Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Günstiger Logic-Analyser?


von Kristiansund (Gast)


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Hi,

ich bin auf der Suche nach einem günstigen Logic Analyser (stand-alone 
Gerät, keine Lösung per PC/USB/PCI/...). Die Anfoderungen sind nicht so 
dramatisch, er sollte mindestens drei Kanäle gleichzeitig können und 
eine Auflösung von mindestens 5 MHz haben.

Hat irgend jemand einen heißen Tipp? Gerne auch was altes, was bei EBay 
noch zu bekommen ist.

Danke!

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Die Anforderung sind ja wirklich gering und werden von jedem noch so
alten LA erfüllt, also HP1632 oder 1652 und dergleichen machen das
problemlos.  Allerdings haben diese alten LAs nicht sehr viel
Speichertiefe, oft nur 1 oder 2 KiSamples.  Diesbezüglich hast du
deine Anforderungen jedoch nicht geäußert.

von Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite


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Meinst du sowas hier?
http://www.watterott.com/de/Open-Logic-Sniffer

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Thorsten Ostermann schrieb:
> Meinst du sowas hier?

Nein:

Kristiansund schrieb:
> stand-alone Gerät, keine Lösung per PC/USB/PCI/...

von Motek (Gast)


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Gib bei Ebay "Saleae" ein und aus dem Reich der Mitte kommen Angebote < 
10 Euro.

von BjoernS (Gast)


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Eine USB-Lösung dürfte sogar mit mit gebrauchtem Laptop dazu billiger 
und besser sein als Standalone, befürchte ich. Da bist du mit 150€ weg.

von Kristiansund (Gast)


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Jörg Wunsch schrieb:
> Allerdings haben diese alten LAs nicht sehr viel
> Speichertiefe, oft nur 1 oder 2 KiSamples.

Ähm ja, das hängt ja auch von der Samplerate ab, aber es sollten Minimum 
0,05 msec reinpassen.

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Ich bin mit dem hier sehr zufrieden:

http://www.wolfgangrobel.de/electronics/lwla1034.htm

Gibt es in der Elektrobucht bei einem finnischen Versender... 61 Euro 
plus 12 Euro versand.

Ist aber nicht Standalone. Geht dafür gut mit Netbook.

von Andreas L. (andi84)


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Guck mal, ob dir ein altes HP/Agilent 54654D in die hände fällt, das ist 
ein MSO mit immerhin 400MSa/s auf 8 Digitalkanälen (200 auf 16), 100MHz 
Analogbandbreite und 200MSa/s auf den Analogkanälen. Speichertiefe 
1MPts/Kanals (auch bei Logik), wenn nur 8 Logikkanäle genutzt werden 
2MPts Speicher für Logik. Hin und wieder für unter 500€ zu haben. 
Datenexport via RS232-Modul zum PC, leider keine Busdekoder.
Heutzutage macht man Logikanalyse eigentlich entweder "live" mit einem 
MSO, ist dann aber bei den Dekodern etwas eingeschränkt, hat dafür aber 
super schnelles Update und kann (zB mit den Keysight MSO-X4000ern) auch 
einem USB2.0 High Speed zuhören. Typischerweise mit Samplingrates von 
400+ MSa/s und Speichertiefe im Bereich 1-4MSa.
Oder man hat einen PC-basierten Analyzer, der dann meistens bei einigen 
hundert Megasamples/s und einien kSamples Buffer liegt.

Für richtig schnelle Busse gibt es dann noch Serial Data Analyzer, das 
sind faktisch DSOs mit mehreren Gigahertz Bandbreite, Lüftergeräusch wie 
eine startende 747 und Preisen im sechsstelligen Bereich. Dafür kann man 
dann Gigabit Ethernet, SATA und Co dekodieren.

von Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite


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Hallo Jörg,

> Nein:
>
> Kristiansund schrieb:
>> stand-alone Gerät, keine Lösung per PC/USB/PCI/...

Stimmt, wer lesen kann ist klar im Vorteil.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann

von Andreas L. (andi84)


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Das in meinem Post eingangs genannte Gerät heisst natürlich HP/Agilent 
54645D
Die sonstigen klassichen HPs wurden ja bereits genannt (1661, 1662, ...)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Andreas Lang schrieb:
> Hin und wieder für unter 500€ zu haben.

Ist allerdings angesichts nur 3 notwendiger Kanäle und gerade mal
5 MHz Abtastrate nicht unbedingt „günstig“.

