Suche einen losen grossen CCD Sensor

#3873104
Lesenswert?

Hi, ich und ein Freund von mir wollen einen Detektor  für 
hochenergetische  kosmische Partikel bauen:)
 Diese kommen mit unglaubliche Energie aus dem All, und sollen  die 
Pixel auf dem CCD-chip anregen.
Die CCD Fläche, sowie  Pixelgröße soll möglich groß sein.
Außerdem soll der Chip leicht mit  einem FPGA steuerbar sein.Ich denke 
einen S/W Sensor  wäre hier perfekt.
 Wisst ihr, wo ich so einen CCD sensor  kriegen kann?
Gast #3873115
Lesenswert?

Böser Kommunist schrieb:
> Die CCD Fläche, sowie  Pixelgröße soll möglich groß sein.
> Außerdem soll der Chip leicht mit  einem FPGA steuerbar sein.Ich denke
> einen S/W Sensor  wäre hier perfekt.

Die CCD-Chips sammeln sowieso nur die Photoelektronen, d.h. die 
Photonenenergie wirkt sich nur über die Nachweisempfindlichkeit aus. Aus 
Sicht des Chips haben alle Elektronen die gleiche Ladung, i.e. die 
Sensoren sind von Natur aus S/W. Die Farbempfindlichkeit wird ggf. über 
davor gesetzt optische Filter realisiert, entweder als Matrix (z.B. 
Bayer-Sensor) oder im Zeitmultiplex (astronomische Kameras).

>  Wisst ihr, wo ich so einen CCD sensor  kriegen kann?
Sony und Hamamatsu über ihre üblichen Vertriebswege habe da einiges zur 
Auswahl. Für Geld kriegt man alles ;-)
#3873125
Lesenswert?

Danke für schnelle Antwort. Aber wenn ich den sensor mit z.B alufolie 
verdecke, werden nur  die hochenergetische Partikeln detektiert, die 
durch die Folie durchgehen.


Ist es nicht so, dass die S/W sensoren größere Pixelfläche haben als 
RGB?
Größere Fläche=> bessere Empfindlichkeit. Oder?
Gast #3873192
Lesenswert?

> Ist es nicht so, dass die S/W sensoren größere Pixelfläche haben als
> RGB?
Die Pixelfläche steht im Datenblatt. Grundsätzlich bezahlt man zu einem 
großen Teil die Gesamtfläche. Wenn man Kamerasensoren für gleiche 
Bildauflösung vergleicht, ist der Unterschied zwischen RGB und SW wegen 
der Schönrechnerei der Rohdaten gar nicht so groß.

> Größere Fläche=> bessere Empfindlichkeit. Oder?

Je größer die Pixelfläche ist, um so größer ist bei einer bestimmten 
Flussdichte die Trefferwahrscheinlichkeit. Der KAF-1001E von Sony hat 
z.B. Pixel mit 24µm Abstand. Bei anderen Chips geht das runter bis gut 
4µm. Für die Empfindlichkeit ist aber auch entscheidend, wo im Chip die 
Elektronen entstehen und wie gut die Chancen sind, das ein erzeugtes 
Elektron auch wirklich im Potentialtopf gefangen wird, ohne vorher 
wieder zu rekombinieren.
#3873306
Lesenswert?

Na, als ich meine Bachelorarbeit gemacht habe, habe ich mit einem 
Stickstoff gekühltem CCD Sensor gearbeitet, der am Monochromatorausgang 
angeschraubt war. Ich habe regelmäßig starke Peaks im Spektrum 
gesehen,der nichts mit dem Experiment zu tun hatte. Mein Prof. sowie der 
Dr. Betreuer meinten, dies seien die hoch energetische kosmische 
Teilchen , die mit sehr hohen Energien durch die Kameragehäuse 
durchgehen, und somit die einzelne Pixel anregen.

Außerdem habe ich vor kurzem das hier entdeckt, also sollte die CCD 
Methode  für  Muonendetektion funktionieren:)
http://www.popsci.com/article/gadgets/app-turns-your-phone-cosmic-ray-detector
Gast #3873473
Lesenswert?

Böser Kommunist schrieb:
> habe ich mit einem
> Stickstoff gekühltem CCD Sensor gearbeitet, der am Monochromatorausgang
> angeschraubt war. Ich habe regelmäßig starke Peaks im Spektrum
> gesehen,der nichts mit dem Experiment zu tun hatte.

Ja, damit gab es in den 1970ern kurz nach der Entwicklung der DRAMs 
schon Ärger.
Damals fielen in USA reihenweise die Kassen von Supermärkten auf 
rätselhafte Weise aus, weil Bits umkippten.
Lediglich die ICs von Intel schienen dagegen immun zu sein, und so war 
die Branche sehr sauer auf diese Firma, als man die Ursache herausfand, 
weil Intel den Grund offenbar kannte, aber nicht verraten hatte.
Als Verursacher wurden Alpha-Teilchen, die aus den Keramikgehäusen der 
Chips stammten, dingfest gemacht.
Mit einem Klecks Silikon oder Polyimid auf dem Chip wurde das Problem 
auch bei späteren DRAMs behoben.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren