Wollte euch nun mal informieren ,Digikey hat eine neue kostenlose pcb
Software herausgebracht.(http://www.pcbweb.com)
Und ganz ehrlich ich finde es richtig gut, bin zurzeit noch Eagle User
aber für mein nächstes Projekt werde ich es mal probieren.
Alex R. schrieb:> Hast du schon mal target3001 getestet?
Ich hab' das vor vielen Jahren mal getestet.Die Beschränkungen der
Pinzahl war so dermaßen eng, daß das Ding praktisch nutzlos war. Ich
kann mich erinnern, daß ich damals versucht habe, einen Filter mit einem
4x OV zu machen. Da war dann nach dem IC und weniger als der Hälfte des
zu verbauenden Hühnerfutters Schicht im Schacht.
Schade um die Zeit zur Einarbeitung.
Wenn IB Friedrich diesbezüglich nicht zwischenzeitlich massiv die Zügel
gelockert hat (weiß ich nicht), kann man das wohl kaum empfehlen.
Der erste FAQ Eintrag liefert dazu eine klare Antwort (der man
hoffentlich vertrauen kann):
"PCBWeb Designer is a free full-featured design tool without
restrictions. There’s no limit to the size of your board or the number
of components in your design... Our business derives revenue from
value-added manufacturing services and throws away traditional
software-based license fees."
Zu beachten ist noch:
"All projects are stored locally...All libraries are stored on our cloud
servers."
Was bedeutet, dass das Programm sofort unbrauchbar wird, wenn der Cloud
Server ausfällt oder abgeschaltet wird. Interessanter ist die Frage, was
mit den Projekten passiert, wenn die Libraries nicht verfügbar sind.
Kann man die dann noch öffnen und ändern?
Für mich ist Eagle wegen der Linux kompatibilität interessanter - auch
mit den Freeware Einschränkungen. PCBWeb läuft nicht unter Wine und für
VmWare ist mein Computer zu schwach.
Ich probiere es gerade auf meinem Arbeitsplatz Rechner unter Windows
aus.
Die gesamte Internet Kommunikation funktioniert nicht. Nach der
Anmeldung öffnet sich das Hauptfenster, aber mein name erscheint nicht
in der Ecke rechts oben und Katalog und Libraries sind leer. Im katalog
steht die Meldung "Loading Catalog..."
Ich schätze, das Programm kommt nicht mit unserem NTLM Proxy Server klar
- wie viele Programme.
Als Workaround habe ich einen lokalen Proxy Server, der aus Sicht der
Programme anonymen Zugriff erlaubt und alle Anfragen an den Proxy Server
der Firma (mit konfiguriertem Username und Passwort) weiter reicht.
Damit hatte ich bislang noch jedes Programm ans Laufen gebracht. Aber
nicht PCBWeb, denn dort gibt es nichtmal einen Einstellungsdialog für
die Proxy Settings.
Stefan us schrieb:> All libraries are stored on our cloud> servers."
Das macht eigentlich für ein Freeware-Programm keinen Sinn und lässt
eher drauf schliessen, dass irgendwann Schluss ist mit kostenlos.
Georg
c-hater schrieb:> Alex R. schrieb:>>> Hast du schon mal target3001 getestet?>> Ich hab' das vor vielen Jahren mal getestet.Die Beschränkungen der> Pinzahl war so dermaßen eng, daß das Ding praktisch nutzlos war.
Ohne was zum oben vorgestellten Produkt zu sagen, kann ich mir nicht
recht vorstellen, mit der seit etlichen Jahren auf 250 Pins limitierten
Free-Version nicht für 'nen 4-fach OVP + Hühnerfutter auszukommen. Da
kann man schon einen kleinen Hühnerhof verlöten.
Wenns nicht reicht, kann man auch auf eine angejahrte 400-Pin
c't-Edition ausweichen.
Die/meine grosse Frage: was kann ich dann mit dem Layout anfangen ? Muß
ich die Platine bei xyz bestellen ? Kann ich überhaupt einen Film
ausdrucken und selber belichten ?
Harry schrieb:> Die/meine grosse Frage: was kann ich dann mit dem Layout anfangen ? Muß> ich die Platine bei xyz bestellen ? Kann ich überhaupt einen Film> ausdrucken und selber belichten ?
Ich benutze schon ewig target3001 und damit kann man alles machen. Auch
die Platinen erstell ich selber mit einem Belichter.
Deine bestückte Platine kannst du auch in 3D betrachten und exportieren
was für mich ideal ist um passende Gehäuse in einem anderen 3D-Programm
zu erstellen.