Der hier müsste auf die Anforderungen passen, aber einen Tag vor Ende
hat er schon ziemlich viel „eingesammelt“:

http://www.ebay.de/itm/HP-Hewlett-Packard-Agilent-1661A-PORTABLE-102-CHANNELS-LOGIC-ANALYZER-/390970436305

von Andreas L. (andi84)


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> Ist allerdings angesichts nur 3 notwendiger Kanäle und gerade mal
> 5 MHz Abtastrate nicht unbedingt „günstig“.
>

Das ist wohl richtig, der von Dir genannte LA ist auch ein nettes Gerät.
Ich frage mich allerdings, warum der TO an der Stelle auf einer 
standalone-Lösung beharrt. Gerade da die Anforderungen von einem USB-LA 
für 10€ mehr als abgedeckt würden. Vielleicht mag sich der TO dazu ja 
mal klärend äußern, was die weiteren Anforderungen sind.

von greg (Gast)


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Die Anforderung "nicht PC-basiert" ist einfach unsinnig. Alle 
brauchbaren günstigen Logic-Analyzer sind PC-basiert. Das muss einfach 
mal so gesagt werden.

OP, schnapp dir ein billiges, älteres Netbook (vielleicht schenkt dir 
sogar jemand eins?) und gut ist es. Die Software kann dann ja ruhig im 
Kiosk-Modus laufen. Das ist dann fast so wie standalone.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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greg schrieb:
> Die Anforderung "nicht PC-basiert" ist einfach unsinnig.

Solange du nicht weißt, woher diese Forderung resultiert, solltest
du sie lieber erstmal respektieren, statt sie als „unsinnig“ abzutun.

Der von mir genannte LA bei ibäh ist zumindest im Hinblick auf die
genannten Forderungen brauchbar.  Inwiefern er am Ende der Auktion
auch noch günstig ist, wissen wir erst morgen.  Man muss also nicht
gleich so tun, als gäbe es nur diese Variante.  (Leider fallen
angesichts des geringen Restwertes die recht zahlreich verfügbaren
alten LAs in den USA aus, da der Versand einfach zu teuer wäre.)

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Als Standalone-Gerät mit vier Kanälen wäre noch ein Rigol DS1054Z (355 
EUR) eine Möglichkeit.

Das ist zwar kein Logikanalysator, sondern ein Oszilloskop, aber es hat 
vier Kanäle, 250 MHz Samplerate im Vierkanalbetrieb und 12 MPts 
Speicherkapazität (erweiterbar).

Und gegen zusätzlichen Geldeinwurf lässt sich auch eine 
Signalanalysefunktion für serielle Busse (RS232, I²C und SPI) bekommen, 
sowie auch die Möglichkeit, auf Datenmuster zu triggern.

von hp-freund (Gast)


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Gibts denn sowas nicht schon als STM32F429 Discovery Projekt?
Mal suchen ...

von Thomas S. (doschi_)


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das Projekt? http://mikrocontroller.bplaced.net/wordpress/?page_id=3998
"
17-Show (Logic-Analyzer per STM32F429)
Dieses Prokjekt macht einen Logic-Analyzer aus dem STM32F429-Board
Dieser Funktioniert nur in Kombination mit dem kostenlosen PC Client 
“OLS LogicSniffer”(die aktuellste Version ist im Moment : 0.9.7 unter 
“www.lxtreme.nl/ols”)
Dieser ist sehr einfach zu bedienen und kann auch Protokolle 
analysieren.
(z.B. UART, SPI, I2C)
"

von hp-freund (Gast)


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Hat nur 1MSa statt 5.
Und das Display wird leider auch nicht genutzt.
Aber so ähnlich wäre doch nett.

von greg (Gast)


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Jörg Wunsch schrieb:
> Solange du nicht weißt, woher diese Forderung resultiert, solltest
> du sie lieber erstmal respektieren, statt sie als „unsinnig“ abzutun.

Wenn man "günstig" will finde ich gleichzeitig "standalone" schon 
unsinnig. Das gibt's halt einfach nicht. Mich würde aber auch 
interessieren, warum es unbedingt standalone sein muss.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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greg schrieb:
> Wenn man "günstig" will finde ich gleichzeitig "standalone" schon
> unsinnig. Das gibt's halt einfach nicht.

