Hallo zusammen, es gibt ja bekanntlich -i.A. als Studentenprojekte von Unis- Cubesats, kleine Satelliten die für "relativ" wenig Geld als zusätzliche Nutzlast bei einem normalen Satellitenstart mitgenommen werden. Eckdaten (grob, bin da kein Experte...) : -Größe 10x10x10 cm -Gewicht max 1,33 kg -Low Earth Orbit (~500 km Höhe) -Keine Triebwerke/Tanks/Chemie -Wiedereintritt nach wenigen Monaten bis zu 25 Jahren (je nach Orbit) -überstreicht die ganze Erde einmal am Tag in ca 16 Umrundungen So ein kleiner Satellit als eigenes Spaß-Projekt würde mich ja schon reizen - allerdings nicht mehr so sehr, wenn man mit Startkosten von "nur" ca 100.000$ und Teilekosten für vorgefertigte Komponenten von "nur" etwa 10.000$ rechnet. Wenn man die Dinger für X Euro starten könnte, und keiner was gegen selbstgebaute Gehäuse und Komponenten hätte - würdet ihr einen Cubesat bauen und starten wollen, wenn ja mit welchen Funktionen/Teilen und was wäre er euch (inkl. Start) wert? (Und nein, ich kann euch keinen Launchslot besorgen. Reines Gedankenexperiment ;-) ) Andreas
Bevor ich darüber spekulierte, würde ich mich anderer Sorgen widmen und wenn danoch Zeit bliebe, vorhandene Satelliteninfos und Signale auswerten. Das gäb genug Stoff bis an mein Lebensende und darüber hinaus. ?
Andreas K. schrieb: > es gibt ja bekanntlich -i.A. als Studentenprojekte von Unis- Cubesats, ja, das gibts. Man kann auch 2 oder 3 Kuben verbinden und damit 10x10x30cm Basteln. Total geile Sache ;o)) Interessant finde eigentlich nur ein Teleskop, ein Sat für oben und einer für Bodenbeobachtung ;o)). Der Grund ist, das ich als interessierter Laie im Prinzip nur mit schönen Bildern was anfangen kann. Leider wird die Apparatur kaum länger als bestenfalls einige tage funktionieren, ganz zu schweigen vom Funkkontakt, Bahnverfolgung etc. Wenn man es aber hinbekommt, könnte ich mir vorstellen das verschiedene Bildungseinrichtungen interesse an Beobachtungszeit haben, vielleicht um Erstsemester praktisch da ranzuführen. Ansonnsten wird es vielleicht für den einen oder anderen als Randinformation interessant sein, aber nicht wirklich doll, bodenbeobachtung gibts genug. Um einen ungefähren eindruck davon zu bekommen gibts hier einen Podcast: http://feedproxy.google.com/~r/raumzeit-podcast/~3/dec4VQ0MQ4Q/ Es geht um Rexus und Bexus, Raketen- bzw. Ballonexperiment für Studenten. Eine Parabelflugbahn ermöglicht weinge Minuten Schwerelosigkeit, bzw. der Ballon einige Stunden Hochatmosphäre. Das ist, jedenfalls für mich, so ultrainteressant, weil man es sich bei so einem kurzen und kleinen Projekt wenigstens alles einigermassen vorstellen kann wie das so in der Raumfahrt funktioniert. Die Dimension des Experiments entspricht ungefähr nem Schnellkochtopf. Start ist jedes Jahr in Schweden (Kiruna). Rexus ist praktisch wirklich Bastelmaterial. Beim Cubesat werden die Anforderungen andere Dimensionen annehmen, schon zum Schutz der Hauptnutzlast (ausserdem Steuerbarkeit, Rückkehr usw.) > So ein kleiner Satellit als eigenes Spaß-Projekt würde mich ja schon > reizen - allerdings nicht mehr so sehr, wenn man mit Startkosten von > "nur" ca 100.000$ und Teilekosten für vorgefertigte Komponenten von > "nur" etwa 10.000$ rechnet. ... (Und nein, ich kann euch keinen > Launchslot besorgen. Reines Gedankenexperiment ;-) ) OK, für einen Lauchslot bekommst du 30% Beobachtungszeit ;o))) bye uwe
Uwe R. schrieb: > OK, für einen Lauchslot bekommst du 30% Beobachtungszeit ;o))) Meinst Du eine Lauch-Schlotte? http://www.nachgeharkt.de/wp-content/uploads/2014/06/Lauch-Porree.jpg
Finde ich für Bastler/Privatpersonen uninteressant. Man muss schon irgendwelche neuartigen Messgeräte oder Experimente mitfliegen lassen, damit so ein Projekt Sinn macht. Das übersteigt einfach bei weitem, was selbst ambitionierteste Bastler können - nicht unbedingt von den Fähigkeiten, aber ganz sicher vom Zeitaufwand. Für das Geld kann man jedenfalls Dinge bauen, die weit mehr Spass machen.