Ausdrucken kann man damit auch viel. Egal ob es für die Folie ist oder
eine Komponentenliste.
Auch die Komponenten Library ist sehr rießig. Sollte mal ein Bauteil
nicht dabei sein kann man es leicht selber erstellen.
Bussard schrieb:> Ohne was zum oben vorgestellten Produkt zu sagen, kann ich mir nicht> recht vorstellen, mit der seit etlichen Jahren auf 250 Pins limitierten> Free-Version
Ich habe gerade mal in meinem Archiv nachgeschaut. Die Version, die ich
damals getestet habe, trägt weit überwiegend Filedaten vom 12.7.2000
gegen 19.00Uhr. Lt. "1.html" aus dem Hilfearchiv handelt es sich um eine
"Target3001! V9".
Ich weiß nicht mehr, wieviel Pins die Grenze damals betrug, aber es war
wirklich zuwenig für einen Filter mit 4x OV.
Im Übrigen sind auch 250 Pins nicht gerade der Kracher. In SMD schafft
man es damit nicht annähernd, die halbe 2-Layer-Euro zu füllen, die
Eagle erlaubt. In Zeiten, wo schon der Connector für ein LCD mal eben 40
Pins hat und ein µC + RAM alleine schon schnell mal auf 250 Pins kommen,
ist sowas weitgehend nutzlos.
Alex R. schrieb:> Harry schrieb:> Die/meine grosse Frage: was kann ich dann mit dem Layout anfangen ? Muß> ich die Platine bei xyz bestellen ? Kann ich überhaupt einen Film> ausdrucken und selber belichten ?>> Ich benutze schon ewig target3001 und damit kann man alles machen. Auch> die Platinen erstell ich selber mit einem Belichter.> Deine bestückte Platine kannst du auch in 3D betrachten und exportieren> was für mich ideal ist um passende Gehäuse in einem anderen 3D-Programm> zu erstellen.> Ausdrucken kann man damit auch viel. Egal ob es für die Folie ist oder> eine Komponentenliste.> Auch die Komponenten Library ist sehr rießig. Sollte mal ein Bauteil> nicht dabei sein kann man es leicht selber erstellen.
ich meinte eigentlich das Prog um das es in diesem Thread eigentlich
geht ;o)
c-hater schrieb:> Im Übrigen sind auch 250 Pins nicht gerade der Kracher.
Die TARGET 3001! Distrelec Editionen "smart" hat 700 Pins und ist sonst
recht offen. Ich denke, " ... (Gast) " hat die Version gemeint. Mit 700
Pins kann man schon was anfangen.
https://www.pcb-distrelec.com/de/target3001.html
András schrieb:> Und ganz ehrlich ich finde es richtig gut, bin zurzeit noch Eagle User> aber für mein nächstes Projekt werde ich es mal probieren.
Ich bin auch Eagle-User und gerade wurde PCBWeb-Werbung auf
mikrocontroller.net eingeblendet, daher wurde ich aufmerksam:
Wie ist Dein Projekt gelaufen? Lohnt sich ein Umstieg von Eagle auf
PCBWeb?
Ich bleibe bei Designspark PCB. Keine Begrenzungen, alles lokal
gespeichert,kommerziell nutzbar und super Bauteil Wizard. Von Eagle und
target bin für die private Nutzung ich schon seit Jahren weg.
Hallo Zusammen,
ich habe kürzlich eine etwas komplexere zweilagige Leiterplatte mit PCB
Web (Version 3.1.61) erzeugt.
Ich habe keine Vorerfahrung mit Layout Programmen. In meinem früheren
Leben als HF Entwickler in den 90ern hatte ich immer einen Layouter, der
für mich auf einer Mentor Graphics Workstation die Mobiltelefonlayouts
erzeugt hat.
Grundsätzlich hat die Stromlauf- und Layouterstellung gut funktioniert.
Trotz fehlender einschlägiger Erfahrung habe ich, auch dank der sehr
kurzen und mit nerviger Musik umrandeten youtube Tutorials keine
unüberwindlichen Hindernisse gefunden. Ich habe fast alle verwendeten
Bauteilelayouts im Bauteileeditor selbst erstellt.
Wie zuvor schon angemerkt wurde, erlaubt PCBWeb nur eine feste Zuordnung
zwischen dem Stromlaufsymbol und der Layoutgeometrie. Das war für mich
in diesem ersten Design kein Nachteil, wenn man öfter Layouts erstellt,
dann stelle ich mir das schon aufwändiger vor.
