Hi, ich und ein Freund von mir wollen einen Detektor für hochenergetische kosmische Partikel bauen:) Diese kommen mit unglaubliche Energie aus dem All, und sollen die Pixel auf dem CCD-chip anregen. Die CCD Fläche, sowie Pixelgröße soll möglich groß sein. Außerdem soll der Chip leicht mit einem FPGA steuerbar sein.Ich denke einen S/W Sensor wäre hier perfekt. Wisst ihr, wo ich so einen CCD sensor kriegen kann?
Böser Kommunist schrieb: > Die CCD Fläche, sowie Pixelgröße soll möglich groß sein. > Außerdem soll der Chip leicht mit einem FPGA steuerbar sein.Ich denke > einen S/W Sensor wäre hier perfekt. Die CCD-Chips sammeln sowieso nur die Photoelektronen, d.h. die Photonenenergie wirkt sich nur über die Nachweisempfindlichkeit aus. Aus Sicht des Chips haben alle Elektronen die gleiche Ladung, i.e. die Sensoren sind von Natur aus S/W. Die Farbempfindlichkeit wird ggf. über davor gesetzt optische Filter realisiert, entweder als Matrix (z.B. Bayer-Sensor) oder im Zeitmultiplex (astronomische Kameras). > Wisst ihr, wo ich so einen CCD sensor kriegen kann? Sony und Hamamatsu über ihre üblichen Vertriebswege habe da einiges zur Auswahl. Für Geld kriegt man alles ;-)
Danke für schnelle Antwort. Aber wenn ich den sensor mit z.B alufolie verdecke, werden nur die hochenergetische Partikeln detektiert, die durch die Folie durchgehen. Ist es nicht so, dass die S/W sensoren größere Pixelfläche haben als RGB? Größere Fläche=> bessere Empfindlichkeit. Oder?
Bist du sicher, dass diese Teilchen es überhaupt durch die Atmosphäre schaffen? Oder willst du die Luftschauer nachweisen? Ob ein CCD dafür geeignet ist? http://de.wikipedia.org/wiki/Kosmische_Strahlung#Intensit.C3.A4t_und_Nachweis
Wir sind hauptsächlich an Myonen interessiert, da diese durch Metallabschirmung leicht durchgehen, und somit leicht von den anderen Teilchen zu trennen sind.
> Ist es nicht so, dass die S/W sensoren größere Pixelfläche haben als > RGB? Die Pixelfläche steht im Datenblatt. Grundsätzlich bezahlt man zu einem großen Teil die Gesamtfläche. Wenn man Kamerasensoren für gleiche Bildauflösung vergleicht, ist der Unterschied zwischen RGB und SW wegen der Schönrechnerei der Rohdaten gar nicht so groß. > Größere Fläche=> bessere Empfindlichkeit. Oder? Je größer die Pixelfläche ist, um so größer ist bei einer bestimmten Flussdichte die Trefferwahrscheinlichkeit. Der KAF-1001E von Sony hat z.B. Pixel mit 24µm Abstand. Bei anderen Chips geht das runter bis gut 4µm. Für die Empfindlichkeit ist aber auch entscheidend, wo im Chip die Elektronen entstehen und wie gut die Chancen sind, das ein erzeugtes Elektron auch wirklich im Potentialtopf gefangen wird, ohne vorher wieder zu rekombinieren.
Böser Kommunist schrieb: > Wir sind hauptsächlich an Myonen interessiert Seit ihr sicher, dass die Wechselwirkungswahrscheinlichkeit im CCD für einen direkten Nachweis hoch genug ist. Meist wird zum Nachweis von Myonen das Tscherenkow-Leuchten in einem größeren Wasservolumen verwendet.
Na, als ich meine Bachelorarbeit gemacht habe, habe ich mit einem Stickstoff gekühltem CCD Sensor gearbeitet, der am Monochromatorausgang angeschraubt war. Ich habe regelmäßig starke Peaks im Spektrum gesehen,der nichts mit dem Experiment zu tun hatte. Mein Prof. sowie der Dr. Betreuer meinten, dies seien die hoch energetische kosmische Teilchen , die mit sehr hohen Energien durch die Kameragehäuse durchgehen, und somit die einzelne Pixel anregen. Außerdem habe ich vor kurzem das hier entdeckt, also sollte die CCD Methode für Muonendetektion funktionieren:) http://www.popsci.com/article/gadgets/app-turns-your-phone-cosmic-ray-detector
Ja, in dem Link werden Luftschauer detektiert. Ich hatte verstanden, die Myonen sollen direkt auf das CCD treffen. Und dass einzelne Events einen starken Peak im Spektrum erzeugen, kommt mir auch spanisch vor.
Böser Kommunist schrieb: > Wir sind hauptsächlich an Myonen interessiert, da diese durch > Metallabschirmung leicht durchgehen, Dann werden sie auch durch die dünne Sperrschicht der Pixel leicht durchgehen ohne zu wechselwirken.
Böser Kommunist schrieb: > habe ich mit einem > Stickstoff gekühltem CCD Sensor gearbeitet, der am Monochromatorausgang > angeschraubt war. Ich habe regelmäßig starke Peaks im Spektrum > gesehen,der nichts mit dem Experiment zu tun hatte. Ja, damit gab es in den 1970ern kurz nach der Entwicklung der DRAMs schon Ärger. Damals fielen in USA reihenweise die Kassen von Supermärkten auf rätselhafte Weise aus, weil Bits umkippten. Lediglich die ICs von Intel schienen dagegen immun zu sein, und so war die Branche sehr sauer auf diese Firma, als man die Ursache herausfand, weil Intel den Grund offenbar kannte, aber nicht verraten hatte. Als Verursacher wurden Alpha-Teilchen, die aus den Keramikgehäusen der Chips stammten, dingfest gemacht. Mit einem Klecks Silikon oder Polyimid auf dem Chip wurde das Problem auch bei späteren DRAMs behoben.
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