Fuses beim Atmega 88A

Gast #3904208
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Hallo!

ich habe hier einen Atmega88A und würde ihn gerne mit einem 4MHz Quarz 
betreiben. Habe den Quarz dazu, über zwei 22pF Kondensatoren an GND, an 
XTAL1 und XTAL2 gehangen. Nachdem ich ins Datenblatt geschaut habe, habe 
ich folgende Fuse-Einstellung im Atmel-Studio gewählt:
SUT_CKSL auf EXTXOSC_3MHZ_8MHZ_16KCK_14CK_65MS
Diese Einstellung ist offensichtlich falsch, da ich den Controller 
danach nicht mehr erreichen konnte (Habe ihn dann mit einem 
Quarzoszillator reanimiert).
Ich würde jetzt gerne wissen welche Fuse-Einstellung die Richtige ist.

Vielen Dank für eure Hilfe!
Gast #3904281
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Die Einstellung (hier im AVR Studio 4.19):
>Ext. Crystal Osc. 3.0-8.0 MHz; Start-up time PWRDWN/RESET: 16K CK/14 CK + 65 ms 
ist schon richtig.
Evtl. ist
>Ext. Full-swing Crystal; Start-up time PWRDWN/RESET: 16K CK/14 CK + 65 ms
besser.
Ich denke Du musst den Fehler woanders suchen.
Gast #3904282
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toni_m schrieb:

> ich habe hier einen Atmega88A und würde ihn gerne mit einem 4MHz Quarz
> betreiben. Habe den Quarz dazu, über zwei 22pF Kondensatoren an GND, an
> XTAL1 und XTAL2 gehangen. Nachdem ich ins Datenblatt geschaut habe, habe
> ich folgende Fuse-Einstellung im Atmel-Studio gewählt:
> SUT_CKSL auf EXTXOSC_3MHZ_8MHZ_16KCK_14CK_65MS
> Diese Einstellung ist offensichtlich falsch, da ich den Controller
> danach nicht mehr erreichen konnte

Das ist ein Fehlschluß.

> Ich würde jetzt gerne wissen welche Fuse-Einstellung die Richtige ist.

Das ist nicht so einfach zu beantworten, denn das von dir benutzte 
Setting ist eigentlich korrekt. Wenn man grobe Schaltungsfehler mal 
ausschließt (das solltest du allerdings überprüfen!!!), ist das, was 
offensichtlich nicht korrekt ist, ist die Größe der verwendeten 
Bürdekapazitäten. Die müssen ziemlich genau zum Quarz passen, wenn der 
von dir konfigurierte LowPower-Oszillator ordentlich anschwingen soll.

Du hast zwei Möglichkeiten:

1) Du konfigurierst statt auf LowPower auf "FullSwing". Dann wird das 
mit einiger Wahrscheinlichkeit sofort laufen. Aber: Die Kapazitäten sind 
nach wie vor falsch (suboptimal), was überlange Startzeiten und eine 
geringere Stabilität des Oszillators im Betrieb zur Folge hat. Außerdem 
schluckt der Oszillator natürlich im "FullSwing"-Betrieb erheblich mehr 
Strom. Dieser Sachverhalt ist ja gerade der Grund dafür, warum es 
überhaupt noch was anderes als "FullSwing" gibt.

2) Du wählst die Bürde-Kapazitäten so, daß sie tatsächlich zum Quarz 
(und den physikalischen Eigenschaften deines Aufbaus bezüglich der 
parasitären Kapazitäten) passen.

Ich würde in jedem Fall Variante 2 bevorzugen.

Selbst wenn die Stromaufnahme keine Rolle spielt, kann man dann nämlich 
trotzdem zu Gunsten kürzerer Anschwingzeiten und besserer Stabilität für 
den "FullSwing"-Modus konfigurieren. Soll heißen: bei korrektem 
physischem Aufbau geht schlicht beides und beides läuft im Rahmen der 
Anforderungen bestmöglich.

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