Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Was ist daran schlimm, wenn das Netz stark belastet wird?


von heidi (Gast)


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Hallo,
ich lese im Studium immer wieder, dass man eine starke Belastung des 
Netzes unterlassen soll, doch NIRGENDS steht wieso....kann mir das mal 
einer erklären? Das europäische Netz ist doch so groß und wird überall 
so stark belastet, was ist da das Problem?
VG

von Marc V. (Firma: Vescomp) (logarithmus)


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heidi schrieb:
> ich lese im Studium immer wieder, dass man eine starke Belastung des
> Netzes unterlassen soll, doch NIRGENDS steht wieso....kann mir das mal

 Was für Netz ?
 Stromnetz, Händlernetz, Tankstellennetz, Prostituiertennetz ?

von Florian K. (florian_k89)


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Ich geh mal vom Stromnetz aus.
Ein Grund ist zum Beispiel die Blindleistung.
Die zwar nicht am Verbraucher umgesetzt wird, aber denoch vom Erzeuger 
bereitgestellt werden muss. Bei vielen Verbrauchern hast du auch eine 
hohe Blindleistung, die im Stromnetz hin und her fließt. Dafür muss das 
Netz ausgelegt sein und das ist teuer.
Ein hochbelastetes Netz hat auch keine Reserven mehr. Die es aber 
braucht um Spitzen abzufangen. Wenn z.B ein Stahlwerk ihre 
Elektroschmelzöfen anwirft oder bei grossen Kühlhäusern die Kompressoren 
anspringen usw. Wenn diese Reserven nicht da sind, geht die Drehzahl der 
Generatoren im Kraftwerk in den Keller und die Netzfrequenz fällt. So 
geschen als die Meyerwerft eine Stromleitung abgestalltet hat ohne die 
Energieerzeuger zu kontaktieren und in Halb Europa der Strom ausgefallen 
ist.Auch interesant in dem Zusammenhang.
die Polen und Tschechen haben ein Halz auf uns. Da wir im Augenblick den 
strom aus dem Norden, der in den ganzen Windparks erzeugt wird, über 
Polen und Tschechien nach Süden leiten und deren Netze dadurch so gut 
wie keine Reserven mehr haben. Man könnte noch fragen warum eine 
steigende oder fallende Netzfrequenz schelcht ist.
Man hat in der Regel nicht nur einen Generator im Netz. Alle Generatoren 
sind mit der Netzfrequenz Phasen und Frequenzsyncron. Steigt oder fällt 
die Netzfrequenz sind die Generatoren nicht mehr syncron. Dadurch können 
Ausgleichströme auftreten die sogar den Generator zerstören können. Auch 
sind die Generatoren verdammt gross und schwer. Könnte mir vorstellen 
das plötzlich auftretende Netzfrequenzänderungen die zu Schwankung in 
der Generatordrehzahl führen, zur mechanischen Zertörung des Generators 
führen kann.

von Thomas K. (tomk)


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Hi,

> ich lese im Studium immer wieder, dass man eine starke Belastung des
> Netzes unterlassen soll, doch NIRGENDS steht wieso....kann mir das mal
> einer erklären? Das europäische Netz ist doch so groß und wird überall
> so stark belastet, was ist da das Problem?

Hm, welches Studium? Ich will jetzt keine Mutmaßungen aussprechen ... 
aber die Frage, so wie sie gestellt ist, ist schon in sich ein Nachweis 
von geballtem ... Halbwissen. Wo ist so etwas zu lesen? Lies Anderes 
(allen Ernstes), wenn Du wirklich was lernen willst! Aber zum Thema:

Strom kommt aus der Steckdose! Oder? FALSCH! Das Stromnetz überträgt (!) 
Energie. Das sollte noch banales Allgemeinwissen sein. Aber - Stichwort 
Blackout - das Stromnetz ist auch ein Balanceakt! Die Energieversorger 
müssen genau die Energie erzeugen, die auch verbraucht wird, nicht mehr 
und nicht weniger. Deine 60W-Lampe zu Hause ist dabei nur ein 
Fliegenhusten im Sturm. Aber der Energieversorger weiß nicht, wann die 
Fliege hustet - und es gibt viele davon.

Und um das Ganze noch komplizierter zu machen: über eine bestimmte 
Leitung oder Transformator kann man nur eine bestimmte Menge Energie 
übertragen, wenn's zuviel wird, wird's heiß! :-) Und damit kommen wir 
zum Blackout: wenn das - aus welchen Gründen auch immer - passiert, kann 
die Energie nicht mehr übertragen werden. Dann versuchen die Verbraucher 
sich die Energie von wo anders herzuholen, was dort zur Überlast führt 
... Dominoeffekt!

Merke: es ist nicht die Energiemenge, sondern die Balance. Und das mit 
zufälligen Mitspielern.

cu, Thomas

von Irgendwer23 (Gast)


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- Fische, die unten drin sind, können zerdrückt werden
- Das Netz kann aufreißen, der komplette Fang geht verloren
- Die Trossen könnne reißen, wodurch das Netz verlorengeht.
So ist das jedenfalls bei europäischen Nezten, denke ich.

von Udo S. (urschmitt)


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Marc Vesely schrieb:
> Stromnetz, Händlernetz, Tankstellennetz, Prostituiertennetz ?

Da wir im Unterforum Microcontoller und digitale Elektronik sind meint 
er bestimmt das Internetz.
(duck und weg)

von Georg (Gast)


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Hallo,

schon mal was von den Tugenden einer schwäbischen Hausfrau gehört? Man 
sollte überhaupt nichts in Anspruch nehmen, was man nicht unbedingt 
braucht, weder Strom noch Wasser noch Gas noch Umwelt noch die Nerven 
anderer...

Muss man sowas tatsächlich einem Studenten einbleuen? Das ist doch eine 
bare Selbstverständlichkeit.

Georg

von John Wayne sein Garagennachbar (Gast)


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@Georg

Hast Du Politik studiert? Du beherrschst die Kunst, mit vielen Worten
NICHTS zu sagen perfekt.

:-(

von Klaus B. (butzo)


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heidi schrieb:
> Hallo,
> ich lese im Studium immer wieder, dass man eine starke Belastung des
> Netzes unterlassen soll,
Ist doch klar:
Wenn das Netz reisst fängst du keine Fische!


Butzo

von Dirk K. (dekoepi)


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Naja, im CIP-Pool wollen halt noch mehr das Internet nutzen. Wenn du 
denen jetzt mit sagen wir zehn P*rn*-Downloads die Bandbreite wegnimmst, 
kann der Rechenzentrumsleiter nicht mehr bei Spiegel Online lesen - die 
Seite braucht ewig, sich aufzubauen, oder er bekommt gar einen TimeOut.

Das ist einfach grundsätzlich freundlicher Umgang miteinander. Sparsam 
mit Ressourcen umgehen, damit andere auch noch etwas abbekommen. Die 
Beispiele für zerstörerische Wirkung von Überbeanspruchung kamen ja 
schon.

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