Hallo zusammen, ich hoffe, dass ich hier nicht unbedingt im falschen Tread bin... Kurz zum fachlichen, ich bin Industrieelektroniker, Berufserfahrung 25 Jahre. Ich weiß sehr gut wie ein Netzteil aufgebaut sein muß, wie die Schutzleiterverkabelung in einem Metallgehäuse aussehen muß. Wärend meiner Arbeit führe ich ständig Sicherheitsmessungen durch. Ableitströme, Schleifenwiderstand, Isolationsmessungen, FI-Messungen, doppelte Absicherung, doppelte Isolation usw.... Ich war früher bereits selbständig, ich weiß auch hier wie das funktioniert und was zu beachten ist. Meine Frage nun, hat hier jemand einen Link oder einen Hinweis, wo ich die gesetzlichen Bestimmungen zu den beruflichen Voraussetzungen finde. Meister, kein Meister, Techniker, kein Techniker. Online bei den Kammern finde ich nichts. Mein Vorhaben sind Festspannungsnetzteile im "Nebengewerbe". 230Volt rein und 9V raus. Ich war früher schon einmal bei der Kammer vorstellig. Dabei ging es aber um kleine Geräte im Musikerbereich. Spannungsversorgung erfolgte über 9V Blockbatterie. Ich hatte sogar ein Mustergerät dabei. Ordentlich aufgebaut. Daran gab es von der Kammer nichts auszusetzen. Im Gehäuse eine kleine Platine, fachmännisch hergestellt und eben eine 9V Batterie. Etwas größer als eine Zigarettenschachtel. Das waren Verzerrer, interessant für Leute die E-Gitarre spielen. Solche Geräte können von Hobby Elektronikern leicht nachgebaut werden. Technisch ist das keine Herausforderung. 9V -> Keine Lebensgefahr, keine Teile die im Betrieb Hitze erzeugen. Solange man das Gerät nicht aufißt, besteht also keine Gefahr für Leib und Seele. Was jetzt kommt, ist kein Witz! Aussage des Ansprechpartners bei der Kammer, nachdem er in seinem dicken, schlauen Buch nachgesehen hat, hat er mir vorgelesen: Wer elektronische Schaltungen entwirft und Kabel in einem Gehäuse verbaut, der fällt unter die Kategorie "Radio- Fernsehtechniker. Fazit: Selbständigkeit als Radio- Fernsehtechniker geht nicht ohne Meister. Kein Meister, also Gewerbe abgelehnt. ;-) Es sei denn... ich würde bei Ihnen einen Kurs absolvieren für 1000,- Euro. In seinem Buch gab es sonst KEINEN elekonischen Beruf, außer eben Radio- Fernsehtechniker. Entweder war das Buch mind. 50 Jahre alt, oder er konnte mich nicht leiden ;-) Bevor ich wieder bei der Kammer vorspreche, wollte ich mich ein bischen schlau machen. Vielen Dank.
Dann eben kein Gewerbe... Egal Was sagt das Steueramt ? Wollen die Steuern kassieren, oder eher nicht ?
Wer viel fragt, bekommt viel Antwort... Du hast das Wissen und die Fähigkeit dazu -dann mach es. Ebay ist voll von solchen Angeboten, diese Anbieter sind Bäcker, Schneider oder Friseure. Trotzdem handeln sie damit.
Hallo Max, sobald man eine Tätigkeit ausübet oder eine Sache herstellt, mit der Absicht Gewinn zu erzielen, ist das IMMER steuerpflichtig ;-)
Thomas K. schrieb: > In seinem Buch gab es sonst KEINEN elekonischen Beruf, außer eben Radio- > Fernsehtechniker. Entweder war das Buch mind. 50 Jahre alt, oder er > konnte mich nicht leiden ;-) Radio- und Fernsehtechniker gibt es nur noch als Altlast. Aktuell gibt es Informationstechnik, Elektrotechnik und Elektromaschinenbau. Thomas K. schrieb: > Kurz zum fachlichen, ich bin Industrieelektroniker, Berufserfahrung 25 > Jahre. Meisterpflicht gibt es nicht mehr. Ings, Techniker und Altgesellen, das käme evtl. für dich in Frage, werden genauso in die Handwerksrolle für zulassungspflichtige Gewerbe eingetragen. Müssen aber u.U. Kurse nachholen, die beim Meister zur normalen Ausbildung gehören. Z.B. für Arbeiten am Starkstromnetz. Das trifft aber hauptsächlich für Installateure zu. Oder dürfen diese Arbeiten nicht machen. Was für einen Installateur natürlich ziemlich sinnfrei wäre. Ist bei dir aber nicht der Fall. Nimm deinen Gesellenbrief oder Abschlusszeugnis, besorg dir von deinem Arbeitgeber eine Bescheinigung, dass du eine leitende Funktion ausübst, dazu reicht schon, dass du selbständig arbeitest. Damit gehst du zur HWK oder rufst da an und faxt den Kram dahin und lässt dich als Elektrotechniker eintragen, zahlst die Gebühren und bekommst eine Handwerkskarte. Wenn sis dich fragen, was du machen willst, erzählst du denen, dass du Toaster reparieren willst und gut ist. Normalerweise interessiert die das aber nicht. Die interessiert nur die Qualifikation. Wenn du diesen grauen Zettel erst hast, kräht da kein Hahn mehr nach. Der Vorteil der HWK ist, dass die Beiträge fest sind. Im Gegensatz zur IHK, bei denen sie umsatzabhängig sind. Wenn du also von deinem Gewerbe leben kannst, ist HWK billiger. Meldest du erst ein Gewerbe an und trittst ein paar Wochen später in die HWK ein, landest du erstmal in der IHK. Wenn du die Handwerkskarte hast, teilst du das dem Gewerbeamt und auch der IHK mit. Dann kannst du sowohl in der IHK als auch in der HWK Mitglied sein. Bist aber in der IHK beitragsfrei. Automatisch wirst du natürlich auch Mitglied beim Finanzamt. Aber das zu erwähnen, ist wohl eher trivial. mfg.
Thomas K. schrieb: > Mein Vorhaben sind Festspannungsnetzteile im "Nebengewerbe". > 230Volt rein und 9V raus. Produzierendes Gewerbe, kein Handwerk, kein Meister, keine Ausbildung, kein gar nichts, kein Ingeniuer, bloss CE, und wenn man sich bei CE nicht sicher genug ist, muss man die Überprüfung jemanden machen lassen, der es gelernt hat. Thomas K. schrieb: > Aussage des Ansprechpartners bei der Kammer, nachdem er in seinem > dicken, schlauen Buch nachgesehen hat, hat er mir vorgelesen: > Wer elektronische Schaltungen entwirft und Kabel in einem Gehäuse > verbaut, der fällt unter die Kategorie "Radio- Fernsehtechniker. > Fazit: Selbständigkeit als Radio- Fernsehtechniker geht nicht ohne > Meister. > Kein Meister, also Gewerbe abgelehnt. Wer einen Hammer hat, sieht nur Nägel. Was erwartest du von einer Meistervertretung ? Fragst du auch einen Bankangestellten anch der Besten Geldanlage ? (Upps, sicher, ich vergass).
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