Doch aber nur, weil einem ständig suggeriert wird, dass „günstig“ das
Äquivalent von „so billig wie irgend möglich“ wäre.  (Keiner will ja
„billig“ kaufen, weil er ja dann gleich weiß, dass es Neuschrott ist,
während man bei „günstig“ immer noch auf ein Wunder hofft. ;).

Wenn man günstig jedoch als „unter den gegebenen Randbedingungen
einigermaßen preiswert“ übersetzt, passt das schon.

von mike (Gast)


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greg schrieb:
> Wenn man "günstig" will finde ich gleichzeitig "standalone" schon
> unsinnig. Das gibt's halt einfach nicht.

Die Frage ist, ob ein 10€-USB LA mit eigens dafür abgestelltem PC/Laptop 
als "standalone" zählt. Nur weil in modernen LA der PC als embedded drin 
ist, gibt es sonst da vielleicht auch Probleme.

Kristiansund schrieb:
> Jörg Wunsch schrieb:
>> Allerdings haben diese alten LAs nicht sehr viel
>> Speichertiefe, oft nur 1 oder 2 KiSamples.
>
> Ähm ja, das hängt ja auch von der Samplerate ab, aber es sollten Minimum
> 0,05 msec reinpassen.

Die Speichertiefe hängt nicht von der Sample-Rate ab. Und was willst du 
mit 50µs Aufzeichnungsdauer bei 5MSa/s?
Bei der nächsten Messaufgabe suchst du dann wieder einen LA, der 
vielleicht die komplette I2C-Kommunikation zwischen zwei Geräten im 
Single-Shot mitschneiden kann und du dich darin mit gezielter Suche nach 
Übertragungssequenzen frei bewegen kannst. Und dann?
Da sind eher Speichertiefen im mehrere MSa/GSa-Bereich gefragt, für die 
fast jeder, der das bezahlen soll, einen PC (mehr oder weniger verpackt) 
verwendet.

von Gurgel (Gast)


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Villeicht will er ein Standalone gerät weil er an an einer Schaltung 
messen will die direkt am netz hängt. Aber dafür gäbe es USb 
isolatoren...

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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mike schrieb:
> Bei der nächsten Messaufgabe suchst du dann wieder einen LA

Woher willst du wissen, dass er eine „nächste Aufgabe“ in dieser
Richtung überhaupt haben wird?

Dazu hat er doch viel zu wenig über die Hintergründe geschrieben.

> Die Speichertiefe hängt nicht von der Sample-Rate ab.

Die erforderliche Speichertiefe schon, wenn er einen festen
Zeitraum hat, der aufgezeichnet werden muss (und ein paar ganz alte
LAs fallen daher auch raus, weil sie mit ihrer Speichertiefe zwar
für 5 MHz Abtastfrequenz ausreichend wären, aber als interne
Abtastfrequenz nur 100 MHz haben).

von greg (Gast)


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Gurgel schrieb:
> Villeicht will er ein Standalone gerät weil er an an einer Schaltung
> messen will die direkt am netz hängt. Aber dafür gäbe es USb
> isolatoren...

Oder ein Notebook mit Akku.

von Kristiansund (Gast)


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Na dann beantworte ich mal die aufgelaufenen Fragen:

1. Ich bevorzuge ein stand-alone Gerät aus Platzgründen. Auch wenn es 
absurd klingt, aber ich komme hier mit einem einzelnen Kasten (plus 
Anschlusskabel) besser klar als mit einem Kasten, einem Laptop, einem 
Verbindungskabel (plus Anschlusskabel). Und gerade der USB-Steckermist 
fällt ja gerne mal aus der Anschlussbuchse, wenn man blöd ans Kabel 
kommt.

2. Mit "preiswert" meine ich "preiswert im Rahmen der gegebenen 
Vorbedingungen"

3. Ja, die kurze Sampledauer reicht tatsächlich, da die zu überprüfenden 
Signale in Frames von 10 usec daherkommen und ein Sync-Signal besitzen, 
welches ich bequem als Trigger verwenden kann. Und ich muss auch nicht 
25000 Frames hintereinander aufzeichnen.

Ansonsten: Danke für die Hinweise :-)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Kristiansund schrieb:
> Ich bevorzuge ein stand-alone Gerät aus Platzgründen.

Naja, die typischen Hardware-LAs sind im Allgemeinen ziemlich monströs.
Schau dir das mal in deren Datenblättern an.

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