Schwierigkeiten:
Masse Dukos.:
Um potentialmäßig schwebende Kupferflächen an Masse anzubinden waren
zusätzliche Masse Dukos nötig. Die sind nicht ohne weiteres verfügbar.
Ich habe nach Rücksprache mit dem Support, der innerhalb von ein paar
Tagen antwortete, Duko. Bauteile mit einem Pin definiert, welche ich
dann im Stromlauf vervielfältigt habe und im Layout in Masseflächen
plaziert habe. Unschön an diesem Ansatz ist, dass die Dukos. nicht mit
Lötstoplack bedeckt sind. Das kann man auch als Vorteil sehen, weil man
sie so in Hochstromanwendungen leicht mit Zinn füllen kann.
Außerdem werden die im DRC als Fehler angezeigt, wenn sie unter einem
anderen Bauteil sitzen.
Wärmefallen:
Die kurzen Leitungsstücke, die PCBWeb verwendet um Lötflächen ringsum an
angrenzende Masseflächen anzubinden, haben wie alle Leiterbahnen runde
Enden. Dadurch ragen diese halbrunden Enden bei schmalen umgebenden
Masseflächen darüber hinaus und können zu dicht an daneben liegenden
Leiterbahnen enden, so dass die Abstandsgrenzwerte unterschritten
werden.
Das hatte ich mehrfach bei der 40-poligen 2.54mm Pitch Stiftleiste zum
Raspberry.
Das kann man natürlich manuell nachbearbeiten. Kritisch sehe ich, dass
diese Wärmefallen bei einem Design Rule Check nicht gefunden werden!
Auffüllen von leeren Flächen mit Kupfer:
Es bleiben je nach Abstand zu den angrenzenden Bauteilen oder
Leiterbahnen mitunter sehr schmale Stege der Kupferfläche stehen, die
deutlich schmaler sind als es die Design Richtlinien für Leiterbahnen
zulassen. Das heißt, auf Kupferflächen werden die ansonsten
einstellbaren Mindestbreiten für Leiterbahnen leider nicht angewandt.
Man muß dann manuell durchgehen, eine Fläche über der zu löschenden
Fläche erzeugen und diese als "No Net" definieren. Dann wird entlang der
Umrandung eine Unterbrechung gesetzt (nur in der Kupferfläche, nicht in
Bauteilepads und Leitungen) und man kann anschließend auf die
entstandenene Insel zeigen und mit der "Entf" Taste löschen.
Anfangs habe ich für diese Bereiche Kupfer Sperrflächen definiert. Das
funktioniert zwar auch (entfernt die Kupferfläche darunter) aber das
große Problem ist, dass jede Sperrfläche beim DRC im Falle von
Kollisionen mit anderen Geometrien als Fehler angezeigt wird.
Abstürze im Stromlaufeditor:
Nervig war, dass es mehrfach zu Hängern kam, wenn ich im Stromlaufeditor
ein "hochpoliges" Bauteil (z.B. einen 20-poligen Stecker) verschieben
oder gar drehen wollte. Dann mußte ich die SW manchmal neu starten. Zum
Glück hatte ich regelmäßig gespeichert, so dass ich nicht viel Zeit
verloren habe dabei.
Busstruktur im Stromlaufeditor:
Gibt es nicht.
Benamung der Gerberdateien:
Zumindest Aisler konnte die Gerber Dateien nicht korrekt einlesen.
Aisler hat mir dann auf Anfrage die korrekten Namen geliefert. Ich liste
diese nachfolgend auf. Der Teil vor dem 1. Punkt ist der originale Name
von PCBWeb, der danach ist der zusätzlich benötigte Teil, mit dem dann
die Erkennung bei Aisler funktionierte:
sp2.bottompaste.ger
sp1.toppaste.ger
outline.boardoutline.ger
ss2.bottomsilkscreen.ger
ss1.topsilkscreen.ger
drillnpt_npth.xln
sm1.topsoldermask.ger
l1m.toplayer.ger
drill.xln
sm2.bottomsoldermask.ger
l2m.bottomlayer.ger
Alles in allem hat PCBWeb zu brauchbaren Ergebnissen geführt. PCBWeb
wurde vor einiger Zeit in der c't empfohlen als kostenloses
Layoutprogramm, das war eigentlich der Hauptgrund warum ich damit
gestartet bin. Ich habe leider erst danach KiCad entdeckt, von dem ich
vermute, dass es besser ist. Wirklich bestätigen kann man das freilich
erst wenn man mal mit beiden ein paar Leiterplatten erstellt hat.
Viele Grüße
Werner