Hallo zusammen, ich würde mir gern einen Logic Analyzer zulegen und dachte erst an ein USB Gerät. Ich habe aber in der unteren Preisklasse (<500€) kein vernünftiges Gerät mit mehr als 500MS/s gefunden. Wenn ich nun aber ein professionelles Gerät kaufe, dann kann ich mir für das Geld auch ein Rigol MSO2072A kaufen, welches dann auch gleich mein altes DS1052E ablösen würde. 16 Kanäle würden mir auch reichen. Wo liegen die Vor-/Nachteile eines MSO gegenüber einem USB-Gerät (Außer der DSO Funktion)? Grüße Michael
Weil der USB die ganze Analyse sonst ausbremst, vielleicht? Datenverarbeitungstechnisch war USB doch immer ein Flaschenhals und das ging bisher aufs Tempo. Die Schnittstelle wurde ja auch mal ursprünglich für lahme mechanische Geräte und anderen Ansprüchen entwickelt, selbst wenn USB mittlerweile weiterentwickelt wurde. Zum Messen/Analysieren dürfte ein fertiges System immer am vorteilhaftesten sein. Zum Auswerten wirds ja wohl Möglichkeiten geben um Daten auf den PC zu übertragen und dafür wäre USB gut genug da es da dann nicht mehr auf Speed ankommt. Irrtum vorbehalten.
Ist es nicht so, dass der USB Logic Analyzer selbst die Daten zuerst auswertet und der PC nur noch als Anzeigegerät und bei bedarf zur nachträglichen Dekodierung der Daten dient? Dazu sollte doch keine so schnelle Datenanbindung von Nöten sein, da der Nutzer die Frames sowieso nur stückweise auswerten kann. Die Frage bezog sich auch hauptsächlich auf den Umfang an Tools und die Praxistauglichkeit, die mir solch ein Gerät bieten kann. Bin ich durch das MSO in diesen Punkten stark eingeschränkt, da es sich quasi um ein Mehrzwecktool handelt, oder kann es sich mit einem USB Gerät in der < 1000€ Klasse messen? Ich will es hauptsächlich für die Fehlersuche in digitalen Schaltungen mit µC und demnächst auch FPGAs nutzen. Aufgrund der FPGAs erscheinen mir die 500MS/s der USB Geräte etwas lahm.
Michael schrieb: > Aufgrund der FPGAs erscheinen mir die > 500MS/s der USB Geräte etwas lahm. Dann dürfte dir doch die Auswahl leicht fallen. Der Kostenunterschied dürfte wohl gerechtfertigt sein.
Michael schrieb: > demnächst auch FPGAs nutzen. Aufgrund der FPGAs erscheinen mir die > 500MS/s der USB Geräte etwas lahm. Überlege Dir mal, was für Probes Du bei einem Gigaherz und mehr verwenden willst. Rein passive Probes und die üblichen Logic Analyzer Clips kommen da an ihre Grenzen, allein schon aufgrund der kapazitiven Last. Wie teuer eine FET-Probe ist, weisst Du spätestens dann, wenn Du mal eine gekauft hast. http://www.datatec.de/Keysight-N2797A-Aktiv-Tastkopf-Oszilloskop.htm Und bei Signalen >= 1GHz hast Du oft differentielle, serielle Verbindungen. Dafür gibt es dann auch passende Probes, aber der Preis wird Dir auch nicht gefallen. fchk
Michael schrieb: > Vor-/Nachteile eines MSO gegenüber einem USB-Gerät Der größte Nachteil des MSOist der kleine Bildschirm und die (meistens) fehlenden Interpreter für serielle Protokolle. Ach ja, wenn Du beides in einem Gerät hast kannst du nicht gleichzeitig den Logic-Analyzer und das DSO benutzen... Der größte Nachteil eines USB Gerätes ist, das es immer einen Rechner braucht.
Tim schrieb: > Der größte Nachteil des MSOist der kleine Bildschirm und die (meistens) > fehlenden Interpreter für serielle Protokolle. > > Ach ja, wenn Du beides in einem Gerät hast kannst du nicht gleichzeitig > den Logic-Analyzer und das DSO benutzen... Für den Angegebenen Preisrahmen stimmt dies, doch allgemein nicht. Mein MSO7034B hat einen 12,1" Bildschirm (+VGA), kann alle 20 Kanäle (4+16) gleichzeitig darstellen, 8 serielle Protokolle Dekodieren und Trigger(+Parallel in HEX zusammengefasst darstellen. Ist aber auch ein Gerät welches neu mit den Software-Lizenzen um den Faktor ~40 über den geforderten 500€ liegt.
> Ist aber auch ein Gerät welches neu mit den Software-Lizenzen um den > Faktor ~40 über den geforderten 500€ liegt. Und dabei ist ein MSO7034B noch nicht mal ein richtiges R&S-Oszi. Nur von der kleinen Hamegtochter. Naja, wie sagen die Schweizer Bankangestellten: Armut ist keine Schande...
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