Frage zu Differenzdrucksensoren

OP #3870307
Hiho,
ich bin aufgrund einer Idee für ein kleines Projektes auf der Suche nach 
einem Differenzdrucksensor.
Im Grunde möchte ich den Druckunterschied zweier Vergaser erfassen um 
diese zu synchronisieren.
Für die, die nicht wissen was damit gemeint ist zum besseren 
Verständnis: Bei Mehrzylindermotoren mit mehr als nur einem Vergaser 
wird der Absolutdruck des Ansaugtraktes hinterm Vergaser gemessen und 
auf einen möglichst gleichen Wert gebracht, dabei wird der 
zweite/dritte/vierte(etc.pp.) Vergaser meist auf einen mit fester 
Einstellung angeglichen. Um ein Beispiel für den Messbereich zu bringen 
ziehe ich die Daten meines Motorrades heran. Der Absolutdruck beim 
Einstellen liegt in etwa bei 700kPa, die Differenz beider Vergaser darf 
laut Servicehandbuch 2,7kPa nicht übersteigen.

Nun dachte ich mir, dass ich hierfür einen Differenzdrucksensor von 
Freescale nehme, jedoch stellen sich mir dort einige Fragen auf.

Zum einen bin ich verunsichert, was den Messbereich angeht. Da es sich 
um einen Differenzdrucksensor handelt, misst er ja nun den Unterschied 
zweier "anliegender" Drücke, also sollte sich doch ein Messbereich von 
0-10kPa eignen, wenn ich mich in einem Differenzfenster von 2,7kPa 
bewegen möchte, oder liege ich da falsch?

Zum anderen frage ich mich, ob ein festgelegter Anschluss für den 
höheren Druck gegeben ist. Sprich Vergaser A hat einen höheren Druck als 
Vergaser B, stelle nun Vergaser B nach und komme auf einen höheren 
Druck, als beim Vergaser A.

Es gibt nun sehr viele verschiedene und bevor ich einfach drauf los 
kaufe, wäre eine Empfehlung und Meinung schon nicht verkehrt, denke ich.

In der Alphaphase würde mir zu Anfang die Ausgabe an einem einfachen 
Drehspulinstrument ausreichen, wie hoch der tatsächliche Absolutdruck 
ist, ist irrelevant solang ich ablesen kann, dass ich mich um +-2.7kPa 
um Druck-x bewege.
Beste Grüße
Gast
Steven T. schrieb:
> also sollte sich doch ein Messbereich von
> 0-10kPa eignen, wenn ich mich in einem Differenzfenster von 2,7kPa
> bewegen möchte, oder liege ich da falsch?

da liegst du falsch.
der Druck im Ansaugrohr pulsiert sehr stark, deshalb sind Manometer zum 
Vergasereinstellen zur Dämpfung mit Glycerin gefüllt.
Du musst entweder die Druckschwankungen dämpfen oder einen Sensor 
verwenden, der den gesamten Druckbereich abdeckt. Dann kannst du per 
Software filtern.
OP
Georg schrieb:
> Hallo,
>
> willst du einfach den Differenzdruck messen, oder willst du ein
> Bastelprojekt starten? Um einen Sensor herum musst du ja noch eine
> Messelektronik bauen.

Sowohl als auch.
Zum einen soll es dem Lerneffekt dienen, zum anderen macht's mir Spaß. 
Und wenn das ganze einen sinnvollen Nebeneffekt hat, macht es das umso 
besser.

Roland L. schrieb:
> da liegst du falsch.
> der Druck im Ansaugrohr pulsiert sehr stark, deshalb sind Manometer zum
> Vergasereinstellen zur Dämpfung mit Glycerin gefüllt.
> Du musst entweder die Druckschwankungen dämpfen oder einen Sensor
> verwenden, der den gesamten Druckbereich abdeckt. Dann kannst du per
> Software filtern.

Stimmt, daran hatte ich gerade nicht gedacht. Ich kenne das von 
Synchronuhren, dass sie ein Drosselventil haben um den Schwankungen 
entgegen zu wirken. Mit Flüssigkeit gefüllt sind die, die man als solche 
kauft nicht. Zumindest habe ich das so noch nicht gesehen.

Edit:

Nun hatte ich auch überlegt Sensoren zu nehmen, die den Absoluten Druck 
mit Vakuum als Referenz messen. Da habe ich zwei gefunden, die gehen je 
von 20-304kPa und 20-400kPa.
Dann müsste ich davon eben zwei nehmen. Bleibt die Frage, ob man das 
ebenfalls mittels Drosselventil kompensieren kann oder das bei den 
Sensoren nicht funktioniert.

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