Paul Baumann schrieb: > Uwe R. schrieb: >> OK, für einen Lauchslot bekommst du 30% Beobachtungszeit ;o))) > > Meinst Du eine Lauch-Schlotte? Da ist mir tatsächlich das keine N entflohen Kannst du mir bitte ein neues holen? Da gelob' ich ganz in Kürze sofort den Lauch mit 'Ennen' würze. ;o))) P. M. schrieb: > Finde ich für Bastler/Privatpersonen uninteressant. Man muss schon Uninteressant würde ich es nicht nennen, grössenwahnsinnig eher. Interessant ist vieles, sehr interessant sogar, auch wenn man es nicht selbst bauen will. Darüber nachdenken kann man ja mal. Ein Rastertunnelmikroskop zum Beispiel. Das hat was vom 3D-Drucker, mechanisch zumindest ;o)) > irgendwelche neuartigen Messgeräte oder Experimente mitfliegen lassen, > damit so ein Projekt Sinn macht. Das übersteigt einfach bei weitem, was > selbst ambitionierteste Bastler können - nicht unbedingt von den > Fähigkeiten, aber ganz sicher vom Zeitaufwand. Nicht nur vom Zeitaufwand, auch von den Fähigkeiten. (ein zweifler möge schnell mal die Fernrohreinstellungen für den ISS-Überflug am 10.11. früh für seinen Standort berechnen, ohne Heavens-above und ähnliches) Es gehören leider mehr Fähigkeiten dazu, als die Elektronik und die Mechanik. Aber grundsätzlich hast du recht, für uns Bastler zu ambitioniert. Aber wieso darf man nicht spinnen? Beim Fussball spinnen wir doch auch täglich vom Aufstieg und wissen ganz genau wieso es dann nicht geklappt hat. Weil die eben mal nix können... (überspitzt dargestellt, Fussball interessiert mich garnich ;o)). Ausserdem kann man über so ein Thema herrlich dummschwatzen: zum Beilspiel denke ich das die Lageregelung nicht ganz trivial wird, insbesondere wenn wir die Drallräder entdrallen wollen, was bei nem Betrieb über zumindest wenige Monate bestimmt nötig sein wird. Bei dem geplanten Teleskop das nach dem Aussetzen ausgefahren wird (praktisch eine zusammengeschobene Wundertüte [http://de.wikipedia.org/wiki/Wundert%C3%BCte]) weil die so billig ist. Sie ist auch recht leicht, ca. 500g würde ich sagen, davon 100g Glas. Vielleicht reicht ein Kaltgasantrieb. Mit einer Luftpistolenkartusche hätte man einen leichten und schlanken Aluminiumdrucktank. Die Mechanik Derselben sorgt auch für einen dosierten Ausstoss, müssen wir nur passende Düsen drehen. Jedenfalls wären verschiedene filter und ein Sensor einer DSLR (habe eine D30 hier liegen) inkl. der vorhandenen Bildverarbeitung nicht verkehrt. Das reduziert den aufwand drastisch. Filterrad ist unkritisch zu basteln, mit 5 Stationen oderso. Nur müssten wir das ganze wahrscheinlich belüften, um die Wärme zu verteilen. ;o)) Haachja, träumen wird man sonntags ja mal dürfen. Am Montag wird man wieder von den ganzen Kunden belagert die ganz konkrete Anforderungen haben... bye uwe
Als Gedankenexperiment OK. Aber denkt ihr nicht, dass schon genug Weltraumschrott da oben rumkurvt? Sinnvoller wäre es mal da oben aufzuräumen bevor man noch mehr hochballert ;-)
Ich bitte zu bedenken, dass die Mehrzahl der Cubesats illegal im 435 MHz Band sendet, also in einem Bereich, der dem Amateurfunkdienst primär, und dem Amateurfunkdienst über Satelliten sekundär zugewiesen ist. Da haben also Cube- oder sonstige Sats, die nicht Amateurfunk sind, nichts zu suchen.
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