappenstiel ist. Wär schon gut, wenn die Spule bei
dieser Frequenz auch noch als Speicherdrossel taugt.
Bei den 1,2MHz solltest du dich an den Layoutvorschlag im Datenblatt
halten.
Das L sollte auch für die Frequenz geeignet sein und ob die Diode aus
der Bastelkiste schnell genug ist?
Tut mir Leid, dass ich zu meinen Bauteilen nicht mehr sagen kann. Aber
ihr habt mir ja trotzdem helfen können. Danke für die Antworten! :)
Ich werde erstmal probieren, die richtigen Bauteile zu besorgen.
Vielleicht komme ich ja um ein neues Layout herum.
A. K. schrieb:> Wär schon gut, wenn die Spule bei> dieser Frequenz auch noch als Speicherdrossel taugt.
Hierzu habe ich eine Verständnisfrage. Meine Drossel soll doch
eigentlich nicht in Sättigung geraten. Und je höher die Frequenz, umso
unwahrscheinlicher wird es doch, dass die Sättigung erreicht wird. Also
müsste mir die höhere Frequenz bei der Spule doch entgegenkommen. Oder
habe ich da was falsch verstanden? Auf welche Eigenschaften sollte ich
bei der Spule achten, falls ich die empfohlene nicht beschaffen kann?
Bloss dass Spulen je nach konkretem Aufbau mit steigender Frequenz immer
weniger Spule sind. Eisenpulverkerne lachen dich bei 1,2MHz aus, manche
schon bei 100kHz.
Moin,
sind wohl zuviele Theoretiker hier die sich um die Induktivität kümmern
und den Text nicht lesen.
1V am Ausgang?
Selbst wenn man den Switcher weglässt müssen da einiges mehr als 1V
rauskommen.
Da fällt ein wenig Spannung an der Spule ab und ein wenig an der Diode.
Entweder die Spule hat extrem hohen Widerstand oder die Diode ist
defekt.
Oder die Diode ist falsch rum drin.
Grüße
346623574 schrieb:> Selbst wenn man den Switcher weglässt müssen da einiges mehr als 1V> rauskommen.
Da ist was dran. ;-)
Aber wie kriegst du mit verdrehter Diode im Leerlauf 12V?
Moin,
der Switcher wird schon an der Spule ziehen und die parasitären C werden
auch etwas Spannung auf die andere Seite bringen.
@ Georg, ist das Layout auf BOT?
Weil wenn es auf TOP wäre, dann wäre das IC falsch angeschlossen.
Grüße
346623574 schrieb:> der Switcher wird schon an der Spule ziehen und die parasitären C werden> auch etwas Spannung auf die andere Seite bringen.
Die von der verdrehten Diode anschliessend wieder zurück transportiert
wird. Nope, das haut nicht hin.
Wer lesen könnte wäre klar im Vorteil gewesen:
SHDN (Pin 4):
Shutdown Pin. Tie to 1.8V or more to enable
device. Ground to shut down. This pin also provides a soft-
start function; see Applications Information section.
Übrigens steht da noch mehr z.B. VIEL GND und was zu Spulen und Dioden
und ein Layout gibts auch noch. Ist die Copy-Paste-Taste kaputt gegangen
?
Hallo ihr alle,
vielen Dank für die ganzen Nachrichten! Das ist mir jetzt wirklich
peinlich. Ich hätte erwähnen müssen, dass das Layout in Bottom Ansicht
war. Die Pinbelegung ist also korrekt. genauso hätte ich erwähnen
müssen, dass ich bei der Inbetriebnahme bereits gemerkt habe, dass ich
den SHDN-Pin hätte anschließen müssen. Auf meiner Platine habe ich also
einen Draht zwischen Pin 4 und Pin 5 gezogen. Erst dann standen die 12V
am Ausgang auch an.
346623574 schrieb:> Selbst wenn man den Switcher weglässt müssen da einiges mehr als 1V> rauskommen.
Guter Punkt! Ich muss nachher nochmal kontrollieren, ob die
Versorgungsspannung auch einbricht. Wenn nicht, messe ich, wo ich die
Spannung "verliere".
Ich könnte mich auch wirklich ohrfeigen, dass ich das Datenblatt nicht
sorgfältig gelesen habe und das vorgeschlagene Layout übersehen habe.
Das habe ich jetzt nachgeholt. Ich werden berichten, ob ich es trotz
verkorkstem Layout noch in den Griff bekommen habe.
Grüße
Georg
Hallo nochmal,
ich habe nun eine neue Diode (schottky, 3A) und Spule (33µH, 2A)
eingebaut und es funktioniert! :D
Die Induktivität ist fast um den Faktor 10 größer, als es nötig gewesen
wäre, aber die Bauform ist trotzdem klein genug.
Interessant finde ich, dass die Spannung im Leerlauf bei 11,5V liegt und
unter Last (Lüfter mit Freilaufdiode) auf 12,5V steigt. Aber das stört
mich nicht. Hat jemand eine Erklärung dafür?
Ich entschuldige mich nochmal für die blöden Fragen, die sich durch
etwas sorgfältigeres Datenblatt-Lesen erübrigt hätten.
Vielen Dank an alle!
Die ausgelötete Diode scheint ok zu sein. Die ausgelötete Spule hat
etwas über 20 Ohm. Das kann ja nicht sein. Ich weiß aber nicht, wie es
dazu kam. Sicher ist nur, dass es mit anderer Spule funktioniert.
Georg schrieb:> Interessant finde ich, dass die Spannung im Leerlauf bei 11,5V liegt und> unter Last (Lüfter mit Freilaufdiode) auf 12,5V steigt. Aber das stört> mich nicht. Hat jemand eine Erklärung dafür?
Was nun: Stört oder nicht?
Mich würde das stören und dazu veranlassen, mal nach der Ursache zu
suchen.